Ingwer-Nachtisch, Diät-Kochbuch und Blogs

Bei den Genussblogs finden wir im News-Ticker die jüngsten 100 Artikel aus momentan 678 Genussblogs. Da gilt es auszuwählen, was man liest; meinem Interesse für Ingwer entsprechend schaute ich auf Barbaras Spielwiese nach den drei Variationen von Nachtisch mit Ingwer.

Beim zurückblättern fand sich eine Sellerie-Suppe aus einem „vergessenen“ Diät-Kochbuch, das

Nicht abnehmen, sondern zunehmen … im Sinne von zugewinnen – an Lebensfreude, Wohlgefühl, Selbstbewusstsein, Energie, Gelassenheit. Was Sie der Seele an Futter geben, braucht nämlich ihr Körper nicht mehr. Verwöhnen Sie sich also erstmal nach Strich und Faden.

als Devise hat. Eine interessante Diskussion über „Diät-Rezepte“ schließt sich an die Vorstellung des Rezepts an.

Ein nettes Zitat zur Rezept-Auswahl fand sich bei den Kochbanausen:

In Zukunft suchen wir zum Suchwort “Rezept” wohl auch grundsätzlich nach “Blog”. Ist auch viel schöner, weil man der Rezeptquelle per Trackback Bescheid geben kann, dass man deren Kunstwerk nachgebaut hat.

Schokopudding mit braunem Zucker und Pflaumen Allerdings habe ich die Rückmeldung übers geglückte Nachkochen erst einmal gegeben, weil ich mir meist aus mehreren Rezepten ein Neues zusammenstelle.

Das „Schokoladenpuddingpulver selbstgemacht“ habe ich, von der Idee her, neulich übernommen: Gute Idee, und wenn die Küche raucht, eine positive Zeitersparnis – und eine Alternative zur Puddingdiät.

Mit dem selbstgemachten Lastenfahrrad, wie es der Farmblogger vorstellte, wird es bei mir allerdings nichts – man kann nicht Alles machen, wenn man technisch nicht soo begabt ist und keine Werkstatt hat.

Von Tobias Selb wurde gerade eine Serie begonnen: Erste Schritte beim Abnehmen, im Rückblick: Trotzdem spannend…

Anmerjung:

Zwei Teelöffel reiner Rohrzucker auf dem Pudding – und nicht im Pudding, wie hier auf dem Bild, stehen im Zusammenhang mit dem „Verzicht auf Süßigkeiten„…

Abnehmen ist keine Leistung

An einen alten Beitrag, der hoffnungslos unverständlich ist und nun im Archiv schlummert, habe ich heute mal wieder gedacht, bzw. an seine Kernaussage:

"Abnehmen ist eine Leistung". Damit wollte ich ungefähr das ausdrücken, was an anderer Stelle so formuliert ist:

Erfolgreiches Abnehmen ist eine aktive Leistung, auf die man stolz sein kann. Wer einmal dick war und sich seine Abnahme erarbeitet (hat), der weiß, dass dies eine Leistung ist, auf die man zu Recht stolz sein kann. Die notwendige Arbeit ist dabei keineswegs immer unangenehm, sondern kann viel Spass machen.

Anders ausgedrückt: Abnehmen ist mit Arbeit verbunden, und wer abgenommen hat, hat zumindest ein Lob verdient…

So richtig das alles sein mag, ganz richtig ist es nicht, und ich lasse mich gern der Haarspalterei bezichtigen, wenn ich korrigiere:

Abnehmen ist das Resultat einer Leistung…

Wenn ich vor ein paar Jahren den sportlichen Motivationsbringer "Besser, weiter, schneller" etwas persifliert hatte, mag das zwar seine Berechtigung gehabt haben, aber man sollte den Dreiklang nicht zerstören: Aus der Verbesserung der (z.B. sportlichen) Leistung wird sich ein vermindertes Gewicht schon von selbst ergeben. Für die Ernährung könnten wir den Dreisatz "Gesünder, frischer, selbst gemacht" verwenden…

Um ein anderes Bild zu verwenden: Wenn ich mich im Frühling auf eine Fahrradtour nach Portugal begebe, komme ich wahrscheinlich ziemlich wunschgewichtig an und habe auf der Tour abgenommen.
Die Leistung hat dann nicht im Abnehmen – das war nur ein Nebeneffekt – bestanden, sondern im Abspulen der Strecke mit allen einzelnen Etappen.

Dicke werden aber fürs Abnehmen gelobt (manchmal), nicht für das Pensum, das sie geschafft haben.

Also, abgesehen davon, dass wir manchmal nur aufgrund von Äußerlichkeiten bewertet und beachtet werden (gut, das passiert schlanken Menschen auch), nehmen wir ab (wenn wir abnehmen), wenn wir, unter Verzicht auf ein paar schlechte Gewohnheiten, unser Pensum erledigen. Will sagen: Das Abnehmen ist oft nur ein Nebeneffekt, wie bei der Fahrradtour.

P.S.: Nordic-Walking ist schon bei kürzeren Strecken effektiv!

Abnehmen mit Halleluja-Diät, Jesus, Mayo-Diät

Statistiken, wofür Amerikaner sich begeistern das Volk sich interessiert, lassen sich schnell und kostengünstig, ohne langwierige Straßen- oder Telefonumfragen, bei den Suchmaschinenbetreibern erstellen. Als „Buzz-Log“ finden wir so auch die Anfragen im Diätbereich. Amerikaner, die abnehmen wollen, haben es leicht, der Zusammenhang von Stimmung und Essen reimt sich wie: Mood und food.

An vorderster Stelle beim Publikumsinteresse lagen nun die Rezepte vom Reverend George M. Malkmus (1934- ), der behauptet, vor gut 25 Jahren Krebs und andere schwere gesundheitliche Probleme besiegt zu haben, indem er biblische Prinzipien einer gesunden Lebensweise befolgte. Es gibt also nicht nur das Beten für die Linie, sondern auch ein gezieltes Programm, das allerdings schon länger als ziemlich „foolish“ erkannt wurde:

The Bottom Line

Wenn fettarme Diäten mit hohem Faseranteil auch gesund sein können – die Halleluja-Diät ist unausgewogen und kann zu Mangelerscheinungen führen. Wegen der empfohlenen Zusatzstoffe, die jährlich 2.000$ kosten, eine teure Angelegenheit…

Wer für 2.000$ Pülverchen kauft, wird sich keine Gedanken über die heilige Schrift mehr machen wollen.

Wer andererseits noch etwas zur Gesundheitslehre der Bibel beitragen möchte – die Kapitel

  • „Kein Reichtum geht über den Reichtum gesunder Glieder“
  • „Wer sich selbst nichts gönnt, wem kann der Gutes tun? Er wird seinem eigenen Glück nicht begegnen“
  • „Krone der Weisheit ist die Gottesfurcht, sie lässt Heil und Gesundheit sprossen“
  • „Herzensfreude ist Leben für den Menschen, Frohsinn verlängert ihm die Tage/Neid und Ärger verkürzen das Leben, Kummer macht vorzeitig alt“
  • „Schlaflosigkeit wegen des Reichtums zehrt am Fleisch“

aus den „Geboten zur Gesundheit“ stehen noch aus.

Eine Besprechung der „Jesus-Diät“ gibt es bei Fressnet.de natürlich auch…

Die Mayo-Diät ist übrigens keine Diät, bei der alles mit Mayonaise angerichtet wird, sondern eine Ernährungsumstellung, die von der Mayo-Klinik propagiert wird. Offenbar hat man in der Mayo-Klinik aus der Not eine Tugend gemacht: Eine obskure „Eier-Diät“ wurde über einen längeren Zeitraum als „Mayo-Diät“ angepriesen.

Inzwischen finden sich auf der HP der Mayo-Klinik die üblichen Hinweise zur Umstellung von Ernährung und zur Steigerung der körperlichen Aktivität, zum Teil mit einem erfrischenden amerikanischen Pragmatismus.

Es scheint, Haupt-Augenmerk dieser Umstellung liegt bei der Größe der Portionen, der Zusammensetzung der Nahrung und der körperlichen Bewegung. Die Erkenntnisse gibt es auch in Form von Büchern zu kaufen…

Mehr Diäten zum Vergleichen… 

Quirlig quirlen und verquirlen mit dem Quirl

 

Heutzutage einen simplen Holzquirl zu kaufen, dürfte schon mit größeren Umständen verbunden sein; die großen und kleinen Haushalts- und Eisenwarengeschäfte haben Schwierigkeiten: Handy-Shops machen mehr Umsatz und kommen mit den Ladenmieten zurecht.
Das macht aber nichts, weil man Küchengeräte, also auch den Quirl, dadurch auch per Handy und Internetshopping einkaufen kann.

So ein Quirl entwickelt, wenn man ihn zwischen den gegenläufig bewegten Handflächen laufen lässt, eine ordentliche Drehzahl, und das ganz ohne Verbrauch elektrischer Energie – er hat also ohne weiteres einen Blauen Engel verdient, aber noch nicht verliehen bekommen – auch der kostet schließlich Geld, auch die Prüfungskommission will leben.

Anwendung des Quirls

Besonders praktisch: Der Quirl kann je nach Bedarf schnell und ohne aufwändiges Getriebe von einem rechts- zu einem linksdrehenden Modell umgebaut werden.

Ein Ei, das als Suppeneinlage verwirbelt werden muss, verwandelt sich so schnell in eine homogene Flüssigkeit, die. dann in die heiße Brühe eingerührt, gleichmäßige Flocken bildet. Der Quirl als Sinnbild einer einfachen und umweltschonenden Lebensweise erledigt diese Arbeit des verwirbelns wesentlich besser als der Schneebesen: Es genügt ein kleineres Gefäß und nichts spritzt.

Die Suppe mit Eieinlage (hier nebst geraspelter Möhre und Tofu)  ist, falls genügend frische Gemüsebrühe vorrätig ist, schnell zubereitet und  als kleine Zwischenmahlzeit, bei zwei Tellern auch als Hauptmahlzeit für normale Esser bestens geeignet. Mithin hat das traditionsreiche Gerät einen Platz in der Reihe der kleinen, nützlichen Küchenhelfer verdient.

Mehr als 18 Sattmacher-Rezepte – Ein Versuch

Wenn wir die Sattmacher-Diskussion, die jenseits der reinen Informationsvermittlung im einen oder anderen Forum oder Portal geführt wird, betrachten, stellt sich unter anderem heraus, dass hier der Nerv mancher Übergewichtiger getroffen wird:

Führt krankhaftes Übergewicht zu einer Störung des Sättigungsgefühls, gibt es keines mehr oder wird als satt erst ein Zustand, bei dem der Magen ganz gefüllt ist, empfunden?

Nun gibt es Formen der Ernährungsumstellung, die von Adipositas Betroffene ausdrücklich meiden sollen, aber hierbei propagierte „Sattmacher“ sind im Zusammenhang mit der (krankhaften? irreparablen?) Magendehnung schon missverstanden worden, dann wurde der Sattmacher zum Krankmacher.

Gestörte Körperwahrnehmung, gestörte Wahrnehmung der Nahrung und ständige Werbeversprechnungen nach dem Motto „Du Darfst“ sind die eine Seite – mangelnde wissenschaftliche Erforschung, was wirklich satt macht, die andere. Welche Getreidesorten in welcher Kombination zu einer optimalen Sättigung führen, kann momentan kein Bäcker beantworten.

Von 18 auf 49 Sattmacher-Rezepte

Unabhängige Forschung in dieser Richtung ist selten: Welcher Tee ist hilfreich? Die Erforschung der Wirkung des Kombucha ist m.W. hierzulande in den 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts eingestellt worden.

Insofern bleiben mehr oder weniger nur diverse Quellen von Erfahrungswissen.

Was letztlich auf dem Teller serviert wird, ist Teil des Erfahrungswissens. Im günstigen Fall sind dies wiederum Sattmacher.

Die Meinung, dass man von Kartoffelpfannkuchen nicht satt wird bzw. erst zu spät, weil man nicht genug davon bekommen kann, ist weit verbreitet. Also habe ich sie und in dieser Hinsicht Verwandtes bei der Seite mit den Sattmacher-Rezepten weggelassen.

Rezept: Gefüllte Pfannkuchen als Sattmacher

Man kann sich aus einer Sattmacher-Liste heraussuchen, womit man satt werden sollte, oder sich selbst überlegen, was sättigt.

Da zwei Teller Nudeln (mit Maggi?) kaum die Vitamine, Eiweiße und Mineralien liefern, die wir brauchen, sollten solche Exzesse auch der Vergangenheit angehören; es kommt auf gesunde Alternativen zu ungesunden Gewohnheiten an.

Sattmacher-Pfannkuchen-Rezept mit Bild

Dünne Pfannkuchen aus Teig mit Vollkorn-Weizenmehl in beschichteter Pfanne mit wenig Fett backen (nicht zu heiß, lieber mit Geduld) und beiseite stellen.

In der gleichen Pfanne dann 1 Zwiebel, in Scheiben geschnitten, ein paar Champignons, geschnitten und 3-4 Möhren, streichholzartig zugeschnitten, anbraten. Mit Salz und Pfeffer, evtl. frischem Ingwer würzen.

Pfannkuchen mit 1-2 mm Ricotta bestreichen, Inhalt der Pfanne daraufgeben, Pfannkuchen rollen und für 25 min bei 160 Grad (Umfluft) in den Backofen geben.

Dazu Salat nach Belieben.

Dieses Rezept ist Bestandteil der Serie „Sattmacher-Rezepte“

Festplatten, die vor Langeweile umfallen

"Zweckfrei" ist etwas Anderes als "sinnlos". "Zweckfrei, das ist: "Einfach so", dem Spiel und der Kunst verwandt…

Bei langweiledich.net gibt es immer etwas frisch zweckfreies, also Sachen, die irgendwie nett sind, ohne dass man sich fragen muss, wozu sie gut sind. Für Computerfreunde z.B. das Festplattendomino. (Unbedingt anschauen!)

Dieser Linktipp hängt mit den Tipps für Essgeschädigte zusammen, die öfters mal das Problem "Essen aus Langeweile" haben.

Die brauchen doch eine konkrete Anweisung, was sie tun sollen 😉 und zu sagen,  jetzt müsste "ein paar Tage lang über die Essgewohnheiten Buch geführt werden" und eine Kontrolleinrichtung sei nötig, ist doch schon fast repressiv. Der Beginn der  Verhaltensänderung wird nur selten die Frage, ob ich, als ich mich langweilte, etwas gegessen habe, sein…

Würde ich mich besser fühlen, wenn ich nichts gegessen, sondern etwas anderes getan hätte, um mir die Langeweile zu vertreiben?

Au weia, wer hat sich so eine langweilige Frage ausgedacht?

Alternativen sind immer gut! Lesen, bummeln, Musik… 
Sinnlos ist es hingegen, Tipps gegen die Langeweile zu geben: Damit fördert man nur die quengelnde, passive Erwartungshaltung:

Los, sag mir, was ich machen soll, wenn Du keine Antwort findest, bist Du schuld, dass es mir schlecht geht!

Die eigene Kreativität, aber auch die Auseinandersetzung mit Kunst allgemein – und hier sind nicht künstlerisch wertvolle RTL2-Filme gemeint – ist ein weites Feld. Auch Schreiben: Briefe, Tagebücher, Romane kann sehr erfüllend sein…

Bei Essen aus Langeweile ist das kreative Kochen schließlich der eigentliche Königsweg. Der Rat, doch eine Fremdsprache zu lernen, führt in die Irre: Das ist viel zu anstengend für Leute, die nicht wissen, was sie tun sollen – und wozu eine Fremdsprache lernen, wenn man dann doch nicht ins Ausland fährt?

Nun, und neben aller Zweckfreiheit (und Sport, was ist mit Sport? Total unproduktiv und sinnlos, kommt doch nix bei raus!) gibt es immer noch die Möglicheit, etwas sinnvolles zu tun (bügeln, aufräumen, Steuererklärung), ob man Arbeit hat oder auch nicht. Wer nicht gerade ein Berufs-Kreativer ist, braucht die Kreativität schließlich mehr als Ausgleich…

Noch Fragen?

Kleine Webseiten-Checkliste

kürzlich hatte ich mir ein Modell mit der Überschrift „Seo Success Pyramid“ ausgedruckt, das auf dem Schreibtisch herumliegt und diesen blockiert.

Die Idee dahinter ist simpel: Bausteine auf verschiedenen Ebenen bauen aufeinander auf, die Spitze ist nur über die unteren Bausteine zu erreichen; das ist sozusagen der Weg, und die Community, die Mund-zu-Mund-Propaganda, sind keine „Bausteine“, sondern die Pfeile, die auf die Spitze zeigen.

Sicherlich gibt niemand eine Garantie für die Funktion dieses Modells, aber wir könnten es uns ja einmal anschauen:

1.) Trust: Vertrauen/Glaubwürdigkeit

ist ein Muss für langfristigen Erfolg: Glaubwürdigkeit sowohl bei Suchmaschinen als auch bei Usern.

°

2.1 Soziale/örtliche Präsenz

Zusammenarbeit mit den Kunden auf lokalen und sozialen Seiten

2.2 Ansehen/Reputation

Was Andere sagen, macht viel aus…

°

3.1. Zugänglichkeit/Crawlabiltiy

3.2. Inhalte

Kein Erfolg ohne Inhalte

3.3. Links

Nach den Links bewertet die Suchmaschine die Beliebtheit der Seite. „Anchor text is key“

°

4.1. Design/Usability

„Dem User ein großartiges Erlebnis zu bereiten, sollte Teil Deines Geschäftsplans sein“

4.2. Schlüsselwortforschung/Keyword Research

Die Ausdrücke, nach denen die Benutzer suchen, solltest Du kennen und benutzen…

4.3. „Analytics“

Was kommt an, was nicht? Was funktioniert, was nicht?

4.4. Tools

Vorteile durch die richtigen Tools…

°

5.1. Verlässlichkeit/Verbindlichkeit (Commitment)

Dein Team muss 100% ig engaged und devoted, Deinen Plan auszuführen, sein.

5.2. Planung

Wo sind Deine Ziele? Was ist nötig, um sie zu erreichen? Was verstehtst Du unter Erfolg?

5.3. Das Produkt, der Service

Die schönste Suchmaschinenoptimierung könnte ein mieses Angebot nicht verbessern..

5.4. Education

Zugang zu aktuellen Informationen ist ein „Muss“

5.5. Geduld

SEO ist ein langfristiger Prozess. Erfolge über Nacht sind sehr selten.

Quelle

Ich kann die Qualität des Papiers nicht umfassend beurteilen, vielleicht ist es für den einen oder Anderen interessant. Früher hatte ich mich um so etwas auch nicht gekümmert, sondern den Hypertext nur als eine Möglichkeit, eine Textform, einen neuen Text, der eben nicht linear verläuft, zu erstellen, und dabei „Gedanken über Diät“ zu entwickeln.

Zudem wäre noch zu diskutieren:

Fängt man an, die Punkte einzeln durchzugehen, wird es schon links unten links kritisch: Welches Team habe ich als „Einzelkämpfer“ oder welchem Team schließe ich mich an?

Wer gründet ein neues Team?

1.) Verbindlichkeit: Das Team muss sich voll und ganz dafür einsetzen, den Plan auszuführen. Dass es ihn mag, reicht nicht. Dass es das Ziel anstrebt, ist nicht genug. Ohne Zuverlässigkeit wird’s nichts.

2.) Planung …

Erfolgreich ein Kilo pro Stunde abnehmen mit web-Snacks und Uwe Pollmer zum Frühstück

Da der Diät-Blog bei mir im Feed-Reader ist, komme ich auch öfters in den Genuss der web-snacks, wobei ich mein Surfverhalten heute mal protokolliert habe. Das Ausgangsgewicht lag bei „X“.

Die erste Web-snack-Meldung, die ich öffnete, bezog sich auf eine Studie: Gene kann man neuerdings an- und abschalten; man wollte die Auswirkungen dieser Knipserei auf das Gewicht von Labormäusen auswerten und befand, 6000 Gene hätten wohl irgendwie mit dem Gewicht zu tun. Somit gibt es wohl kaum das Abnehmgen, und beim Menschen hat das Übergewicht vielleicht doch „soziale“ Gründe…
Mit dieser Überlegung verfolgte ich einen anderen Link auf der empfohlenen Seite, der dem Zusammenhang zwischen Infrastruktur und Übergewicht nachgeht; recht plausibel, dass ein städtisches Wohnumfeld, das reich an Anregungen ist und das Auto verzichtbar macht, zu einer bewegten Lebensweise führen kann.

Von den Vorteilen der Einheit von Arbeit, Wohnen und Freizeit handelte ein Artikel im Sonntagsblatt (1998); 10 Jahre später sind die Innenstädte noch weiter verödet, die interessanten Geschäfte gibt es nicht mehr und sämtliche Aldis, Lidls, Normas und Plusse haben sich, hinter einem großen, gepflasterten Parkplatz, an der Peripherie angesiedelt. Lediglich auf dem Wochenmarkt noch glaubt der Städter,

einen Zipfel jener Lebendigkeit zu erhaschen, die ihm im Büro oder zu Hause vor dem Computer abhanden gekommen ist. Wenigstens hier ist ein- oder zweimal in der Woche alles noch so schön bunt.

Was Pollmer im Deutschlandradio gesagt hatte, wollte ich mir aufheben und zunächst mal schauen, was es bei der Deutschen Welle gibt – die Radiokultur hat ja gerade eine Renaissance.
Ich gestehe, der Überschrift „Frauen können auch mit harten Worten schlagen“ nachgegangen zu sein, wodurch ich die (einseitige) Bekanntschaft von Lady Bitch Ray und YELLE machte, Rapperinnen, von denen mich die Generationenschranke trennt, die nicht nur trällern „Neue Männer braucht das Land„; dem Kommentar

„d’habitude j’écoute pas ce genre de musique mais je reconnais qu’elle a un style marrant“ (Frei übersetzt: „Normalerweise höre ich solche Musik ja nicht, aber sie hat was!)

könnte ich mich anschließen. Gesungene Bestellungen und eine Sportart – Klettern gehört zu den Sportarten, die Übergewichtige lieber lassen – rundeten den Ausflug in die Jugend-Clip-Kultur ab.

Was Herr Pollmer meinte, wurde nicht so deutlich. Es galt, eine Studie zu kritisieren, die 14 Jahre Lebenserwartung mehr bei gesunder Lebensweise versprach.
Dass Studien nur so gut sind, wie sie sind, und dass Frauen länger leben, weil sie keine „kritischen“ männlichen Hormone haben, hieß es.

Von den 14 Jahren hatte ich auch gelesen, und die Aussage für eher unwahrscheinlich gehalten – außerdem hoffe ich, trotz meiner Sünden noch ein paar Jahre zu haben. Leider leben wir nicht auf Okinawa.

Wahrscheinlich hat Pollmer sagen wollen, dass Ursache und Wirkung in ihrem Zusammenhang nicht immer zu verstehen sind, so ähnlich wie beim Übergewicht und den Mäusegenen: Was hängt womit zusammen im Zusammenspiel von Hormonen, Genen, Erziehung und tradiertem Verhalten?

Dass Frauen eher über ihre Gefühle und Bedürfnisse reden können als Männer, Kommunikationssignale mit beiden Hirnhälften verarbeiten statt nur mit links, sich mehr um ihre Gesundheit kümmern, öfters zum Arzt gehen, ließe sich ja noch belegen.
Aber Pollmers Aussage über die Lebenserwartung von Kastraten hatte doch spürbar etwas verächtliches, und kaum eine neuere wissenschaftliche Grundlage, außer vielleicht einer Mäusestudie. Aber Labormäuse, -Ratten usw. sind immer im Stress, weil sie ständig beobachtet und manipuliert werden…

Nach Beendigung der web-snacks stellte ich fest, dass diese gut 60 Minuten web-snack Lektüre (inklusive der Videos) zur Gewichtsabnahme von 1000 Gramm (d.h. x-1000!) geführt hatten, wahrscheinlich eine Folge des erhöhten Energieumsatzes.
Man könnte nun sagen, das seien keine reproduzierbaren Messergebnisse, oder, zwei verschiedene Waagen zu benutzen, mit zweierlei Maß zu messen, sei ein methodischer Fehler.

Sicher, aber ohne den wäre die Überschrift wieder falsch gewesen…

Leichter abnehmen als ein Körnerfresser

„Jetzt ist er endgültig unter die Körnerfresser gegangen!“ Das ist kein wirklicher Ausspruch, aber ich denke, mein Freund H. hätte das gesagt, als stattlicher Mann von 105 Kilo bei 1,85 m, der essen kann, was er will, und doch sein Gewicht hält, und sicherlich spotten würde über ein Gericht, das als

Gekeimter Dinkel mit Hähnchenbrust, allerlei Gemüse und Feldsalat

auf der Speisekarte stand – so hören sich Sprüche von wahrhaft Konservativen, die keine Veränderung dulden und doch die Zeit nicht anhalten können, an.

Aber genug der Unkenrufe und zum Rezept:

Es werden wohl gut 200 Gramm Bio-Dinkel gewesen sein, die drei Tage auf der kühlen Fensterbank Zeit zu ankeimen hatten – es heißt ja, Sämereien entwickeln beim Keimen einen Vitamin- und Vitalstoffschub, verbrauchen auch schon ein wenig Zucker und werden so richtig lebendig.

Die kamen erst mal in die große Pfanne und wurden ein wenig, also nicht wirklich, geröstet; hinzu kam noch gewürfelte Zwiebel, gewürfelte Möhre, gewürfelte Hähnchenbrust, Zuckermais aus der Dose, der nicht mit dem Messer in Kontakt kam, und Bohnen, die in kleine Stücke zerteilt wurden.

Nach dem Andünsten kamen noch zwei Suppenwürfel, die durch Einfrieren selbstgemachter Suppenbrühe entstanden waren, hinzu und, um für die nötige Menge Flüssigkeit zu sorgen, noch ein paar El des Aufgusses, in dem der eingelegte Kürbis vom Vor-Vorjahr geschwommen hatte; das sorgte neben den Aromen aus dem Suppenwürfel noch für eine fruchtig-süße Note und einen Hauch Ingwergeschmack.

Dass im Kühlschrank sich noch frischer Feldsalat fand, der ein Dressing mit selbstgemachtem Weißweinessig und einem besseren Olivenöl bekam, war mehr oder weniger Zufall, aber passend.

Echte Müsli-Freaks lassen das Fleisch weg oder ersetzen es durch Tofu, weitere Gemüsesorten dürften möglich sein und, vorletzte Anmerkung zum Schluss: Das Gericht ist auch kalt genießbar…

Wer es nicht so ursprünglich mag, der kann auch zu Nudeln greifen, die sind auch aus Körnern gemacht. Ein Sößchen läßt sich aus einem Fläschchen oder Tütchen zubereiten, satt machts bestimmt, wenn die Menge stimmt, Hauptsache: Es schmeckt!

° weitere Rezepte mit Dinkel

° Die Kunst des Abnehmens

° weitere Rezepte

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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