Buchweizen-Nudeln mit Käsesauce – Rezept mit Bild und Diät, aber nicht ganz kalorienarm

Angenommen, ein Drittel der BundesbürgerInnen ist ständig auf Diät, und jeder zehnte isst an einem durchschnittlichen Diättag Nudeln – wieviele sind dann auf "Nudeldiät"?

Die hier abgebildeten Buchweizen-Spaghetti sind nach sieben Minuten Kochzeit fertig – das bekommen auch Kinder lässig hin.

Die passende Käsesauce ist entweder schon vorbereitet, oder man zaubert eine, während die Nudeln kochen.

Zwei Knoblauchzehen, etwas Schmand, etwas Milch, Salz, Pfeffer, ein Stück Ingwer und eine Messerspitze Guarkernmehl püriert und einmal kurz aufgekocht.

In den Topf – zur Sauce kommen die Spaghetti, durchrühren, und mit dem Spaghettiheber auf dem Teller platzieren.

Dazu vielleicht eine Bananenmilch?

Streng genommen, ist dies Zusammenstellung auch schon eine kleine Diätsünde: Es fehlt natürlich der Rohkostsalat

Warnung vor Anti-Adipositas-Arznei für Kinder!

Die Wunderpille gegen das Übergewicht sollte keine Nebenwirkungen haben…

Stehen Ärzte unter einem derart hohen Druck, "irgend etwas" zu verschreiben, dass die folgende Meldung nötig ist?

Das Medikament Acomplia ist wegen fehlender Studienergebnisse nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren zugelassen. Die auch in dieser Altersgruppe immer häufiger auftretende Adipositas könnte jedoch Ärzte veranlassen, das Medikamente off-label einzusetzen, was möglicherweise negative Auswirkungen auf die Hirnentwicklung haben könnte.

Es liegt mal wieder eine Studie vor, wie das Ärzteblatt berichtet: Das Mittel "Acomplia", das in den Cannabis-Stoffwechsel des Gehirns eingreift, könnte bei Kindern zu Entwicklungsstörungen des Gehirns führen.

Man möchte es nicht glauben: Die Vorgänge bei der Entstehung des Übergewichts sind derart komplex, dass kein Kräutlein dagegen gewachsen ist. In erschreckender Naivität hat man aber angenommen, es würde helfen, einen "Appetitmacher" auszuschalten:

Anti-obesity drugs that work by blocking brain molecules similar to those in marijuana could also interfere with neural development in young children, according to a new study from MIT’s Picower Institute for Learning and Memory.

Marijuana is known to be an appetite stimulant, and a new class of anti-obesity drugs–such as rimonabant (trade name Acomplia) developed by Sanofi-Aventis and awaiting approval for use in the United States–work by blocking brain receptors that respond to a chemical in marijuana and other cannabinoids.

Gerade Kinder haben noch die Fähigkeit, ganz im Spiel sich zu verlieren, und noch Erwachsene arbeiten recht gern, wenn die Arbeit so interessant ist, dass man gar nicht merkt, wie die Zeit vergeht. Man kann diese Zustände als "im Flow sein" bezeichnen, auch in der Verliebtheit kommen sie vor, und haben etwas mit natürlichem "high" sein zu tun – nur: Müssen wir die Biochemie solcher Vorgänge wirklich kennen, und darf man sie chemisch beeinflussen?

Immerhin spielt sich das Essen von Anfang an im sozialen Kontext ab – und im sozialen Zusammenhang geschehen Fehlentwicklungen und nur dort sind Korrekturmöglichkeiten gegeben.

Ist es eine unzulässige Übertreibung, aus der Überschrift

"Study suggests caution on new anti-obesity drug in kids"

eine Warnung herauszulesen?

Calory Coach: Abnehmen und Franchising

Die Diskussion um den Einsatz eines personal Trainers hat noch gar nicht richtig begonnen, da ist das "Calory Coaching" auch schon auf den Plan getreten.
Abnehmen in der Gruppe, exklusiv für Frauen – warum die Männer hier ausgeschlossen werden, wird, wenn überhaupt, nur sehr diskret erklärt.

Ein "Bewegungsprogramm mit speziellen Geräten nur für Frauen" könnte sich im Schneeballsystem weiter entwickeln, wenn genügend Teilnehmerinnen zu Schlüssen wie diesem kommen:

"Ich bin so begeistert von
diesem System, dass ich mich zum
Ernährungs-Coach bei CaloryCoach
ausbilden lasse.“

Wozu dann auch gehören dürfte, die

Ernährungstreffen

anzuleiten, bei denen Themen durchgearbeitet werden wie

  • Diäten im Visier: Low Carb und Atkinsdiät – Endlich essen ohne Reue?
  • Waffeln – die süße Verführung von A-Z. Vom Schlankmacher bis zum Dickmacher
  • Hausmannskost: deftig und kräftig. Genießen erlaubt, wir entschärfen die Kalorienbombe.

Die eine oder andere "Diätform" zu besprechen, kann natürlich nicht schaden. Ich persönlich könnte mit "Atkins" keinen Abend füllen. Aber vielleicht kommt dann noch mehr zu "guten" und "schlechten" Kohlenhydraten. und die Erfahrungen der Teilnehmerinnen, was denn ihrem Geschmack entspricht, wollen auch noch eingebracht werden.
Mit Vollkornwaffeln ist man sicherlich auf der "sicheren Seite" – solche Informationen müssen tatsächlich im direkten Kontakt vermittelt werden.
Die "entschärfte Hausmannskost" dürfte die Fähigkeit, sich von alten Gewohnheiten zu lösen, auf die Probe stellen – eine lohnende Aufgabe im Zusammenhang mit der Ernährungsumstellung.

Der entscheidende Faktor jeden Programms zur Gewichtsreduktion – kostenloses Abnehmen wird selten angeboten – dürfte die Motivation, die es bringt, darstellen. Die beste Motivation wiederum ist der Erfolg, und der ist sogar messbar.

Bleibt noch festzuhalten, dass es auch Fälle gibt, bei denen rasche Erfolge nicht "sein sollen", und dass es beim Erfolg auf die Nachhaltigkeit ankommt. Und, im Prinzip, nicht so sehr auf Äußerlichkeiten.

 

Sport, Sport-Studio oder Spazieren mit dem Hund?

Für manche Übergewichtige und Untrainierte ist die Hemmschwelle, sich ins Fitness-Studio zu begeben, ziemlich groß:

Alleine kann ich mich fürs Fitness-Studio einfach nicht überwinden. Vor allem wenn ich all die schlanken und durchgestählten Menschen erblicke unterdessen ich mit hochrotem Kopf vor mich hinstrample. Dazu reicht im Augenblick mein Selbstbewusstsein nicht aus.
Ich bräuchte ein Studio, in dem nur übergewichtige trainieren, so ein Art *Dicken-Ghetto* quasi, wo ich unter meines Gleichen bin.
Mal sehen, vielleicht finde ich ja doch noch so etwas.

Die Diskussionen, die angesichts dieser Probleme geführt werden, sind aber leider sehr phantasielos.
Mal sehen, sicherlich findet sich ja doch noch etwas.

Vielleicht auch wandern, Nordic Walking oder Radfahren – geht auch in Gruppen, muss "nur" noch organisiert werden.

Idstein: 

Blick über Unterauroff nach Görsroth

Fingernudeln 1.0, Rezepte und ein Foto

Nach der Dampfnudel und der Schmalznudel kommen wir jetzt aus Anlass der Einführung der Nudeldiät bei Fressnet.de zu einer weiteren „unechten Nudel“ – den „Fingernudeln“.

bei der Hüttenhilfe gibt es das Rezept auf bayrisch:

De Kardoffen kocha und koid wern lassn.

De koidn Kardoffen kloa reim und mid Mehl, Soiz, Zucker und de Oa zu an Doag zammischn. Als nechts aus dem Doag fingergroaße Nudeln wuzln. In da Pfann mit Öi oder Budaschmoiz goidbraun obroan.

Etwas allgemeinverständlicher ausgedrückt:

Pellkartoffeln schälen und zu einem Brei zerstampfen.

(Allerdings heißt es auch oft, dass die Kartoffeln durch ein Sieb gestrichen werden sollen, oder dass die Kartoffeln abkühlen und dann gerieben werden sollen.)

Anschließend abkühlen lassen. Salz, Mehl und Eier untermengen und den Teig zu Rollen formen. Davon kleine Stücke abschneiden und fingerdicke Nudeln formen.

An einer Variante mit Buchweizenmehl hatte ich mich einmal versucht. Resultat siehe oben.

beim Nudelmacher kann man sie – fast fertig – bestellen und erhält noch folgende Erklärung dazu:

Fingernudeln sind die niederbayerische Variante der Schupfnudeln. Sie enthalten im Rezept 50% gekochte Kartoffeln, das macht´s aus.
Langsam, am besten in einer Gusspfanne in wenig Öl und Butter schmelzen, darin die Fingernudeln wälzen und langsam, aber wirklich langsam, anbraten. Zuerst Deckel drauf lassen, der Dampf regeneriert den Teig, dann Deckel abnehmen und goldbraun anbraten. Werden zu sie zu schnell angebraten, verkrustet die Oberfläche und innen bleibt es bazig. Die Fingernudeln machen beim Braten nochmal einen Gareprozeß durch, sie werden schön gelb, haben Biß und schmecken. Mit einer Prise Salz überstreuen.
Serviert werden sie als Beilage, oder als Hauptmahlzeit mit allerlei pikanten Soßen, in Niederbayern ißt man/frau sie mit mit „Apfelmuas“ oder am liebsten Blaukraut,–da brauchst sonst nix anderst mehr–
Die Fingernudeln sind ein allzeit beliebtes Partyessen, etwas für Straßenfeste und Bierzelte. Sie bleiben im gebratenen Zustand in der Pfanne und im Rechaud auch gut eine Stunde kross. Hierzu schmeckt Bier, Apfelsaft oder Mineralwasser, warum nicht auch Cola. Der Gourmet sieht davon ab, sie mit Käse und Wein in Verbindung zu bringen. Joghurtsoßen und Quarkdipps bitte nicht zu sahnig und mit einem Schuss Essig.

Eine – wie ich finde, äußerst gelungene Erklärung, die die Liebe der Macher zur Sache erahnen lässt.

Fragt sich nur noch, was man sich unter „Topfen-Fingernudeln mit Krautfleckerln“ vorzustellen hat. Das Rezept ließ sich leider nicht aufrufen, aber man muss auch nicht alles kochen.

Essig selbst gemacht – Gutes Essen mit Essig

Kartoffelsalat fürs Picknick oder zum Grillen

Das interessanteste oder wichtigste bei einem Kartoffelsalat ist wohl die Sauce. Beim kalorienbewussten Grillen gilt, was wahrscheinlich hinlänglich bekannt ist :

„Verzichten Sie auf Saucen wie Ketschup und vermeiden Sie kalorienreiche Salate wie den klassischen Kartoffelsalat mit Mayonnaise. Dann kann der Grillabend auch während einer Diät zu einem echten Genuss ohne Reue werden.“

Ohne Mayonaise heißt meist mit Essig und Öl. Ein Glas mit scharfen Gewürzgurken bot sich als Spender für die Brühe an, dies mit gutem Öl und zwei größeren Knoblauchzehen verrührt… (ach ja: den Senf nicht vergessen!)

Und dann noch etwas hartgekochtes Ei, Gewürzgurke, Champignons nebst Schinkenwürfeln aus der Pfanne, und etwas „Dekoration“.

Von der Idee, analog zum Thema „Nudeldiät“ nun auch noch eine Serie über die „Kartoffeldiät“ zu starten, habe ich vorläufig Abstand genommen.

In D gibt es nicht nur die Volksdiät, sondern, wie ich heute bemerkt habe, auch die Volksküche. Daselbst wiederum ein interessanter Beitrag zur Nudeldiät, nämlich ein Lombardisches Landbauern-Frühstück.
Ein lombardisches Sprichwort besagt ja

„Die Gegenwart belohnt die Fleißigen, die Zukunft belohnt die Geduldigen.“

Etwas Geduld braucht man auch beim Nachzaubern des Nudelsalats, wie er heut bei „Liebe geht durch den Magen“ vorgestellt wurde, und viel körperliche Aktivität, um all die Sahne, Fleischwurst, den Wurstsalat und andere geschmacksbildende und -tragende Zutaten wieder abzuarbeiten.

Warum bloß kommt „niemand“ auf die Idee, Vollkornnudeln zu verwenden?

°

°

Essig selbst gemacht – Gutes Essen mit Essig

kurz notiert: Altersheim- abnehmen- bloggen- Katzenfutter- Kaffee- Mikado- Diät

Altersheim 2.0

Wir alle werden mal richtig alt und wollen dann doch eine entwickelte Netz-Infrastruktur vorfinden – und nicht etwa in der Isolation verrecken!

Stimmt eindeutig. Sicher hat man im Alter noch Bedürfnisse und Interessen, will vor allem nicht isoliert sein, und neue Kontakte werden nicht leichter aufzubauen und zu finden. Mehr zu dieser Idee im webwriting-magazin. (Via Bandscheiben-Blog).
Bei der Gelegenheit: Kennt sich jemand aus mit „Gewichtsabnahme bei Rentnern?

Feedback an Autor

Huhu,

bin hier heute auf der Suche nach (kritischen) Kommentaren rund um das
neue WW-Motto "18
Sattmacher" gelandet und freu mich beim ersten flüchtigen
Reinschnuppern grad blöd über
das Sosein
von fressnet.de. Bis hierher vielen Dank! A.P.

Liebe A.P.: Danke!!!

abnehmen und darüber bloggen

Gewichtshalbierung

titelt ein Blog aus Freiburg – redaktionell betreut: Die Überschriften und die Einleitung von den Journalisten, ansonsten erzählt Eva, wie gesund sie lebt und abnimmt, mit mehr Erfolgen als Misserfolgen:

Seit etwa einem Jahr esse ich fast täglich – naja, zumindest gut und gerne viermal pro Woche – gebackenes Gemüse. Klingt langweilig, ist meiner Erfahrung nach aber ein ganz hervorragendes, sehr variantenreiches und vor allem verdammt leckeres Diätessen. Da ja öfter mal danach gefragt wurde, was ich denn so esse, gibt es heute mal einen kleinen Kochkurs für Backofengemüse.

Von Blogs und anderen seriösen Medien

handelt eine Diskussion beim Freidenker aus Oeffingen. Das Problem: (Politische) Blogs verlinken mehr auf Massenmedien als auf Blogs, Resultat: Unbefriedigende Bloggersolidarität. Kommt mir bekannt vor, das Problem wird umso schlimmer, je mehr die Blogs sich in Tagesaktualität versuchen – dabei sind die meisten Meldungen morgen Schnee von vorgestern.

Katzenfutter

Nur Öko-Katzen mögen Bio-Katzenfutter – nur mal als These und Verweis auf das „einen-Monat-Bio-Experiment„.

Den Verweis von vital-Genuss auf einen neuen äthiopischen Kaffee möchte ich hier noch weiterreichen; die Pflücker haben augenscheinlich sogar ein Kaffeepflückerblog. (hier direkter Link)

Was mich bei solchen Bestellmöglichkeiten immer ärgert, sind die Versandkosten. Die ließen sich senken durch 1.) Sammelbestellunen und 2.) ein Warentransportsytem ähnlich wie eine Mitfahrzentrale; wobei Beides eine stärkere Vernetzung erforderte…

Spaghetti-Mikado

Das Foto war nur eine „Studie“ béi der Illustration zu Nudel-Diät, und zum Löschen finde ich es zu schade. Drum gebe ich es zur beliebigen Verwendung frei. Kochzeit ca. 7 min. 😉

Halb Deutschland is(s)t essgestört

Fast ein wenig spät in der jährlichen Diät-Veröffentlichungs-Rally ist der Stern dieses Jahr – aber vielleicht steckt auch System dahinter.

Immer im Januar starten die Weight-watchers eine Werbekampagne, Anfang des Jahres hatte die ZEIT ihr Sonderheft zur Ernährung, Ökotest im Februar, und der STERN zieht jetzt im Mai nach, worauf Christoph vom Bandscheiben-Blog aufmerksam gemacht hat.

Konnte schon das Heft der ZEIT nichts aufregend Neues bieten, ließ man bei ÖKOTEST immerhin ein paar Betroffene zu Wort kommen –

gestaltete dafür das Äußere des Hefts eher konventionell. Die Weight-watchers-Anzeige inspirierte zur "Nudeldiät".

Gewisse Magazine geben ja vor, uns stets mit den Neuesten Erkenntnissen zu versorgen, wobei es vorkommen kann, dass die eigentliche Erkenntnis, die Selbsterkenntnis, auf der Strecke bleibt.

Dem vorzubeugen, nutzt man Tests, es könnte ja sein, man hängt schicksalshaft über der Kloschüssel wie dieses Fotomodell:

Meine bange Frage, ob ich essgestört sei, wurde nun bejaht:

Bei Ihnen oder der Person, für die Sie den Test ausgefüllt haben, scheinen Symptome einer Essstörung vorzuliegen. Ihre Punktzahl liegt im Bereich dessen, was essgestörte Patienten in einer Klinik erreichen. Vielleicht machen Ihnen Mahlzeiten Angst, weil Sie dabei zunehmen oder die Kontrolle verlieren könnten über das, was Sie essen. Lassen Sie sich unbedingt von einem Arzt untersuchen oder suchen sie eine Beratungsstelle für Essgestörte auf. Wenn Sie den Test für jemand anders angekreuzt haben, sollten Sie ihn umgehend ansprechen und ihn bitten, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Ein möglicher Gedanke an dieser Stelle:

Dann werde ich mir jetzt mal Hilfe suchen. Ich kann doch gar nicht anders, als immer ans Essen zu denken: Immer, wenn ich ein Bild hochlade, muss ich "fressnet" eintippen. Wie soll man dabei nicht ans Essen denken – zu blöd!

 

Es könnte aber auch sein, dass solche Tests, die ihre Objekte bloss in Schubladen einsortieren, ethisch verwerflich sind, dass man derartige Ferndiagnosen gar nicht stellen darf, weil man nicht weiß, wie die Betreffenden damit zurechtkommen – und der Rat, sich professionelle Hilfe zu suchen, zum einen nicht immer angenommen wird, und zum zweiten daran scheitert, dass es diese Hilfe gar nicht im erforderlichen Maße gibt.

Anders gesagt oder interpretiert: Hier werden Leser verunsichert, um sie um so mehr an das Blatt zu binden – das hat nichts mit Aufklärung zu tun, sondern mehr mit Volksverdummung.

Schlank mit der Nudeldiät – Der Turbo zum Abnehmen – Rezepte mit Bild

Nudel- oder neudeutsch Pastagerichte sind allseits beliebt, schnell zubereitet und machen schlank!

Wer Nudeln liebt, kann nur mit der Nudeldiät glücklich werden – warum also verzichten? Warum sich einer Reisdiät unterziehen, wenn man keinen Reis mag?

Die Nudeldiät erlaubt viel Abwechslung, sowohl bei den Nudeln, als auch bei den Beilagen, eine Nudeldiät, die nicht aus Dosenravioli und „Miracoli“ besteht, kann die Kreativität steigern.

Aber kommen wir zu den Beispielen:

spaghetti carbonara - nudeldiaet

Wenn Spaghetti Carbonara einen Beitrag zur kalorienreduzierten Ernährung leisten sollen, müssen sie wohl etwas sparsamer als üblich eingesetzt werden. Überaus sättigend sind sie ja.

Nudeldiät 1

Eine schnelle Nudelpfanne mit Vollkorn-Farfalle, Schinkenwürfeln, Champignons, Tomaten und sauer eingelegter Paprika, garniert mit geriebenem Ziegenkäse.

Nudeldiät 2

Die gleichen Nudeln wie oben, mit Tofu, Tomate, Zwiebel und Paprika.

Nudeldiät 3

Nudelpfanne mit tiefgefrorener Gemüsemischung und Seelachs aus der Pfanne.

Mehr Nudeldiät unter den folgenden Links:

selbst gemachte Vollkornnudeln

scharfer Nudelsalat (auch und gerade beim Grillen ideal)

Nudeldiät 4

Nudelpfanne mit Safransauce

Nudeln mit Gulasch und Rotkraut

Nudelpfanne_Sprossen
Nudelpfanne_Sprossen

Ob wir dieses Gericht Nudelpfanne oder Gemüsepfanne nennen wollen, hängt ganz von der Menge der Nudeln ab.

Gewürzt wurde hier im Wesentlichen mit einer ordentlichen Menge geriebenem Ingwer und zum Schluss etwas Sojasauce.

Nudeln mit Paprika

Zu den Penne kamen hier kleine Tomaten, geviertelt und geköchelt, gewürzt mit Kräutersalz und frischer Chili, abgeschmeckt mit ein wenig Rotweinessig
Zu den Penne kamen hier kleine Tomaten, geviertelt und geköchelt, gewürzt mit Kräutersalz und frischer Chili, abgeschmeckt mit ein wenig Rotweinessig

Dass man von der Nudeldiät allein nicht abnimmt – das sei hier nur mal am Rande erwähnt, um Missverständnissen vorzubeugen. Etwas mehr Bewegung sollte schon dazu kommen.

Dampfnudeln… 😉

Nudeln mit Tomatensauce

Bandnudeln mit Tomatensauce

Vollkorn-Käsenudeln

Nachtrag: Die Idee zur Nudel-Diät ist nun wirklich nicht neu – nur, jetzt ist die Nudel-Diät entscheidend verbessert worden.

Wir bräuchten eigentlich nur noch 100 Freiwillige, die eine Woche lang täglich drei Teller Nudeln in verschiedenen Variationen essen, und schon hätten wir eine „wissenschaftliche Studie“, mit der wir in den Schlagzeilen sind: In England hat schließlich ein Kauz nur mit Bohnen Abnehmerfolge gehabt (heißt es).

In Wirklichkeit dürfte eine „Nudel-Diät“ ähnlich scheitern wie eine Apfeldiät – es ist nun einmal nicht vernünftig, jeden Tag das Gleiche, und sei es in Variationen, wie bei der „Körner-Diät„, zu essen.

Andererseits: Hat man zu viele Nudeln gekocht, kann man die immer noch für die eine oder andere Mahlzeit verwenden – und so kam dieser Artikel auch zustande – die Idee mit der Nudel-Diät wollen Andere im Ernst verkaufen, und sollte hier nur einmal „auf die Schippe“ genommen werden…

Einseitige Diäten führen immer zum Überdruß, schlimmer: Sie verleiden einem, wie bei der „Körner-Kur“, die Neugier auf interessante Alternativen.

Das Fazit auf Portionsdiaet.de:

Abnehmen mit Nudeln kann jedenfalls in jedem Abnehm-Konzept nur ein Mosaikstein sein und nicht die allein seligmachende Lösung. Bei der Portionsdiät sind Nudeln jedenfalls nicht ausgeschlossen wie bei anderen Konzepten, und sie werden auch nicht getrennt gegessen, wie bei der Trennkost.

Nirwana-Prinzip, Narzissmus, Religion, Tao, Diät

Bei der Suche nach einem Zusammenhang zwischen Nirwana-Prinzip und Narzissmus habe ich heute eine schöne Definition von Religion gefunden:

Religion ist zu definieren als jener auf dem Glauben an die Existenz eines höheren weltschöpferischen Wesens beruhende Bezug zwischen diesem göttlichen Wesen und dem, seinem Selbstverständnis gemäß, auf sich gestellten Subjekt, wobei sich letzteres von jenem etwas für sein Wohl und sein Heil erhofft.
Bedeutsam bleibt bei dieser Bestimmung, dass alle dem irdischen – profanen – Bereich des Lebens entstammenden Vermittlungen zwischen dem Glaubenden und Gott intellektuell übersprungen werden und eine direkte Verbindung zwischen beiden hergestellt wird.

Genau darin ist der wesentliche Unterschied zwischen Religion und magischer Pseudoreligiosität einzusehen, dass bei letzterer (wie schon in der Vergangenheit bei allem Animismus, bei aller Magie und bei aller Zauberei bis zum Nekromantismus, Exorzismus und Hexenglauben hin) eine Verzerrung und Verfälschung der metaphysischen Reinheit des Göttlichen dadurch zustande kommt, dass dem irdischen Bereich entnommene profane Mittel eingeschaltet werden, um das Ziel des Heils zu erreichen. Die Verfälschung besteht darin, dass wegen dieser Vermittlung zu irdischen Kräften und Mitteln das Göttliche selbst in die Profanität des Irdischen herabgezogen und teilweise oder gänzlich entgöttlicht wird.

Nun verfälscht meine Hervorhebung den Sinn der Aussage – nach der ja alles reine Ansichts- bzw. Glaubenssache ist.

ein Zitat von Sigmund Freud, der heute vor 150 Jahren geboren wurde, lautet:

»Wenn die Wahrheit der religiösen Lehren abhängig ist
von einem inneren Erlebnis, das diese Wahrheit bezeugt,
was macht man mit den vielen Menschen,
die ein solches Erlebnis nicht haben?
Wenn der Eine aus einem ihn tief ergreifenden ekstatischen Zustand
die unerschütterliche Überzeugung von der realen Wahrheit
der religiösen Lehren gewonnen hat, was bedeutet das dem Anderen?
Allein dieses Credo ist nur als Selbstbekenntnis interessant,
als Machtspruch ist es ohne Verbindlichkeit.
Es gibt keine Instanz über der Vernunft.«

In „Die Zukunft einer Illusion“

Spätestens seit heute finde ich einiges, was der Altmeister der Psychoanalyse uns hinterlassen, recht arrogant: Es wird auch noch andere Modi der religiösen Erkenntnis geben, als tiefe Ekstase.

Wir können die Mythologie, die „Kunst, von Göttern zu erzählen“ nicht einfach auf den Misthaufen werfen: Sie enthält das Wissen der Menschheit von ihren Anfängen an, ist die Grundlage der Wissenschaft, die selbst stets dabei ist, zur irrationalen Spekulation zu verkommen, und (Beispiel Gentechnik) gerne auch einmal „Schöpfer“ spielen möchte.

Auch hat Freud selbst tief in die Trickkiste der Mythologie gegriffen und so

versteht Freud unter dem Nirwanaprinzip den im Menschen unbewusst ruhenden Drang nach Rückkehr in den totalen Ruhe- und Gleichgewichtszustand im Mutterleib vor der Geburt. (Leo kofler, a.a.o.)

Im Buddhismus mag das Nirwana auch etwas mit Spannungslosigkeit zu tun haben, aber auch mit Tod und Wiedergeburt.

Ansonsten sind solche Fragen beim „Tao“ nicht so furchtbar relevant, denn der (Lebens-) Weg ist das Ziel. Eine Wanderung mit Hürden (sogenannte Schicksalsschläge), die mit der richtigen Diät halbwegs machbar sein mag.

Verwandte Artikel:  

Abnehmen mit Hypnose 

Flexible Verhaltenskontrolle beim Abnehmen – der goldene Mittelweg oder zu dehnbar?

Dr. Thomas Ellrott, Arzt und Ernährungswissenschaftler und Leiter des Instituts für Ernährungspsychologie am Klinikum der Universität Göttingen, hat, was das Abnehmen betrifft, das Patenzrezept, nach dem wir alle bisher vergeblich gesucht haben, gefunden:

Die flexible Verhaltenskontrolle

Auf Deutsch: Dehnbar, beweglich. Es geht nun nicht mehr darum, feste, umumstössliche Grenzen ("ab heute keinerlei Diätsünden mehr, was mir am besten schmeckt, verbiete ich mir ganz und gar") zu setzen, sondern den Schuldgefühlen, die sich bei "Regelverstößen" automatisch einstellen, vorzubeugen: Dafür sind flexible Regeln ganz gut geeignet.

Man erlaubt sich also zum Beispiel eine (zwei?) Tafel(n) Schokolade in der Woche, statt sie sich ganz zu verbieten, um dann bei einem Fressanfall doch zu arg zuzuschlagen – "Sündigen mit Vernunft" sozusagen.

Auf den sittlich-moralischen Wert der Beichte bei Esssünden ist Ellrott leider nicht eingegangen, aber das könnte noch kommen: Eine neue Studie soll durchgeführt werden, für die noch Teilnehmer gesucht werden.

Flexibel Abnehmen

Starre Vorschriften lassen sich nicht durchgängig einhalten. Resultat ist das Gefühl der Unfähigkeit: Man fühlt sich unfähig, seine Diät einzuhalten, und hat noch dazu das Gefühl, jeder müsste es bemerken (woran heimliches Essen wenig ändert).

Diät-Missionare, die Andere mit ihren Diät-Programmen beglücken wollen, sind von dem, was sie erzählen, ähnlich überzeugt wie Versicherungsvertreter von ihren Produkten:  Nichts bestärkt die eigenen Überzeugungen besser als der Versuch, sie anderen zu verkaufen. Somit sind Übergewichtige einer ständigen Flut von Belehrungen ausgesetzt, die alle nichts nutzen, und nur das Gefühl, wertlos und ein Diät-Versager zu sein, erzeugen. 

Die Selbständigkeit der Belehrten wird dann nur noch symbolisch gefordert, aber praktisch untergraben.

Nun sollen Übergewichtige eine flexible Verhaltenskontrolle ausüben, und müssen vielleicht erst einmal üben, wie das geht:

Das Missverständnis, unter "flexibler Verhaltenskontrolle" "heute Kontrolle, morgen und übermorgen laissez-faire" zu verstehen, wäre fatal. Die Widersprüchlichkeit der Diät-Anweisungen grenzt sowieso schon an eine schizophrenogene Situation: Gegesätzliche Anweisungen, "Hüh und Hott" ergehen gleichzeitig, ein und dieselbe Zeitschrift empfiehlt kohlehydratfeie Diät im einen Artikel, fettfreie Diät im nächsten.

Der Leitsatz von der "flexiblen Verhaltenskontrolle" ist nicht mehr so ganz taufrisch: Unter der Überschrift "Hilfe für übergewichtige Kinder – Abnehmen und Gewicht halten" wurde schon 2004 berichtet.

 

Verwandte Artikel:

Essen und Trinken mit Maß und Ziel – Diätziel
Essstörung und gezügeltes Essverhalten
Das Zentrum für Belohnung – Nahrung und Sucht

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

Rubriken

Archive

Motivation