“Ernährungskrise” – Die Illusion Von Normalität

Wir sind mal wieder ziemlich Zahlen-fixiert: Die Corona-Zahlen wollen sich nicht bessern, das Klima spinnt systematisch, die Wirtschaft wankt und mit der Welternährung wird es hyperkritisch, wenn die Meeresswpiegel steigen und Milliarden von Menschen festen Boden unter den Füßen suchen. Während Wohlstand wie Armut hierzulande noch in “Autos pro Person” gemessen werden, müssen wir uns “vorbildlich” von jeglicher Ressourcenverschwendung befreien, weil das sonst nicht funktionieren kann mit den erneuerbaren Energien:

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Vleisch und Wurxt, Veggie-Veggling und #Ernährungswende mit Rezepten

“Arme Würstchen” – so ist ein ZEIT-Artikel überschrieben, der die Bemühungen schildert, Begriffe aus dem Umfeld des vegetarischen Fleischersatzes europaparlamentarisch zu regeln. So  kritisiert etwa eine “Arbeitsgruppe Rindfleisch” den “Missbrauch von Fleischbezeichnungen”. Die Sprachregelung wäre nach dieser Vorstellung etwa “Erbsenbratling” statt “Veggie-Burger”, “Wurst” besteht demnach immer aus Tierfleisch und kann im tierischen oder künstlichen Darm abgefüllt sein – soweit zur Historie derselben…
Lobbyisten wollen nun suggerieren, “… dass wir es hier offensichtlich mit einem Fall des Kaperns kultureller Errungenschaften” zu tun haben. Dabei befinden wir uns, so die ZEIT-Einschätzung, doch gerade am Wendepunkt der Ernährungsgeschichte. Wir schreiben also notgedrungen, wo es um Veggiezeugs geht, statt “Fleisch und Wurst”  “Vleisch” und “Wurxt”, während echter Fleischverzehr allmählich ausstirbt wie der Kannibalismus. Aus dem “Veggie-Bratling”  machen wir den in der Epoche der Ernährungswende Erschienen, den “Wendling” zum Veggling

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Zukunftsgestaltung und Ruccola-Maultaschen

“Gestaltet die Zukunft jetzt!”, “Wartet nicht auf Morgen, denn die Zukunft beginnt immer heute, im Jetzt!” – gut gemeinte Aufrufe, die kommende Zeit mitzugestalten, sollen aufrütteln  und mobilisieren, während die bekannten, bedrohlichen Krisen die alte Weisheit, dass das Einzig Beständige der Wandel ist, mal wieder bestätigen.

Natürlich wollen wir die Krisen “meistern”, und natürlich empfinden wir dabei Ängste, schwanken zwischen der Wut auf die Verhältnisse und dem Wunsch, sich qualifiziert führen zu lassen, zwischen Initiative und Passivität, zwischen Kritik und Irritation – das feste Gottvertrauen als Halt-gebendes Moment fehlt den meisten wohl, und was sonst noch fehlt, zu fordern ist oder nicht eingefordert werden kann – schwierig.

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Agrarkrise, Ernährungskrise und die Phantastischen Neuen Maultaschen

Die Landwirtschaft ist nicht am Ende, aber auf dem Weg dorthin – in einem Teufelkreis aus Effizienz, Chemisierung, Rationalisierung, Umweltzerstörung durch Überdüngung und Monokulturen, ökonomischen “Zwängen”. So klingt es in einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung:

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Ernährung und Ökologie, Diät und Umweltschutz (Fortsetzung)

2007 muss ich in einer Phase des Sammelns gewesen sein – ich hatte Mosaiksteinchen gesammelt, zum Beispiel das Problem mit der Co2-Bilanz bei Lebensmitteln aus fernen Landen. Das hatte ich  mal eben in ein Gesamtthema namens

Ernährung und Ökologie, Diät und Umweltschutz

eingeordnet.

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Hybrid-Pilze, Hollywood-Tempeh

“Bloggen macht Freude”, sagt eine Trainerin für erfolgreiche Artikel, die die Blogger*In in ihrem Marktsegment positionieren und ihre Kompetenz belegen und für die haltlose Nachfrage ihrer Deinstleistungen sorgen will und wird:

„Mein lieber Sohn du tust mir leid, dir mangelts an Enthaltsamkeit! Enthaltsamkeit ist das Vergnügen, an Sachen, welche wir nicht kriegen! Drum lebe mässig, denke klug, wer nichts gebraucht, der hat genug!“

sagt Willhelm Busch.

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Lernen und Lehren mit den Krisen, gegen die Krisen

“COVID weight gain”oder ausführlicher “Gewichtszunahme in der Corona-Krise” ist ein aktuelles Thema, doch niemand  packt diesen Stier bei den Hörnern. Zahlen gibt es keine, Umfragen in der erforderlichen Breite und Tiefe werden nicht durchgeführt, und eine elektronische, automatisierte Datenerfassung mit Internet-verbundenen Körperwaagen haben wir nicht, oder die Daten sind nicht zugänglich. Wir könnten trotzdem drei “Muster der Gewichtsveränderung” unterscheiden:

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Geben & Abgrenzen. Toxisch oder Ermutigend. Kulturstreaming, Sozialforschung, Habecks Räte

Fangen wir mal bei der “… Notwendigkeit, füreinander da zu sein” an: In der Krise sei die “Stunde der Solidarität”, doch sind viele Stunden davon nötig, und möge bloß nicht das letzte Stündlein der Solidarität geschlagen haben!

Glaubt man dem Geschriebenen, schwimmen wir geradezu in/auf einer Welle der Solidarität, ohne eine Spur des Mangels. Und “nachher” müsse das natürlich so solidarisch wie jetzt gelernt weitergehen.

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Konflikte um Treibhausgase, die Klimapäpstin und eine “Neue Klimareligion”

Wenn Träume Schäume sind – was sind dann Pläne und “Klimaplanung”?
Sagen wir mal das Vorspiegeln falscher Tatsachen, Ausformungen von Wunschvorstellungen, während “Unangenehmes” ausgeblendet wird.

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Die Effizienz von Fast-Food – Jetzt erwiesen!

Dass Fast-Food – also Nahrung, die im (industiellen) Prozess viele Verarbeitungsschritte durchläuft – dick und damit krank macht, wurde bisher mehr vermutet als bewiesen; bisher, doch jetzt liegt der wissenschaftliche Beweis vor:

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Frische Kommentare

  • Evelin: Hallo Klaus-Peter, wieder ein sehr nachdenklicher, gefühlvoller Artikel mit tollen...
  • Bert: Es ist doch immer wieder interessant, auf welche Diät-Angebote manche Leute kommen!
  • Tamara: Vorab viele Dank für den unterhaltsamen Beitrag. Märchen im Biomarkt und Männer in der...
  • Wolfgang Pelz: Bei der Lebensmittelgrundver sorgung, wie du sie vorschlägst, liegen die...
  • Evelin: Lieber Klaus-Peter, Dein Bild vom Blumenkohl mit Kartoffeln aus dem Dampfgarer trieb mir...

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