Zuckersteuer-Fake-News oder Politische Denkhemmungen
Geschrieben am 8. März 2026 von KPBaumgardt
KI-generierter Datenmüll – automatisiert veröffentlichte Inhalte – machen in den „social media“ einen zunehmenden Anteil des Gezeigten aus; der „Content“ wird automatisch so als Sensation optimiert, dass wir ihn beachten, und aus unseren „Klicks“ werden Werbeeinnahmen – und so weiter. Sogar „Wissenschaftsvideos“, bei denen gefakte Professoren künstliche Vorträge halten, bekommen wir vorgesetzt.
Auch die seriösen Quellen scheinen auf einem Auge blind zu sein:
Pauschal gesagt: Diäten sind ein Krampf, sind schlecht, sind Murks und taugen nichts!
Die „Porträtaufnahme eines lächelnden Mannes in einem weißen Arztkittel“ transportiert die „Information“
Wer das Gefühl hat, er ist ein Versager, der hat sich nur bewiesen, dass Diäten schlecht sind.
Wenn das Abnehmen nicht so verläuft, wie man es sich vorstellt, kann das mit einer fehlerhaften Kalorien-Anwendung zusammenhängen – man muss also herausfinden, wo der (Denk?-) Fehler liegt und die Diät-Sünden korrigieren – wir könnten auch mit einer Vielzahl an Fehlern konfrontiert sein, so dass eine Vielzahl an Korrekturen nötig wird. Das Scheitern einer Diät bedeutet nur, dass eine Diät gescheitert ist – daraus ein generelles Urteil: „Versager“ abzuleiten, klingt nicht nach Logik, sondern nach heftigem Vorurteilsbefall.
Kartoffelsalat, Würstchen, Sauerkraut
So ein klassisches Rezept, das ganz tief in der Hirnrinde eingeritzt ist, muss offenbar auch mal sein.
Dass nicht jede Diät, die auf den Markt geworfen wird, tauglich füt das gewünschte Ziel ist, zeigt sich beispielsweise bei der „Mayo-Diät„, doch man kann hier die weitere Entwicköung verfolgen und muss sagen: Diese Mayo-Diät hat sich gemausert!
Möglich
ist auch, dass das Über-Essen nichts mit einem richtigen Denkfehler zu
tun hat, weil schlicht gedankenlos gefuttert und geschlungen wird,
schlafwandlerisch-automatisch sozusagen.
Die Umwelt stellt eher die
verzehr-fördernde Seite der Medaille bereit und separiert in der „Welt
des Sports“ die athletisache Kehrseite.
Ein Altstadtmotiv als Erinnerung an die „Idsteiner Fastenspaziergänge“ – ein Spaziergang ist zwar keine Diät, kann aber zur mentalen und körperlichen Ausgeglichenheit beitragen, zur Balance des „Gemüts“ wie auch körperlicher Zustände wie Wachen und Schlafen, Arbeit und Pause etc..
Die Zuckersteuer ist aber teuer
Nicht-Abnehmen beweist wenig über den Charakter der Abnehm-Resistenten, vielleicht viel über die „gängigen Diäten“. Man könnte sich (im Bereich der aktuellen Politik beispielsweise) problemlos einen „dünnen“ Artikel über die „überschätzte Zuckersteuer“ zusammenstellen lassen, notfalls mit dem Zusatz
„Zucker macht dick und krank – da muss doch eine Steuer helfen? Die CDU hat auf ihrem Parteitag einen entsprechenden Vorstoß abgelehnt.“.
Warum bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Süßwaren nicht geächtet werden, welche Billig-Erklärungen aufscheinen – Zuckerkonsum könnte man noch als unverzichtbares Menschenrecht behandeln und der Staat habe nichts am „Küchentisch“ zu suchen, lassen wir offen; es muss ja auch niemand wissen, wer ohne Zuckersteuer mehr und größere „ganz süße Gewinne“ einfährt.
Käsekuchen ohne Reue, ohne Boden, aber aus dem Glas
Bekanntlich gibt es kein alleingültiges Käsekuchen-Rezept; allgemein kann eine Kombination aus Quark, Frischkäse, Joghurt und Creme Fraiche verwendet werden, aber auch Pflanzenmilch ist käsekuchentechnisch probater Rohstoff für den „Käsekuchen extra zart und luftig“, für den noch weitere Lobeshymnen nit Eigenschaften wie „Frisch und fruchtig“ verfügbar sind.

Auch Marc-Uwe Kling, der „Vater des Känggurus“, hat sich Gedanken zum Thema gemacht; „Braucht Politik mehr Fantasie?“ Soll er doch einmal das Känguru nach dem Sinn eines zuckerarmen Käsekuchens fragen!
Das Käsekuchen-Rezept, das eigentliche Geheimnis, ist bisher noch nicht verraten, denn es zählt gewissermaßen zum Fressnet-Kapital, und könnte allenfalls an Mitstreiter, die selbst etwas einbringen, weitergegeben werden.
Die politische Phantasie zu Ernährungs-Themen ist
Neuerungen gegenüber nicht so aufgeschlossen; ein Link zu
alternativ-nachhaltigen Speisen sei hier trotzdem empfohlen:
https://fullofplants.com/black-bean-tempeh-soy-free/
Antriebsschwäche und Lethargie
Klagen über „Lethargie“ bei ausbleibenden Abnehmergebnissen sind gelegentlich zu vernehmen und werden auch vielfach unterdrückt – denn man will ja nicht als wehleidig erscheinen.
Gegen diese „Lethargie“ ist wohl auch noch kein Kraut gewachsen. Vielleicht verschwindet sie, wenn sie merkt, dass sie überflüssig ist, vielleicht ist sie Anzeichen einer wie-weit-auch-immer fortgeschrittenen Depression. Was hier helfen kann, vom Fasten-Spaziergang bis hin zum Anti-Adipositas-Seminar, muss noch ausgearbeitet werden. Besinnen wir uns also, in einer ruhigen, stressfreien Stimmung darauf, dass, wo nicht die OP oder Spritze als Allheilmittel verstanden werden, mentale Prozesse als mitverantwortlich gelten – hier kommen individuelle Momente zum Tragen, wobei im Kern die Gemeinsamkeiten der Adipösen doch nicht zu leugnen sind.

Ein eher seltenes Motiv: “ Meditation am Straßenrand“. Foto (c) Heike G.
Es hat auch schon den Vorschlag gegeben, eine Zuckersteuer zu erheben, und mit diesen Einnahmen doch noch eine allgemeine „Schulspeisung“, und zwar kostenlos, einzuführen. Schwierig wird das Verfahren, in dem die Rezepte ausgewählt werden, das „Problem“ der im-Haus-Herstellung, die Frage, ob die LehrerInnen in der Mensa bei den SchüplerInnen sitzen sollen oder dürfen, die Pflege des Schulgartens in Ferienzeiten ;-).
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