Rückenpulver, Intuitives Essen in Gießen, Sucht und Sublimierung


„Artikel klauen“ wird gerne schon mal als harmloser Sport betrachtet oder als normales Verfahren, Internet-Inhalte zu „erzeugen“. Der kopierte Inhalt muss nur noch leicht verändert werden, damit er als wertvolle Neuerschöpfung durchgeht, die kreative „Leistung“ kann nun darin bestehen, die Original-Raubkopie (maschinell) in eine andere Sprache zu übersetzen, und diese Übersetzung wieder zurückübersetzen zu lassen. Das schafft Variationen:

Yoghurt-Pfannkuechlein – Zutaten für 2 Personen

  • 1 Ei
  • 3 Esslöffel Joghurt (Naturjoghurt oder Joghurt mit Fruchtgeschmack)
  • 4 Esslöffel 00-Mehl
  • 1 Esslöffel Zucker (optional, nach Geschmack)
  • 1 Rückenpulver
  • Eine Prise Salz
  • Butter oder Öl zum Einfetten der Pfanne
  • Zum Garnieren (optional): Honig, Marmelade, Streichcreme, frisches Obst oder Puderzucker

„Backen“ ist „to bake“ und „the back“ ist der Rücken, also „back“, wobei „rücken“ auch „(to) move“,
bewegen, umziehen, verschieben, gehen, fahren bedeuten und aus Backpulver „Rückenpulver“ werden kann.
Hier bietet es sich an, die kostenlos empfangenen Rezepte als etwas ver-rückt zu beurteilen, oder anzunehmen, „Butter bei die Fische tun“ sei jetzt endlich erforderlich:  Wir brauchen keine Unmengen an Rezepten, die nur das Medien-Rauschen vrstärken, sondern angemessene Rezepte oder Anregungen für Zeitgemäßes und angepasste Klassiker.

Käuterseitling – ganz einfach: Gedämpft!

Die Kräuterseitlinge, eine Süßkartoffel und die Tomaten wurden gedünstet; in der Pfanne zubereitet wurde eine Rest-Maultasche nebst einer in Scheiben geschnittenen Knoblauchzehe.

Intuitives Essen in Gießen

Die Ernährungspsychologin der Universität Gießen, die aktuell mit Forschungen zu intuitivem Essen für Aufmerksamkeit sorgt, ist Prof. Dr. Ulrike Gisch.
Sie leitet an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen die Professur für Ernährungspsychologie am Institut für Ernährungswissenschaft. Im Zentrum ihrer aktuellen Arbeit steht eine neue Pilotstudie namens EASE, die einen gewichtsneutralen Ansatz bei Adipositas untersucht und dabei voll auf intuitives Essen statt Diätdruck setzt.

Kernpunkte der Forschung & der EASE-Studie

Das Akronym EASE steht für Erleben, Achtsamkeit, Stigma-Reduktion und Erkundung.  Zusammen mit ihrem Team – darunter die Doktorandin M.Sc. Merve Cambaz Kaya – verfolgt Prof. Gisch einen wegweisenden Ansatz:

Wohlbefinden statt Gewichtsfixierung

Klassische Programme fordern meist strikte Gewichtsabnahme. Gisch kritisiert diese „gewichtszentrierte Welt“. Ziel von EASE ist die psychische und physische Stabilisierung unabhängig von der Waage.

Wiedererlernen von Hunger und Sättigung:
Teilnehmer sollen verinnerlichen, dann zu essen, wenn echter Hunger da ist, und aufzuhören, sobald Sättigung eintritt.
Feste Regeln oder das Zählen von Kalorien fallen komplett weg.
Umgang mit emotionalem Essen:
Verboten ist erst einmal nichts – auch Schokolade ist erlaubt. Die Therapie hilft jedoch dabei, zu erkennen, ob aus Frust, Stress oder reiner Gewohnheit gegessen wird.

Abbau von Stigmatisierung

Übergewichtige Menschen leiden unter gesellschaftlicher Ausgrenzung. Der dadurch entstehende Stress treibt das Hormon Cortisol in die Höhe, was wiederum Heißhunger triggert.
Die Studie arbeitet aktiv an der Verbesserung des eigenen Körperbildes.

Bewegung aus Freude

Sport wird in der Studie nicht zur Fettverbrennung eingesetzt, sondern um durch Yoga oder Atemübungen die positive Verbindung zum eigenen Körper zurückzugewinnen.

Ablauf und Teilnahme
Das strukturierte Programm ist auf zwölf Sitzungen ausgelegt. Die Bewerbungsphase für die Pilotstudie startete im Sommer, wobei die aktive Umsetzung für den Spätherbst angesetzt ist.
Interessierte können sich direkt über die offizielle Studien-E-Mail-Adresse ease@uni-giessen.de an das Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen wenden.

Die bisherigen „Konzepte“ zu intuitivem Essen erinnern an einen Zauberkurs, wo uns gezeigt wird, wie man ein Kaninchen aus dem Zylinder holt, uns aber der dazugehörige Zauberspruch verschwiegen wird.
Es ist, als sollten wir mit einem Trick geködert werden, den der Zauberlehrer aber doch geheim hält.

Diskussion

Hier erscheint bei „Wohlbefinden statt Gewichtsreduktion“ auch die Umkehrung „Gewichtsreduktion durch Wohlbefinden“ plausibel.
Es bleibt dabei, „… wie man’s auch immer dreht und wendet – das Eine wisset ein für allemalt: Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“.

Das  Zitat aus Bertolt Brechts Dreigroschenoper („Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“) ist zum Klassiker geworden.  Es bringt eine fundamentale Wahrheit der menschlichen Biologie und Psychologie auf den Punkt: Solange die biologischen Grundbedürfnisse nicht gestillt sind, verliert alles andere an Bedeutung.

Bei „Heißhunger“, bei genügend heißem Hunger also, wird es unmöglich, „vernünftig“ oder „moralisch“ mit Essen umzugehen – der Heißhunger gewinnt immer. Erst wenn der Körper weiß, dass er sicher und verlässlich Nahrung bekommt (das intuitive Prinzip), beruhigt sich das System.
Ohne „Diätdiktatur“ bietet das intuitive Essen sozusagen die Gewichtsreduktion durch Wohlbefinden an, weil der Stress, der zur („geschgeiterten“) Diät gehört wie das Amen zur Kirche, abgesenkt wird:

Chronischer Diätstress
schüttet das Hormon Cortisol aus, das Fettpolster (besonders am Bauch) schützt und Heißhunger befeuert. Sinkt der Stress durch psychisches Wohlbefinden, reguliert sich oft auch der Stoffwechsel neu.

Emotionales Essen stoppen: Wenn Essen nicht mehr herhalten muss, um Frust, Einsamkeit oder Stress zu betäuben (weil diese Gefühle anders bewältigt werden), fallen viele überschüssige Kalorien ganz automatisch weg.

Im Zusammenhang von Betäubung und Narkose muss hinzugefügt werden, dass nach PLUTARCH die Narkose die gleiche Wortherkunft hat, wie auch Narziss; darauf ein erbauliches Plutarch-Zitat:

„Es liegt nicht in der Macht des Menschen, fehlerfrei zu sein; doch aus ihren Irrtümern und Fehlern lernen die Weisen und Guten Weisheit für die Zukunft.“

Wir können bei Plutarch auch die Ansicht finden, dass  „Die Kunst […] darin, [besteht], in allem den Mittelweg einzuhalten“ und dass  „Die Erholung … die Würze der Arbeit“ ist. Konkret gilt es also, hier noch „ein wenig“ Text abzuarbeiten…

Nehmen wir an, dass ohne den ständigen Wechsel aus Hungern und Fressattacken der Körper sich auf einem stabilen, gesunden Gewicht einpendeln könne, nämlich durch das neugewonnene Wohlbefinden, geht das einher mit dem Ansatz   „Erst muss Frieden mit dem Essen geschlossen werden, damit der Körper überhaupt die Chance bekommt, sich zu regulieren“. Dies in Analogie zur Set-Point-Theorie, die „… eine wissenschaftlich umstrittene These [ist]“. Dabei tritt auch noch die Erkenntnis auf, dass „Hungern“ und „Fasten“ recht unterschiedlich sind, und dass Intervallfasten nur bedingt der Mittelweg ist, den zu gehen noch dazu einen schwierigen Lernprozess zur Voraussetzung hat.

Andererseits haben die Fressattacken vermutlich auch einen suchtbedingten Hintergrund, zumal im (allgemien tabuisierten) Zusammenspiel mit Alkohol auch beim Essen „die Dämme brechen“.

Hochverarbeitete Lebensmittel (Fett-Zucker-Salz-Kombinationen) aktivieren im Gehirn dieselben Belohnungszentren wie Drogen. Wenn dann Alkohol ins Spiel kommt, kommt es zu Kontrollverlust: Alkohol betäubt den präfrontalen Kortex – also die Instanz im Gehirn, die für Vernunft, Disziplin und langfristige Ziele zuständig ist. Die mühsam aufrechterhaltene Diät-Moral bricht sofort zusammen.
Biologischer Heißhunger kommt verschärfend hinzu, denn Alkohol senkt den Blutzuckerspiegel und blockiert die Gluconeogenese in der Leber. Der Körper verlangt exzessiv nach schnellen Kohlenhydraten und Fett.

Das Tabu:
Über diese Kombination wird selten gesprochen, obwohl Alkohol einer der größten Trigger für nächtliche Binge-Eating-Episoden (Fressattacken) ist. Die Fragen nach Abstinenz, kontrolliertem Trinken oder Substituierung durch intelligente Wirkstoffverwendung sind noch weitgehend unbeantwortet.

Ein Hoffnungsschimmer besteht noch in Hinsicht auf die Sublimierung – beim Essen also Qualität beim selbstgekochten, befriedigenden Essen ohne Luxusallüren anzustreben.
Auf Qualität und Kochen als neue Anforderung, die auch zu „qualifizierter Befriedigung“ führt, bietet sich an.
Der Vorschlag der Sublimierung (im psychologischen Sinne: das Umlenken eines Triebes in eine höhere, produktive Form) trifft genau den Kern moderner Achtsamkeitskonzepte.

Statt dem Drang nachzugeben, sich wahllos Kalorien zuzuführen, wird die Energie umgeleitet:

Echtes Handwerk: Das Planen, Schnippeln und Zubereiten von frischen Lebensmitteln verlängert die Vorfreude und beschäftigt den Geist.
Sinnliche Befriedigung ohne Reue:
Ein selbstgekochtes, ehrliches Gericht (ohne abgehobenen Food-Snobismus) schmeckt intensiver. Man isst langsamer und nimmt die Sättigung früher wahr.
Vom Konsumenten zum Gestalter:
Man ist nicht mehr „Opfer“ der Lebensmittelindustrie, sondern bestimmt selbst, was in den Körper gelangt. Das stärkt die Selbstwirksamkeit enorm.

Multiplikatoren, Mittel und Strukturen

Für eine Anti-Adipositas-Strategie braucht es Multiplikatoren und Mittel, mit denen diese ausgestattet werden. Prof. Dr. Ulrike Gisch könnte auch in dieser Richtung kreativ forschen.

Forschung neu denken

Damit ein Ansatz wie der von Prof. Dr. Ulrike Gisch nicht in der universitären Nische stecken bleibt, braucht es Multiplikatoren. Ein kreativer Forschungsansatz für die Zukunft müsste genau hier ansetzen:

Ausbildung von Schlüsselberufen:

Das Wissen über intuitives Essen und Stress/Stigma-Reduktion muss in die Lehrpläne von Hausärzten, Psychotherapeuten, Lehrern und sogar betrieblichen Gesundheitsmanagern integriert werden.

Digitale Werkzeuge
Die Entwicklung von Krankenkassen-geförderten Apps oder Online-Programmen (analog zu Digitalen Gesundheitsanwendungen- DiGA ), die den EASE-Ansatz flächendeckend und niederschwellig zugänglich machen wäre förderlich.

Politische Intervention
Forschung müsste auch untersuchen, wie Kantinen (Schulen, Betriebe) so gestaltet werden können, dass sie intuitives, qualitätvolles Essen fördern, statt billige Sättigung zu verkaufen.

Je mehr man zu (intuitiver) Ernährung studiert und geübt hat, desto weniger intuitiv fällt das Ergebnis aus. Mein Bauchgefühl sagt mir jedenfalls: „Das wird nichts“. Doch die Hoffnung, praktikable Konzepte zum „Gewicht verlieren“ zu finden, bleibt. „Konzepte“ hier als Plural, weil die Betroffenen so unterschiedlich sind, wie ihre Gesichter.
Ein besseres Körperbild, Bewegung als Quelle der Freude und verbesserte  Tischgemeinschaften kann man trainieren.
Bei der Fettverbrennung  gibt es Zusammenhänge zum Zuckerkonsum, wobei „Stärke“ aus Getreide, also Brot und Nudeln sich wie Zucker verhalten, und in manchen Speiseplänen geächtet sind. Allgemein ist die Sensibilisierung für das Zucker-Problem gewachsen.

Das sind zentrale Probleme. Wir hatten eingangs  Bertold Brecht zitiert, der ja ein letztlich ökonomisches Problem im Visier hatte, also „Geld“ im Allgemeinen und im Besonderen.

Es gibt ja den Ansatz der #Biolebensmiuttelgrundversorgung, bei dem alle Bürger mit einem gleichen Lebensmittelzuschuss für qualifizierte, nachhaltige Lebensmittel versorgt würden.

Verbinden wir noch Medienpsychologie, handfeste Wirtschaftspolitik und Tiefenpsychologie zu einer konkreten gesellschaftlichen Anti-Adipositas-Strategie:

1. Medien & Kochshows:
Vom Entertainment zum Vorbild
Kochshows im Fernsehen und auf Social Media (TikTok/Instagram) sind aktuell oft „Food Porn“ – es geht um exzessiven Luxus, gigantische Fleischberge oder hochkomplizierte Gourmet-Kreationen. Die Modifikation: Multiplikatoren wie TV-Köche müssten das „ehrliche, bodenständige Kochen“ zelebrieren.
Der psychologische Hebel:
Shows, die zeigen, wie man mit einfachen, bezahlbaren Grundzutaten ein emotional befriedigendes, intuitives Gericht zaubert, verändern die gesellschaftliche Norm. Weg vom passiven Konsum, hin zur Lust am Selbermachen.

2. Infrastruktur & die #Biolebensmittelgrundversorgung
Das Konzept der #Biolebensmittelgrundversorgung über ein exklusives Sonderkonto ist revolutionär und löst das größte Problem der Ernährungsarmut:
Gezielte Lenkungswirkung:
Ähnlich wie ein zweckgebundenes Kulturticket oder Wohngeld würde dieses Geld nicht in der allgemeinen Haushaltskasse (oder für Alkohol/hochverarbeitete Produkte) verschwinden. Es ist eine direkte Subvention für Gesundheit und Nachhaltigkeit.
Entlastung der Kantinen:
Wenn auch Großküchen und Kantinen über solche zertifizierten Budgets querfinanziert werden, fällt das Argument „Gesundes Essen ist zu teuer“ weg. Die gesellschaftliche Infrastruktur gleicht die soziale Schere aus.

3. Psychotherapeuten als ungenutzte Ressource
Der Vorschlag, „unterbezahlte“ Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten für edukatorische Gruppen einzubinden, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe:
Strukturelle Win-Win-Situation:
Viele Therapeuten im System (insbesondere in der Ausbildung oder ohne vollen Kassensitz) suchen nach fairen Honorarmöglichkeiten.
Prävention statt Akuttherapie:
Edukatorische Gruppen (wie es die EASE-Studie in Gießen vormacht) brauchen keine jahrelange Verhaltenstherapie.
Ein strukturiertes 12-Wochen-Programm zur Bewusstmachung von Essmotiven fängt die Menschen ab, bevor eine chronische Adipositas oder Essstörung entsteht.

4. Digital vs. Zwischenmenschlich:
Das Bindungs-Dilemma
Mit der  Feststellung, dass die Bewusstmachung unbewusster Motive (z. B. „Ich esse, weil ich einsam/gestresst bin“) kein Hexenwerk ist, beziehen wir den größeren Teil der Psyche, das Vorbewusste und das Unbewusste, mit ins Kalkül ein.
Die Frage der Methode ist entscheidend:
Digitale Werkzeuge (Apps) sind billig, unendlich skalierbar und perfekt für die reine Wissensvermittlung (Wann bin ich satt? Was triggert mich? Bei welcher Temperatur schmilzt Butter?).
Zwischenmenschliche Bindung (die Gruppe, der Therapeut) ist jedoch durch nichts zu ersetzen, wenn es um das emotionale Essen geht. Warum? Weil emotionales Essen oft ein Ersatz für fehlende Nähe oder unbewältigte Konflikte ist. Eine App tröstet nicht – eine Gruppe von Gleichgesinnten schon.
Die Lösung: Ein hybrider Ansatz. Die App liefert die tägliche Struktur, die Gruppe liefert den emotionalen Halt.

Man könnte die ‚Biolebensmittelgrundversorgungszahlungen durch freie Bürgergärten ergänzen, auch mal Wettbewerbe zum „besten Nutzbalkon“ veranstalten u. v. m..
In der Folge über Essstörungen der Reihe „Psychologie des Unbewussten“ fiel der Begriff  „emotionaler Nährwert“ – so etwas gehört unbedingt ins Programm, man könnte den EASE-Teilnehmern bei laufender Fortbildung, auch Balint-Gruppen-Teilnahme, einen Experten-Status verleihen und hätte schnell eine wachsende Zahl von Multiplikatoren.
Digitale Medienkompetenz vorausgesetzt, ergeben sich auch Wege der erweiterten, vernetzten Kommunikation.
Auf der Ebene der Lebensmitteltechnologie ist noch Vieles unerforscht; z. B. die Wirkung von Borretsch in diversen Kombinationen, oder Varianten der Fermentation.

Die Verwandlung von Betroffenen in Gestalter löst das Problem von bürokratischer Lähmung auf der einen und emotionaler Leere auf der einen Seite.

Die Lebensmittelproduktion zumindest teilweise zurück in den Alltag zu verlagern, wäre ein Zeichen gegen die Entfremdung des Menschen von der Natur, in einem Zeitalter, in dem wir aufs „Eingedenken der Natur“ nicht weniger angewiesen sind als zuvor.

Ein Wettbewerb zum „besten Nutzbalkon“ schafft Aufmerksamkeit, spielerischen Stolz und soziale Interaktion. Das leichtfertige Argument „Nutzpflanzen auf dem Balkon – das lohnt sich nicht“ müsste derart entkräftet werden, dass niemand auch nur daran denkt, es zu verwenden.

Vernetzung und Lebensmitteltechnologie:

Der Blick in die Zukunft

Der „hybride Ansatz“ wird durch digitale Medienkompetenz erst richtig mächtig. Vernetzte Kommunikation ermöglicht es diesen neuen Experten, z. B. regionale Koch-Hubs, Tauschbörsen für Bürgergarten-Erträge oder digitale Krisen-Feuerwehren bei Heißhunger-Attacken zu organisieren.
Auf der Ebene der Lebensmitteltechnologie öffnet sich ein faszinierendes Forschungsfeld, das Prof. Dr. Ulrike Gischs psychologischen Ansatz perfekt naturwissenschaftlich ergänzen könnte: 

Borretsch (Gurkenkraut): Traditionell als Stimmungsaufheller bekannt („macht das Herz fröhlich“), enthält Borretschsamenöl große Mengen an Gamma-Linolensäure (GLA). Diese wirkt stark entzündungshemmend.
Da Adipositas mit chronischen, leisen Entzündungen im Gewebe einhergeht, könnten solche Kombinationen biologisch regulierend wirken.

Fermentation:

Fermentierte Lebensmittel (Kimchi, Kombucha, Sauerteig u. A.) unterstützen das Mikrobiom im Darm. Die moderne Forschung belegt, dass ein gesundes Mikrobiom Sättigungs- und Glückssignale direkt ans Gehirn sendet Es senkt damit den biologisch-emotionalen Drang nach emotionalem Essen.

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  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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