Warum abnehmen? Nur noch ein paar Schritte zum Wunschgewicht…

„Es“ braucht, wie alles im Leben, zunächst einmal einen Anfang, der hier mit der Frage „Warum abnehmen?“ gesetzt sei. Kein Mensch hätte vor hundert Jahren den Begriff „Selbst-Führung“, „Selbst-Leitung“ oder „Selbst-Verwaltung“ benutzt: Entweder man war, von Geburt und Stand, eine Führungspersönlichkeit, oder man wurde geführt; inzwischen ist das Verhältnis zu „Führern“ oder „Lehrern“ oft zwiespältig. In einer Gesellschaft, die die Einzelnen zunehmend isoliert, gilt also häufig das Prinzip des „self-management“: Wo „Führung“ nicht persönlich stattfindet, gibt es immer irgendwo einen kleinen Leitfaden, wo sich die Regeln, die zum Erfolg führen, finden, oder finden sollen. Entweder im Horoskop-Stil – kleine Alltagsweisheiten, die nicht weh tun und meistens stimmen, oder als „Checkliste“, Punkt-für-Punkt Programm. Wichtig ist hierbei der richtige Einstieg, der erste Schritt, ohne den nichts geht, die Entscheidung für einen Weg. Natürlich kann man auch unverbindlich an einem Programm, einem Kurs teilnehmen, kommen und fernbleiben nach Lust und Laune, mal sich einbringen, mal weghören – wie bei einem Vertrag, der zu nichts verpflichtet, einem „Scheinvertrag“. Dann wird auf keine Einhaltung der jeweiligen Leistungen geachtet, Leistung und Gegenleistung nicht eingefordert, aber auch nichts bewegt. Deshalb wird gerne vorgeschlagen, einen Vertrag mit sich selbst abzuschließen – fragt sich, wie oft das schon schief gegangen ist, wie viele Zielbstimmungen schon in den Papierkorb gewandert sind. Auch mutet ein Vertrag mit sich selbst eher schizophren an, weil er eine Zweiteilung der Person verlangt und auf das Glatteis von Diät und Narzissmus führt; Besser ist es, mit einer anderen Person einen Vertrag abzuschließen – wenn eine Gewichtsreduktion gefordert ist, kann das Gegenüber (auch eine Gruppe kann diese Funktion erfüllen) allenfalls als Kontrollinstanz, nicht als Leistungserbringer gefordert sein. Mit einem unbändig starken Willen wären diese „Umwege“ überflüssig, aber wer hat den schon? Dennoch gilt das Motto „Das Leben in die Hand nehmen„, und sei es in Begleitung einer Gruppe oder eines Trainers/einer Trainerin (besser eine Lösung als keine Lösung).

„Wer ein Warum hat, dem ist kein Wie zu schwer.“

Friedrich Nietzsche

Dieser Satz ist zweifellos richtig und zielführend, markiert aber bereits den Punkt, an dem es mit der Allgemeingültigkeit des „kleinen Leitfadens“ vorbei ist. Immerhin sind absehbare und selbst akute gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht immer Grund genug, etwas zu unternehmen. Beim „Warum abnehmen“ nicht die Augen zu verschließen und Gründe, oder den vernünftigen Grund zu finden, und festzuhalten – das wäre also der erste Schritt. Sinnvollerweise findet sich hier ein anerkannter Grund; möglichst ein uneingeschränkt anerkannter Grund. Wünsche wie „Bikinifigur“ werden nämlich von Unterbewusstsein oft sowohl gewünscht als auch abgelehnt und taugen als wirkliche Motivation wenig: Solche Wünsche, einem Ideal zu entsprechen, sind „Ambilvalent besetzt“, zwiespältig und nicht immer frei von gewissen Konflikten, taugen als Hauptmotiv nur selten, sind oft auch nciht wirklich vorstellbar. Wenn wir unser Vorwissen verwenden, kommen wir zu diesem Punkt:

Die Einsicht in gesundheitliche Notwendigkeit oder der starke Wunsch, sich (wieder) wohler zu fühlen

Auführungen zu: Gesundheitliche Gründe

Aus dem „Warum“ ergibt sich also die Selbstverpflichtung, ergibt sich das „Wie“. Das kann im Einzelnen auch wenig spektakulär sein, tausend einzelne Punkte beinhalten, anstrengend und ungewohnt sein – jedenfalls, wenn es dem hier im Folgenden vorgestellten Programm folgt. . . .

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?

Sie sollten weniger Zusatzstoffe essen!

„Die Kalorienlüge“ – so der Titel eines Buchs von Hans-Ulrich Grimm – ist hier bisher ignoriert worden.
Bei „Pimpyouself“ fing die Diskussion dieses Buchs in der Bloggosphäre m.W. an und führte zu den schönen Grundsatzfragen: „Was macht denn jetzt dick“ und: „Warum essen wir überhaupt?“

das „Ernährungs-Ganze“ ist noch nicht enträselt, drum gibt’s auch ständig neue „Empfehlungen“. Wer mehr Energie zuführt als er verbraucht, wird dick – aber wieviel der Einzelne denn braucht, ist individuell sehr verschieden und hängt von zig bekannten und unbekannten Faktoren ab. Wenn also Frau X mit der Methode Q so richtig toll abgenommen hat, muss das bei Frau Z noch lange nicht funktionieren.

Erst lesen und dann das Buch vorstellen war das Motto beim „Blog ohne Diät“.

Ein Buch, wie für mich gemacht. Da behauptet der Autor doch glatt, dass nicht Kalorien dick machen, sondern Chemikalien. Das ist doch genau das, was ich immer sage.

„Chemie in Lebensmitteln“ – von so etwas lässt man am besten die Finger, und Dinitrophenol gehört nun auch nicht in die Kategorie.

Weil das Auge mitisst, werden die Farbstoffe verwendet – also nur aus optischen Gründen, nicht, um etwas zu verbessern, sondern des schönen Scheins wegen.
Es wäre durchaus einmal interessant, wie ein Standardgouda ohne Farbstoffe aussieht, ganz zu schweigen von der roten und grünen Götterspeise.

Vor Geschmachsverstärkern, Süßstoffen, Pflanzengiften und Hormonen in Lebensmitteln ist irgendwann genug gewarnt: Immer besteht die Gefahr, hierbei dem Kassandra-Effekt zu erliegen.

(Nebenbei: Was meint Herr Grimm zu den natürlich vorkommenden Hormonen – Östrogen im Soja oder Hopfen? Empfiehlt er Alternativen, etwa Tofu aus Hanfnüssen?)

Stellen wir fest, dass Dummheit sich durchsetzt: „Da wird schon nichts passieren, das haben wir im Gefühl“ hat man ja auch beim Atommüll-„Endlagern“ gesagt, und wundert sich, warum in Asse das Wasser durch das Salz sickert.

Dass der Stoffwechsel ein komplexes Geschehen ist, ist eine Binsenweisheit. Bis auf die molekulare Ebene alle Vorgänge verstehen zu wollen, halte ich für einen Wahnsinn.

Neben den bio-chemischen Vorgängen gibt es ein leib-seelisches Simultangeschehen und eine sozial vermittelte Esskultur, was bei Grimm sträflich vernachlässigt wird.

Warum man zunimmt, und warum man abnehmen will, sind entscheidende Fragen, die über das Wie (und wie erfolgreich) entscheiden.
Dass es „Die Kalorienlüge“ gebe, ist wohl auch eine (Teil-) Lüge: Gerade hat hier Tom S8 eindrucksvoll belegt, dass es auch mit Kalorien- bzw. Punkte-Zählen geht.
Das ist kein Beweis, dass es immer so geht. Aber im Einzelfall kann es das. Ich nehme mal an, Tom arbeitet bei einer Bank oder Versicherung, hat ein ausgezeichnetes Zahlenverständnis und sehr rational orientiertes Naturell.

Andere haben Schwierigkeiten, 17 x 4 zu rechnen, denken nicht in Begriffen, sondern in Bildern und sind überwiegend verträumt…

Wenn jetzt Joey Kelly Reiner Calmund trainiert, wird diese Aktion in die Medien gepusht wie andere gemachte Medienereignisse (gefunden bei Purzelpfund). Er wird seinen Weg mit Mineralwasser und Sport erfolgreich beschreiten (müssen).
Da wollen eine Sporthochschule, ein Mineralwasser, ein Fahrradhersteller, ein Hersteller von Massagegeräten und viele Andere am Geschäft ums anbehmen teil haben.

°

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?


°

Essen, gewürfelt genießen, unbewusste Symbolik


Gewürfeltes Essen mag nichts ungewöhnliches sein, doch heute bin ich stutzig geworden:

Schon wieder!

Neulich erst hatte es gewürfeltes aus dem Backofen gegeben, und heute aus der Pfanne.

Oft hat man ja die Freiheit, kurzfristig zu bestimmen, was man wie zubereitet, und bei diesen Entscheidungen sind sicherlich auch unbewusste Vorgänge am Werk.

Vordergründig denkt man vielleicht: „Ach, warum denn Bratkartoffeln – immer nur in Scheiben, gewürfelt sind sie doch auch ganz praktisch und vielleicht eher gar, und auch knuspriger“, aber wenn man sich fragt:
„Was fällt Dir zu „Würfel“ ein?“ – dann kommen Ausdrücke / Assoziationen wie „Die Würfel sind gefallen“, „Etwas ausknobeln“ oder „Glücksspiel“.

„Das ist halt ein Glücksspiel“, hatte ich mir während der Abstimmungsphase zu dem Imedo-Award, und gerade vorher, als die Jury gefragt war, gesagt: Wenn es ein Glücksspiel ist, bin ich nicht verantwortlich; das Glücksrad bleibt stehen, wo es will.

Ganz so war es nicht: Die Jury hatte ihre Kriterien und ihre Orientierung. Das drückte sich auch deutlich im Preis der Jury, darin, dass sie den „Landarzt“ (Hallo, herzlichen Glückwunsch auf diesem Wege!) favorisierte, aus.

Da das Rad sich aber mehrmals drehte, war Fressnet „irgendwie drin“.

Und so, wie sie gefallen sind, hab ich sie mir gebraten, die Würfel.

Mal sehen, wie es weiter geht. Warum nicht in diesem Sinne:

Mir haben die Awards sehr viel Spaß bereitet und es war schön zu erleben, wie viele der teilnehmenden Gesundheitsblogs untereinander Kontakt geknüpft und sich gegenseitig bereichert haben. Somit trugen die Awards dazu bei, vielleicht nicht die gesamte, aber immerhin doch einen großen Teil der Gesundheitsblogosphäre zu vereinen und ein Stückchen näher zusammen zu führen.

Medienpreis: Veröffentlichungen zum Metabolischen Sydrom

haben die Chance mit einem Preis gewürdigt zu werden:

Die Gesellschaft für Rehabilitation bei Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (GRVS) schreibt den mit 6.000 Euro dotierten GRVS Medienpreis 2009 aus. Mit diesem Medienpreis werden Arbeiten gewürdigt, die das Thema „Prävention und Rehabilitation bei Metabolischem Syndrom“ in herausragender Weise in Printmedien, Fernsehen oder Internet darstellen. (via Pimpyourself)

Über die Adresse  http://www.grvs.de/medien.htm fand sich noch eine 70-seitige Arbeit von Thomas Tuschhoff (2001) mit dem Titel Über-Ge-Wichtiges – informativ geschrieben und an der klinischen Praxis orientiert.

Darin, Kapitel 6:

Selbstsabotage oder Ratschläge zum erfolglosen Abnehmen

:

  1. Stecken Sie sich unerreichbare Ziele
  2. Wiegen Sie sich täglich!
  3. Suchen Sie sich andere Übergewichtige und nehmen Sie um die Wette ab!
  4. Stecken Sie sich langfristige Ziele!
  5. Streichen Sie Kalorienbomben endgültig vom Speisezettel!
  6. Legen Sie sich einen Vorrat von Ausreden zurecht!

Das Nachlesen im Detail lohnt sich allemal – wenn der Artikel auch in sich widersprüclich ist, also z.B. die Weight-watcher Methode empfiehlt, andererseits die nach der eigenen Kritik überflüssige Adresse nennt.
Auch das Angebot an Selbsthilfegruppen wurde etwas zu optimistisch dargestellt.

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?


Süsse Träume, denen Du nicht widerstehen kannst: Verführung

Wenn ein einsamer Cellist im Frack auf der Spitze eines Berges sein Cello streicht,  muss das ein Gipfelerlebnis sein, das Saiten zum Schwingen bringt.

Eine Frau im weißen Abendkleid macht einen Schleiertanz, wobei sie ein wenig vernebelt wirkt –

und von diesem Bild blendet der Film zur Einschlafsituation eines Mädchens über,  die Geborgenheit und Vertrauen signalisiert.

Zum Stofftier in seinem Arm (das klassischerweise als Übergangsobjekt zu verstehen ist, das dem Kind hilft, sich von der Mutter zu lösen) kommt die Tafel weiße Schokolade – als Über-Übergangsobjekt?

Eine weitere Überblendung leitet zu weißen Pferden im Schnee über und symbolisiert den Traum des Mädchens: Wilde Pferde voller tierischer Energie, ungezähmt und frei in der Wildnis.

Dann kommt, im Gegenlicht, für zwei Sekunden ein Skifahrer, der  den Schnee aufstieben lässt, ins Bild, und der Film blendet zum Schlussbild über:

Die beiden haben, in einer Szene voller Zärtlichkeit, etwas gemeinsames im Blick, und sie, die von Anfang an in Schwingung und Resonanz gebracht werden sollte – Sie kann jetzt bestimmt nicht mehr widerstehen.

Sie ist – geht das Kalkül des Werbefilms auf – verführt.

Wenn der zärtliche Liebhaber gerade mal nicht zur Verfügung stehen sollte, liegt im Regal die Alpine Schokolade bereit.

Wenn sie dann zugreift, weiß sie gar nicht mehr, wovon sie geträumt hat. Hätte sie doch bloß ihr Tagebuch geschrieben!

Dann wären ihr ihre Träume bewusst …

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?


Narzissmus-Test im Schnelldurchgang

Kaum zu glauben, dass eine komplizierte psychische Kategorie in 10 Fragen erfasst werden kann:
Da findet sich Narzissmus und ein Narzissmus-Test auf einer US-Seite, die „Teamarbeit“ zum Gegenstand hat, und besteht aus ganzen 10 Fragen:

„Test mit zehn Fragen zur Persönlichkeitsstörung“?

Aber schauen wir einmal genauer auf den Narzissmus-Test:

Notiere zu jeder Frage eine Ziffer von eins bis fünf:

1 entschiedene Ablehnung 2 keine Zustimmung 3 neutral
4 Zustimmung 5 starke Zustimmung

  1. Was andere über mich denken, ist mir sehr wichtig.
  2. Ich bin schnell gelangweilt
  3. Ich glaube, ich wirke auf das andere Geschlecht anziehend
  4. Ich melde mich bei meinen Freunden, wenn ich länger nichts von ihnen gehört habe.
  5. Ständig kommen andere mit ihren Problem zu mir.
  6. Ich bin wichtiger als die meisten Leute, die ich kenne.
  7. Was andere sagen, kann verletzend sein.
  8. Ich bin ungern längere Zeit alleine.
  9. Ich werde oft nicht anerkannt.
  10. Ich hab das Gefühl, ich bringe ständig die Angelegentheiten Anderer in Ordnung.

Die Auflösung folgt weiter unten, so dass niemand beim Lösen nach der Lösung schielen muss…

http://winning-teams.com/narcissist_tests.html

Werte zwischen 24 und 34 sind normal (Durchschnitt = 29).

Bei 35 oder mehr Punkten könntest Du narzisstisch sein.

23 oder weniger Punkte könnten auf einen Mangel an Selbstvertrauen/Selbstsicherheit hinweisen.

Die hier vorgestellte Fassung des Narzissmus-Tests ist eine freie Übersetzung der Fassung, die David Thomas erstellt hat. Sein Narzissmus-Test ist eine Unterseite von „Neurose, Paranoia und Narzissmus“.

Thomas hat sich auch mit Philosophie beschäftigt und zitiert O’Hear:

„There cannot be true self-esteem without self-worth, and self-worth has to be earned. Nor is there real happiness outside of a life well lived, of which happiness is the by-product.“

– auf Deutsch etwa:

„Es gibt keine wirkliche Selbstachtung ohne Selbstwert –
Wert muss verdient werden. Ebenso gibt es kein wirkliches Glück
außerhalb von einem richtig gut gelebten Leben, bei dem Glück als Nebenprodukt entsteht.“

Was den Narzissmus betrifft, bin ich ja der Meinung, dass er auch bei Essstörungen eine gewichtige Rolle spielt, die von unseren Neuro- Hormon – und Ernährungswissenschaftlern sträflich vernachlässigt wird, obwohl der Zusammenhang von Diät(-form) und Wohlbefinden oder auch Selbstwert so schwierig nicht zu erkennen ist.

Vielleicht auch interessant, wie die moderne Sichtweise sich mit der antiken deckt: Im Mythos von Narziss heißt es, schon das gerade geborene Kind habe „Liebe verdient“.

Urvertrauen und Selbstvertrauen, primäre Liebe, sonstige Vorlieben und Suchtverhalten, reife Liebe, Dialogfähigkeit – das sind einige der Phänomene, die mit der Entwicklungslinie des Narzissmus verbunden sind.

Ergänzungen zum Jo-Jo-Effekt

Die Strategien zum nachhaltigen Abnehmen sind so ausgeklügelt und verbreitet noch nicht, und außerdem sind Gewichtsschwankungen wohl auch biologisch vorgegeben.

Man muss also nicht unbedingt eine Panik bekommen, nimmt man nach einem Abnehmerfolg wieder etwas zu – „Hilfe, der Jo-Jo-Effekt hat mich erwischt!“ wird auch schon einmal vorschnell gerufen und der Teufel an die Wand gemalt.

Allerdings, wenn das „Etwas“ ins „etwas viel“ umschlägt, dann hat der Jo-Jo-Effekt wohl doch zugeschlagen.
Ob es hierbei irgendwelche Hintergründe gibt, die verstanden sein wollen – das ist noch mehr oder weniger ungeklärt.
Man kann die  „Arbeit am Körpergewicht“ mit einer Sisyphosarbeit vergleichen, das braucht aber mehr Geduld als üblich, und man erfährt, dass Sisyphos einer der übelsten Frevler war.

Einen Gedanken – fast eine Suggestion – zum Thema will ich hier noch einbringen:

Willst du vermeiden, dass der Körper auf Sparflamme schaltet, signalisiere ihm, dass du derart in Bewegung bist, dass du keinen Ballast brauchen kannst.
Geniesse, was Du zu Dir nimmst, signalisiere Dir: „Notzeiten, für die Fett gespart werden muss, stehen nicht bevor“.

Aber vielleicht möchten noch einige Fressnet.de-Leser ihre Erfahrungen einbringen – dafür gibt es hier die Kommentarfunktion.

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?

Zum Übergewicht veranlagt – aber was ist bloß "Die Veranlagung"?

Je breiter und umfassender die Diskussion über die Ursachen des Übergewichts, desto skurriler kann sie werden. Da werden dann Begriffe eingebracht, die recht beliebig verwendet werden können. Was ist „Die Veranlagung“? Bei der Zeit vom  22.03.2007 („Dick bleibt dick“) war die Veranlagung der Faktor, der mit-entscheidet,

wie gut wir den Überschuss an Nahrung überhaupt verwerten.

Forscher der US-amerikanischen Mayo-Klinik wiesen das vor acht Jahren eindrucksvoll nach, indem sie 16 normalgewichtige Probanden acht Wochen lang täglich 1000 Kilokalorien mehr als den nötigen Bedarf essen ließen. Alle durften nur die gleiche geringe Menge Sport treiben. Während etliche drei bis vier Kilo zulegten, waren es bei anderen jedoch nur wenige hundert Gramm.

Mit Hilfe von detaillierten Messungen fanden die Forscher heraus, wo die überschüssigen Schnitzel und Sahnetorten geblieben waren: Bis zu 700 der 1000 überschüssigen Kilokalorien hatten manche Probanden durch unbewusste Bewegungen, etwa durch Zappeln, Gestikulieren oder kleine Muskelanspannungen verbraucht. Bei anderen hatte ein vergrößertes Phlegma sogar zu zusätzlichen Einsparungen geführt.

Sicher, eine nette Studie. Aber es bleibt offen, ob die Probanden eine Disposition für oder gegen Übergewicht hatten, oder ob die Zunehm-resistenten Probanden eine Veranlagung zum Zappelphillipp hatten, und ob diese Option den „Phlegmatikern“ im Laufe der Erziehung ausgetrieben worden war. Dass Fett träge machen kann, aber nicht muss, steht auf einem anderen Blatt.

Also ist die Studie nur so weit gebracht worden, dass man auf Zusammenhänge zwischen Temperament und Gewichtsentwicklung schließen kann. Nun einmal weiterzuforschen, wie die Verhaltensmuster des Phlegmatikers zu ändern wären, ist niemandem in den Sinn gekommen.

Es wäre vielleicht weniger über Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße zu diskutieren, als über die Ausgewogenheit der Zustände des Gemüts.

Wer nun sagt, das sei kein Diätthema – das wird ein Sanguiniker sein, der sich nicht mit Cholerikern, Melancholikern und Phlegmatikern auseinandersetzen mag 😉  .

Und wers nicht glaubt – der macht jetzt vielleicht einen Persönlichkeitstest. Ob das etwas nutzt?
Wahrscheinlich muss der Persönlichkeitstest zur adipösen Persönlichkeit erst noch geschrieben werden. Und die Konsequenzen aus dem Befund muss dann jeder selbst ziehen.

 

 

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?

Die Traumfigur mit formoline, das Wunsch-gewicht mit fressnet

 

Zu den Zumutungen, die der „Blätterwald“ uns aufhalst, gehören Kostenlose Beilagen, die übers Fernsehprogramm [2] [3] zu berichten vorgeben.

Dass wir, ob wir wollen oder nicht, immer wieder mit Klischees aus der Mottenkiste konfrontiert werden – das gehört sozusagen zu den Nebenkosten.

Eine auf faltenfrei umgerenderte, gealterte Diva, einträchtig neben einem Model, das bei der Aufforderung zum Abnehmen gebraucht wird, auf der Titelseite.

„Abnehmen“ ist hier rot und groß gedruckt (wenn auch nicht fett – gedruckt, das wäre wohl irgendwie unpassend), eindeutig ein Imperativ. Dazu der unverbindliche Slogan: „Leichter zur Traumfigur … formoline“.

Rezeptfrei und aus der Apotheke – wie die Schüssler-Salze, die jeden rechtschaffenden Pharmazeuten in Erklärungsnotstand bringen.

Dabei geht es gar nicht um pharmazeutische Eigenschaften irgendwelcher Quellstoffe, die vielleicht Fett an sich binden können – Fett kann man ja einfach weglassen und ballaststoffreich essen, sondern um die Traumfigur, wie die Werbung bereits besagt.

Wer aber hat schon einmal einen Traum, in dem eine Traumfigur vorkommt, gehabt?

Die Traumfigur ist doch eher ein Produkt des Tagtraums, der, intensiv genug geträumt, der Trance nahekommt, oder dem Erlebensmodus während eines Films, oder dem Kaufrausch, den die Shopping-Kanäle bei ihren Kunden erzeugen.

Wer gerne von seiner Traumfigur träumt – es ist ja nichts dagegen einzuwenden – soll also gerne weiterträumen.

Der Schritt vom Traumgewicht zum Wunschgewicht ist jedenfalls der erste Schritt zum Wunschgewicht.; was das betrifft, kommt es nur noch auf die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge an.

Wie tauglich der „Kreuzschritt zur Seite“ hierbei ist, wird noch nicht verraten – nur soviel: Wer hier Fehler macht, bekommt einen Knoten in die Beine und fällt auf die Nase. Lassen wir uns also etwas anderes mehr einfallen…

[Fortsetzung folgt]

Links zum Thema

Vom Traumgewicht zum Wunschgewicht

und weitere Links im obigen Text

 

 

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?

Heiße Tage – Kalte Zuccini-Suppe – Rezept mit Bild – und die heiße Variante

Eine selbstgemachte Gemüsebrühe war bereits fertig, und einen Schweißausbruch wegen heißer Suppe konnte ich auch nicht brauchen.

Mit etwas Zitronensaft schmeckt vieles „erfrischend“, Schärfe kam durch zwei Teelöffel Essig, in dem seit zwei Wochen etliche Chilischoten eingelegt sind, hinzu, geraspelte Zuccini gaukelte etwas Substanz vor.

Diese fast kalorienfreie Suppe kann ja nicht sättigen, aber man kann beruhigt zwei Teller davon essen, und beim zweiten Teller gab es auch noch eine Scheibe getoastetes Brot (nicht: Toastbrot) dazu.

Zuccinisuppe – Variante 2

Die heiße Variante ist auch sehr schnell zubereitet: Eine Zwiebel, eine Kartoffel werden gewürfelt und angebraten, die gewürfelte Zuccini kommt etwas später hinzu.

Mit einem Becher Yoghurt und einer Tasse Milch pürieren, so dass die Suppe noch stückig bleibt.

 

Narzissmus und Diät
Alles im Lot?

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

Rubriken

Archive

Motivation