Älter, Vollschlank und nie wieder Jo-Jo!
Geschrieben am 4. Juni 2026 von KPBaumgardt
Wen interessiert eigentlich noch das Schicksal der „fettleibigen Senior(-Innen)“ ?
Muss man sich um die alten Damen und Herren Sorgen machen, wenn sie allzu wenig Engagement erkennen lassen?
Wenn die in Würde ergraute „Weisheits-Elite“ ohne Gegenwehr zulässt, dass die globale Gesellschaft sich auf einen Kurs begeben hat, der auf Selbst- und Naturzerstörung hinausläuft?
Hinsichtlich der Adipositas-Therapie bleibt die Diskussion in Bezug auf „die Abnehmspritze“ merkwürdig stumm, wo es wichtig erscheint, sich auf die eigentlichen Alternativen zu konzentrieren.
Thymian auf Ammonit
Das eine (der Thymian) ist ein Hausmittel, das andere die Versteinerung einer ausgestorbenen Kopffüssler-Art; das Hausmittel kann man zu Hause hegen, pflegen und nutzen, z. B. zur allgemeinen Stärkung:
Thymian als Stärkungsmittel
„In Weißwein eingelegt lässt sich Thymian als Stärkungsmittel nutzen: Es kann aufmunternd wirken und den Organismus stärken. Nach Schlaganfällen kann Thymian die Blutzirkulation unterstützen.“
Nicht alles, was alt ist, ist gleich veraltet, und so etwas unter die Lupe zu nehmen, kann interessant sein.
Die Idee von der ständigen, unaufhörlichen Jugendlichkeit als Resultat gesunder Ernährung verblasst übrigens, wo es um die wachsende Zielgruppe der Älteren geht – auch die sollte eigentlich mitkommen auf dem Pfad des Alterns in Gesundheit und Würde.
Spargel-Broccoli-Cremesuppe mit Croutons
Eine leichte Suppe mit saisonalem Gemüse, vielen Kräutern und einer traditionellen Sättigungsbeilage ist wohl immer zu empfehlen.
Es könnte sein, dass die Kombination von Broccoli und Spargel zu einer Mahlzeit optimale Wirkungen hinsichtlich der (Langzeit-) Sättigung bewirkt – in einem Club der intuitiven EsserInnen wäre entsprechende Wissen quasi unmittelbar verfügbar, und natürlich stehen andere Methoden der Forschung und Erkenntnis nach wie vor zur Verfügung.
Die Hunger-dämpfende Wirkung von Küchenkräutern wird derweil von künstlicher wie natürlicher Intelligenz anerkannt (Übersicht mit KI):
Gewürzkräuter dämpfen das Hunger- und Heißhungergefühl durch Bitterstoffe, ätherische Öle und Scharfstoffe. Sie regulieren den Blutzuckerspiegel, aktivieren den Stoffwechsel und triggern das Sättigungszentrum. Die effektivsten Kräuter und deren Wirkungsweisen im Überblick: 1. Dämpfung von Heißhunger Pfefferminze: Die intensiven ätherischen Öle signalisieren dem Gehirn Frische und Sättigung. Das Kauen auf frischen Blättern oder das Riechen daran kann den Drang nach Süßem stoppen. Rosmarin: Das Kraut enthält Carnosolsäure, die helfen kann, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und so Heißhungerattacken vorzubeugen. [1, 2, 3, 4, 5] 2. Appetitzügelung durch Bitterstoffe Beifuß, Löwenzahn und Oregano: Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an und dämpfen auf natürliche Weise den Appetit auf fettige oder süße Lebensmittel. Basilikum: Frische Blätter kurbeln nicht nur den Stoffwechsel an, sondern können auch den Blutzuckerspiegel positiv beeinflussen. [1, 2, 3, 4, 5] 3. Stoffwechsel & Thermogenese Ingwer und Chili (Cayennepfeffer): Die Scharfstoffe Capsaicin (Chili) und Gingerol (Ingwer) erzeugen im Körper Wärme (Thermogenese). Dies kurbelt den Energieumsatz an und kann das Sättigungsgefühl beschleunigen. Zimt: Das Gewürz ist dafür bekannt, die Insulinresistenz zu verbessern und den Blutzuckerspiegel konstant zu halten, wodurch weniger Hunger entsteht. [1, 2] Ausführliche Informationen zur Unterstützung beim Abnehmen durch Pflanzenkraft finden Sie beispielsweise in den Ratgebern von BR Fernsehen oder Eat Smarter.

Lebensmittelindustrie mit neuartigen Absatzproblemen
Erstmalig sieht die mächtige Lebensmittelindustrie eine echte Bedrohung auf sich zukommen. Die bisherigen Strategien, die auf immer stärkere Reize für Heißhunger ausgerichtet waren, greifen bei immer mehr Menschen nicht mehr, denn GLP-1-RA bewirken, dass Hunger nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.
Die direkte Wirkung der „Abnehmspritze“ ist wohl nur die eine Seite der Medaille: Weitere Forschung und Erfassung der Erfahrungen mit vielfältiger Zubereitung und Kombination unterschiedlichster Lebensmittel könnten helfen, zu einem moderateren Lebensmittel-Konsum zurückzufinden.
Die Diskussion des Übergewichtsproblems hatte in „grauen Vorzeiten“ auch schon das Gebiet der (industriellen) Geschmacks- und Appetitverstärker gestreift.
Mit wenig Sesam-Mandel-Tofu zu Kichererbsen und Schalotten beispielsweise kann man aber auch „sanft satt werden“.
In der Sphäre der „Diätindustrie“ geht es weiterhin nicht nur ums Abnehmen, sondern auch um Versprechungen von Körper-Veränderungen, vor allem um Umsatz und Geschäft. Das vielfältige Angebot kommerzieller „Vorher-Nachher-Fotos“ erschlägt die BetrachterInnen
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Überwiegend wird es sich hier um Wunschbilder handeln, bei denen die meisten mit einer aufhübschenden Software behandelt worden sind.
Es geht um die Macht der Identifikation, anders gesagt: Der Wille, zu sein wie der Andere, ist mächtig, kann aber auch frustrierend sein. Wer es hier schafft, den Unterschied von „Bedürfnis“ und „Willen“ offenzulegen, kommt einen weiteren Schritt voran im Übergewichts-Mensch-Ärger‘ Dich Nicht“.
Das Sättigungsgefühl entsteht auf mehreren Ebenen, kann also mehrere Gründe haben. Nicht immer braucht es die Verstärkung durch Wirkstoffe von außen, wenn auch die Zusammenstellung der Mahlzeiten entscheidend sein kann. Wir könnten hier eine kleine, gemeine Visualisierungsübung zum Thema „Schwein“ – auf je eigene Gefahl – einfügen.
Es ist jedenfalls wichtig, die Dinge, die Verhältnisse zu ändern und solche Veränderungen zu besprechen.
Vielleicht sogar bei einem „Fastenspaziergang„; hier eröffnen sich ja auch vielfältige Möglichkeiten und Ergänzungen.
Passanten und Eisgenießer können sich in den Scheiben des ehemaligen Haushaltswarengeschäfts spiegeln. Spiegelung und Resonanz sind uralte Bedürfnisse, die beim Brunnen ursprünglich auch mit der einen oder anderen Art von Durst verquickt sind.
Wer sich ständig mit Essen, Kalorien, Sättigung und Hungergefühlen beschäftigt, nimmt das Rauschen des „Food-Nois“ kaum noch wahr – das wird ausgeblendet wie andere Hintergrundgeräusche auch. Doch uns umgebender Lärm macht definitiv auch krank. Dass wir von Informationen und Desinformationen gerade bei heiklen Themen überflutet werden, führt demgegenüber zu Abwehrverhalten und „Lösungen in altbewährter Weise“. Stress und das Gefühl, nicht diszipliniert genug zu sein, können das Resultat sein.
„Stress als Auslöser“ gibt es hier aber auch…
Politisch/gesellschaftlich steht uns noch ganz viel Stress bevor, wenn sich herausstellt, dass die Pflege-Leistungen schier unbezahlbar werden, weil wir bei der Übergewichtsprävention schlicht zu nachlässig waren und sind. „Verbote sind verboten“ war schließlich das Motto zu den Anfängen der Ernährungspsychologie – das war zwar nicht wissenschaftlich haltbar, aber pseudopopulär.
Wenn wir nicht aufpassen, belassen wir die Bemühungen bei einem müden „Spritz‘ Dich Schlank“!
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