Snacken unterwegs: Essen im Stehen, Laufen, fahren – Convenience

Grosslager Fast-food Ein klein wenig unfair, diese Überschrift – tendenziös: Als ob unterwegs nicht auch im Sitzen gegessen würde.
Natürlich isst der Autofahrer, der an der Tanke sich schnell noch ein Schnitzelbrötchen holt, im Sitzen.

Das hat man jetzt auch studiert, bzw. eine Studie zum Außer-Haus-Verzehr erstellt:

Bei der  der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel. Etwa 2.300 Konsumenten aus Deutschland, den Niederlanden und Rumänien haben an der Untersuchung teilgenommen.

Rund sechzig Prozent der Befragten essen und trinken regelmäßig eine Kleinigkeit unterwegs. … Während sich Frauen in Supermärkten, Bäckereien und Metzgereien versorgen, bevorzugen Männer Tankstellenshops, den Imbiss oder das Fastfood-Restaurant.

Über den Einsatz der Thermosflasche ist bei der Studie nicht recherchiert worden, eigentlich schade.
Talkingfood“ hat die Leckerland-Pressemitteilung heute weitergeleitet.

Dort erfahren wir, dass die von Lekkerland gestiftete Professur an der European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel  die weltweit erste Professur für Convenience & Marketing ist  und von der Marketingexpertin Prof. Dr. Sabine Möller gehalten wird.
Hier geht es um „die wissenschaftliche Erforschung von Entwicklungen und Trends im Bereich Convenience.“ So erklärt sich wohl die Studie als solche, und freundlicherweise wurde auch genügend Bildmaterial zur Verfügung gestellt.

„Convenience“ – das ist mal wieder so ein Wort, mit dem die Deutsche Sprache ruiniert wird, und das mit „Bequemlichkeit“ oder „Komfort“ ungefähr übersetzt wäre.

Fertigfutter oder Schnellfutter, oder auch Mahlzeit zum gedankenlosen Verspeisen – frisch und vollwertig ist nicht nötig, und es geht auch ganz ohne Alibi-Salat.

Wie der Name der Oestricher Hochschule schon sagt: Es geht ums Geschäft – hier mit der schnellen „Mahlzeit“. Und überhaupt nicht „ganzheitlich“ um die Frage, unter welchen Bedingungen eine Mahlzeit zu einer gesunden, statt einer runden Angelegenheit wird.

Lange muss man nicht recherchieren, um einem Nachteil der Fertignahrung auf die Spur zu kommen:

„Küche zu vermieten“ warb schon vor Jahren eine Fast-Food-Kette. In der Tat: Die wenigsten können selbst einfachste Gerichte zubereiten. Einen Grießbrei etwa, der jetzt auch in der Tüte angeboten wird. Den Inhalt (92 Gramm – davon ganze 46 Prozent Grieß – für 1,09 Euro) einfach in Milch einrühren und quellen lassen. Genau so geht das – mit 100 Prozent reinem Grieß und Milch ist der Brei nur billiger und gesünder.
Dänemark hat schon vor Jahren den Verkauf von 18 Kellogg’s-Produkten verboten. Gesundheitsschädliche Überdosierungen seien möglich, da Kalzium, Eisen und Vitamine zugesetzt sind. Schweden und Finnland prüfen ähnliche Schritte. Muss der Staat die Bürger vor sich selbst schützen?  [Stuttgarter Nachrichten]

Frauen im Netz und ohne Diät: Forher u.A.

was machen Frauen im Netz? Sie suchen sich eine Frauen-Community. Die offenbar neueste heißt „Vorher„, schreibt sich aber mit „F“, so dass die Adresse „forher.de“ heißt – unheimlich originell, „Für Sie“ gerade mal ins Englische zu übersetzen.

Bei „deutsche-startups.de“ kommt die Seite überhaupt nicht gut an;  Kommentare wie

„Keine Kreativität dahinter, keine schicken Elemente, keine lustigen Gimmicks…usw. ich denke ihr wisst was ich meine“

„ich finds langweilig“ – „content für dümmliche gala-leser“

„Blogdesign aus dem Baukasten“

sind in der Mehrzahl. Was solls – Beauty, Fashion, Entertainment, Astro, Liebe und Stars sind angeblich Frauenthemen und Frauenthemen sind angeblich ein „Boomsegment“. Fragt sich: Wo bleibt der Klassiker unter den Frauenthemen, „die Diät“?

Das Boomsegment soll weiter boomen. Folglich werden die Leserinnen ausgiebig mit Verhaltensvorschriften gefüttert: „Entdeckt eine Frau, dass ihr Partner regelmäßig auf pornographischen Seiten im Internet unterwegs ist … fühlt sie sich gleich … nicht mehr begehrt.“
Quatsch, so eine Aussage. Wenn eine aufgeklärte  Frau entdeckt, dass ihr Partner pornosüchtig ist, weiß sie, dass er ein Problem hat und Hilfe braucht.

Interessant auch, wie z.B. bei der neuen „Laviva“ Frauenthemen definiert werden:

  • Tipps für Küche und Ernährung,
  • Haus und Garten,
  • Mode,
  • Schönheit,
  • Reisen

Auch die Erdbeermädels kommen offenbar ganz ohne eigene Diät-Seiten aus. Dafür bieten sie ein Forum für Dreiecks- und andere Geschichten, bei denen frau nach Registrierung teilnehmen darf.

Und Brigitte? Mann fragt sich fast, wann Brigittes Diät einmal zu Ende ist…

 



 

Narzissmus und Diät

Alles im Lot?

Männer sind die beste Medizin – was meint Ihr?

Leilah hatte mit ihrem Versuch, bei Fressnet.de Frauenthemen forciert anzusprechen, doch nicht so viel Resonanz, wie sie erwartet hatte.
Vielleicht hat sie ja uch zu viel erwartet: „Erotische Fantasien“ werden heute ja frei Haus geliefert, und sie selbst zu gestalten, aufzuschreiben, auszuarbeiten und gar umzusetzen, erübrigt sich, wenn es genügt, mit offenen Augen zu träumen. Das ist aber nur eine These, nichts, was bewiesen werden soll.

Männer sind die beste Medizin

RTL hat den Deutschen Comedypreis ausgestrahlt, der bereits am Dienstag verliehen wurde.

Neben ‘Switch Reloaded’ und ‘Fröhliche Weihnachten’ war auch Doctor’s Diary wieder dabei. Nachdem die RTL-Serie vor einigen Wochen schon den Deutschen Fernsehpreis entgegennehmen konnte, hat sie auch den Comedypreis für die beste Deutsche Fernsehserie erhalten.

Das hört sich doch wirklich gut an. Doctor’s Diary scheint sich von einem Geheimtipp endlich zu einem Superknaller entpuppt zu haben.

Worum es geht, mag dem obigen Trailer zu entnehmen sein. Interessant scheint mir vor allem der Titel zu sein – in diesem Fall für Frauen. Oder gibt es auch Männer, die diese Serie genießen?

via chickblog

Gefälschte Arzneimittel in Apotheken und Internet?

Es gibt nicht nur gefälschte Arzneimittel, die ohne oder mit falsch dosiertem Wirkstoff daherkommen, es gibt auch gefälschte Apotheken.

Original oder Fälschung?

Links zu solchen Seiten landen massenhaft im Spam-Ordner, was darauf hinweist, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Fragt sich nur, wer hierzulande auf solche „Angebote“ eingeht, z.B Psychopharmaka ohne Rezept und ärztliche Beratung zu bestellen.

Vielleicht ist es bei Medikamenten, die nicht erstattet werden, plausibler: Der Kunde will es, im Ausland ist es billiger, man muss ja sparen, kauft per Internet. Da gibt es ja auch illegale Mittel, Stichwort: Arzneimittelkrimininalität.

Bis zu einem Prozent der in deutschen Apotheken verkauften Arzneimittel könnten Fälschungen sein, war mehrfach zu lesen.

Dabei handelt es sich um eine Schätzung der WHO; weltweit, und besonders in Entwicklungsländern, wo man sich die Preis für reguläre Arznei nicht leisten kann, werden zunehmend Fälschungen verkauft, möglicherweise ist weltweit jede zehnte Packung gefälscht.

Tatsächlich gibt es gar keine Daten für Deutschland. Arzneipackungen könnten zwar mit einem so genannten Datamatrix-Code versehen werden; vermutlich würde damit aber hierzulande nicht viel ausgerichtet.

Eine von EU-Industriekommissar Güntger Verheugen vorgesehene Medikamenten-Richtlinie ist kürzlich gescheitert; hierbei war es darum gegangen, den sogenannten Parallel-Handel zu unterbinden:

Medikamente werden in verschiedenen EU-Staaten zu sehr unterschiedlichen Preisen angeboten.

Parallel-Händler kaufen Arzneimittel in einem EU-Staat billig ein, verpacken sie neu und vertreiben sie mit Gewinn in einem anderen Staat. Der Verkauf umgepackter Arzneimittel ist unter anderem in Deutschland, Großbritannien und Skandinavien ein gutes Geschäft, denn hier betreibt die Pharmaindustrie eine Hochpreis-Politik.

So ganz am Rande erfahren wir noch von einer tödlichen Arznei:

Auch Mittel ohne Wirkstoff könnten gefährlich sein, warnte Schweim. So drohe beim Potenzmittel Viagra die Gefahr, dass ein Konsument wegen der ausbleibenden Wirkung stets mehrere Pillen nehme. Kaufe er dann einmal „echte“ Tabletten, nehme er auch davon mehr als eine – mit teils schlimmen Folgen. Schweim wies auf sechs Viagra- Todesopfer in England hin – die das Mittel bis zu 300 Prozent überdosiert hatten.

Und das ist doch wirklich paradox: Hatte man das Mittel einst doch als „Lifestyle-Medikament“ auf den Markt gebracht.

Verheugens Richtlinien-Entwurf hatte übrigens auch vorgesehen, dass die Pharma-Industrie öffentlich über ihre Erzeugnisse „informieren“ dürfen soll; die ganze Debatte ist zumindest merkwürdig, wenn nicht falsch.

Weiterer Artikel:

Appetitthemmer auf chemischer Basis



Alles im Lot?

Doppelt Abnehmen mit neuer Pille?

13.03.2008 Glücksverheißend – auf den ersten Blick mal wieder eine Meldung im Ärzteblatt:
Ein neuartiges Abmagerungsmittel sei gefunden:
„Neues Abmagerungsmittel doppelt so wirksam“
Creative Commons License credit: zoellner.tk 86

Tesofensin hemmt im Gehirn die Wiederaufnahme von Noradrenalin, Dopamin und Serotonin aus dem synaptischen Spalt.

Ob die Studie wirklich unabhängig erfolgte, kann bezweifelt werden:

Erwähnenswert ist, dass Astrup Anteile des Tesofensin-Herstellers NeuroSearch hält.

Die folgende Studie soll weitere Aufschlüsse über die Verträglichkeit des Medikamentes geben.

Schon die Ergebnisse der jetzigen Studie zeigen, dass die Gewichtsreduktion nicht ohne Nebenwirkung zu haben sein wird: In der Dosis von 0,5mg/die klagten 42 Prozent über Mundtrockenheit, 20 Prozent über Übelkeit, zehn Prozent über Flatulenz und zwölf Prozent über Schlaflosigkeit.

Typisch für die nicht-ganzheitliche Sichtweise, die Fixierung auf die Genetik auch dieses Zitat:

Dopamin ist der zentrale Neurotransmitter in der Belohnungsreaktion des Gehirns und eine genetische bedingte verminderte Freisetzung könnte eine Ursache der Adipositas sein.

Das ideale Abmagerungsmittel ist wahrscheinlich immer noch nicht gefunden – vielleicht ist das ja auch ganz unmöglich.

Beitrag zum Thema:

Appetithemmer auf chemischer Basis

Gefäschte Arzneimittel

Test und Verkostung: Ahle Wurscht aus Hessen

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Ein Familienbetrieb hat bei der Wurstherstellung noch den Überblick, vom Anfang bis zur fertigen Wurst: 

Die Schweine werden mit regional erzeugtem Futter versorgt und können in aller Ruhe auf tiergerechte Art heranwachsen. Unsere Tiere leben ein glückliches und gesundes Landleben und kommen nicht vom Schlachthof.

Bei der Landfleischerei Neumeier wird nicht zu viel versprochen. Traditionell und handwerklich sauber hergestellte Wurst, bei der Erinnerungen an die Qualität von früher und Zeiten der Hausschlachtung wach werden.

Zum Beispiel die Blutwurst im Glas: Zusammen mit Zwiebel und Bratkartoffeln ein „heißer Genuss“; ein einfaches Essen, das aber nur schmeckt, wenn die verwendete Wurst von guter Qualität ist.
Die Blutwurst von Neumeiers: Für sehr gut befunden .

 

Wenn man sich des Werts der Lebensmittel bewusst ist, achtet man sie auch; wenn man die Wurst, die man verzehrt, achtet, geht man auch sparsam damit um.

Bei der Ahlen Wurscht aus Walburg ist das nicht anders: Welten liegen zwischen dieser traditionellen, in Ruhe gereiften Ware und einer mit Wasser und „Geschmackstoffen“ und Bindemitteln aufgepeppten „Fabrikwurst“.

Die Ahle Wurscht – hier, links im Bild und aufgeschnitten eine sechs Monate gereifte „Stracke“ – ist eine Rohwurst aus durchgedrehtem Schweinemuskelfleisch und Schweinespeck.

Als fett kann man sie dabei überhaupt nicht bezeichnen.
Zudem ist sie kräftig im Geschmack und auch recht hart, so dass auch schon dünne Scheiben einen überzeugenden Genuss bringen.

Die Ahle Wurscht ist Bio-zertifiziert und kann problemlos mit jeder Bio-Salami konkurrieren.
In der Tradition der Hausschlachtung werden bei der traditionellen Herstellung nur schwere Schweine schlachtfrisch verarbeitet, und auch die hochwertigen Fleischteile kommen in die Wurst.

Möglicher Favorit für Freunde traditioneller Wurst ist auch  diese kräftige Walburger Blutwurst:

Hier noch einmal aufgeschnitten und auf Roggenbrot, testweise mit und ohne Butter:

Am herzhaftesten und rustikalsten fand ich das Brot ohne Butter, am besten vielleicht mit den Worten: „Einfach, schlicht und köstlich“ zu bezeichnen.

 

Homepage der Landfleischerei Neumeier
www.Ahle-Wurscht.de

Wie es zum Ahle-Wurscht-Test gekommen ist

Das Probierpaket – große Darstellung

 
Nachtrag: Gerade auf einer Diätseite wird immer wieder nachgefragt:
„Welche Wurst zum Abnehmen?“
Eine Wurst, die mit der Bezeichnung „light“ daherkommt, hat kaum einen vollen, kräftigen Geschmack. Hat man Appetit auf Wurst, fährt man mit einer kräftigen, hochwertigen Wurst besser, weil man deutlich weniger davon braucht.
 

Abnehmen mit Schokolade: Konzept und Buch

Abnehmen mit Ingwer„, „Abnehmen mit Tee„, „Abnehmen mit Xenadrine“ – die Reihung „Abnehmen mit …“ ist recht beliebt, und lässt sich erweitern: Karin und Roland Possin:

Abnehmen mit Schokolade

Die überraschende Diät, die einfach gut tut
Haug Sachbuch, Stuttgart. 2008
12,95 EUR
ISBN 978-3-8304-2285-3

Eine Verlagsankündigung wies auf das am 22.10.2008 erschienene Buch hin. Dort findet sich ungefähr diese Argumentation:

Schokolade macht glücklich. Schokolade entspannt. Schokolade verführt, betört die Sinne, schenkt wunderbare Augenblicke. Gerade wenn man seinen Körper in Form bringen möchte, solle man sich die süßen Momente nicht verwehren.
Denn Verzicht bringe Frust, und den könnten wir nun gar nicht brauchen, wenn wir unseren Pfunden zuleibe rücken wollen.

Wer sich den Schoko-Genuss gänzlich verbietet, schürt nur die Sehnsucht und provoziert unkontrollierte Schoko-Attacken, die den schönsten Diät-Erfolg schnell zunichte machen und auf Dauer zu Unzufriedenheit und schlechter Laune führen. Besser ist es, sich die Schokolade zur Verbündeten zu machen, sie bewusst zu genießen und in einen ausgewogenen Speiseplan ausdrücklich miteinzubeziehen.

Die Formel „Abnehmen mit Genuss“ wird hier – bezogen auf Schokolade – wörtlich genommen:

„Das Geheimnis unseres Schoko-Abnehmkurses lautet: „Seien Sie authentisch, stehen Sie zu Ihrer Lust auf Schokolade uund geben Sie ihr bewusst nach – denn nur ein zufriedenes Gefühl führt Sie letztlich zu Ihrem persönlichen Wohlfühlgewicht.“ (S.21)

Possin und Possin setzen natürlich auch die Regel „Qualität vor Quantität“ kompromisslos um und schlagen in ihrem Buch 14 mal Rezepte für den ganzen Tag mit leichtem Essen plus gehobenem Schoko- und Pralinengenuss vor.

Das Buch ist sehr visuell betont, die Fotos heben die Leichtigkeit des Genusses hervor –
man könnte sich zwar fragen, ob die Portionen, wie sie gezeigt werden, auch satt machen, aber Probleme zu diskutieren, ist nicht das Anliegen dieser Schrift.

Es bleibt natürlich unklar, woher die Formel: „Verzicht bringt Frust“ stammt.
Bewiesen ist sie jedenfalls nicht, und die Gegenthese: „Verzicht macht stolz“ hat auch einige Anhänger. Oder, anders formuliert: Verzicht ermöglicht eine sekundäre narzisstische Befriedigung. Die Possins argumentieren:

Schokolade spült das Glückshormon Serotonin in die Gehirnzellen. Das sorgt für gute Laune, Ruhe und Ausgeglichenheit.

Man müsste mal erforschen, wie die Menschen vor der Entdeckung des Serotonins jemals glücklich sein konnten.
Zunächst war das Schokoladen-Glück ein Privileg des Adels – denn nur der konnte sich Schokolade leisten.
Selbst die Arbeiter auf den Kakaoplantagen müssen unglücklich sein, denn der Kakao wird wird bei uns verarbeitet, und die Schokolade nicht re-exportiert.

Von solchen „Bedenken“ unangetastet bleibt als Wahrheit und – allzu oft immer noch nicht realisierte Erkenntnis, dass (Schokoladen-) Genuss ganz bestimmt nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ funktioniert. Eine Einheit zum Genuss-Training gibt es bei fressnet.de ja auch (bitte das Bild anklicken).

Sympathisch, wie die Autoren merklich Spass an der Arbeit hatten. So wird aus einem mit Käse belegten Vollkornbrötchen mit Tomatensalat „Ophelias Verheißung“.

Der Termin für die Herausgabe ist gut gewählt. Vermutlich wird „Abnehmen mit Schokolade“ sich – zusammen mit ausgewählten Pralinen und Schokoladen und nett verpackt – unter so manchem Weihnachtsbaum finden.

Wenn es in der Beziehung zwischen Schenkendem/Schenkender so richtig nett „funkt“, stellt sich die Serotoninproduktion sogar noch vor dem Schokoladengenuss ein – in reichlichem Maße.

Diättipp: Schokolade

Schokolade ohne Zunehmfalle

Koettbullar in Kuerbis-Creme; Rezept mit Bild

 

Weil das Rezept für die Koettbullar und die Kürbissuppe bereits vorhanden ist, beschränkt sich die Zubereitungsinformation ganz allgemein auf den Hinweis, dass die Gemüse-Zutaten analog zur fränkischen Kartoffelsuppe angebraten wurden und – in diesem Fall – mit „etwas zuwenig“ Brühe püriert ein eher cremiges Ergebnis lieferten, bei dem die Hackfleischbällchen obenauf blieben und etwas größer wirkten, als wenn sie auf den Boden des Tellers gesunken wären. 

Abgesehen von der unnötig großen Fleisch-Portion mal wieder ein Beispiel dafür, dass die Kosten vollwertiger Ernährung nicht höher liegen müssen als bei konventioneller Ernährung.

Ausgangs-„Material“ (die Pflanzenwelt verzeihe mir die umgangssprachliche Ausdruckweise; natürlich hat auch sie eine Seele, die ich respektiere) war ein Hokaido, der nach einem kurzen Intermezzo als Halloween-Laterne den Weg in den Kochtopf fand… 

Wenn Kürbisse marschieren – Kürbis-Blogparade zu Halloween mit (ohne) Diät

Dass Kürbis im Backofen zu essbaren Ergebnissen führen kann, und auch als Suppe nicht gerade verkehrt ist, ist hier ja schon hinreichend bewiesen worden.

Kürbis im Backofen Kürbissuppe

Jetzt jedoch ergeht vom Blog ohne Diät die Aufforderung zum Kürbis-Schnitzen; Horst hat die

Blog-Parade » Kürbis-Parade zu Halloween

ausgerufen.

Es geht darum, eine gruselige Laterne zu schnitzen, oder das Blog-Logo in den Kürbis zu schnitzen.

Nun ist es aber so, dass meine Kids aus dem Halloween-Alter heraus sind (und ich bins wahrscheinlich auch), für einen richtigen Halloween-Kürbis   also kein wirkliches Motiv vorhanden ist.

Das Logo ist samt „WWW.“ doch etwas groß – Nebenfrage: „Wie ist ein Logo definiert?“.

Mit einer Abküzung könnte man es probieren, dachte ich – und hier ist, was dabei herauskam:

Gruselig

– oder?

Wir sehen: Auch ein recht kleiner Hokaido läßt sich als Laterne verwenden, muss allerdings bald nach der Schnitzerei verbraucht werden.

Aber das Erinnerungsfoto verdirbt ja nicht…

Lebensmittelkosten bei Vollwertkost

Es ist – im Prinzip – ja ganz einfach mit der  „vollwertigen Ernährung„.

Abwechslungsreich, frisch und nicht zerkocht oder „prozessiert“, also hochgradig bearbeitet oder volkstümlich ausgedrückt: Vorgekaut.

Mit einem Wort: Gesunde Kost.

Die braucht auch keine Zusatzstoffe, da werden Konservierungsmittel vermieden, man setzt auf „natürliche Lebensmittel“ ohne Chemie und Gentechnik.

Die Ernährungs-Umschau stellt eine Studie zu den Kosten der Vollwerternährung vor:

Die Kosten einer der durchschnittlichen Ernährung, berechnet auf der Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2003 

liegen nach dieser Auswertung  (…)  ca. 30% niedriger als diejenigen für eine vollwertige Ernährung, wobei jedoch bei den Lebensmittelgruppen „Fleisch, Wurstprodukte“ und „Sonstiges“ im Durchschnitt der EVS höhere Beträge ausgegeben werden, als dies bei einer vollwertigen Ernährung nach dem DGE-Ernährungskreis der Fall ist.

Anders gesagt: Vollwert wird teuer. Im dazu gehörigen PDF erfahren wir noch, dass die „Muster-Vollwertköstler“ im Gegensatz zu den „herkömlichen Essern“ keinen Alkohol im Warenkorb hatten, aber jede Menge statistischer Details.

Wir finden auf der gleichen Web-Site aber auch diese Aussage:

Die Ergebnisse zeigen, dass eine Lebensmittelauswahl entsprechend präventiven Empfehlungen um 12,3% geringere Kosten verursacht als eine in Deutschland übliche Ernährung. Die Differenz ergibt sich aus quantitativen und qualitativen Unterschieden bei der Lebensmittelauswahl.

Nach dieser Studie: Vollwert ist günstiger.

So viel also zu den Lebensmittelkosten im Rahmen einer vollwertigen Ernährung.

Vielleicht machen wir noch eine dritte Studie und beziehen den Arbeitsaufwand bei der Herstellung und die quantitative und qualitative Verbesserung des Lebensgefühls  mit ein?

Sodann noch das küchen-handwerkliche Geschick, das Ernährungswissen und die kreative Energie der Teilnehmer – und natürlich die Einstellung der Studienersteller dem Thema gegenüber.

 

 



 

 
Narzissmus und Diät

 

Alles im Lot?

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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