Narzissmus, Alternativ-Steuer, Abnehm-Mythen
Geschrieben am 10. Mai 2026 von KPBaumgardt
Was „Idsteiner Fasten-Spaziergänge“ betrifft, könnten wir auch die Frage nach „Adipositas und Narzissmus“ stellen, und zunächst kann man „Aspekte des Narzissmus“, der übertriebenen Selbstliebe sammeln, ‚anreißen‘, mehr oder weniger bearbeiten, beeinflussen, verstehen und ändern. Das geht einher mit der Veränderung des Selbstverständnisses, des „egoistischen Dialogs“.
Parallel werden im Ernährungsbereich Mythen großzügig gestreut:
- Myth 1: Carbs make you gain weight
- Myth 2: All ultra-processed foods are bad for you
- Myth 3: Seed oils cause a rise in chronic disease
- Myth 4: Fresh fruit & veg is better than frozen
- Myth 5: Coconut oil is a healthy choice
- Myth 6: ‘Low fat or fat free’ foods are always healthier
- Myth 7: You should avoid eating eggs because they’re high in cholesterol
- Myth 8: Intermittent fasting is the best way to lose weight
- Myth 9: You need to eat meat to get enough protein
- Myth 10: You should avoid gluten
Die „Mythologie der gesunden Ernährung“ soll studieren, wer da mag – ich habe, unter uns, genug davon. Halbwahrheiten und Wunschgeschichten, Märchen werden uns rund ums Abnehmen aufgetischt und bestimmen die Unterhaltung. Ernährungsmythen erzeugen wiederum Mythen.
Selbst Sozialwissenschaftler tischen uns Märchen auf, wollen uns nicht nur ein Leben in Leid, Saus und Brausa, ein Leben im Zeitalter des weiblichen (!) Narzissmus bescheinigen – das ist allerdings ein an spezifische Interessen angepasster Mythos, der zu Verwirrungen führt.
Für Adipositas darf behauptet werden, dass es sich um eine Krankheit handelt, die von der Psyche mitbeeinflusst wird, doch fehlen die rechten Interventionen, es fehlt ja auch die umfassende Ausbildung der „Behandler*Innen“. Die Pharma-Industrie füllt hierbei eine Lücke, bis auf Weiteres.
Angst, Depression: Warum nehmen psychische Erkrankungen zu? | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur
Warum und wozu haben wir eigentlich so viel Stress? Wie kaputt, krank und entrgleist es mit „dem Dialog“ zugeht, verdeutlicht der Mythos von Narziss und Echo. Oder auch zum Nachlesen, in einer anderen Fassung.
Dass die „Zuckersteuer“ hierzulande (und heutzutage) sich als eine tragende Säule der Gesundheitsreform herauskristallisiert, wird mehrheitlich gebilligt werden, als kleiner Sieg der Vernunft und Unterstützung der „Eigenverantwortung“ in Ernährungsangelegenheiten.
Warum es hier und beim Tabak überhaupt Zeiten ohne Werbeverbot gegeben hat – das zu erklären fällt nicht leicht.
Wer weiß schon, wie riskant Zucker für wen ist und inwiefern mit der gleichen Konsequenz nun auch eine Verringerung des Fleischverzehrs oder ein allgemeines Tempolimit angegangen werden sollte?
Es wird schon wahr sein, dass Ernährung ein hoch politisches Kapitel ist, das sogar das Überleben der Menschheit zum Thema haben kann, emotional hoch besetzt und nicht gänzlich von Vernunft, sondern ebenso von Gefühlen und Emotionen geprägt ist.
Das Buch „Petterson und Findus backen Pfannkuchentorte“ sei hier anlässlich des 80. Geburtstags von Sven Nordqvist empfohlen. Eine richtige Geschichte braucht diverse Akteure, „Der Mythos von der Geburtstagstorte“ wäre alleine ein völlig falscher Titel.
Von der gezeichneten Geburtstagstorte zum fotographierten vegetarischen Bratling ist es nur ein kleiner Schritt –
- Zwiebel, gewürfelt und vorab angebraten
- 110 Gramm Semmelbrösel/Weckmehl
- 100 Gramm geschälter Hanfsamen
- 120 Gramm Pesto
- 2 Eier
- 2 EL Zitronenessig
- Chiliflocken
- Knoblauch
- Ingwer
- Salz
Ansonsten:
„Essen gegen Langeweile“ macht voraussichtlich nicht schlank, und Stress macht Stress:
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