Die Männer zum Spaziergang gruppieren – und dann …!
Geschrieben am 29. August 2026 von KPBaumgardt
Einst flossen täglich Meldungen über „Fridays for Future“ durch die Medien, dann mobilisierten die Großmütter für die Zukunft der Enkel, doch die Demonstrationen sind vorbeigegangen, mit „ohne Wirkung“, oder jedenfalls mit „wenig Auswirkungen.“
Demokratische und demographische Veränderungen
Seitens
der alten Männer, der Opas, kam nicht viel Mitwirkung beisammen. Auf
die Frage nach den „weißen alten Männern“ und danach, wie sie sich
ausrichten, erfolgt der Hinweis auf diese männliche Gruppe meist weißer
Männer, die traditionell viele Führungspositionen in Politik, Wirtschaft
und Kultur innehaben.
Ihnen wird schnell mal vorgeworfen,
Privilegien zu besitzen und gesellschaftliche Veränderungen u. A. beim
Klimaschutz zu bremsen: Klar ist außerdem, dass der Privatjet unter
Nachhaltigkeitsgesichtspunkten mit „ungenügend“ abschneidet. Die
Privatjetnutzer können, was Normalos verwehrt ist, zum Beispiel sich
ihre Kaviar-Kügelchen abgezählt auf Gletschereis servieren lassen.
Reichtum und Macht konzentrieren sich in bestimmten Kreisen, das leitende Führungspersonal verfügt über die bestmögliche Unterstützung, nimmt diese in Anspruch und schweigt sich aus über die Dienstleister, die ihnen zuarbeiten.
Jedoch ist diese Kritik „billig“ und sie bringt nichts ein. Wichtiger ist das Schicksal einer gewissen Bevölkerungsgruppe: Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts +++++++++++++++++++++++++
sind Männer über 50 eine der am stärksten von Adipositas betroffenen Gruppen in Deutschland.
Wir
sind im Gegensatz zu den priviligiert-Reichen ganz normal, haben schon
so einige Dienste geleistet und sind dabei nicht mehr die Jüngsten. Wir
wissen, dass Adipositas häufig, um nicht zu sagen meist, sich
lebensverkürzend auswirkt.
Wer männlich, über 50 und mehr oder
weniger übergewichtig oder gar adipös ist, sollte jetzt zusammen mit
anderen Betroffenen sagen:
„Da muss sich jetzt aber etwas ändern, und zwar radikal Wir werden die Sache selbst, „von unten“, in die Hand nehmen und so Einiges ändern und verbessern – das werdet Ihr schon sehn!“
Schon zu so einer Einstellung gehört eine Portion Mut, der gehört auch dazu, sich zum [im weitesten Sinne] gemeinsamen Adipositas-Gegenschlag zu mobilisieren.

Wenn Tempeh mit Shitake und Spnat allzu ungewohnt und vielleicht sogar ein wenig provokant anmuten, müssen wir das hinnehmen und können darauf vertrauen, das das Misstrauen gegenüber Fremdem überwindbar ist, wenn wir vom Vertrauten bewahren, was der Bewahrung wert ist.
Verzicht und Angst
Es gibt Männer, die beim Vorschlag, durch Reduzieren der Nahrungsportionen abzunehmen, fast in eine Panik geraten und davon überzeugt sind, dass sie das nicht können. Wie sind die zu motivieren?
Eine
Interpretation lautet, dass Panik meistens durch die Angst vor
Kontrollverlust, quälendem Hunger und dem Gefühl von Verzicht geschürt
wird.
Männer verbinden große Portionen oft unbewusst mit
Leistungsfähigkeit und Sättigung. Und der Teller muss geleert werden,
wenn es schönes Wetter geben soll ;-).
Um diese Blockade zu lösen, müssen wir das Konzept von „weniger essen“ auf „anders essen“ umstellen.
Das kann man auch konkret üben, und das Koch-Experiment entweder selbst
anleiern oder sich einem laufenden Ernährungsumstellungskonzept
anschließen.
Volumen und Verzicht
Manche nutzen auf anorektische Weise „den Verzicht“, um daraus ein Gefühl des Stolzes und von Freiheit und Unabhängigkeit zu entwickeln. Keinen Verzicht leisten bedeutet dann sich abhängig und unkontrolliert, unbeherrscht und „maßlos“ zu benehmen.
Wo die Schwierigkeiten und Ambivalenzen des Verzichts noch gespürt werden, soll zumindest eine innere Leere – bitte – nicht wahrgenommen werden. Verdrängt wird häufig bereits der Begriff der inneren Leere, dem man sich aber auch entgegenstellen kann – „das Internet“ meint hier:
Was wir sofort tun können
Körper spüren:
Konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem oder spüren Sie Ihre Füße auf dem Boden.Nicht bewerten:
Akzeptieren Sie das Gefühl, anstatt gegen es anzukämpfen.Mit jemandem sprechen:
Tauschen Sie sich mit einer vertrauten Person aus, die Sie nicht verurteilt.
Ob die Leere als eine konstante, feste Eigenschaft oder als ein vorübergehendes Gefühl verstanden wird, das macht einen Unterschied. Hier bietet sich die Frage nach der Ausübung von Hobbies oder nach „humanem Engagement“ an.

„Gut Essen hat einen vollen Magen zur Folge, und der sorgt fürs Wohlbefinden“ – das ist so eine 50:50 Hypothese, die halb richtig, halb falsch oder unvollständig sein kann.
Hier gab es Vollkornnudeln mit Gemüse: Wenn vorgegarte Nudeln verfügbar sind, kann das ein extrem schnell zubereitetes Essen sein; eine Sauce zuzubereiten entfällt, weil ein paar Tl. Pesto eingerührt wurden. Für die Wirkung von z. B. Borretsch ist die Fachrichtung der „Psychonutrition“ zuständig, „Stimmungsaufheller auf den Teller“ ist schließlich ein Slogan, der sich reimt, im Gegensatz zu „Sauer macht lustig“. Wir werden darauf zurückkommen und auch die Vorteile der Fermentation berücksichtigen.
Als gesichert erscheintt, dass an Ernährungsinformationen jeglicher Couleur keinerlei Mangel herrscht – wie bei einer maroden Finanzverwaltung mit leistungsfähigen Notenpressen wird der Markt mit überzähligen Fachartikeln übersättigt. Sprechen wir es aus: Es herrscht die Inflation der Ernährungs- und Diätratschläge, deren Trefferquote sich ähnlich wie die Spielkugel bei einem Roulette-Tisch verhält: Es gibt Gewinner, Verlierer und die Bank, die langfristig immer verdient.
„Genussvoll, gesund und gemeinsam
Gut essen im Alter“
Die Wege zum Seniorenteller sind divers und unergründlich, vermutlich essen mehr Ältere einsam als gemeinsam, die Rentnerkantine bleibt Utopie., und wie vegetarische Frikadellen selbst gemacht werden, sollte im Rahmen des Projekts „lebenslanges Lernen“ sein Plätzchen im Lehrplan finden, als Ernstfall-Maßnahme fürs Altersheimcurriculum. Aktivierende Pflege ist auch schön und gut – Gehen wir die Aneignung dieses Lernstoffs möglichst entspannt an, ob mit oder ohne Genusserwartungen, sollte dabei auch offengelegt werden.
Schneller Einstieg in Eine neue Sichtweise
Volumen statt Verzicht: Die Teller bleiben weiterhin voll aber die Zusammensetzung ändert sich.
Fokus auf Leistung: Betonen wir, dass die neue Ernährung mehr Energie für den Alltag und Sport liefert, statt dem Körper Kraft zu rauben.
Schrittweise Anpassung: Wir reduzieren die Portionen nicht radikal, sondern verkleinern die kalorienreichen Beilagen geduldig.
Ergebnisorientierung: Messbare Daten wie Muskelmasse, Bauchumfang oder Kraftwerte habe ihre eigen Aussagen – da Männer stark auf messbare Erfolge ansprechen, sollen sie auch entsprechende Daten „liefern“.
Zu „Eiweiß“ ist, behaupte ich einfach, ist schon alles gesagt…
Gemüse als optischer Füller: Den Teller zur Hälfte mit kalorienarmem Gemüse füllen, damit dem Auge „große Portion“ signalisiert wird. Hierbei kann man auch Aufmerksamkeit und Achtsamkeit schulen, zum Beispiel mit der Frage, ob rohes Sauerkraut länger sättigt als „einfaches Kraut“.
Flüssige-Kalorien-Ausschlussverfahren: Säfte, Softdrinks und Alkohol streichen oder kürzen = Kalorien-sparen, ohne festes Essen zu reduzieren. Bei Kaffee lässt sich kaum eine erforderliche Zeitspanne vor dem Einschlafen nennen; nicht immer nehmen die Schläfer die Störung des Schlafs wahr.
Vorspeisen: Zum Beispiel eine klare Suppe oder ein großer Salat vor dem Hauptgang füllt den Magen vorab.
Intervallfasten, Männerspezifisch
„Männer können sich relativ gut an beispielsweise ein 16:8-Zeitfenster anpassen, denn sie haben Zeitdisziplin oft schon mit der Muttermilch aufgesogen und sind damit aufgewachsen.“
Das ist
natürlich „nur“ eine These ohne wissenschaftliche Begleit-Studie, und
die Behauptung wäre gegenstandslos, weil die „Muttermilch-Zeitdisziplin“
hier ohnehin zunächst mal zum weiblichen Repertoire gehörte.
Doch muss man sich mit dem, was man tut, auch identifizieren, wobei zusätzlich der Gedanke trösten könnte, dass acht oder auch 16 Stunden Selbstdisziplin „für einen Mann eigentlich meistens machbar“ sind.
Selbstdisziplin
Das „Tu, was Du beherrschst, und übe, was Du nicht beherrschst“ ist hier sicherlich ein brauchbares „Universalmotto“, dem die Meisten zustimmen werden.
Ohne ein gewisses Maß an Selbstdisziplin bleibt „der Erfolg“ voraussichtlich aus. Man muss sich also selbst kontrollieren, wobei neben dem gewöhnlichen auch der vorauseilende Gehorsam gepflegt wird.
Der Schlüssel zum Glück liegt allerdings darin, sich flexibel zwischen Kontrolle und Akzeptanz zu entscheiden.
Neben unseren individuellen Entscheidungen sind wir natürlich auch „dem System“ ausgesetzt, und sei es an der Supermarktkasse, wo zweierlei Mehrwertsteuern fällig sein und manche Sonder-Artikel sich mit „Ich -bin-noch-gut-Rabattaufklebern“ empfehlen.
Systembedingt ist auch nicht vorgesehen, dass eine Bevölkerungsmehrheit sich als Klein- und Hobbygärtner betätigt, also gibt es weniger gesunden Portulak, mehr Nahrungsergänzungsmittel un noch einen Hinweis auf die Politlandschaft:
Ein mächtiger Impuls für eine allgemein gesündere Ernährung könnte übrigens von der Biolebensmittelgrundversorgung kommen. Essen anbieten und Essen kaufen ist plitisch, Essen ist Politik.

Eine gebutterte Scheibe vom Brötchen – darauf ein „Ring“ von der roten Mini-Paprika, hummusgefüllt und somit tauglich, ein „Ästchen“ vom blühenden Borretsch aufzunehmen und zu halten. Auch in etwas größerer Darstellung.
Dass die Idee von der Biolebensmittelgrundversorgung nicht allzu bekannt ist, verwundert nicht, denn „Das Vernünftige“ wird bei uns schnell unter den Teppich gekehrt – wir haben wahrscheinlich einfach zu viele falsche Saubermänner ;-).
Zusammenfassung: Das Konzept der Fastenspaziergänge und Seminare
- Zielgruppe
Sogenannte Senioren, „ältere Semester“, Rentner sind in der öffentlichen Meinung wie der Diätenindusttrie allgemein unterrepräsentiert. Während „Diät“ zu den Frauen gehört wie der Schminkspiegel in der Handtasche, fallen Männer durch das Raster der öffentlichen Beachtung.
Männer, die bisher durchs Raster fallen, müssen deshalb gzielt angesprochen werden, so dass es auch in gemischten Gruppen ungefähr bei einem 1:1-Schlüssel bleibt. - Themenschwerpunkte für die ersten Praxis-Abschnitte: Das Fasten-Spaziergangs-Konzept soll zunächst neugierig machen, auf Lösungswege zum Beispiel.
- Neue Nahrungszubereitung, oder neue Wege, produktive Urlaube zu gestalten:
Wird was geboten, darfs auch was kosten. Der Spaziergang ist kostenlos, die Organisation hingegen nicht. Exklusive „Geheimtipps“ können Gold wert sein. - Qi-Gong (schweigend) und Spaziergang (Gespräch möglich) stellen einen reizvollen Kontrast dar. Das Potential des Konzepts muss erkennbar werden, dann wird sogar Expansion möglich. Auf die richtigen Kooperationspartner kommt es an!
- Dass neue Konzepte mit bewährten, aber vergessenen Konzeptbestandteilen sogar eine passiv-aggressive Abwehrhaltung provozieren können, ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass das etabliertere Diätwesen bestmöglich heiße Luft und Leerlauf produziert, aber die Betroffenen nur unzureichend voranhilft weil, wie es so scheinparadox heißt, die Diätindustrie mehr Teil des Problems als der Lösung ist.
- Die freiwillige Verpflichtung, das starke Engagement, die innere Bindung Vieler an das Ziel, im Kampf gegen die systembedingte Adipositas voranzukommen, sind unbedingt wirksam.
- Auf das Ziel bezogen, steht nun der (Wieder-) Einstieg in die Auseinandersetzung an.
Dass parllel „auf allen Ebenen“ andere Strukturen zu etablieren sind, ist hier nur ein verwandtes, nicht aber das eigentliche Thema.
Wir hatten in der letzten Zeit ja Sonnen-und Mondfinsternis im planetarischen Angebot; da kann schon mal eine Aufnahme verwackeln. Im Bereich „Körpergewicht“ geht auch mal etwas schief; bei mir z. B. eine hartnäckige Stagnation auf zu hoher Ebene. Das muss aber nicht zur Resignation führen, das kann auch auf einen einfachen, vielleicht unkonventionellen Weg führen, und natürlich kann es schon ein Erfolg sein, hier (Fort-) Schritte zu machen.
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