Biofach-Rundgang: Wein, Wurst, Saft, Kakao

Grün im wahrsten Sinne sind die Schweine in Witzenhausen, womit sie bestens auf eine Fachmesse für Bio-Nahrungsmittel passen, dachte man wohl an der Uni Kassel und brachte die Sau gleich mit an den Stand.

Damit ist klar: Ökologischer Landbau ist auch ein Studienfach, wer da meint, der Bio-Bauer brauche nur das richtige Gespür, den „grünen Daumen“, irrt sich.

Die Vielfalt der Aussteller auf der Biofach spiegelt sich auf der Marketingplatform mit Suchfunktion; mit einem Rundgang allein (mehr war nicht drin) ist sie nicht zu erfassen.

Bei Firmen aus „meiner Region“ bin ich gerne mal stehen geblieben.

Drei Lebensmittelbetriebe aus Hessen in Nürnberg

Die Kelterei Heil vertreibt ihren Apfelsaft regional, den Apfelwein überregional. Leider hat sie kein Firmenblog. Der Apfelsaft schmeckt, wie ein Apfelsaft zu sein hat, natürlich, nicht geschönt. Stammt von glücklichen Äpfeln, geschüttelt (nicht gerührt) von freilaufenden Bäumen.

Die Ahle Worscht von der Landfleischerei Neumeier ist wohl gut abgehangen, ich hatte sie mir fester vorgestellt. Sehr guter Geschmack, nicht spektakulär, sondern solide, traditionell. Passt hervorragend zu frischem Roggenbrot.

Beim Weingut Hamm aus Oestrich-Winkel kam es zu keiner morgendlichen Weinprobe, aber zu einem Gespräch über unbeschwerten Genuss, der zwei Glas Wein am Tag beinhalten kann, mediterrane Lebensweise, Diät und die kompliziertere Psyche der Frauen. C’est la vie…

Menschen, die Schweine zum Fressen gern haben

verarbeiten ihre Lieblinge zu Schinken:

Schinken

Mit solchen Exponaten bekamen die Messehallen stellenweise das Flair einer Markthalle.
Bei der Gelegenheit: Was ist das Gegenteil von Nutztier? Wahrscheinlich Schädling, wenn das auch im Fall der Schnecke nicht immer so eindeutig ist. Auch die biologische Schädlingsbekämpfung, mit minimiertem Gifteinsatz, also Prävention und intelligente BeUngezieferbekämpfung, war präsent.

Die Anstrengungen, ein Fachpublikum mittels bunter Ernährungspyramiden und regierungsamtlicher Broschüren über gesunde Ernährung aufzuklären, waren wohl etwas deplaziert.

Kakao, Fair-Trade und fairer Konsum

Auf einem Halbtags-Messebesuch auch noch die Frage des fairen (Kakao-) Handels erschöpfend beantworten zu wollen, wäre wohl eine Überforderung.

Immerhin war zu erfahren, dass auch die „Fair-“ Zertifizierung ordentlich ins Geld geht, Spitzenkakaos schon mal das Doppelte des normalen Preises kosten können (etwas anderes war ja auch nicht zu erwarten – vgl. Wein, Kaffee und Anderes) und manche Kakaoproduzenten ihre Ware direkt an die Verarbeiter (Schokoladen- und Pralinenhersteller) verkaufen, die dafür aber selbst vor Ort nach dem Rechten, sprich der Qualität schauen und gezwungen sind, ihre Produkte in den hohen Preisregionen anzusiedeln, damit nicht die falschen Kunden zugreifen.

Wer den Vor-Ort-Besuch einspart, spart – muss aber Vertrauen haben. Eine Tonne bester Kakaobohnen zum Schnäppchenpreis, ca. 4000 Dollar, z.B. bei UNOCACE, Tel. 00593 9 4160 229. (Angaben ohne Gewähr)

Bei El Ceibo wurde heftig gefeilscht und die Kunden standen Schlange.

Das zeigt: Wenn eine Kooperative sich erst mal bekannt gemacht hat, steht dem weiteren Verkauf guter Qualitäten nichts mehr im Wege – die Nachfrage ist, bei gesicherter Qualität, riesig, wenn auch durch die Preise begrenzt.

Weiterer Bericht zur Biofach 2008: Bloggertreffen

(Ess-) Störungen im Märchen, Versuch zur Diät mit Märchen und zur Märchentherapie

In einer Zeit, die längst vergangen ist, wurden Märchen ausschließlich mündlich weitergegeben, erzählt eben.

Auch heute ist es noch ein großer Unterschied, ob wir ein Märchen hören oder lesen.

Was für das Märchen selbst gilt, dürfte auch für die Interpretation zutreffen; eine vorgelesene Märcheninterpretation könnte eine ganz andere Wirkung haben, als eine "nur" gelesene.

"Wie Else ihren Hans bekam und wieder verlor" – so könnte man den Inhalt in einem knappen Satz zusammenfassen. Das Märchen selbst ist natürlich noch länger, und was zwischen den Zeilen steht, wird jeder auf seine eigene Weise entziffern.

Wer also Lust hat, sich mit einer merkwürdigen Geschichte und ihren Elementen

auseinanderzusetzen,

ist herzlich eingeladen, sich die Interpretation anzuhören.

Wer sich darauf einlassen möchte, muss Zeit und Geduld mitbringen – spannend wird die Geschichte erst allmählich.

Inhalt:

Wenn krank machende Verhältnisse offengelegt werden, ist dies wohl ein erster Beitrag zur gesünderen Lebensweise, mit anderen Worten: Zur Diät.

Die etwas versponnene und – im Rahmen des gestörten Systems ihrer Herkunftsfamilie – überangepasste Else produziert eine Schreckensphantasie, von der sich die übrigen Mitglieder anstecken lassen. Nach der Heirat stellt sich heraus, dass sie hemmungslos verfressen ist,  und sie wird aus dem System ausgeschlossen.

Die_kluge_Else_1.mp3 (ca. 10 min.)
Die_kluge_Else_2.mp3 (ca. 11 min.)
Die_kluge_Else_3.mp3 (ca. 18 min.)
Die_kluge_Else_4.mp3 (ca. 18 min.)

Es geht darum, wie  familiäre Erwartungen und Mitläufertum entstehen, wie auch Herzensangelegenheiten vom "System", das Selbstbestimmung und wirkliche Liebe verhindert,  bestimmt und Probleme zwar beweint, aber nicht gelöst  werden. Wenn das Märchen mehr ist als leere Unterhaltung, ist es ein Appell, so nicht weiter zu machen.

 

(Wesentlich banaler geht es auch im Märchen "Der süße Brei" ums Aufhören; einfach nur "Stopp" oder "Halt" zu sagen, reicht nicht, es kommt schon auf das richtige Wort an.)

 

 

Interpretation: Die kluge Else (zum Lesen)

Sauerkraut-Rezept mit Bild 2.0

Aus irgend einem Grunde musste ich neulich mit Bedauern feststellen, dass es hier bei Fressnet.de fast gar nichts zum Thema „Sauerkraut“ gibt – und das, obwohl Sauerkraut doch zu den kalorienarmen, diät-geeigneten Genüssen gehört, die man leichten Herzens genießen kann…

Die hier vorgestellte Bier-Sauerkrautsuppe ist auch nicht wirklich zur Nachahmung zu empfehlen, war ja auch nur ein Zufallsprodukt.

Einen Sauerkraut-Handkäse-Ananassalat habe ich tatsächlich schon einmal in einem Kochbuch gefunden – ein Fall von zweifelhafter Exotik, aber für jemanden, der zwanghaft abnehmen will, sicherlich eine Möglichkeit – so alle Schaltjahre oder seltener.

Wir könnten uns jetzt mit Nährwert, Vitamingehalt und biologischer Wirkung eventuell vorhandener rechtsdrehender Milchsäure auseinandersetzen oder es bei der Zusammenfassung belassen: Sicherlich eine gesunde Sache, zu der schon längst alles gesagt worden ist.

Worauf es ankommt, ist, dass das Sauerkraut auch auf den Tisch kommt.

Was machen wir, nachdem das Sauerkraut aus der Tüte befreit ist?
Gibt es vielleicht sogar noch jemanden, der die Kunst des selbst-Machens von Sauerkraut beherrscht?

Sauerkraut in der Tüte

Auch unter dem Aspekt, dass „ganz normale Rezepte“ Mangelware sind, sollten ein paar Rezepte mit Sauerkraut hier im Web verfügbar sein.

Und da es ja heißt, die Struktur des Internet würde sich dahingehend verändern, dass mehr und mehr die Beiträge auch von den LeserInnen kommen, überlasse ich Euch den Rest:

Erzählt doch mal, wie Ihr Sauerkraut in der Küche verwendet – als Kommentar oder Trackback.

Danke.

Vom Ikea-Du zum Blogger-Du

Dass wir alle eine große Familie sind, deren Interessen von einem weltweit agierenden Möbel- und Haushaltskramkonzern vertreten werden, möchte Ikea uns weismachen und sagt einfach "Du" zu uns.

Aber so sind die Schweden, und in schwedischen Krimis können wir es nachlesen – Das "Sie" ist vielleicht dem König vorbehalten.

Prima Vorbild für Blogger: Die sagen auch einfach "sag doch  "Duzumir"", und kennen kein "Sie" mehr.

Nicht anders bei "Fressnet", es heißt schließlich nicht "FressenSieNicht" (und auch nicht "Fressnetz").

Ob sich die Einführung einer kostenlosen Family-Card bei Fressnt.de lohnt? Großzügige Entscheidung: Die ersten drei KommentatorInnen, die es wünschen, bekommen die Fressnet-Family-Card zugeschickt. Wozu die gebraucht wird, können wir dann immer noch klären 😉

Moderne Mythen: Granderwasser, Pflaster, Narzissmus,Wundermittel, Hoodia

Bericht

Ist die Bezeichnung „Wellness-Schinken“ für den Herrn Hund vielleicht doch ein wenig übertrieben?

Hilreiches Pflästerchen

Also, mir hat‘ geholfen, das Pflästerlein, und von meinen Lästerleins, der Zuckerlust und dem Drang, Alkohol zu trinken, hab‘ ich auch nichts gespürt, ehrlich, Viele Grüße, Deine Karla!

Na ja, etwas eleganter war er schon, aber der Kommentar hatte  die gleiche Tendenz, ward zur Kenntnis genommen und mit einem „Schade um die Mühe“ gelöscht.

Narzisstische Bestätigung für Webworker

… wenn die Suchmaschine einen Artikel unter den ersten zehn Ergebnissen listet z.B. und gerade einen über Narzissmus 😉

Wundermittel zum Abnehmen

der sinnlosen Art werden im Diätlexikon besprochen, bzw. über sie wird abgelästert. Demnächst auch über die Fressnet-Wundertropfen? Oder ist das schon genug gelästert?

Hoodia

eine sukkulente Pflanze, die gegen den Hunger wirkt, keine Droge, aber ein Inhaltsstoff gaukelt dem Gehirn vor, man sei satt.
Wir schon seit Jahren im Internet vermarktet, abwer in Produkten zweifelhafter Qualität. Ökologisch bedenklich, immer noch nicht ausreichend erforscht. Warum Pfizer die Verwertung wohl wieder abgegeben hat?
Zunächst kein eigener Artikel, aber Verweis auf Wikipedia.

Noch keine Konzepte für Adipositas-Selbsthilfe

Wenn die Fraunhofer-Gesellschaft einen PDA entwickelt, der Daten sammelt und Abnehmwillige mit Informationen versorgt, dürfte das ähnlich zu bewerten sein wie das Mandometer. Dieser „Adipositas-Begleiter“ ist so lange treu, wie seine Akkus halten, aber keine Sekunde lang menschlich.

Aber dieses technische Gerät wird unter der Überschrift „Hilfe zur Selbsthilfe“ beschrieben.

Punktuelle Artikel zur Selbsthilfeproblematik:

Wenn auch ein Drittel der Bevölkerung adipös sein mag – auf einer Versammlung hessischer Selbsthilfegruppen erschien ein einziger Vertreter einer Selbsthilfegrupe bei Adipositas.

„Schreiben als Therapie“ (z.B. bloggen) ist keine Lösung für die breite Masse.

Selbsthilfegruppen müssten sich als Arbeitsgruppe verstehen – aber es gibt praktisch keine, und somit auch keine Kommunikation von Gruppen untereinander.

Abnehmkurse oder Selbstbehauptungstrainings sind kein Ersatz, und auch die Weight-watchers verfolgen kein kompatibles Konzept.

Individuelle Beratung und Selbsthilfegruppe wird als suspekt beargwöhnt.

Der Bezug auf die klassische Diät und die Ausgewogenheit von Arbeit und Ruhe, Wachen und Schlafen,  Gemüt usw. ist nur schwer zu vermitteln.

Arges Übergewicht ist regelmäßig mit Schuld- und Schamgefühlen verbunden. Gäbe es Selbsthilfegruppen, wäre die Teilnahme schon eine Art Outing, bedingt ein Eingeständnis einer gewissen Hilflosigkeit, evtl. einer Sucht, wie bei AA oder Overeaters A.

Gäbe es Selbsthilfegrupen für Übergewichtige, könnte die Teilnahme aber auch relativ selbstverständlich sein.

Nur – bis Selbsthilfegrupen für Übergewichtige selbstverständlich sind, ist die Anstrengung, eine zu gründen und zu betreiben, unverhältnismäßig außerordentlich groß.

Appetithemmer auf chemischer Basis

Die Anmerkungen der Hamburger Verbraucherzentrale zu den geläufigen Appetithemmern haben wir hier wieder aufgegriffen und z.T. ergänzt:

Reductil

Der Wirkstoff Sibutramin beeinflusst den Stoffwechsel von Serotonin und Noradrenalin im Gehirn und wirkt sich so auf die Appetit- und Sättigungsregulation aus. Der Stoffwechsel im Körper wird angekurbelt, so dass mehr Energie verbraucht wird. Reductil ist ein verschreibungspflichtiges Medikament.

Bewertung: Nicht empfehlenswert

  • Das Essverhalten wird allein durch die Einnahme nicht verändert; nach dem Absetzen droht der frustrierende Jo-Jo Effekt.
  • Das Nutzen-Risiko-Verhältnis gilt als ungünstig.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Anstieg des Blutdrucks und der Herzfrequenz.
  • Das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko ist erhöht.
  • Außerdem können Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Verstopfung auftreten.

LiDa Präparate

Gesundheitsgefahr bei Einnahme. Laut Deklaration ein rein pflanzliches Nahrungsergänzungsmittel, bei dem aber der Wirkstoff Sibutramin nachgewiesen wurde.

Xenical Anti-Fett-Pille

Der Wirkstoff Orlistat hemmt die Fettverdauung im Darm und sorgt so dafür, dass rund 1/3 des Nahrungsfettes nicht aufgenommen sondern unverdaut wieder ausgeschieden wird. Xenical ist ein verschreibungspflichtiges Medikament.

Bewertung: Eingeschränkt empfehlenswert

  • Xenical wird auch vom Hersteller nur zur Gewichtsabnahme bei Personen mit einem BMI von über 30 bzw. einem BMI von 27 und weiterer Risikofaktoren (Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen etc.) empfohlen.
  • Eine erfolgreiche Gewichtsabnahme ist nur möglich, wenn gleichzeitig eine fettreduzierte Ernährung eingehalten wird, ansonsten kommt es zu massiven Durchfällen.
  • Das Essverhalten wird durch die Einnahme allein nicht verändert; nach dem Absetzen droht der frustrierende Jo-Jo Effekt.

Mögliche Nebenwirkungen: Durchfälle, fettlösliche Nährstoffe wie z.B. Vitamin E und ß-Carotin werden vom Körper schlechter aufgenommen.

Boxogetten S Vencipon Dragees
Recatol mono Retardkapseln

Der Wirkstoff Phenylpropanolamin ist als Appetitzügler bekannt. Boxogetten S ist rezeptpflichtig.

Bewertung: Nicht empfehlenswert

  • Das Essverhalten wird allein durch die Einnahme nicht verändert; nach dem Absetzen droht der frustrierende Jo-Jo Effekt.
  • Das Nutzen-Risiko-Verhältnis gilt als ungünstig.
  • Ähnliche Appetitzügler wurden bereits verboten

Antiadipositum X 112 T

Der Wirkstoff Cathin (andere Bezeichnung: Norpseudoephedrin) hemmt das Hungergefühl, senkt das Schlafbedürfnis und wirkt aufputschend und stimulierend. Antiadipositum X 112 T ist rezeptpflichtig.

Bewertung: Nicht empfehlenswert

  • Das Essverhalten wird allein durch die Einnahme nicht verändert; nach dem Absetzen droht der frustrierende Jo-Jo Effekt.
  • Das Nutzen-Risiko-Verhältnis gilt als ungünstig.
  • Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr wird beeinträchtigt.
  • Eine längerfristige Anwendung führt zur Abhängigkeit; nach plötzlichem Absetzen kann es zu Entzugserscheinungen kommen

Mögliche Nebenwirkungen: Wahrnehmungs- und Stimmungsbeeinträchtigungen, Verwirrtheitszustände, erhöhte Neigung zu Krampfanfällen, Herzrhythmusstörungen, Herzrasen, Bluthochdruck

Acomplia

enthält den seit September 2006 zugelassenen Wirkstoff Rimonabant, Er blockiert einen Rezeptor im Gehirn, der Appetit auslöst.

Bewertung: Nicht empfehlenswert

  • Das Essverhalten wird allein durch die Einnahme nicht verändert; nach dem Absetzen konnten die Teilnehmer in den bislang veröffentlichten Studien ihr Gewicht nicht halten. Der JoJo-Effekt droht.
  • Toxische Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet.
  • Bei manchen Personen traten leichte Übelkeit und Schwindel auf.
  • Endgültige Bewertung laut Expertenmeinung wegen zu kurzer Erfahrungszeiten nicht möglich.

Auf der Seite „medknowledge.de“ finden wir unter dem Titel „Rimonabant (Acomplia®): Cannabis-Antagonist bei Übergewicht (Adipositas) und Rauchen“ die folgenden Informationen:

Die mittlere Gewichtsreduktion nach einem Jahr betrug für Rimonabant 20 mg 6,3 kg gegenüber 1,6 kg für die Placebogruppe, die alleine mit Diät und Bewegung erzielt wurde. …

Patienten in der 20mg-Rimonabant-Gruppe, die während des zweiten Jahres in die Placebogruppe re-randomisiert wurden, haben erneut zugenommen. Patienten, die weiterhin Rimonabant 20mg einnahmen, konnten ihr Gewicht halten. …

Nebenwirkungen

Sehr häufig: Infektion der oberen Atemwege, Übelkeit,
Häufig: Diarrhoen, Erbrechen, psychische Symptome (Stimmungsänderungen, mit depressiven Symptomen,
Angst, Reizbarkeit, Schlafstörungen), Schwindel, Stürze mit Kontusion, Gedächtnisstörungen, Sensibilitätsstörungen, Hitzewallungen, Juckreiz, Muskelkrämpfe, Sehnenscheidenentzündung, Müdigkeit.

Kommentar:

Die Hemmung körpereigener Cannabinoide erfolgt hier, ohne dass deren Wirkung überhaupt verstanden wurde. Die auftretenden Nebenwirkungen deuten darauf hin, dass auch diese Stoffe für das normale Funktionieren gebraucht werden.

Interessant schließlich die Befunde in der Placebo-Gruppe: Hier haben sich Verbesserungen ergeben, die z.B. über einen 10-Jahres-Zeitraum sich zu einem durchaus beachtlichen Ergebnis summieren – man muss nur früh genug anfangen, nämlich, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Weitere Studien, die Möglichkeiten untersuchen, der „nur-Diät“-Gruppe zu größeren Erfolgen zu verhelfen, wären die logische Konsequenz.

Die Preisfrage ist wie folgt zu beantworten:

Medikament:
ACOMPLIA Filmtabletten

Menge: 56St.
Hersteller: Sanofi-Aventis Dt. GmbH
Rezeptpflicht: Keine Angabe
günstigster Preis: 166.58 €
max. Preis: 191.53 €

Der Hinweis auf den Wikipedia-Artikel zum Wirkstoff ist dem „Berliner Abnehmblog“ zu verdanken.

Mayo-Diät, Halbwissen, Eier und Cholesterin

Immer noch werden Halbwahrheiten über die „Mayo-Diät“ verbreitet; im ungünstigen Fall wird ein zwei-Wochen-Mayo-Diätplan verbreitet, um die Frage nach einer Diät-Vorschrift zu beantworten, im etwas günstigeren Fall wird generell von Diäten abgeraten und vor der „Mayo-Diät“ gewarnt, wegen der vielen Eier und wegen dem Cholesterin.

Das Kapitel

Eier und Cholesterin

hat mir auch schon Sorgen gemacht, von der Hausärztin gewarnt, habe ich auf manches Frühstücksei verzichtet und dafür kritische Blicke geerntet.
Vor vielleicht drei Jahren habe ich zum ersten Mal in einer Zeitschrift gelesen, dass das Cholesterin im Eidotter wegen des Lecithins nicht aufgenommen wird. Entwarnung vom Arzt gab es allerdings keine…

Das Märchen von den schädlichen Eiern wird munter weitererzählt; in dieser Hinsicht verhalten wir uns noch wie die Vor-Steinzeitmenschen: Einer plappert nach, was der Andere erzählt hat, und niemand fragt den Medizinmann, was die Wissenschaft dazu sagt 😉 .

Mit einer Studie samt Quellenangabe zu

Eier Cholesterin Lecithin

kann ich nun nicht dienen, aber mit diesen Stichworten habe ich den folgenden Text gefunden:

… Die Cholesterin-Angst ist unbegründet. Das haben Wissenschaftler schon vor 2 Jahren nachgewiesen. Inzwischen haben Studien ergeben: Das Ei bremst sogar das eigene Cholesterin. Und man weiß auch, wie das funktioniert.

Eier sind harmloser als man denkt
Jahrzehntelang sah man im Ei den Hauptschuldigen für zu hohe und ansteigende Cholesterinwerte im Blut. Dann hat man erkannt: Im Körper eines gesunden Menschen steigen nach regelmäßigem Eier-Konsum die Cholesterinwerte kaum an und werden vom Organismus sofort reguliert. …
Bei den meisten Menschen kommt es nach häufigem Eier-Konsum deswegen zu keinem nennenswerten Anstieg des Cholesterins im Blut, weil das Eigelb reich an dem Fettstoff Lecithin ist. Und dieses Lecithin senkt die Aufnahme des Ei-Cholesterins im Darm. Zuständig dafür ist die Lecithin-Substanz Phosphodyl-Cholin. Sie bremst oder verhindert jenen Mechanismus, der in der Darmwand für die Aufnahme des Cholesterins verantwortlich ist. Die Folge: Das nicht aufgenommene Cholesterin wird über den Darm wieder ausgeschieden und kann im Organismus keinen Schaden anrichten.

Bei 80 bis 85 Prozent der Bevölkerung funktioniere dieser Mechanismus, aber Patienten mit einem extrem gefährlich hohen Cholesterinspiegel sollten wegen der Eier noch einmal mit dem Arzt sprechen.
Wie auch immer: Nichts genaues weiß man nicht so richtig, jedenfalls, was die verbleibenden 10-15 Prozent der Eier-Esser betrifft. Die müssten dann vielleicht zunächst einmal ihren Cholesterinspiegel ohne Eierverzehr ermitteln lassen, und dann, unter ärztlicher Aufsicht, während dem Eierverzehr und danach.

Die Fastenzeit ist schneller vorüber, als uns lieb ist, und Ostern steht vor der Tür: Also rechtzeitig die Cholesterinwerte checken lassen!

Wie Zora die Fastenzeit begeht

Dass in der Fastenzeit tatsächlich gefastet wird, davon ist wenig zu spüren. Das Thema "Fasten und Abnehmen" jedenfalls wird nicht verstärkt aufgerufen.

Die neue Brigitte-Diät mit Zora Zora begreift die christliche Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag als eine Gelegenheit, in sich zu gehen und bewusst auf liebgewonnene Gewohnheiten zu verzichten.
Nicht nur bei Alkohol, Nikotin oder Fernsehen beschränkt sie sich, auch ihr Essverhalten überdenkt sie nochmals. Zora weiß durchaus, was eine gesundheitsfördernde Ernährung ausmacht, und eigentlich ist sie ja bereits fertig mit ihrer Ernährungsumstellung

Leicht ist es nicht, ungünstige Gewohnheiten, wie die fünfte Zwischenmahlzeit um Mitternacht, abzulegen.
Zora teilt ihren guten aber sehr großen Vorsatz in kleine Schritte. Ihr Seelsorger hatte gemeint:  

"Die Fastenzeit bietet sich zum Beispiel dafür an, für einige Wochen Süßigkeiten und süße Getränke zu meiden"

Zora, die eher liebliche Weine mag, trinkt in der Fastenzeit einen dunklen, herben Rotwein.

Sie will bis Ostern durchhalten und so sich eine gute Grundlage für weitere Veränderungen schaffen. Industriell hergestellte Süßigkeiten mit ihrem  sehr hohe Süß-Niveau lassen sie kalt, in der Hinsicht ist ihr Geschmackserlebnis sehr gut.

Eine Phase ohne Zucker ist manchmal wie eine Fastenzeit, und das Geschmacksempfinden reagiert danach wieder viel sensibler auf Süßes. Zora findet schon jetzt fast alle Fruchtyoghurts einfach zu süß. 

Idstein, Nordic Walking (2) und öffentliche Möbel

Nachträglich einige Bilder vom letzten Samstag:

Blick über Idstein

Das ist der Ausblick aus der Perspektive des alten Krankenhauses, sozusagen auf dem Weg zum Walking.

Recht beliebt: Der Weg Schützenhausstraße Richtung Grillhütte, "und dann immer weiter".

Nordic-Walking-Strecke Idstein

Wobei es in den Wald geht und der Weg zum Rundweg wird…

Weg mit Spuren

Der Weg ist angenehm weich und schont auf diese Art die Gelenke.

Man muss hier kein Indianer sein, um Spuren lesen zu können.

 

 

 

Nach dem Laufen bietet Idstein auch für Gruppen die Möglichkeit, in entspannter Runde zusammen zu sitzen.

Idsteiner Sitzmöbel

Wahrscheinlich wollte die Stadtverwaltung den Einwohnern und Besuchern der Stadt das Erlebnis einer besonders kultivierten Gruppendynamik zukommen lassen.

Das öffentliche Sitzmöbel stellt ja immerhin ein Angebot dar, sich auf eine bestimmte Art und Weise zusammenzusetzen. Ob das besonders einladend ist, entscheidet jeder selbst. Ich habe jedenfalls noch nie gesehen, dass auf dieser Bank(?) jemand gesessen hätte.

Und hier noch mal das Idsteiner öffentliche Sitzmöbel in voller Pracht nebst Strassenbezeichnung:

Öffentlicher Rastplatz?

Weitere Artikel zum Thema:

Nordic-Walking in Wiesbaden (1)
Nordic Walkin Idstein (1)
Laufprogramm für Einsteiger
Vorurteile gegen Nordic Walking
Laufen, Radfahren, Nordic-Walking: Grundlegende Informationen
Der Nordic-Walking-Stock als Einbeinstativ

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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