Abnehmen mit Halleluja-Diät, Jesus, Mayo-Diät
Geschrieben am 20. Januar 2008 von KPBaumgardt
Statistiken, wofür Amerikaner sich begeistern das Volk sich interessiert, lassen sich schnell und kostengünstig, ohne langwierige Straßen- oder Telefonumfragen, bei den Suchmaschinenbetreibern erstellen. Als „Buzz-Log“ finden wir so auch die Anfragen im Diätbereich. Amerikaner, die abnehmen wollen, haben es leicht, der Zusammenhang von Stimmung und Essen reimt sich wie: Mood und food.
An vorderster Stelle beim Publikumsinteresse lagen nun die Rezepte vom Reverend George M. Malkmus (1934- ), der behauptet, vor gut 25 Jahren Krebs und andere schwere gesundheitliche Probleme besiegt zu haben, indem er biblische Prinzipien einer gesunden Lebensweise befolgte. Es gibt also nicht nur das Beten für die Linie, sondern auch ein gezieltes Programm, das allerdings schon länger als ziemlich „foolish“ erkannt wurde:
The Bottom Line
Wenn fettarme Diäten mit hohem Faseranteil auch gesund sein können – die Halleluja-Diät ist unausgewogen und kann zu Mangelerscheinungen führen. Wegen der empfohlenen Zusatzstoffe, die jährlich 2.000$ kosten, eine teure Angelegenheit…
Wer für 2.000$ Pülverchen kauft, wird sich keine Gedanken über die heilige Schrift mehr machen wollen.
Wer andererseits noch etwas zur Gesundheitslehre der Bibel beitragen möchte – die Kapitel
- „Kein Reichtum geht über den Reichtum gesunder Glieder“
- „Wer sich selbst nichts gönnt, wem kann der Gutes tun? Er wird seinem eigenen Glück nicht begegnen“
- „Krone der Weisheit ist die Gottesfurcht, sie lässt Heil und Gesundheit sprossen“
- „Herzensfreude ist Leben für den Menschen, Frohsinn verlängert ihm die Tage/Neid und Ärger verkürzen das Leben, Kummer macht vorzeitig alt“
- „Schlaflosigkeit wegen des Reichtums zehrt am Fleisch“
aus den „Geboten zur Gesundheit“ stehen noch aus.
Eine Besprechung der „Jesus-Diät“ gibt es bei Fressnet.de natürlich auch…
Die Mayo-Diät ist übrigens keine Diät, bei der alles mit Mayonaise angerichtet wird, sondern eine Ernährungsumstellung, die von der Mayo-Klinik propagiert wird. Offenbar hat man in der Mayo-Klinik aus der Not eine Tugend gemacht: Eine obskure „Eier-Diät“ wurde über einen längeren Zeitraum als „Mayo-Diät“ angepriesen.
Inzwischen finden sich auf der HP der Mayo-Klinik die üblichen Hinweise zur Umstellung von Ernährung und zur Steigerung der körperlichen Aktivität, zum Teil mit einem erfrischenden amerikanischen Pragmatismus.
Es scheint, Haupt-Augenmerk dieser Umstellung liegt bei der Größe der Portionen, der Zusammensetzung der Nahrung und der körperlichen Bewegung. Die Erkenntnisse gibt es auch in Form von Büchern zu kaufen…
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Das Abnehmen als reine Lernsache zu betrachten, ist eine Möglichkeit. Ob das auch funktioniert, weiß man nicht.
So, wie ein schädliches oder wenig förderliches Milieu das Zunehmen fördert, kann ein günstiges Milieu das Abnehmen fördern. Eine Analogie wäre etwa beim „therapeutischen Milieu“ zu finden.


Kochbüchern oder von Fernsehköchen, die mit (Un-) Mengen Butter „wegen des Geschmacks und der Knusprigkeit“ meinen arbeiten zu müssen.
Fragen der Motivation – so lange die Motivation zum Abnehmen noch sehr hoch ist, kommt einem der Verzicht auf “Begehrtes” noch leicht vor – besprochen werden, ist das immerhin die Revision des gängigen Prinzips, in der “Diät” mit strengen Vorschriften zu arbeiten.
Man kann sich bis zu einem gewissen Punkt kontrollieren, aber die Kontrolle braucht Kraft. Der Verzicht auf Schokolade wird also lieber nicht per Kontrolle durchgesetzt; der Umstieg auf Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil bringt gegenüber der rigiden Kontrolle den größeren gesundheitlichen Vorteil.
Es ist schwierig, sich gleichzeitig auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren, und nicht immer sinnvoll. Ungewohnt ist auch das Radfahren einmal gewesen. Neben der Übung braucht es einen Plan. Ein gutes Programm sorgt schon unterwegs für gesteigertes Wohlbefinden: “Der Weg ist das Ziel”, meint auch die Diplom Psychologin Verena Bergunde.









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