Speckröllchen-Hysterie 2.0: Wie Product-Placement uns weiter in die Diätfalle treibt

Nach dem klassischen „Last-Minute-Abnehmen“ fragt der NDR in der Sendung „Yazio vs. Almased: 2 Wochen Selbstversuch vor dem Urlaub“ und trägt damit die Speckröllchen-Hysterie alter Frauenzeitschriften in die öffentlich-rechtliche Gegenwart und die sozialen Medien.

„Was bringt mehr – A oder B?“
Die Frage suggeriert eine echte Wahl. Tatsächlich bekommen Zuschauer*innen jedoch nur zwei kommerzielle Produkte gegenübergestellt, deren reale Langzeiterfolge oft weit hinter den TV-Ergebnissen liegen. Der ARD-Marktcheck betreibt hier reines Product-Placement und verzichtet darauf, echte Alternativen aufzuzeigen.
Denn Ernährungsoptimierung ist komplex. Sie betrifft nicht nur Bauchumfang, Eiweißbedarf und Körperfettanteil, sondern auch Alltag, Psyche, soziale Eingebundenheit, Verwöhn-Bedürfnisse und das ständige Gefühl, nie „erfolgreich“ genug zu sein – verglichen mit den perfekt inszenierten TV-Gestalten.

Eine echte Alternative: Intuitive Ernährung

Statt Apps und Formuladiäten setzt die intuitive Ernährung  (Intuitive Eating) auf die Wiederherstellung des natürlichen Hunger-Sättigungs-Gefühls, Entfernen von Verbotslisten und einen wertschätzenden Umgang mit dem eigenen Körper.

Avocado, Tomaten, Knöpfles, Dosen-Champignons – mit leichtem Dampfdruck 7 Minuten gegart. Da alle Zutaten als kalorientechnisch harmlos erscheinen, ist hier kein Kalorienzählen geboten, aber geschmackliche Vielfalt ist gegeben. 

Studien zeigen, dass dieser Ansatz langfristig oft zu besserer psychischer Gesundheit, stabilerem Gewicht und nachhaltigeren Essgewohnheiten führt – ohne Jo-Jo-Effekt und ohne dass man ständig Kalorien zählen muss.Wer wirklich etwas verändern will, sollte über kommerzielle 2-Wochen-Experimente hinausdenken.

Rückenpulver, Intuitives Essen in Gießen, Sucht und Sublimierung


„Artikel klauen“ wird gerne schon mal als harmloser Sport betrachtet oder als normales Verfahren, Internet-Inhalte zu „erzeugen“. Der kopierte Inhalt muss nur noch leicht verändert werden, damit er als wertvolle Neuerschöpfung durchgeht, die kreative „Leistung“ kann nun darin bestehen, die Original-Raubkopie (maschinell) in eine andere Sprache zu übersetzen, und diese Übersetzung wieder zurückübersetzen zu lassen. Das schafft Variationen:

Yoghurt-Pfannkuechlein – Zutaten für 2 Personen

  • 1 Ei
  • 3 Esslöffel Joghurt (Naturjoghurt oder Joghurt mit Fruchtgeschmack)
  • 4 Esslöffel 00-Mehl
  • 1 Esslöffel Zucker (optional, nach Geschmack)
  • 1 Rückenpulver
  • Eine Prise Salz
  • Butter oder Öl zum Einfetten der Pfanne
  • Zum Garnieren (optional): Honig, Marmelade, Streichcreme, frisches Obst oder Puderzucker

„Backen“ ist „to bake“ und „the back“ ist der Rücken, also „back“, wobei „rücken“ auch „(to) move“,
bewegen, umziehen, verschieben, gehen, fahren bedeuten und aus Backpulver „Rückenpulver“ werden kann.
Hier bietet es sich an, die kostenlos empfangenen Rezepte als etwas ver-rückt zu beurteilen, oder anzunehmen, „Butter bei die Fische tun“ sei jetzt endlich erforderlich:  Wir brauchen keine Unmengen an Rezepten, die nur das Medien-Rauschen vrstärken, sondern angemessene Rezepte oder Anregungen für Zeitgemäßes und angepasste Klassiker.

Käuterseitling – ganz einfach: Gedämpft!

Die Kräuterseitlinge, eine Süßkartoffel und die Tomaten wurden gedünstet; in der Pfanne zubereitet wurde eine Rest-Maultasche nebst einer in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehe.

Intuitives Essen in Gießen

Die Ernährungspsychologin der Universität Gießen, die aktuell mit Forschungen zu intuitivem Essen für Aufmerksamkeit sorgt, ist Prof. Dr. Ulrike Gisch.
Sie leitet an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen die Professur für Ernährungspsychologie am Institut für Ernährungswissenschaft. Im Zentrum ihrer aktuellen Arbeit steht eine neue Pilotstudie namens EASE, die einen gewichtsneutralen Ansatz bei Adipositas untersucht und dabei voll auf intuitives Essen statt Diätdruck setzt.

Kernpunkte der Forschung & der EASE-Studie

Das Akronym EASE steht für Erleben, Achtsamkeit, Stigma-Reduktion und Erkundung.  Zusammen mit ihrem Team – darunter die Doktorandin M.Sc. Merve Cambaz Kaya – verfolgt Prof. Gisch einen wegweisenden Ansatz:

Wohlbefinden statt Gewichtsfixierung

Klassische Programme fordern meist strikte Gewichtsabnahme. Gisch kritisiert diese „gewichtszentrierte Welt“. Ziel von EASE ist die psychische und physische Stabilisierung unabhängig von der Waage.

Wiedererlernen von Hunger und Sättigung:
Teilnehmer sollen verinnerlichen, dann zu essen, wenn echter Hunger da ist, und aufzuhören, sobald Sättigung eintritt.
Feste Regeln oder das Zählen von Kalorien fallen komplett weg.
Umgang mit emotionalem Essen:
Verboten ist erst einmal nichts – auch Schokolade ist erlaubt. Die Therapie hilft jedoch dabei, zu erkennen, ob aus Frust, Stress oder reiner Gewohnheit gegessen wird.

Abbau von Stigmatisierung

Übergewichtige Menschen leiden unter gesellschaftlicher Ausgrenzung. Der dadurch entstehende Stress treibt das Hormon Cortisol in die Höhe, was wiederum Heißhunger triggert.
Die Studie arbeitet aktiv an der Verbesserung des eigenen Körperbildes.

Bewegung aus Freude

Sport wird in der Studie nicht zur Fettverbrennung eingesetzt, sondern um durch Yoga oder Atemübungen die positive Verbindung zum eigenen Körper zurückzugewinnen.

Ablauf und Teilnahme
Das strukturierte Programm ist auf zwölf Sitzungen ausgelegt. Die Bewerbungsphase für die Pilotstudie startete im Sommer, wobei die aktive Umsetzung für den Spätherbst angesetzt ist.
Interessierte können sich direkt über die offizielle Studien-E-Mail-Adresse ease@uni-giessen.de an das Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen wenden.

Die bisherigen „Konzepte“ zu intuitivem Essen erinnern an einen Zauberkurs, wo uns gezeigt wird, wie man ein Kaninchen aus dem Zylinder holt, uns aber der dazugehörige Zauberspruch verschwiegen wird.
Es ist, als sollten wir mit einem Trick geködert werden, den der Zauberlehrer aber doch geheim hält.

Diskussion

Hier erscheint bei „Wohlbefinden statt Gewichtsreduktion“ auch die Umkehrung „Gewichtsreduktion durch Wohlbefinden“ plausibel.
Es bleibt dabei, „… wie man’s auch immer dreht und wendet – das Eine wisset ein für allemalt: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“.

Das  Zitat aus Bertolt Brechts Dreigroschenoper („Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“) ist zum Klassiker geworden.  Es bringt eine fundamentale Wahrheit der menschlichen Biologie und Psychologie auf den Punkt: Solange die biologischen Grundbedürfnisse nicht gestillt sind, verliert alles andere an Bedeutung.

Bei „Heißhunger“, bei genügend heißem Hunger also, wird es unmöglich, „vernünftig“ oder „moralisch“ mit Essen umzugehen – der Heißhunger gewinnt immer. Erst wenn der Körper weiß, dass er sicher und verlässlich Nahrung bekommt (das intuitive Prinzip), beruhigt sich das System.
Ohne „Diätdiktatur“ bietet das intuitive Essen sozusagen die Gewichtsreduktion durch Wohlbefinden an, weil der Stress, der zur („geschgeiterten“) Diät gehört wie das Amen zur Kirche, abgesenkt wird:

Chronischer Diätstress
schüttet das Hormon Cortisol aus, das Fettpolster (besonders am Bauch) schützt und Heißhunger befeuert. Sinkt der Stress durch psychisches Wohlbefinden, reguliert sich oft auch der Stoffwechsel neu.

Emotionales Essen stoppen: Wenn Essen nicht mehr herhalten muss, um Frust, Einsamkeit oder Stress zu betäuben (weil diese Gefühle anders bewältigt werden), fallen viele überschüssige Kalorien ganz automatisch weg.

Im Zusammenhang von Betäubung und Narkose muss hinzugefügt werden, dass nach PLUTARCH die Narkose die gleiche Wortherkunft hat, wie auch Narziss; darauf ein erbauliches Plutarch-Zitat:

„Es liegt nicht in der Macht des Menschen, fehlerfrei zu sein; doch aus ihren Irrtümern und Fehlern lernen die Weisen und Guten Weisheit für die Zukunft.“

Wir können bei Plutarch auch die Ansicht finden, dass  „Die Kunst […] darin, [besteht], in allem den Mittelweg einzuhalten“ und dass  „Die Erholung … die Würze der Arbeit“ ist. Konkret gilt es also, hier noch „ein wenig“ Text abzuarbeiten…

Nehmen wir an, dass ohne den ständigen Wechsel aus Hungern und Fressattacken der Körper sich auf einem stabilen, gesunden Gewicht einpendeln könne, nämlich durch das neugewonnene Wohlbefinden, geht das einher mit dem Ansatz   „Erst muss Frieden mit dem Essen geschlossen werden, damit der Körper überhaupt die Chance bekommt, sich zu regulieren“. Dies in Analogie zur Set-Point-Theorie, die „… eine wissenschaftlich umstrittene These [ist]“. Dabei tritt auch noch die Erkenntnis auf, dass „Hungern“ und „Fasten“ recht unterschiedlich sind, und dass Intervallfasten nur bedingt der Mittelweg ist, den zu gehen noch dazu einen schwierigen Lernprozess zur Voraussetzung hat.

Andererseits haben die Fressattacken vermutlich auch einen suchtbedingten Hintergrund, zumal im (allgemien tabuisierten) Zusammenspiel mit Alkohol auch beim Essen „die Dämme brechen“.

Hochverarbeitete Lebensmittel (Fett-Zucker-Salz-Kombinationen) aktivieren im Gehirn dieselben Belohnungszentren wie Drogen. Wenn dann Alkohol ins Spiel kommt, kommt es zu Kontrollverlust: Alkohol betäubt den präfrontalen Kortex – also die Instanz im Gehirn, die für Vernunft, Disziplin und langfristige Ziele zuständig ist. Die mühsam aufrechterhaltene Diät-Moral bricht sofort zusammen.
Biologischer Heißhunger kommt verschärfend hinzu, denn Alkohol senkt den Blutzuckerspiegel und blockiert die Gluconeogenese in der Leber. Der Körper verlangt exzessiv nach schnellen Kohlenhydraten und Fett.

Das Tabu:
Über diese Kombination wird selten gesprochen, obwohl Alkohol einer der größten Trigger für nächtliche Binge-Eating-Episoden (Fressattacken) ist. Die Fragen nach Abstinenz, kontrolliertem Trinken oder Substituierung durch intelligente Wirkstoffverwendung sind noch weitgehend unbeantwortet.

Ein Hoffnungsschimmer besteht noch in Hinsicht auf die Sublimierung – beim Essen also Qualität beim selbstgekochten, befriedigenden Essen ohne Luxusallüren anzustreben.
Auf Qualität und Kochen als neue Anforderung, die auch zu „qualifizierter Befriedigung“ führt, bietet sich an.
Der Vorschlag der Sublimierung (im psychologischen Sinne: das Umlenken eines Triebes in eine höhere, produktive Form) trifft genau den Kern moderner Achtsamkeitskonzepte.

Statt dem Drang nachzugeben, sich wahllos Kalorien zuzuführen, wird die Energie umgeleitet:

Echtes Handwerk: Das Planen, Schnippeln und Zubereiten von frischen Lebensmitteln verlängert die Vorfreude und beschäftigt den Geist.
Sinnliche Befriedigung ohne Reue:
Ein selbstgekochtes, ehrliches Gericht (ohne abgehobenen Food-Snobismus) schmeckt intensiver. Man isst langsamer und nimmt die Sättigung früher wahr.
Vom Konsumenten zum Gestalter:
Man ist nicht mehr „Opfer“ der Lebensmittelindustrie, sondern bestimmt selbst, was in den Körper gelangt. Das stärkt die Selbstwirksamkeit enorm.

Multiplikatoren, Mittel und Strukturen

Für eine Anti-Adipositas-Strategie braucht es Multiplikatoren und Mittel, mit denen diese ausgestattet werden. Prof. Dr. Ulrike Gisch könnte auch in dieser Richtung kreativ forschen.

Forschung neu denken

Damit ein Ansatz wie der von Prof. Dr. Ulrike Gisch nicht in der universitären Nische stecken bleibt, braucht es Multiplikatoren. Ein kreativer Forschungsansatz für die Zukunft müsste genau hier ansetzen:

Ausbildung von Schlüsselberufen:

Das Wissen über intuitives Essen und Stress/Stigma-Reduktion muss in die Lehrpläne von Hausärzten, Psychotherapeuten, Lehrern und sogar betrieblichen Gesundheitsmanagern integriert werden.

Digitale Werkzeuge
Die Entwicklung von Krankenkassen-geförderten Apps oder Online-Programmen (analog zu Digitalen Gesundheitsanwendungen- DiGA ), die den EASE-Ansatz flächendeckend und niederschwellig zugänglich machen wäre förderlich.

Politische Intervention
Forschung müsste auch untersuchen, wie Kantinen (Schulen, Betriebe) so gestaltet werden können, dass sie intuitives, qualitätvolles Essen fördern, statt billige Sättigung zu verkaufen.

Je mehr man zu (intuitiver) Ernährung studiert und geübt hat, desto weniger intuitiv fällt das Ergebnis aus. Mein Bauchgefühl sagt mir jedenfalls: „Das wird nichts“. Doch die Hoffnung, praktikable Konzepte zum „Gewicht verlieren“ zu finden, bleibt. „Konzepte“ hier als Plural, weil die Betroffenen so unterschiedlich sind, wie ihre Gesichter.
Ein besseres Körperbild, Bewegung als Quelle der Freude und verbesserte  Tischgemeinschaften kann man trainieren.
Bei der Fettverbrennung  gibt es Zusammenhänge zum Zuckerkonsum, wobei „Stärke“ aus Getreide, also Brot und Nudeln sich wie Zucker verhalten, und in manchen Speiseplänen geächtet sind. Allgemein ist die Sensibilisierung für das Zucker-Problem gewachsen.

Das sind zentrale Probleme. Wir hatten eingangs  Bertold Brecht zitiert, der ja ein letztlich ökonomisches Problem im Visier hatte, also „Geld“ im Allgemeinen und im Besonderen.

Es gibt ja den Ansatz der #Biolebensmiuttelgrundversorgung, bei dem alle Bürger mit einem gleichen Lebensmittelzuschuss für qualifizierte, nachhaltige Lebensmittel versorgt würden.

Verbinden wir noch Medienpsychologie, handfeste Wirtschaftspolitik und Tiefenpsychologie zu einer konkreten gesellschaftlichen Anti-Adipositas-Strategie:

1. Medien & Kochshows:
Vom Entertainment zum Vorbild
Kochshows im Fernsehen und auf Social Media (TikTok/Instagram) sind aktuell oft „Food Porn“ – es geht um exzessiven Luxus, gigantische Fleischberge oder hochkomplizierte Gourmet-Kreationen. Die Modifikation: Multiplikatoren wie TV-Köche müssten das „ehrliche, bodenständige Kochen“ zelebrieren.
Der psychologische Hebel:
Shows, die zeigen, wie man mit einfachen, bezahlbaren Grundzutaten ein emotional befriedigendes, intuitives Gericht zaubert, verändern die gesellschaftliche Norm. Weg vom passiven Konsum, hin zur Lust am Selbermachen.

2. Infrastruktur & die #Biolebensmittelgrundversorgung
Das Konzept der #Biolebensmittelgrundversorgung über ein exklusives Sonderkonto ist revolutionär und löst das größte Problem der Ernährungsarmut:
Gezielte Lenkungswirkung:
Ähnlich wie ein zweckgebundenes Kulturticket oder Wohngeld würde dieses Geld nicht in der allgemeinen Haushaltskasse (oder für Alkohol/hochverarbeitete Produkte) verschwinden. Es ist eine direkte Subvention für Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Entlastung der Kantinen:
Wenn auch Großküchen und Kantinen über solche zertifizierten Budgets querfinanziert werden, fällt das Argument „Gesundes Essen ist zu teuer“ weg. Die gesellschaftliche Infrastruktur gleicht die soziale Schere aus.

3. Psychotherapeuten als ungenutzte Ressource
Der Vorschlag, „unterbezahlte“ Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten für edukatorische Gruppen einzubinden, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:
Strukturelle Win-Win-Situation:
Viele Therapeuten im System (insbesondere in der Ausbildung oder ohne vollen Kassensitz) suchen nach fairen Honorarmöglichkeiten.
Prävention statt Akuttherapie:
Edukatorische Gruppen (wie es die EASE-Studie in Gießen vormacht) brauchen keine jahrelange Verhaltenstherapie.
Ein strukturiertes 12-Wochen-Programm zur Bewusstmachung von Essmotiven fängt die Menschen ab, bevor eine chronische Adipositas oder Essstörung entsteht.

4. Digital vs. Zwischenmenschlich:
Das Bindungs-Dilemma
Mit der  Feststellung, dass die Bewusstmachung unbewusster Motive (z. B. „Ich esse, weil ich einsam/gestresst bin“) kein Hexenwerk ist, beziehen wir den größeren Teil der Psyche, das Vorbewusste und das Unbewusste, mit ins Kalkül ein.
Die Frage der Methode ist entscheidend:
Digitale Werkzeuge (Apps) sind billig, unendlich skalierbar und perfekt für die reine Wissensvermittlung (Wann bin ich satt? Was triggert mich? Bei welcher Temperatur schmilzt Butter?).
Zwischenmenschliche Bindung (die Gruppe, der Therapeut) ist jedoch durch nichts zu ersetzen, wenn es um das emotionale Essen geht. Warum? Weil emotionales Essen oft ein Ersatz für fehlende Nähe oder unbewältigte Konflikte ist. Eine App tröstet nicht – eine Gruppe von Gleichgesinnten schon.
Die Lösung: Ein hybrider Ansatz. Die App liefert die tägliche Struktur, die Gruppe liefert den emotionalen Halt.

Man könnte die ‚Biolebensmittelgrundversorgungszahlungen durch freie Bürgergärten ergänzen, auch mal Wettbewerbe zum „besten Nutzbalkon“ veranstalten u. v. m..
In der Folge über Essstörungen der Reihe „Psychologie des Unbewussten“ fiel der Begriff  „emotionaler Nährwert“ – so etwas gehört unbedingt ins Programm, man könnte den EASE-Teilnehmern bei laufender Fortbildung, auch Balint-Gruppen-Teilnahme, einen Experten-Status verleihen und hätte schnell eine wachsende Zahl von Multiplikatoren.
Digitale Medienkompetenz vorausgesetzt, ergeben sich auch Wege der erweiterten, vernetzten Kommunikation.
Auf der Ebene der Lebensmitteltechnologie ist noch Vieles unerforscht; z. B. die Wirkung von Borretsch in diversen Kombinationen, oder Varianten der Fermentation.

Die Verwandlung von Betroffenen in Gestalter löst das Problem von bürokratischer Lähmung auf der einen und emotionaler Leere auf der einen Seite.

Die Lebensmittelproduktion zumindest teilweise zurück in den Alltag zu verlagern, wäre ein Zeichen gegen die Entfremdung des Menschen von der Natur, in einem Zeitalter, in dem wir aufs „Eingedenken der Natur“ nicht weniger angewiesen sind als zuvor.

Ein Wettbewerb zum „besten Nutzbalkon“ schafft Aufmerksamkeit, spielerischen Stolz und soziale Interaktion. Das leichtfertige Argument „Nutzpflanzen auf dem Balkon – das lohnt sich nicht“ müsste derart entkräftet werden, dass niemand auch nur daran denkt, es zu verwenden.

Vernetzung und Lebensmitteltechnologie:

Der Blick in die Zukunft

Der „hybride Ansatz“ wird durch digitale Medienkompetenz erst richtig mächtig. Vernetzte Kommunikation ermöglicht es diesen neuen Experten, z. B. regionale Koch-Hubs, Tauschbörsen für Bürgergarten-Erträge oder digitale Krisen-Feuerwehren bei Heißhunger-Attacken zu organisieren.
Auf der Ebene der Lebensmitteltechnologie öffnet sich ein faszinierendes Forschungsfeld, das Prof. Dr. Ulrike Gischs psychologischen Ansatz perfekt naturwissenschaftlich ergänzen könnte: 

Borretsch (Gurkenkraut): Traditionell als Stimmungsaufheller bekannt („macht das Herz fröhlich“), enthält Borretschsamenöl große Mengen an Gamma-Linolensäure (GLA). Diese wirkt stark entzündungshemmend.
Da Adipositas mit chronischen, leisen Entzündungen im Gewebe einhergeht, könnten solche Kombinationen biologisch regulierend wirken.

Fermentation:

Fermentierte Lebensmittel (Kimchi, Kombucha, Sauerteig u. A.) unterstützen das Mikrobiom im Darm. Die moderne Forschung belegt, dass ein gesundes Mikrobiom Sättigungs- und Glückssignale direkt ans Gehirn sendet Es senkt damit den biologisch-emotionalen Drang nach emotionalem Essen.

Da haben wir den Salat: Spritze, Pille, Selbstkontrolle? Plädoyer für eine utopische Küche

Die Verkäufer und Propagandisten für Abnehmspritzen-und-Tabletten sind unterwegs, mehr und mehr:

So wurde mit der Zulassung des „Abnehm-Hormonspritzen-Wirkstoffs“ in unkomplizierter Tablettenform Großbritannien nach Amerika der zweite große Markt, auf dem das Medikament „Wegovy“  von Novo Nordisk kursiert.

Wenn nun die Tablette als Alternative zur Spritze mit Semaglutid, das die Wirkung des körpereigenen Hormons GLP-1 (Glucagon-like Peptide-1) nachahmt, im gesellschaftlichen (Unter-) Bewusstsein verankert wird, bremst die pharmakologische Behandlung die Suche nach einer ganzheitlichen Therapie.

Selbst die  Ernährungstherapeuten und die ganzen Fastenexperten und Hafertag-Verschreiber haben damit einen schweren Stand, denn die Abnehmspritzen-und-Tablettenverkäufer wecken subtil Wünsche, und die Psychologen, die „Essen als Trost“ aus unbekannten Gründen doch nicht therapieren können (?) auch.

„Volkes Stimme“ ist bei diesem Lied oder Leid nicht so originell:

  • Adipositas ist schlichtweg eine Frage der Selbstkontrolle
  • Halb so viel essen, aber mit Sport
  • Einfach Friss die Hälfte (FDH)“
  • Öfters mal einen Entlastungstag

Wer bei der Selbstkontrolle die Schlüsselfunktion annimmt, kann nun die Abwehrmechanismen und Ausreden der „Fetten“ entlarven.

Schieben Sie die Schuld auf jemanden oder etwas anderes? Oder essen Sie weniger und bewegen sich mehr? Es ist so unglaublich einfach. Aber da 3 von 4 Amerikanern übergewichtig sind und jeder zweite Erwachsene adipös ist, sieht man ganz deutlich, dass es den meisten Amerikanern an Selbstkontrolle mangelt.“

Die Schuldzuweisung nach dem „Selbst-Schuld“-Motto mag Betroffenen auf die Nerven gehen; wer zu Adipositas neigt, neigt wohl auch dazu, bei Stress mit Über-Essen zu reagieren, oder sonstwie eingefahrenen Gewohnheiten zu folgen, und in einen gedanklichen Teufelskreis zu geraten.

Übergewichtige, die abnehmen wollen und „vom Glauben abfallen“, wenn das nicht wunschgemäß funktioniert, kommen in „hausgemachten“ Stress, den der Körper mit Hungersignalen kontert, so ist „ALLES“ in der Balance, wenn auch im „erhöhten Gleichgewicht“.

„Übergewicht ist wie eine Seuche, aber auch Bluthochdruck und Diabetes sind Massenkrankheiten“ wäre nun eine Haltung, sich mit dem Problem „Zivilisationskrankheiten“ und deren „etablierter Behandlung“ zu arrangieren.

Doch das Arrangement mit der dauerhaften Pilleneinnahme hat einen bitteren Beigeschmack: Es stiehlt uns die Beziehung zum Essen. Wer den Hunger nur noch pharmazeutisch wegdimmt, lernt nicht, was dem Körper – und der Psyche – wirklich guttut. Er lernt nicht zu genießen, sondern nur, zu funktionieren.
Die Wahrheit ist: Gegen die Jahrmillionen alte Evolution unseres Körpers lässt sich nicht mit purer Willenskraft ankämpfen. Wer auf Radikaldiäten oder „Friss die Hälfte“ setzt, signalisiert dem Gehirn eine Hungersnot – und das schießt prompt mit Heißhunger-Hormonen zurück. Der Schlüssel liegt daher weder in der perfekten Selbstkontrolle noch in der Apotheke, sondern in einer Küche, die den Körper nährt, statt ihn zu beschränken.

Und vielleicht erschließt sich der Wandel durch etwas, das in unserer hyper-effizienten Welt fast schon utopisch anmutet: Durch die  Gemeinschaft.
Wenn wir das Kochen und Essen wieder aus der einsamen Ecke der „Selbstoptimierung“ herausholen und zu einem sozialen Akt machen.
Zusammen in der Küche stehen, sich austauschen und vielleicht sogar das gute, alte Einkochen wiederbeleben – das Erschaffen von eigenen, ehrlichen „Fertiggerichten“ im Glas, die man mit Freunden oder Nachbarn teilt. Klingt nach einer romantischen Utopie? Mag sein. In Zeiten, in denen die Zeit knapp ist und der Alltag stresst, ist das gemeinsame Schnippeln ein rares Gut. Aber genau dieses „analoge“ Miteinander ist die beste Medizin gegen den emotionalen Stress, den wir sonst so oft mit Frustessen zu betäuben versuchen.

Das Glas selbstgemachte Suppe, das man vom Nachbarn geschenkt bekommt, wärmt eben nicht nur den Magen, sondern auch die Seele – ganz ohne Nebenwirkungen. Das Essen darf kein Kampfplatz sein und kein Trostpflaster, sondern sollte eine Feier des Lebens sein. Fangen wir genau da an, in der eigenen Küche, vielleicht beim nächsten Mal zu zweit oder zu dritt.

Dabei zeigt uns der Blick auf andere Lebensbereiche längst, wie Heilung ohne Chemie funktionieren kann. Wer unter Schlafstörungen leidet, greift heute immer seltener zur harten Schlaftablette – wir nutzen stattdessen die sanfte Stimme eines Hörbuchs zum Einschlafen, um das überreizte Nervensystem herunterzufahren.

Unbekannte Märchen wie die Geschichte mit dem Mirabellenmädchen und ungezählte andere Geschichten kann man mehrfach anhören, hierin finden wir den  Beweis dafür, dass der Geist manchmal einfach nur sanfte Führung und chemiefreie Beruhigung braucht.
Warum also versuchen wir, das hochkomplexe Thema „Essen“ mit der pharmakologischen Keule oder eiserner, kalter Disziplin zu erschlagen?

Wenn die Seele aus Stress oder Einsamkeit nach Trost sucht, hilft kein Semaglutid, das den Magen blockiert. Was hilft, ist „echtes Essen“, zubereitet mit Achtsamkeit. Was hilft, ist die Zuwendung und das echte Verständnis, die nur gelingen, wenn ein ehrlicher Austausch stattfindet.

Und: Ein bunter, knackiger Salat ist keine Strafe für das Gewicht von gestern, sondern die beste Fürsorge für die Energie von morgen. Ganz ohne Rezeptpflicht, aber mit viel Geschmack:

In diesem „Multisalat“ ist Artischocke aus dem Lebensmittelregal versteckt, da kann das Öl, mit dem die Artischocke eingekocht ist, gleich noch die Sauce verbessern. Weitere Zutaten:
Frühlinszwiebel, frische Kräuter, Pellkartoffel, Gemüsezwiebel, Knoblauch, Ingwer, Salatherz. Tomate auf dem eigenen Balkon, selbst gepflückt.

Aus dem selbst eingekochten Vorrat: Tomate (mit Knoblauch) im Glas, Basis für alles mögliche, hier Sauce zu Pasta, mit folgenden Zutaten:

Von der Idee, hier Reisnudeln zu verwenden, hatte ich mich dann doch distanziert:

Die würfelig geschnittene Rote Beete war fermentiert, die extreme Farbe auf dem Blumenkohl stammt von einer kleinen Menge Sriracha-Sauce. Der Käse war nicht wirklich nötig.

Yoghurtkuchen im Glas

40 Minuten im Dampftopf bzw. Multicooker bei 104 Grad Celsius – schonendes Garen im Sturzglas, das der Kuchen, von der Schwerkraft unterstützt, verlässt, wenn jemand den Deckel öffnet. Haltbarkeit: Ein paar Wochen oder deutlich weniger.
Ansonsten: Dieser „Cheesecake“ ist hier mal ohne, mal mit frischen Kirschen; eine softe Rarität.

Lange Liste: Die Diät Ordnen

So einige/etliche Publikationen folgen ja dem Muster

  •     ICH – Diätfreies  Leben! Und Du?

Ich hatte ja mal herausgearbeitet, was Diät ist, das war „gegen den Strom geschwommen“, denn wenn Alle sagen, „Diät“ sei Beschränkung oder neudeutsch Restriktion, Diät bedeute Verzicht und Verbot, aber auch das Verbot des Verbots, sind die meisten  Wahrheiten ausgekippt wie das Kind mit dem Bad ;-).

Mit Phantasie und Kreativität kannst Du Deine „innere Wahrheit“ finden, wenn Du sie suchst.
Also mach dich auf die Suche!
Die innere Wahrheit beschreibt unsere ureigenste, intuitive Erkenntnis dessen, was sich für uns jeweils  persönlich richtig und stimmig anfühlt. Sie ist unabhängig von gesellschaftlichen Erwartungen, äußeren Umständen oder objektiven Fakten und basiert stattdessen auf dem tiefsten Wesenskern, also unseren Werten und Gefühlen.

„Wenn du klar bist, bist du auch erfolgreich“.

Cocktailtomate, auf Süßkartoffel und mit Käse übeerbacken nebst einem Veganen Soja-Würstchen.
Wenn es darum geht, in Bezug auf „gesundes Gewicht“ in Ernährungsfragen erfolgreich zu sein, ist es ja garnicht so schwierig, das Richtige zu tun: Das gilt hoffentlich auch für diese mit wenig Käse überbackenen Süßkartoffeln mit Cherrytomaten nebst veganer Wurst. Was wir unter Diät verstehen wollen, kann und muss über die „reinen“ Ernährungsfragen hinausgehn:

Diät halten und entschlacken …

Der „Mythos vom Entschlacken“, kürzer gesagt „Detox!“ treibt weiterhin sein Unwesen.  Dabei gehören zu einem richtigen Mythos Held oder Heldin, ein historischer Konflikt, ein Kampf und ein Sieg oder irgendetwas nit Tragödie, wie beim Klassiker Ödipus, zum Beispiel. Unsere figurbezogenen Mythen tummeln sich im Bereich der (vergeblichen) Selbstliebe und des Wunsches, der oder die Schönste zu sein – der „Mythos vom schlank machenden grünen Smoothie“ entstammt also aus dem Formenkreis des Narzissmus. Da können wir testen, so lange wir wollen:

  • Irrglaube Detox-Kur. Tage­lang Saft trinken, auch wenn er grün ist, wirkt nicht entgiftend.

Eine spezielle Blumenkohl-Suppe mit  Zwiebel, Salbei und Tofu (angebraten) – zur „eigentlichen“ Suppe kommen wir noch ;-).
Die Suppe, die hier in den Teller kam,

ist in der größeren Abbildung besser zu erkennen; es sollte etwas herzhaftes auf nachhaltig-veganer Grundlage werden: Das hat auch ohne Selbstbeweihräucherung funktioniert. Geröstete Zwiebel, Kräuter und Tofu mit Räucheraromen.

 Wie gesagt, Ernährung ist nicht alles –

das „Alles-Sein“ ist schon der Gesundheit vorbehalten!

Und für die Gesundheit mehr tun zu wollen, stellt hohe Anforderungen an die Individuen und die Gesellschaft –

Die Liste ist lang!

https://www.facebook.com/reel/1967991900642258
Ein kurzer Ausschnitt aus einem Vortrag von Marc-Uwe Kling. Er packt das Thema Gesundheit vor allem über die kritik der Zivilisationskrankheiten und des Gesundheitssystem an. Ich verstehe die folgende Liste nicht als Satire:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: 
In Deutschland sterben jährlich rund 400.000 Menschen daran.
Die Politik beschäftigt das kaum, aber die Sonntags-Öffnungszeiten von Bäckereien werden das Thema einer „enorm wichtigen“ Gesetzgebung.

Die Pharmaindustrie: 
Der Vorwurf, dass Pharmaunternehmen vor, kein echtes Interesse an der Heilung von Menschen haben, weil sich mit chronisch Kranken mehr Geld verdienen lässt, bleibt nicht aus.

Ernährung und Zucker:
Zucker kann als einer der Hauptauslöser für moderne Gesundheitsprobleme begriffen werden.
Anmerkung: Aus Zucker wird auch Alkohol gemacht. Alkohol kann auch als Zucker-Abkömmling verstanden werden; Alkoholismus wäre damit eine Art der Zuckersucht. Nur eben vergorener Zucker. Das Beste, was man damit/daraus machen kann, ist Essig 😉

Zivilisations- und Altersleiden:
Krankheiten wie Bluthochdruck, Rückenschmerzen, aber auch Ängste allgemein avancieren zu typischen Symptomen einer ungesunden Wohlstandsgesellschaft.

Niemand kann hierbei für alles zuständig sein, aber zu wissen, wer sich worum kümmert, ist zwingend notwendig, unabdingbar.

Eine Linsensuppe mit Hackfleisch, wie Oma sie nicht machen konnte; Baby-Spinat mit einer Minute dämpfen verzehrbereit. Zu Omas Zeiten hatten die Schweine noch ordentlich viel Speck unter der Schwarte…

Ein mächtiger Impuls für eine allgemein gesündere Ernährung könnte übrigens von der Biolebensmittelgrundversorgung kommen. „Die Liste ist lang“ hieß es noch ein paar Zeilen zuvor – und Platz für Ergänzungen sollte vorhanden sein.

Eine gebutterte Scheibe vom Brötchen – darauf ein „Ring“ von der roten Mini-Paprika, hummusgefüllt und somit tauglich, ein „Ästchen“ vom blühenden Borretsch aufzunehmen und zu halten. Auch in etwas größerer Darstellung.

Borretsch war zu Omas Zeiten noch jederzeit im Garten verfügbar, gehörte sozusagen zur Grundausstattung. Inzwischen gibt es ein (hysterisches?) Gerangel um die passenden Verzehrempfehlungen, obwohl zugängliche Forschungsergebniss zu den „Borretsch-Alkaloiden“ m. W. gar nicht vorliegen.

Allgemein ist die Wirkung der möglichen Lebensmittel in den möglichen und gängigen Kombinationen und Dosierungen wenig erforscht, und vermutlich auch individuell unterschiedlich. Insofern gehen auch traditionelle Ernährungspläne schon mal am jeweiligen Problem vorbei.

Zudem sind die Erfordernisse der Nahrungsaufnahme nicht immer planbar – ein „erfrischender“ Gurken-Radieschensalat mit Yoghurtsauce und vielen Kräutern kann unter Umständen fast schon überlebenswichtig sein.

Wenn man Gurkensalat mit Pflücksalat bedeckt, erkennt man den Gurkensalat nicht auf Anhieb, so wie hier ;-).

Der Begriff „Lebensmittel“ wird in der heutigen Zeit kreativ verwendet  nur noch, wo es ums Geschäft geht, und weniger um die Art, wie wir leben.

Ich hatte Linsen zuerst für eine gute Weile eingeweicht, dann püriert und mit Yoghurt verrührt, diese Masse dann im Joghurtbereiter (hier: Multicooker) fermentieren lassen, und den Teig schließlich unter Zuhilfenahme von Backpapier gebacken. Das Resultat war verbesserungswürdig, aber genießbar.

Linsen lassen sich auch zu  Tempeh  veredeln, vielleicht kümmern sich ja mal einige WeltverbesserInnen um diese absolut garnicht profane „Angelegenheit“.

Lieblingsspeisen, Lieblingsgetränk(e), Schlankheitsmittel und -Spaziergänge

Um das Thema „Abnehmen & Diät“ von seiner heiteren Seite zu behandeln, empfehle ich heute einfach das Hörbuch „Essen ist meine Lieblingsspeise“ – in wohldosierten Teilmengen, also kein „binge-listening“. Vielleicht ist ja die Satire, wie hier von  Ephraim Kishon, das geeignetste Format für unser Thema…

Urbane Gemeinschaftsgärten  – wenn schon die Rede vom „Gamechanger“ so beliebt ist – könnten ein Muster aufzeigen, das Persspektiven für die vielbeschworene Änderung des (gesellschaftlichen) Lebensstils ermöglicht. Garnicht utopisch: Das Projekt der GemüseheldInnen!

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Älter, Vollschlank und nie wieder Jo-Jo!


Wen interessiert eigentlich noch das Schicksal der „fettleibigen Senior(-Innen)“ ?
Muss man sich um die alten Damen und Herren Sorgen machen, wenn sie allzu wenig Engagement erkennen lassen?
Wenn die in Würde ergraute „Weisheits-Elite“ ohne Gegenwehr zulässt, dass die globale Gesellschaft sich auf einen Kurs begeben hat, der auf Selbst- und Naturzerstörung hinausläuft?
Hinsichtlich der Adipositas-Therapie bleibt die Diskussion in Bezug auf  „die Abnehmspritze“   merkwürdig stumm, wo es wichtig erscheint, sich auf die eigentlichen Alternativen zu konzentrieren.

Thymian auf  Ammonit 

Das eine (der Thymian) ist ein Hausmittel, das andere die Versteinerung einer ausgestorbenen Kopffüssler-Art; das Hausmittel kann man zu Hause hegen, pflegen und nutzen, z. B. zur allgemeinen Stärkung:

Thymian als Stärkungsmittel

„In Weißwein eingelegt lässt sich Thymian als Stärkungsmittel nutzen: Es kann aufmunternd wirken und den Organismus stärken. Nach Schlaganfällen kann Thymian die Blutzirkulation unterstützen.“

Nicht alles, was alt ist, ist gleich veraltet, und so etwas unter die Lupe zu nehmen, kann interessant sein.

Die Idee von der ständigen, unaufhörlichen Jugendlichkeit als Resultat gesunder Ernährung verblasst übrigens, wo es um die wachsende Zielgruppe der Älteren geht – auch die sollte eigentlich mitkommen auf dem Pfad des Alterns in Gesundheit und Würde.

Spargel-Broccoli-Cremesuppe mit Croutons

Eine leichte Suppe mit saisonalem Gemüse, vielen Kräutern und einer traditionellen Sättigungsbeilage ist wohl immer zu empfehlen.

Es könnte sein, dass die Kombination von Broccoli und Spargel zu einer Mahlzeit optimale Wirkungen hinsichtlich der (Langzeit-) Sättigung bewirkt – in einem Club der intuitiven EsserInnen wäre entsprechende Wissen quasi unmittelbar verfügbar, und natürlich stehen andere Methoden der Forschung und Erkenntnis nach wie vor zur Verfügung.

Die Hunger-dämpfende Wirkung von Küchenkräutern wird derweil von künstlicher wie natürlicher Intelligenz anerkannt (Übersicht mit KI):

Gewürzkräuter dämpfen das Hunger- und Heißhungergefühl durch Bitterstoffe, ätherische Öle und Scharfstoffe. Sie regulieren den Blutzuckerspiegel, aktivieren den Stoffwechsel und triggern das Sättigungszentrum. Die effektivsten Kräuter und deren Wirkungsweisen im Überblick: 1. Dämpfung von Heißhunger Pfefferminze: Die intensiven ätherischen Öle signalisieren dem Gehirn Frische und Sättigung. Das Kauen auf frischen Blättern oder das Riechen daran kann den Drang nach Süßem stoppen. Rosmarin: Das Kraut enthält Carnosolsäure, die helfen kann, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und so Heißhungerattacken vorzubeugen. [1, 2, 3, 4, 5] 2. Appetitzügelung durch Bitterstoffe Beifuß, Löwenzahn und Oregano: Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an und dämpfen auf natürliche Weise den Appetit auf fettige oder süße Lebensmittel. Basilikum: Frische Blätter kurbeln nicht nur den Stoffwechsel an, sondern können auch den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. [1, 2, 3, 4, 5] 3. Stoffwechsel & Thermogenese Ingwer und Chili (Cayennepfeffer): Die Scharfstoffe Capsaicin (Chili) und Gingerol (Ingwer) erzeugen im Körper Wärme (Thermogenese). Dies kurbelt den Energieumsatz an und kann das Sättigungsgefühl beschleunigen. Zimt: Das Gewürz ist dafür bekannt, die Insulinresistenz zu verbessern und den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, wodurch weniger Hunger entsteht. [1, 2] Ausführliche Informationen zur Unterstützung beim Abnehmen durch Pflanzenkraft finden Sie beispielsweise in den Ratgebern von BR Fernsehen oder Eat Smarter.

Lebensmittelindustrie mit neuartigen Absatzproblemen

Erstmalig sieht die mächtige Lebensmittelindustrie eine echte Bedrohung auf sich zukommen. Die bisherigen Strategien, die auf immer stärkere Reize für Heißhunger ausgerichtet waren, greifen bei immer mehr Menschen nicht mehr, denn GLP-1-RA bewirken, dass Hunger nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

Die direkte Wirkung der „Abnehmspritze“ ist wohl nur die eine Seite der Medaille: Weitere Forschung und Erfassung der Erfahrungen mit vielfältiger  Zubereitung und Kombination unterschiedlichster Lebensmittel  könnten helfen, zu einem moderateren Lebensmittel-Konsum zurückzufinden.

Die Diskussion des Übergewichtsproblems hatte in „grauen Vorzeiten“ auch schon das Gebiet der (industriellen) Geschmacks- und Appetitverstärker gestreift.

Mit wenig Sesam-Mandel-Tofu zu Kichererbsen und Schalotten beispielsweise kann man aber auch „sanft satt werden“.

In der Sphäre der „Diätindustrie“ geht es weiterhin nicht nur ums Abnehmen, sondern auch um Versprechungen von Körper-Veränderungen, vor allem um Umsatz und Geschäft. Das vielfältige Angebot kommerzieller „Vorher-Nachher-Fotos“  erschlägt die BetrachterInnen

Finden Sie 15 Tausend Fitness Vorher Nachher Stockbilder in HD und Millionen weitere lizenzfreie Stockfotos, 3D-Objekte, Illustrationen …

Überwiegend wird es sich hier um Wunschbilder handeln, bei denen die meisten mit einer aufhübschenden Software behandelt worden sind.
Es geht um die Macht der Identifikation, anders gesagt: Der Wille, zu sein wie der Andere, ist mächtig, kann aber auch frustrierend sein.  Wer es hier schafft, den Unterschied von „Bedürfnis“ und „Willen“ offenzulegen, kommt einen weiteren Schritt voran im Übergewichts-Mensch-Ärger‘ Dich Nicht“.

Das Sättigungsgefühl entsteht auf mehreren Ebenen, kann also mehrere Gründe haben. Nicht immer braucht es die Verstärkung durch Wirkstoffe von außen, wenn auch die Zusammenstellung der Mahlzeiten entscheidend sein kann. Wir könnten hier eine kleine, gemeine Visualisierungsübung zum Thema „Schwein“ – auf je eigene Gefahl – einfügen.
Es ist jedenfalls wichtig, die Dinge, die Verhältnisse zu ändern und solche Veränderungen zu besprechen.
Vielleicht sogar bei einem „Fastenspaziergang„; hier eröffnen sich ja auch vielfältige Möglichkeiten und Ergänzungen.

Passanten und Eisgenießer können sich in den Scheiben des ehemaligen Haushaltswarengeschäfts spiegeln. Spiegelung und Resonanz sind uralte Bedürfnisse, die beim Brunnen ursprünglich auch mit der einen oder anderen Art von Durst verquickt sind.

Wer sich ständig mit Essen, Kalorien, Sättigung und Hungergefühlen beschäftigt, nimmt das Rauschen des „Food-Nois“ kaum noch wahr – das wird ausgeblendet wie andere Hintergrundgeräusche auch. Doch uns umgebender Lärm macht definitiv auch krank. Dass wir von Informationen und Desinformationen gerade bei heiklen Themen überflutet werden, führt demgegenüber zu Abwehrverhalten und „Lösungen in altbewährter Weise“. Stress und das Gefühl, nicht diszipliniert genug zu sein, können das Resultat sein.

Stress als Auslöser“ gibt es hier aber auch…

Politisch/gesellschaftlich steht uns noch ganz viel Stress bevor, wenn sich herausstellt, dass die Pflege-Leistungen schier unbezahlbar werden, weil wir bei der Übergewichtsprävention schlicht zu nachlässig waren und sind. „Verbote sind verboten“ war schließlich das Motto zu den Anfängen der Ernährungspsychologie – das war zwar nicht wissenschaftlich haltbar, aber pseudopopulär.
Wenn wir nicht aufpassen, belassen wir die Bemühungen bei einem müden „Spritz‘ Dich Schlank“!

Narzissmus, Alternativ-Steuer, Abnehm-Mythen


Was „Idsteiner Fasten-Spaziergänge“ betrifft, könnten wir auch die Frage nach „Adipositas und Narzissmus“ stellen, und zunächst  kann man „Aspekte des Narzissmus“, der übertriebenen Selbstliebe sammeln, ‚anreißen‘, mehr oder weniger bearbeiten, beeinflussen, verstehen und  ändern. Das geht einher mit der Veränderung des Selbstverständnisses, des „egoistischen Dialogs“.

Parallel werden im Ernährungsbereich Mythen großzügig gestreut:

Die „Mythologie der gesunden Ernährung“ soll studieren, wer da mag – ich habe, unter uns, genug davon. Halbwahrheiten und Wunschgeschichten, Märchen werden uns rund ums Abnehmen aufgetischt und bestimmen die Unterhaltung. Ernährungsmythen erzeugen wiederum Mythen.
Selbst Sozialwissenschaftler  tischen uns Märchen auf, wollen  uns nicht nur ein Leben in Leid, Saus und Brausa, ein Leben im Zeitalter des weiblichen (!) Narzissmus bescheinigen – das ist allerdings ein an spezifische Interessen angepasster Mythos, der zu Verwirrungen führt.

Für Adipositas darf behauptet werden, dass es sich um eine Krankheit handelt, die von der Psyche mitbeeinflusst wird, doch fehlen die rechten Interventionen, es fehlt ja auch die umfassende Ausbildung der „Behandler*Innen“. Die Pharma-Industrie füllt hierbei eine Lücke, bis auf Weiteres.

Angst, Depression: Warum nehmen psychische Erkrankungen zu? | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur

Warum und wozu haben wir eigentlich so viel Stress? Wie kaputt, krank und entrgleist es mit „dem Dialog“ zugeht, verdeutlicht der Mythos von Narziss und Echo. Oder auch zum Nachlesen, in einer anderen Fassung.

Dass die „Zuckersteuer“ hierzulande (und heutzutage) sich als eine tragende Säule der Gesundheitsreform herauskristallisiert, wird mehrheitlich gebilligt werden, als kleiner Sieg der Vernunft und Unterstützung der „Eigenverantwortung“ in Ernährungsangelegenheiten.
Warum es hier und beim Tabak  überhaupt Zeiten ohne Werbeverbot gegeben hat – das zu erklären fällt nicht leicht.

Wer weiß schon, wie riskant Zucker für wen ist und inwiefern mit der gleichen Konsequenz nun auch eine Verringerung des Fleischverzehrs oder ein allgemeines Tempolimit angegangen werden sollte?

Es wird schon wahr sein, dass Ernährung ein hoch politisches Kapitel ist, das sogar das Überleben der Menschheit zum Thema haben kann, emotional hoch besetzt und nicht gänzlich von Vernunft, sondern ebenso von Gefühlen und Emotionen geprägt ist.

Das Buch „Petterson und Findus backen Pfannkuchentorte“ sei hier anlässlich des 80. Geburtstags von Sven Nordqvist empfohlen. Eine richtige Geschichte braucht diverse Akteure, „Der Mythos von der Geburtstagstorte“ wäre alleine ein völlig falscher Titel.

Von der gezeichneten Geburtstagstorte zum fotographierten vegetarischen Bratling ist es nur ein kleiner Schritt –

  • Zwiebel, gewürfelt und vorab angebraten
  • 110 Gramm Semmelbrösel/Weckmehl
  • 100 Gramm geschälter Hanfsamen
  • 120 Gramm Pesto
  • 2 Eier
  • 2 EL Zitronenessig
  • Chiliflocken
  • Knoblauch
  • Ingwer
  • Salz

Ansonsten:

„Essen gegen Langeweile“ macht voraussichtlich nicht schlank, und Stress macht Stress:

Pseudo-Abnehm-Trends

Ein Café-Latte Trend  sei die „Erdbeer-Matcha-Latte“, wobei Trendsetter und Trendopfer sich wie in der Eiweißfrage als Täter und Opfer voneinander trennen wie auf der Tenne die Spreu vom Weizen.

Dass beim Fürst-Pückler-Eis Zutaten wie Vanille und Kakao nachhaltig-umweltfreundlich mit Frachtenseglern bewegt werden (können), deutet an, wie unterschiedlich die Ebenen im Umweltschutz sind – und wie flexibel unser Umgang damit noch werden muss.

Erdbeeren aus der Region können problembehaftet sein  –„Erdbeerbauern rüsten sich mit Tunneln vor Risiken“ – und die kaufende Kundschaft ist aufgeteilt in Besitzende mit der Option des Erdbeerkaufs und Besitzlose, die sich die Preasigefrucht nicht leisten können, die haben Pech, doch immer noch die Hoffnung aufs

Abnehmen mit Glück und Verstand

Wichtig dabei ist, dass man das Glück auch zu fassen bekommt. Wenn man Glücksoptionen übersieht, nicht wahrnimmt oder verzerrt wahrnimmt, geht die Zauberformel nicht auf.

Was Topinambur betrifft, gäbe es mehr Anwendungen mit Wert für die gesunde Ernährung, mit dem noch unbekannteren Yakon erst recht. Das „Glück am Wegesrand“ muss man auch sehen, nutzen, ergreifen.

Langzeit-Sättigung: Paprika, Hanfsamen-Hummus, frisches Sauerkraut mit Schnittlauch

Bei der Gestaltung dieses Rezepts ist durchaus ein wenig Intuition im Spiel gewesen, wobei die Grundgedanken der Zusammenstellung heutzutage auch pet KI als Text zu finden sind:

„Die Kombination von Sauerkraut, Paprika und Hanf-Hummus erzeugt einen sehr hohen und lang anhaltenden Sättigungseffekt. Diese Wirkung beruht auf der Synergie aus ballaststoffreichen Komponenten, Proteinen und gesunden Fetten.
Hier sind die sättigungsfördernden Mechanismen im Detail:

Hoher Ballaststoffgehalt: Die Kombination aus Kichererbsen (Hummus) und Sauerkraut liefert viele Ballaststoffe. Diese quellen im Magen auf, sorgen für ein großes Volumen und verzögern die Magenentleerung, was ein langes Sättigungsgefühl bewirkt.
Proteine und Fette: Kichererbsen und Hanfsamen (bzw. Tahin im Hummus) sind hochwertige Proteinquellen. Proteine gelten als die Makronährstoffe mit dem höchsten Sättigungseffekt.
Verdauungsförderung & Mikrobiom: Sauerkraut enthält probiotische Kulturen (Milchsäurebakterien), die die Darmmotorik anregen. Dies kann zu einer verbesserten Verdauung führen, was nach einer kurzen Gewöhnungsphase oft als angenehmes, nicht überladenes Sättigungsgefühl empfunden wird.
Volumen durch Gemüse: Paprika liefert zusätzlich Volumen und Nährstoffe bei geringer Kaloriendichte, was die Sättigung weiter unterstützt.

Fazit: Dieser Hummus eignet sich aufgrund des hohen Ballaststoff- und Proteingehaltes sehr gut, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Heißhungerattacken vorzubeugen.

Schlaflosigkeit

Ein Thema, über das zu reden als müßig erscheinen könnte. Ein Aspekt ist der nicht erholsame Schlaf; die Menschen wachen auf und fühlen sich wie gerädert. Das könnte auch damit zusammenhängen:

Die Menschen fühlen sich wie gerädert, weil sie es sind

Das Kaloriendefizit ist eben nicht Alles: wir können hier auch einen Hinweis auf den Stress-Faktor „Abnehmen und Übergewicht“ erkennen, denn nicht immer handelt es sich beim „Abnehmerfolg“ um einen schulbuchmäßigen, stabilen Erfolg; wo der Jo-Jo-Effekt zuschlägt, erscheinen Stress und Unzufriedenheit vorporogrammiert.

Vielleicht müsste man die Bedingungen, unter denen Ernährung gestaltet wird, verbessern. In Kassel gibt es nun einen Ernährungsrat mit dem Motto „Kantine für alle„. Das kommt mir bekannt vor, und es entsteht ein Gerätsel, ob der Rat im Ratskeller tagt 😉 .

An Rezepten mit der Überschrift „Gesunde Rote Linsen“ herrscht kein Mangel – schlie3ßlich gelten sie als Nährstoffbomben, die reich an pflanzlichem Eiweiß (~25g/100g) und Ballaststoffen sind. Langzeitsättigung und stabiler  Blutzuckerspiegel werden versprochen, dass Linsen fettarm sind und  wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Folsäure und Magnesium liefern, wird auch nicht verschwiegen.  und sie sind dank kurzer Garzeit leicht verdaulich, heißt es.

Hier wurden die Linsen in Gemüsebrühe gegart, zum Ende dieses Vorgangs kamen geschnittene Paprika, gewürfelter Feta, Koblauch und reichlich geriebener Ingwer hinzu. Weil sich das so anbot, habe ich am Tellerrand noch 3 EL Zitronen-aromatisierten milden Essig und ein paar EL Ziegenmilch-Yoghurt angefügt, nebst einem kleinen Bund in Röllchen geschnittenen Schnittlauch.

Mit so einer Mahlzeit muss sich niemand wegen übermäßiger Schlemmerei vor sich selbst schämen, und auch Selbstvorwürfe wegen übertriebener Askese sind entbehrlich.

Was die Ballaststoffe in der Nahrung betrifft, fand  sich noch der Tipp eine Medizin-Infliencers („Medfluencer“), verpackt in einem kleinen Rätsel:

Im Supermarktregal schlummert ein Haferprodukt, das Haferflocken in puncto Ballaststoffe und Sättigung übertrifft

Nun ja: Ich halte das nicht für bewiesen, und Jede(r) reagiert wohl anders auf Haferkleie, Manchen  ist sie wohl auch unheimlich, und oft genug wird mal ein Päckchen auf Jahre in den hintersten Ecken des Küchenschranks „vergraben“.

Abschließend noch ein Link zum Thema Essstörungen:

Jana Crämer hat über ihre ihre Essstörung geschrieben und sie überwunden. Mehr über sie (evtl. auch über sich selbst) zu erfahren, ist z. B. über den obigen Link möglich.

Inhaltlich sehe ich etliche Überschneidungen, etwa zu „Schnell abnehmen oder radikaler Jo-Jo-Effekt?“. 

Auf diesem Teller präsentiert sich gebratene Geflügelleber, sozusagen im Rahmen der „funktionellen Ernährung“, denn Leber führt dem Essenden Eisen zu, bewahrt ihn also hoffentlich vor einer Anämie. Oder ist das auch nur so ein Mythos?

Abnehmen: Impulsivität, Intuition und Ratgeber

Eine Ratgeber-Sendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen wollte klären, was

impulsives Essverhalten

bedeutet und erklärte am Beispiel:

„… fängt er einmal an zu essen, kennt er kein Limit. Extrem wird es bei Stress und Langeweile – dann gibt es für ihn kein Halten mehr.  „Ich schaffe es nicht eine angefangene Tüte xx oder  ein halbe Tafel Schokolade wegzulegen.““

Sodann wurde eine Ernährungsumstellung als lebenslanges Projekt zur möglichen Lösung erklärt;  Essanfälle und Kontrollverlust erklärten sich  im Zusammenhang mit Blutzucker-angepasster Ernährung;, wob ei auch die „Anti-Diabetes-Ernährung“ abwechslungsreich zu gestalten, also eine Aufgabe für sich ist. Für die häusliche Küchenpraxis wurde das Meal-Prepping als Ernstfall-Maßnahme dargestellt.
Es gibt – bei den verschie4denen Anwender*Innen je besondera – Nahrungszusammenstellungen (Rezepte), bei denen der impulsive, „kontrollverlustige“ Zugriff höchstwahrscheinlich ausbleibt – im Idealfall sind hier intuitive und Verstandes-entsprechende Faktoren zusammengekommen:

Beim Kohlenhydrate-Sparen handelt es sich nicht um eine neue Form, die Energiekrisen zu bewältigen, sondern um einen Trend, dem der Glauben an die Umwandlung von Zucker in Fett zugrundeliegt.

Dementsprechend gab es hier und heute einen Salat aus Möhre, Petersilienwurzel, Apfel, Paprika, Stangensellerie, Zwiebel, Mangold, Handkäse, Petersilie, Hanföl, Leinöl, Olivenöl, Zitronensaft, Yoghurt, Frischäse, Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer.

Das Beispiel zeigt, dass die ‚Ernährungspraxis‘ durchaus einige Mühe kosten kann und die ‚Alltagsweisheit‘ „Einmal ist keinmal“ auch bedeuten kann, dass die einzelnen Glieder der „Ernährungskette“ durchaus ihre Bedeutung haben – da bieten sich

psychologische Methoden an, die helfen, die eigene Situation zu reflektieren, Motivation aufzubauen, Lösungen zu finden und so im Sinne einer ‚Hilfe zur Selbsthilfe‘ zu einer langfristig wirksamen Verhaltensänderung beizutragen.

Wo es darum geht, was wie, wo und wann gegessen und getrunken wird, befassen wir uns allerdings mit dem „Ernährungsverhalten“, mit Rezepten und deren Umsetzung.  Wer vom gewohnten Weißbrot umsteigt, z. B. auf selbst gebackenes Buchweizenbrot, ist bei der „Verhaltensänderung“ schon mittendrin. Mit bisher fremden Substanzen sind neue Produkte möglich:

Wie wirkt ein Yoghhurt mit Ashwagadha und pürierter Banane? Gibt es einen Placebo-Anteil, wie machen sich Reste von Glauben an Wunder oder „magischem Weltverständnis“ bemerkbar?

Die Suche nach Wundermitteln und geheimen Rezepturen ist jedenfalls weit verbreitet, „unterirdisch“ ist der Bedarf an magischer Wirksamkeit offenbar gegeben. Den Wunsch nach einer neuen Esskultur  müssen die Verbraucher*innen schon selbst durchsetzen; die Pläne der Lebensmittelindustrie „reifen“ außerhalb der  öffentlichen Diskussion.

Anti-Adipositas-Konzepte ohne Zuführung von Hormonen von außen wären doch auch mal interessant. Gern auch samt fachlicher Beratung/Betreuung. zu Abnerhmspritze und was da noch auf uns zukommt.  Motto: Das muss doch auch „ganz natürlich“ gehen.

Ein pflanzlicher Bratling mit Sauerkraut-Apfelsalatsalat ist gut für den kleinen Hunger zwischendurch; bei größerem Hunger nimmt man entsprechend mehr von Beidem. 😉

Dass der Mensch ist, was er isst, bewahrheitet sich immer wieder – nur von der Nahrungsherstellung haben wir und mehr oder weniger verabschiedet.

Nun, der Mensch ist auch, was er macht, und Sauerkraut ist fast kalorienfrei:

Früher war die Sauerkraut-Herstellung ein familiäres Gruppenereignis, heute ist es zu einer Angelegenheit, mit der sich nur noch Sonderlinge beschäftigen, verkommen – eine Gelegenheit, auf gesellschaftlich bedingte Einsamkeit und soziale Ängste hinzuweisen.

Bei einer leicht gesüssten Quarkspeise, zumal, wenn sie wie hier Granatapfelkerne und Safran enthält, liegt der Gedanke an „tröstliches Essen“ nahe, und dabei gibt es keinen Anlass zu Denkverboten.

„Etwas Frisches und Leichtes braucht der Mensch“, vielleicht als warmes Süppchen. Die Frische signalisiert der junge Spargel, die Leichtigkeit symbolisiere der vegane Tofu.

Solche Mahlzeiten sind schnell zubereitet (zumal die Kichererbsen schon gegart waren), sind aber kein Fast-food.

„Sport“ ist neben der Ernährung ein wesentlicher Faktor; „Sport“ gehört dazu; ob Ausdauer- oder Krafttraining

Das Wichtigste ist letztlich, überhaupt am Ball zu bleiben: mit einer Sportart, die zu einem passt und die man in seinen Alltag dauerhaft integriert. Kombiniert mit mehr Alltagsbewegung: zum Beispiel Treppe statt Fahrstuhl, Einkauf per Fahrrad statt mit dem Auto. Kommt der Kreislauf auf Trab, sinkt der Blutzuckerspiegel, und die überflüssigen Pfunde purzeln stetig.

Leichte Bewegungsübungen können ewrgänzend hinzukommen; das Trampolin hat spezifische Vorteile, führt aber meist nur eine Nischenexistenz.

Trampolinspringen ist eine hervorragende Methode, um Kalorien zu verbrennen, Muskeln zu straffen und die allgemeine Fitness zu verbessern. Es ist gelenkschonend, vielseitig und macht einfach Spaß. Mit der richtigen Trainingsroutine, einem hochwertigen Fitnesstrampolin und einer gesunden Ernährung können Sie in kurzer Zeit sichtbare Erfolge erzielen. Also, worauf warten Sie noch? Hüpfen Sie sich fit und bringen Sie Ihren Stoffwechsel auf Hochtouren!

Genau genommen, ist der Erwerb (das Erarbeiten) der „richtigen Trainingsroutine“ die Voraussetzung für den Erfolg. Das wiederum braucht einiges an Zeit, also Geduld, und oft die Steigerung der Ausdauer.
Wie intensiv die Übungen sein sollten, kann nur individuell festgelegt werden – es muss ja nicht gleich um „Jumping Fitness“ gehen.

Das Trampolin wird weiterhin eine kleine Marktnische darstellen,  wer es für sich entdeckt, kann ja trotzdem dabeibleiben, und „Sport mit Musik“ ist hier ohne großen Aufwand zu realisieren; Nachrichten, Presseschauen oder sogar Hörbücher zum Nebenbei-H ören kann Jeder seinem Geschmack gemäß auswählen. Siehe auch:
„Metallica als Medizin? Musik, Gehirn, Gesundheit“:
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c8e6382d3393efc9/

Dass auf dem Weg zum Wunschgewicht unser, genauer gesagt der  Narzissmus so manche Gelegenheit bietet, ins Stolpern zu kommen: Damit beschäftigen sich allerdings die wenigsten Ratgeber

Neue Esskultur: Persönlich, Fotografisch, Praktisch

Weil die Essens-Kategorie „Trostessen“ doch sehr selten auf den Speisekarten auftaucht, sind  beispielsweise „Lasagne gegen Liebeskummer“ oder „Risotto gegen Einsamkeit“ nur inoffizielle Vertreter dieser Sparte. Dementsprechend ist auch das „Toastbrot als Trostbrot“ keine ursprünglich-authentische Erfindung, sondern Food-Kitsch.  geschmacklose, sentimentale Kunst, adjektivisch ist auch „kitschy food“ zur Bezeichnung des Phänomens geeignet.

Essen löst keine Probleme, aber es kann sich anfühlen wie eine Umarmung.

„“Comfortt food“ ist keine Problemlösung, kann aber zur Überbrückung von Schwierigkeiten nützlich sein.“

Nun, es gibt da ja auchg noch das „mood-food„, das wird sich auf dem Mond als moon-food  entpuppen, oder als „foolish food“, wenn wir nicht bei Thema bleiben 😉 .

Süßkartoffel + Maultaschen, Rosenkohl und Sauerkraut

Gedämpfte oder vorsichtig gebratene Süßkartoffel, hier als eher symbolische Portion mit Maultaschen, gerösteten Semmelbröseln, Sauerkraut und Rosenkohl würde ich auch beim „Angenehmen Essen“ einordnen, weil sie sich cremig-süß, einfach gesagt mit gutem Mundgefühl entwickeln. Zu den möglichen Steigerungen kommen wir später…

Ob Süßkartoffeln im Ernährungsplan einen Stammplatz erzhalten sollen, bleibt Euch überlassen. Ob Süßkartoffeln in eine Kochbox gehören und wie oft, könnte man diskutieren, denn Gewohnheiten ändern sich.

Essen und Gefühle:

Freude, Angst, Wut, Ekel, Trauer und Überraschung sind angeborene Basisemotionen, die im Lauf der Entwicklung modifiziert, „eingeprägt“, „angebahnt“ oder vertieft werden. Der Gesichtsausdruck verrät alles zur Gefühlslage des Babys, das bei der Wahnehmung  von sich selbst und des Gegenübers seinen Seh-Sinn erst noch entwickelt, wobei der Ausdruck der Emotiuonen angeboren ist.

Unwohlsein“ kann viele Gemütslagen betreffen und viele Ursachen haben – von Infektion bis z. B. zum Kalzium- oder Vitamin B12-Mangel; hierfür passende Präparate bewirbt die Industrie sogar beim Ärzteblatt.

Die Rolle der Emotionen und Stimmungen wird oft schlicht und einfach übergangen, etwa bei der Kampfparole

Das Einzige, was zählt, ist der Wille zum Abnehmen!

Manchmal soll diese Argumentation davon ablenken, dass gerade die Willens-Befürworter unauffällig „helfende Wundermittel“ verticken wollen. Das Wissen, wann ein Zaubertrank noch hilft und wann es eher Zeit fürs Diät-halten ist, dürfen wir freilich nicht vergessen und müssen es auch anwenden.

Der Stolz aufs relativ abstinente Leben stellt sich auch bei Abnehmerfolgen nicht immer ein, und ohne diese Selbst-Aufwertung könnte die Entwicklung tatsächlich stagnieren. Ob Majaestiks seine Diät einhält oder nicht, wird uns ziemlich egal sein – ein ganzheitlicher Ansatz mit flexibleren Ernährungsplänen und psychodynamisch kompetenter Begleitung scheint aber wünschenswert zu sein.

Da könnte ein guter Rat nützlich sein, und Inspirationen wie diese werden häufig zitiert:

Warte nicht, bis du
dein Ziel erreicht hast, um
stolz auf dich zu sein. Sei stolz
auf jeden Schritt, egal wie
klein er auch sein mag,
den du auf dem Weg zu diesem Ziel machst!

Es gibt Süchtige, die abstinent leben können, aber  keinerlei Stolz darauf empfinden – sie empfinden  „bloß“ eine Art von Entsetzen, wenn sie etwa im Subermarkt durch die Regalreihen mit Alkoholika streifen.
Doch, ja: sie hätten Anlass, stolz zu sein. Nicht übermäßig, aber gemäßigt:
Du musst kein beeindruckendes Leben führen, um stolz auf dich zu sein. Du musst nur anfangen, auch die kleinen Schritte zu sehen. Und wertzuschätzen.

Freunde von süßen Speisen sehen sich angesichts ihrer Wahlfreiheiten etwa vor die Alternative „Kaiserschmarren oder Gemüseeintopf“ gestellt – die Qual der Wahl wird ihnen niemand abnehmen, im Allgemeinen jedenfalls. Die beste Diät taugt nichts wenn man so weiter lebt wie bisher…

Gemüseeintopf und Gemüseeintopf sind zweierlei, und Gemüseeintopf kann die richtige Mahlzeit zum Abnehmen oder zum Gewicht-Halten sein. Wer nicht mit der einzelnen Mahlzeit seinen/ihren Stolz verknüpfen mag, sollte zumindest mit einer einigermaßen wirksamen Abfolge von Mahlzeiten sich anfreunden, denn wirklich-ganz-so-einfach ist die Herstellung dieser Mahlzeiten-Abfolge ja doch nicht.

Wo eine Diät nötig wird, hat das seine Gründe, die da Gleichgültigkeit und Trägheit lauten und ins Verderben führen können. Zu wünschen sind dann Entschlossenheit und Energie, damit auf das Ende ein neuer Anfang folgt.

Wer mehr erwartet, als im M0ment möglich ist und an Wundermittel oder Mühelosigkeit des Abnehmens glauben möchte, ist vermutlich in einer narzisstischen  Selbsttäuschung verstrickt.

Der Blick übers Geländer kann wie beim folgenden Foto ausfallen, und bei der Nachricht „Hessentag 2027 findet in Idstein statt“ kam die Idee auf, aus diesem Anlass eine nette Veranstaltung zu nachhaltiger Ernährung oder einen Foodblogger-Stammtisch anzuregen.

Zur Abwechslung: Kein Altstadt-Idstein-Foto.

Angesichts des gewissermaßen das Stadtbild dominierenden Kirchturms schweifen vielleicht die Gedanken ab – zur Notwendigkeit der geistigen/geistlichen Nahrung, die ist allerdings nicht immer leicht verdaulich. Das Thomasevangelium ist etwas für die Freunde der fortgeschrittenen Textinterpretation, nicht unbedingt zum (Ver-) Teilen.
Wo es um „Diät“ geht, geht es um die Klarheit und Eindeutigkeit:

 „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein“ (Matthäus 5,37): Jesus fordert eine ehrliche und direkte Sprache, die ohne Schwüre oder Ausflüchte auskommt. Alles, was darüber hinausgeht, stammt laut Jesus vom Bösen, da es auf mangelnde Aufrichtigkeit hindeutet.

Verhaltensforscher können nicht pauschal sagen, wie kange es bis zur umfassenden Veränderung von Ernährungsangewohnheiten dauert, und was hier außer der Zeit noch gebraucht wird; versuchen wir also eine einfache Regel:

Gegessen wird jetzt drei Mal am Tag, und zwar am Tisch, jeweils 30 Minuten!

 1-bis 2x pro Woche gebe es Fleisch.

Eine Haferkur dauert 2 Tage oder länger. Damit kurierst Du „Alles“!

Eine Faustformel für Linnsen-Haferbratlinge sieht als Haupt-Zutaten Linsen, Haferflocke, Semmelbrösel vor, gemahlener Leinsamen könne das Ei in Bezug auf die Bindungsfähigkeit  😉 des Teigs verbessern; weitere Inhalte zu diesem Thema und anderen Themen folgen…

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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