Hessischer Größenwahn

Mit so schwachen Kräften wie einer Stimme Mehrheit lässt sich die Welt nicht aus den Angeln heben.

Das scheint, wir kennen es aus diversen Konstellationen, ein Gesetz der Politik zu sein.

Formuliert von Hans-Jürgen Wirth, seines Zeichens Seelen-Experte, der die jüngsten hessischen Ereignisse analysiert, von Berufs oder des Titels wegen auf unbewusste psychische Prozesse spezialisiert, im Interview mit Petra Mies, nachzulesen bei der Frankfurter Rundschau.

Auf die simple Wahrheit, dass eine Stimme zu wenig ist, weil es immer mal Schwund, Lug und Betrug oder Abweichungen gibt, hätten erfahrene Kämpfer auch von selbst kommen können, oder mit Veto, Rat und Tat und Besonnenheit rechtzeitig einschreiten. Angesichts gruppeninterner

Konflikte und Polarisierungen … die … so heftig (sind), dass sie von der Gesamtgruppe nicht integriert werden konnten. In einer solchen Lage ist es problematisch, sich auf eine derart heikle Mission einzulassen. Insofern sehe ich schon Grandiositäts-Fantasien, die Frau Ypsilanti ausgelebt hat. Bei ihrem Wunsch, Koch abzulösen, hat sie die Differenzen in ihrer Partei übersehen.

Schön, dass Herr Wirth vor sechs Jahren das Buch “Narzissmus und Macht. Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik” herausgebracht hat.

Sein verstorbener Kollege Mitscherlich hatte retrospektiv ja auch gemeint, dass unverlangte Fernanalysen einzelner Persönlichkeiten nebst deren Veröffentlichung ungehörig sind.

In diesem Sinne: (K)ein einziger hessischer Politiker hat Grandiositäts-Phantasien, niemand Allmachtsträume oder eine narzisstische Störung.

 

Auch der Dialog zwischen Regierung, Parteien, Volk und Experten funktioniert in jeder Richtung und Konstellation perfekt. Er findet statt.

 

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