Diät-Käsekuchen und Popp-Kultur – saftig-leichter Genuss mit neuartiger Rezeptur (und Foto)

“We proudly present a new Cheesecake” oder auch:

“Dieser Käsekuchen stellt alles in den Schatten, was Sie bisher über Käsekuchen wussten” -

ich bin, ehrlich gesagt, in einem ziemlichen Widerstreit zwischen dem erlernten Verbot des Eigenlobs und dem Mitteilungsbedürfnis, ein “nettes” Rezept, das es m.W. bisher so noch nicht gegeben hat, zu verbreiten.

Wie auch immer – ich hatte fleissig geübt, angefangen mit dem Käsekuchen ohne Boden, aber mit Hirseflocken über den Schoko-Käsekuchen nach amerikanischem Vorbild.

Die saftige Konsistenz des Kuchens stellte sich hauptsächlich durch die Verwendung von Guarkernmehl als Bindemittel ein – gegenüber dem oft verwendeten Puddingpulver (mit dem sich zudem nur ein Einheitsgeschmack erreichen lässt) genügt hier wesentlich weniger Bindemittel, und so wirkt der Kuchen auch viel weniger “trocken”.

Hinzu kam noch die “Entdeckung” von gepopptem Amarath

Rezept:

  • 1000 g Quark 20% Fettgehalt
  • 5 Eier
  • 2 EL Speisestärke (Maisstärke)
  • 9 EL Rohrohrzucker
  • 2 TL Guarkernmehl
  • Mark einer Vanilleschote
  • 3 El getrocknete Mangoscheiben, kleingeschnitten
  • 3 El Cranberries
  • 1-2 Tassen gepoppten Amaranth

Das Obst am Besten zum Schluss mit Kochlöffel einrühren, bei der Küchenmaschine hängt es ein bißchen.

Springform mit eingespanntem Backpapier, Rand gut fetten (Butter). 2 h bei 110 Grad, Umluft. Flache Schale mit heißem Wasser in den Backofen stellen.
Die Amaranth-Pops lösen sich quasi auf, zurück bleiben kleine “Luftlöcher”. Das macht den Käsekuchen “luftig” bzw. bestimmt den “leichten” Eindruck.

Variationen sind problemlos möglich; so funktioniert auch der Austausch von einem Teil Quark durch einen guten Vanille-Yoghurt, auch Agar-Agar kann ergänzend verwendet werden, das Obst kann man weglassen, geriebene Zitronenschale hinzufügen, Backzeiten variieren…

Im Lebensmitteleinzelhandel kann man nach gepopptem Amaranth recht lange suchen und findet dann zum Beispiel kleine 125-Gramm-Packungen für rund einen EURO (Angaben ohne Gewähr…). Zu erwägen ist dann auch, gleich eine Großpackung zu bestellen.
(Über diesen Link finden sich auch weitere Informationen über Amaranth und andere interessante Produkte.)

Nun hoffe ich auf viele Nachahmer, was den

Bodenlosen Käsekuchen mit Amaranth

betrifft. Über feedback würde ich mich freuen – das geht allen Bloggern so. Also, liebe Leserinnen und Leser: Fröhliches Backen und fröhliches Rückmelden!

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12 Kommentare zu “Diät-Käsekuchen und Popp-Kultur – saftig-leichter Genuss mit neuartiger Rezeptur (und Foto)”

  1. Hab statt Amaranth Quinoa genommen… in die Pfanne gehauen und selber gepoppt ;-) … und beim Obst variiert…

    Lecker war das auch :-)

  2. Hört sich auch sehr gut an!
    Hast Du Trockenobst, Frischobst oder eingemachtes verwendet?
    Und gepoppt – mit Deckel?

    (Bin mal wieder sehr neugierig… ;-) )

  3. Ist das jetzt größer hier – da kann ich ja meine Brille wegtun ;-)

    Gepoppt mit Deckel, hab ich aus einem Müsli-Rezept für Kleinkinder von Frau v. Cramm ;-) … muss man ein bisschen rumprobieren. Aber vielleicht geht’s auch mit so einem Popcorn-Maschinchen, dann verbrennt’s nicht so leicht…

    Einmal eingemachte Kirschen (und ein paar Würmer), einmal frische Himbeeren – wieviel davon?… keine Ahnung :-)

  4. [...] Die Rezepte-Inflation führt dazu, dass ein wirklich geniales Käsekuchen-Rezept das Schicksal der Stecknadel im Heuhaufen teilt. [...]

  5. [...] Die Käsekuchen-Optimierung der vergangenen Wochen hatte mich jedenfalls zum Schichtkäse geführt, der auch eine ausgezeichnete Basis fürs Müsli ist, wenn er auch mehr Aufwand beim Anrühren erfordert als ein simpler Yoghurt. [...]

  6. [...] Leider war die Chefin, von der die Kuchen stammen, nicht da, sonst hätte ich die Konditorin gefragt, ob sie Rezepte tauschen mag, für Käsekuchen (ohne Boden – wohl nicht so gastronomiefreundlich…) hat Fressnet.de ja eines im Angebot… [...]

  7. [...] Am liebsten – beileibe nicht am Häufigsten: Da gibt es gewisse exklusive Schokoladenerzeugnisse im so genannten Luxussegment… Aber ab und an auch ein Stück Schoko-Käsekuchen oder Käsekuchen ohne Boden nach neuer Rezeptur [...]

  8. [...] Wunschgewicht mit Fressnet-Diät: Nahrungsmittel, Spielkind und Blockstöckchen [...]

  9. [...] Dem abnehmfreundlichen Magerquark fehlt das Fett, wodurch sich Käsekuchen und Schoko-Käsekuchen ohne besondere Vorkehrungen auch trotz hohem Wassergehalt eher [...]

  10. [...] ich vor einem Jahr den wirklich sagenhaften Diät-Käsekuchen mit gepopptem Amaranth erfunden hatte, wollte die Firma, die unter Anderem  Bio-Haferkleie und gepoppten Amaranth [...]

  11. [...] viel Engagement alleine in dem Artikel zum besten Käsekuchen Deutschlands steckt – davon macht sich doch jemand, der immer nur liest und nicht mal selbst etwas entwickelt, [...]

  12. [...] An Diät-Spätzle ist allerdings nicht zu denken – da gibt es nichts, was man weglassen könnte (wie Zucker beim “Diät-Käsekuchen). [...]

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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