Hähnchenschenkel im Dienste der Gesundheit – Mit Hühnerfüßen die Hypertonie bekämpfen?

Dass Hühnersuppe „nachweislich seit dem 12. Jahrhundert gegen Erkältungen“ gelöffelt wird, ist dank dem „Landarzt“ oder sinngemäß sowieso bekannt.

Nun wird auf wissenschaft.de von der Blutdruck-senkenden Wirkung von Hühnerbeinen und -Füßen bzw. deren Eiweissextraken  berichtet, vermeldet das Blog ohne Diät, und hält „es für besser die Ursachen für den Bluthochdruck zu beseitigen und nicht nur das Symptom zu unterdrücken… „.

Das wäre natürlich konsequent, zumal das Problem so klein nicht ist und, auch  im Zusammenhang mit dem Metabolischen Syndrom, nicht unterschätzt werden sollte:

In westlichen Industrieländern lebt etwa jeder zweite Erwachsene mit einem Blutdruck mit Werten über 140/90 mmHg.

Ist bei einer Primären Hypertonie die Ursache, etwa eine Schwangerschaft, auch einmal nur von vorübergehender Dauer, so hat nach allgemeinem Verständnis die essentielle Hypertonie den Beigeschmack der Unabänderlichkeit:

85-95 % der Patienten müssen jedoch als primäre oder essentielle Hypertoniker angesehen und langdauernd oder lebenslang mit blutdrucksenkenden Maßnahmen behandelt werden. Die Ursachen der Hypertonie sind bei diesen Patienten multifaktoriell und weiterhin nicht abschließend geklärt. Daher ist die primäre Hypertonie auch eine Ausschlussdiagnose und darf erst gestellt werden, wenn andere Ursachen sicher ausgeschlossen werden können. [Wikipedia]

Ein umfassender Überblick zu den Ursachen der Hypertonie kann hier nicht gegeben werden, Konsens ist wohl, dass „Stress“ im Allgemeinen und im Besonderen eine der Hauptursachen ist – vielleicht dürften noch die falsche Ernährung, die gestiegene Lebenserwartung, die Unsicherheit der Verhältnisse  genannt werden.

Hierzulande gibt es zwar häufig Hähnchenschenkel im Sonderangebot, aber die wichtigen  Hühnerfüße landen an einem unbekannten Ort.

Wir sind halt eben nicht gesundheitsbewusst genug – weder wird etwas gegen die Krankheitsursachen getan, noch werden gesunde Alternativen für die Selbstmedikation zur Verfügung gestellt.

Ob die Studie von Yi-Ching Yang, MD, MPH; Feng-Hwa Lu, MD, MS; Jin-Shang Wu, MD; Chih-Hsing Wu, MD und  Chih-Jen Chang, die 1994 den vorbeugenden Tee-Effekt auf Chinesen erwiesen hat, auf Deutsche übertragbar ist, ist immer noch offen.

Konsequenterweise könnte man dann zum Beispiel auf dem Münchener Oktoberfest statt Bieranstich und Mass-Stemmen eine massenhafte, gesunde Tee-Zeremonie durchführen.

Und statt der Brez’n mit den leeren Kalorien vielleicht eine dunkle Schokolade anbieten.

Stofftiere, Keramik- und Porzellantiere bei Bloggers zu Hause – Blogstöckchen

Das folgende Bild ist eher zufällig entstanden, im Zusammenhang mit einem noch nicht fertigen Artikel über „Tee im Herbst“.
Darin wird das Hundchen aus den sechziger Jahren noch einmal eine Rolle spielen, allerdings auf einer anderen Aufnahmen, mit Teekanne und Herbstnebel.

Nachdem der „namenlose Wauwau“ nun schon einmal abgelichtet war, wäre es doch schade, das Bild unveröffentlicht auf der Festplatte zu belassen („verstauben auf der Festplatte“ schon mal gar nicht, das wäre ja wohl der GAU).

Für  Blogger liegt die Frage nahe, was denn die anderen Blogger in dieser Hinsicht horten oder bewahren, ausstellen oder wegschließen.

Die Idee zu einem Blog-Stöckchen war da natürlich nicht weit. Die Frage: „Wem zuwerfen“ beantwortete sich zwanglos nach einem Blick auf die Ergebnisse des letzten Blog-Quiz.

Banner-recycling beim Stöckchen-Werfen also, und dabei gleich noch einmal raten, was denn die Angesprochenen z.B. auf dem Sofa sitzen haben.

 

Horst hat vermutlich eine Demeter-Kuh von Steiff bereits in der Diele positioniert.
Es handelt sich um eine extrem seltene Sonder-Edition aus den späten 80-er Jahren.
Bei Nicole steht ein Habicht aus Meissener Porzellan in einer Vitrine, die sie zu besonderen Anlässen auch von innen beleuchtet. Ein plüschiger Dalmatiner ziert ihren Nachttisch.
Bei Christoph habe ich gar keine Idee, was für ein Stoff- oder Holztier er besitzt. Eine Nachziehente ist es nicht, sondern – zwecks Rückentraining – ein hölzernes Schaukelpferd.
Bei Balschuweits steht eine klassische Badenete auf dem Rand der Badewanne, und ein blauer Leucht-„Gummibär“ neben dem Fernseher.
Spielkind hat wegen der Katze kein Stofftier, weil die Katze nicht mit Stofftieren spielen soll, sondern fotographieren.
Deshalb hat sie zwei Bronze-Elefanten als Bücherstützen.
  hat in der Küche noch die alte Baby-Spieluhr aufgehängt. Sie dient als Kurzzeitwecker. Wenn das Lied einmal durchgelaufen ist, sind die Frühstückseier gar.
Bei Claudia steht ein antikes, indisches Reptil neben dem Monitor. Es bringt Glück, eliminiert elektomagnetische Wellen und dient als Briefbeschwerer.
Karmakonsum
(noch)
ohne 125×125-
Banner
Christoph ist vor ein paar Jahren meditativ zu der Erkenntnis gekommen: „Da ich nicht wie ein Tier bin, habe ich die Möglichkeit zu praktizieren. Deshalb besitze ich ein kostbares menschliches Leben.“
Das fair gehandelte, mit Naturfarben bemalte Holzkrokodil hat also nur noch Erinnerungswert.
  Also, liebe Stöckchen-Empfänger: Macht bitte mit, schreibt einen Artikel mit Bild, und gebt das Stöckchen weiter:

„Zeig mal Dein liebstes unbelebtes Tier, bitte!“

Dinkelvollkornmehl plus Hefe = Backen mit Freude

Dass die Einen bei „Hefe“ gleich ans Weißbier-Trinken und die Anderen an Hefeextrakt und Glutamat denken, ist doch schon etwas verwunderlich: eigentlich sind die Hefewürfel, die im Kühlregal immer in der Ecke liegen, wo man sie nicht sucht, doch zum Backen da.

Ein Hefeteig kann in ungefähr einer Stunde gebrauchsfertig sein, macht gar nicht viel Arbeit, und ist vielseitig verwendbar. Eine der leichtesten Übungen:

Die Dampfnudel.

Der Teig war recht „nass“ und schrecklich klebrig, so wurden die „Nudeln“ mit eingeölten Händen geformt, und nichts hat geklebt. Es hatte ja mal geheißen: „Dampfdrucktopf funktioniert nicht… (die Geling-Quote liegt geschätzt bei 50%)“ – aber vielleicht gehört die Dampfnudel doch in den Dampftopf?

Der gleiche Teig – natürlich war noch einiges übriggeblieben – durfte dann auch in der Pfanne sein Talent beweisen: Von dem in der bemehlten Vorratsdose, die natürlich im Kühlschrank ihren Dienst versah, wartenden Teig einfach ein paar Streifen abschneiden und ab damit in die leicht geölte Pfanne, noch mit wenig Salz und etwas geriebenem Käse überstreuen, vielleicht 10 Minuten auf der einen Seite (bei geschlossenem Glasdeckel und eher geringer Hitze). Wenden und noch mal 5 Minuten „braten“. Ergebnis: Ein „Imbiss“ mit Charakter, kräftig wie das Korn , aus dem er gemacht ist.

Hier ist noch einmal der „Restteig“ :

Der wurde – wo er doch schon so nette Poren hatte, ohne weiteres Kneten aufs Backblech gestürzt, eingedellt, mit Butterstückchen …

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… und braunem Zucker versehen, bei 200 Grad eine Viertelstunde gebacken.

Dank Backpapier hat nichts angeklebt, und geschmeckt hats auch…

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Dinkel-Vollkonmehl

Nährwertangaben je 100 Gramm
Brennwert 336 kcal
Eiweiß 7,1 Gramm
Kohlenhydrate
davon Zucker
64,0 Gramm
01,7 Gramm
Fett
davon gesättigte Fettsäuren
1,3 Gramm

0,1 Gramm

Ballaststoffe 8,4 Gramm
Natrium 0,001 Gramm

Das Metabolische Syndrom

In der Medizin gibt es häufig den Fall, dass mehrere Symptome regelmäßig in Kombination auftreten, was bei der Diagnose einer bestimmten Krankheit helfen kann.

Das Zusammentreffen mehrerer Symptome, die gemeinsam eine Erkrankungsform bilden, wird als Syndrom bezeichnet.

Bezogen auf den Stoffwechsel („Metabolismus“) spricht man vom „Metabolischen Syndrom“.

Beim Metabolischen Syndrom fängt alles mit dem „Wohlstandsbauch“ an! Das Bauchfett lässt dann häufig mehrere Stoffwechselfunktionen entgleisen. Der Blutdruck und die Blutfette sind erhöht, und der Zuckerstoffwechsel funktioniert nicht mehr einwandfrei.

Das Bauchfett produziert gefährliche Hormone, die über das Blut im ganzen Körper verteilt werden und in der Folge die Arteriosklerose (Blutgefäßverkalkung) sowie einen schweren Diabetes mellitus auslösen können.

Insulin und Diabetes

Insulin ist das zentrale Stoffwechselhormon, das von besonderen Zellen (Betazellen) in der Bauchspeicheldrüse produziert wird.
Es zirkuliert im Blut und transportiert Zucker an die Muskelzellen, die ihn zur Gewinnung von Energie bei Arbeit verbrennen.

Durch die  hormonelle Störung verliert das Insulin seine verbrennende Wirkung am Muskel, daher wird eine vermehrte Insulinproduktion (Hyperinsulinämie) ausgelöst, die Muskeln verlieren jedoch ihre Empfindlichkeit für Insulin (Insulinresistenz), und die „Betazellen“ der Bauchspeicheldrüse gehen durch die Überproduktion zugrunde.

Ohne Insulin steigt der Blutzuckerspiegel aber unkontrolliert, der Kranke muss in diesem Stadium daher Insulin von außen zugeführt bekommen.

Anders gesagt:

Stellt man sich die Körperzellen als Häuser vor, die eine Eingangstür mit einem Schloss besitzen, dann ist das Insulin ein Schlüssel, der das Türschloss aufschließen muss, bevor die Energie in Form von Glucose in die Körperzellen – also die Häuser – gelangen kann. Diesem Modell (Insulin = Schlüssel, Insulinrezeptor = Schloss, Zelle = Haus) folgend, passiert bei einer Insulinresistenz dies: Die Zahl der Türschlösser zu den einzelnen Häusern nimmt ab und teilweise werden die vorhandenen Türschlösser verbogen, sodass die an sich in ausreichender Zahl vorhandenen Schlüssel nicht mehr passen. [Quelle]

Erhöhter Zucker im Blut führt zu Folgeschäden am Auge, Herz, Nieren, Nerven und Gehirn. Andererseits kann erhöhter Zucker durch Muskelarbeit abgebaut werden. Das heißt: Genügend Bewegung, ausgewogene Ernährung und damit Gewichtsnormalisierung ohne Bauchfett können das Metabolische Syndrom und seine Folgen verhindern. Medikamente, vor allem Insulin, unterstützen diesen Abbau, sollen aber immer von Ernährungskontrolle und ausreichender Bewegung unterstützt werden.

Wann liegt ein Metabolisches Syndrom vor?

Von einem “Metabolischen Syndrom” sprechen die Ärzte, wenn drei der fünf folgenden Kriterien vorliegen:

  • Taillenumfang: > 102 cm (Männer), > 88 cm (Frauen)
  • Erniedrigtes „gutes Cholesterin“ (HDL), < 40 mg/dl (Männer), <50 mg/dl (Frauen)
  • Erhöhte Nüchternblutzuckerwerte (über 100 mg/dl)
  • Blutdruck: > 130/85
  • Erhöhte Neutralfette (Triglyzeride) > 150 mg/dl

Durch diese Risikofaktoren steigt das Gesamtrisiko für ein Herz-Kreislauf-Problem deutlich an.
Besonders dramatisch erhöht sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wenn gleichzeitig eine die Diabetes fördernde Stoffwechsellage, eine Fettstoffwechsel-Störung, ein Bluthochdruck sowie Übergewicht vorliegen.

Etwa bei 20 Millionen Menschen in Deutschland besteht das Metabolische Syndrom.

Geändert werden kann es im wesentlichen durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten.
Pro verlorenes Kilo Fettmasse sinkt der Blutdruck um mehr als 1 mm Hg; das Herzinfarkt-Risiko nimmt deutlich ab.  Der Blutdruck-Effekt ist umso ausgeprägter, je höher der Ausgangsblutdruck ist.

Unbehandelt führt das Metabolische Syndrom voll ausgeprägt zu Herzinfarkt und Schlaganfall und damit vorzeitigem Tod.

Die Gefahren des metabolischen Syndroms haben sich – im Groben – so langsam herumgesprochen. Dementsprechend wird auch gelegentlich nach

metabolische Diät

gesucht. Gemeint ist wohl eine Diät gegen das metabolische Syndrom – doch das ist eine schwierige Frage. Zunächst einmal: keine Softdrinks !

Studienteilnehmer, die täglich mindestens einen Softdrink (0,35 l) konsumierten, entwickelten um 50 bis 60 Prozent öfter ein metabolisches Syndrom als diejenigen, die weniger als einen Softdrink pro Tag hatten. Dieser Trend hatte auch unter Adjustierung anderer möglicher Risikofaktoren Bestand.
Zwischen dem Effekt von Diät- und regulären Getränken bestand nur ein marginaler Unterschied: Bei Konsumenten der „normalen“ Softdrinks war das Risiko um den Faktor 1,62 erhöht, bei Liebhabern der kalorienreduzierten Variante um den Faktor 1,53.

Möglicherweise senkt der Konsum des süßen Schlabbertrunks auch anderen Süßigkeiten gegenüber die Hemmschwelle.

Nachtrag:

Als geeignete Kostform bei Vorliegen des metabolischen Syndroms  (oder auch zur Vorbeugung) hat sich in Studien die mediterrane oder auch Mittelmeerdiät erwiesen. Diese beinhaltet, kurz gesagt:

viel Obst, Gemüse, Vollkorn, Oliven-Öl sowie mäßiger Aufnahme von Fisch und Alkohol. Möglichst wenig sollten Milchprodukte, Fleisch und Süßigkeiten gegessen werden.

Dabei sind 30 Gramm Nüsse pro Tag nicht nur erlaubt, sondern erwünscht.

(Ärztezeitung)

Weitere Quellen:

Gesundheitstipps
drzehnle

Rheuma-Informationen im Internet

Empfehlenswerte Webseiten zum Thema Rheuma

Eine Projektgruppe der regionalen Rheumazentren weist auf  empfehlenswerte Webseiten zu rheumatischen Krankheitsbildern  hin.

Hintergrund sei das zunehmende Angebot nicht fachlich geprüfter, marketingorientierter Internetseiten, welche die Patienten mehr verwirrten als sie aufklärten.

„Qualität in fachlicher und didaktischer Hinsicht sind Voraussetzung, damit Informationen dem Ratsuchenden weiterhelfen“, betonte Matthias Schneider. Er ist Sprecher der 30 Rheumazentren in Deutschland, die sich in der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie als Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben.

„Gibt man in eine Internet-Suchmaschine den Begriff „Rheuma“ ein, erscheinen mittlerweile mehr als zwei Millionen Treffer.“

Bei „Übergewicht sind es übrigens 2,5 Mio „Treffer“; die Informationsflut, das Problem der „marketingorientierten Internetseiten“  ist auf dem Gebiet der Adipositas  vergleichbar.

Dennoch ist der Anspruch, nur neutrale und ärztlich geprüfte Internetseiten zu listen, arg überzogen. Zum Einen wird bei „neutralen Seiten“ eine notwendige Stellungnahme politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen gegenüber schlecht möglich sein – zum Anderen: welcher Arzt bietet sich an, eine Seite wie „Fressnet.de“ zu überprüfen?

Die Kriterien „industrieunabhängig“ und „Erkennbarkeit des Anbieters“ sind da schon eindeutiger.  [Quelle]

Links zum Thema

» www.rheuma-wegweiser.de

» www.dgrh.de/rheumazentren.html

 

Die eigentliche Link-Seite fand sich dann zufällig auch noch…

Patientenverständlich?

Die „Kurzfassung der wissenschaftlichen Leitlinie „Definition, Pathophysiologie, Diagnose und Therapie des Fibromyalgiesyndroms“ in patientenverständlicher Form“ schreckt den „mündigen Patienten“ schon gleich mal ab: „Pathophysiologie“ gehört nicht zum allgemeinen Wortschatz. Hier noch ein paar Auszüge aus dem „patientenverständlichen“ Werk:

Bei Betroffenen mit anhaltenden bedeutsamen Beeinträchtigungen von Alltagsfunktionen 6 Monate nach Ende einer (teil-)stationären multimodalen Therapie wird empfohlen, die im Folgenden genannten Behandlungsmöglichkeiten zu überprüfen.

Bei einer Langzeitbetreuung sind Selbstverantwortung und Eigenaktivität der Betroffenen zu stärken. Es wird empfohlen, mit dem Betroffenen ein auf sie abgestimmtes Behandlungsprogramm zu erstellen (Empfehlung offen). Folgende Behandlungsmöglichkeiten können gemeinsam mit Ihnen erwogen werden:

Es folgt eine Reihe von medizinischen Interventionen bzw. Therapiemöglichkeiten, unter anderem,  mit „offener Empfehlung“ wird hier die vegetarische Kost genannt…

Andere Maßnahmen: Der zeitlich befristete Einsatz von Tai Qi und QiGong kann innerhalb multimodaler Therapiekonzepte erwogen werden. Für weitere komplementäre und alternative Maßnahmen liegen keine Nachweise eine (Nicht-)Wirksamkeit vor.

Wie so oft, fehlt hier mal wieder eine Möglichkeit, eine Nachfrage zu stellen: Widerspricht die kurzzeitige Anwendung von Tai-Chi nicht in Wirklichkeit dessen Philosophie?

Oder auch: Wie mache ich meinen vegetarischen Brotaufstrich selbst?

Bildung: Zucker in der Schule: Zucker ist süß

Manchmal fragt man sich, wozu Lehrer ein Studium brauchen, wenn sie die Vorbereitung  für ihren Unterricht überhaupt nicht mehr selbst machen müssen.

Komplette Unterrrichtsdesigns können sie – bequem per Mausklick – bestellen, und müssen nur noch die fertigen Arbeitsblätter austeilen. Nicht unbequem…

Mit Folien und Kopiervorlagen ist das Grundkonzept der Unterrichtseinheit schon mal gut vorstrukturiert – und für eine Vertretungsstunde, oder mal vor den Ferien, wenn der Elan mal wieder auf dem Nullpunkt ist, bietet sich „Zucker“ als Thema doch an.

„Von der Zuckerrübe zum Zuckersaft“

und „Vom Zuckersaft zum Zucker“ – das sind schon mal 10 Minuten.

„Wozu verwenden wir Zucker?“

Klar, da haben die Kleinen noch mal 5 Minuten zum Nachdenken. Dazu noch eine Folie präsentieren… (15)

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Viel zu viel Zucker im Müsli

Für Freunde von Zahlenspielen mal ein paar Zahlen:

19,1 g, 21,5 g, 23,3 g, 24,6 g, 25,1 g, 26,1 g, 27,0 g, 27,8 g, 27,9 g, 28,4 g, 29,9 g, 30,3 g, 30,3 g, 30,8 g, 31,5 g, 31,5 g, 32,2 g, 33,3 g, 34,0 g, 34,2 g, 34,6 g, 34,6 g, 36,1 g, 41,4 g, 43,9 g, 47,7 g, 47,9 g, 48,4 g, 48,9 g.

Was die Zahlen bedeuten sollen? Es handelt sich um den Zuckergehalt der gängigen „Müslis“ auf dem deutschen Markt.
Um das Produkt, das ein gesundes Frühstück für Kids sein soll, das eine Weile vorhält und Energie für Schulweg und Unterricht liefern soll.

Aber: Ein Zuckergehalt zwischen rund 20 und 50% ist allemal zu viel.

Schoko-Chips, Flakes und Pops eignen sich nicht als Frühstücksgrundlage, um einen langen Schultag gut zu meistern. [Quelle]

 

Die Beteiligten an dem Zucker-Fiasko:

Penny / Granola Choc Blop mit weniger Zucker , Kölln Zauberfleks Schoko, Tip Schoko Spots, Martin Evers Naturkost Choco Balls,  Fit & Activ Schoko Chips,  Penny / Granola Choco Balls,  Wurzener Choco monkeys, Kaufland / K-Classic Choco Rice Perls, Plus / Famili Choco Balls, Aldi (Nord) / Gletscherkrone Choco Chips, Aldi (Süd) / Knusperone Choco Chips, Kellogg’s Chocos, Nestlé Nesquik Knusper Frühstück, Lidl / Crownfield Flakers Choco, Kellogg’s Choco Krispies, Barnhouse Mr. Reen´s Choco Crisps, Kellogg’s Frosties mit weniger Zucker, Hahne Hoopy Honeys, Kaufland / K-Classic Cool Flakies, Lidl / Crownfield Golden Puffs,  Tip Sweet Flakes, Brüggen Swietwiet, Kellogg’s Frosties, Kellogg’s Smacks, Penny / Granola Snow Flakes, Plus / Famili White Flakes, Aldi (Süd) / Knusperone Honey Wheat, Norma / Golden Breakfast Honey Wheat, Aldi (Nord) / Gletscherkrone Honey Balls,  Fit & Activ Honey Wheat

Was die Erfindung von „Fertigmüsli“ überhaupt soll, bleibt schleierhaft. Selbst gemachtes Müsli bietet allemal die meiste Abwechslung und Frische, wobei das Bircher-Müsli als der gesunde Klassiker gilt.

Wege, Lebenswege, Kein Abnehmen und Diät ohne Richtungsentscheidungen

Das Gemeinsame an  Regelmässigkeit, einem Sinn für Ordnung und dem Unterwegs-Sein mag die Bewegung in Raum und Zeit sein.

Je nach Naturell bevorzugen wir Veränderungen oder konstante Verhältnisse – allein die „Verhältnisse“ ändern sich, ob wir wollen oder nicht, sind wir, in einem gewissen Rahmen, betroffen und beteiligt.

Für die Zeitspanne des Lebens gibt es das mythische Bild des Lebenslichts, das die Kerze verzehrt und schließlich erlischt, und das Bild des Lebenswegs, der im „irgendwo“ beginnt und im „irgendwo“ endet. Weiterlesen »

Die Ahle Wurscht ist angekommen!

Wenn der Chef selbst sich um den Betrieb kümmert, läuft der Laden rund: Vorgestern abend bekam ich eine mail von Carsten Neumeier, dass am Folgetag ein Wurstpaket Richtung Idstein abgeschickt wird; gestern abend eine mail, dass es unterwegs ist, und heute stand der Bote vor der Tür.

Ahle Worschtgrößere Darstellung

In Stroh gepackt – das passt zum rustikalen Charakter der „ahlen Wurscht“, die bei slow-food geliebt wird und auch einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat – ist sie schnell und heil hier angekommen.
Verkostet wird später – für heute nur die Geruchsprobe: Sehr vielversprechend, ganz besonders bei der dunklen, die schon ganze sechs Monate gereift ist, dabei einiges an Gewicht verloren hat und  einen intensiven, fast konzentrierten Geruch verströmt.

Der Kontakt zur Landleischerei Neumeier in 37235 Walburg war auf der BioFach 2008 entstanden; jetzt wird schon wieder die Bio-Fach 2009 angekündigt – da „musste“ ich auf den Newsletter der Landfleischerei doch einfach reagieren…

Eine kleine Anekdote muss ich jetzt noch loswerden: Als ich am Neumeier-Stand die ahle Wurscht probierte – man kam leicht ins Gespräch, an der Wurst war keine Fehl und kein Tadel – gab ich noch „Für alle Fälle“ meine Visitenkarte ab. Diese war – manche „Privatblogger“ sind nun einmal so, selbstgemacht und nicht wirklich professionell.
Trotz Messetrubel war Herr Neumeier aufmerksam genug, auf den ersten Blick zu erkennen, dass da gar keine e-mail Adresse angegeben war – die ließ sich aber noch handschriftlich ergänzen.

So viel zum Zusammenwirken von handwerklichen Betrieben und Bloggern, wie man es sich wünscht 😉

====>>> um weitere BloggerInnen zu motivieren, hier noch ein Zitat von BioEmma:

Zum Bloggertreffen ist jeder willkommen, der in irgendeiner Weise bloggt, sich nachhaltigen Themen verbunden fühlt und bei herwig sein Kommen ankündigt. Die Presseakkreditierung ist zusätzlich dann notwendig wenn man neben der Teilnahme am Bloggertreffen auch von der Messe bzw. dem Kongress berichten will.

M.O.B.I.L.I.S. – Abnehm-Programm der Extra-klasse?

Die „Zeit der Diäten“ ist offenkundig vorbei. Von daher wird sich das Interesse mehr und mehr geleiteten Abnehmprogrammen zuwenden.
Heute stellt  Fressnet.de  „M.O.B.I.L.I.S.“ im Gespräch mit Herrn Andreas Berg von der Geschäftsführung des eingetragenen Vereins  vor:

FN: Ein Programm, das über ein Jahr läuft und in 35 praktischen Bewegungseinheiten sowie 21 theoretischen Gruppensitzungen den Teilnehmern unter medizinischer Betreuung Impulse zu mehr körperlicher Bewegung und einem vernünftigen Lebensstil vermittelt, klingt Erfolg versprechend.
Und endlich werden einmal die medizinischen, „ernährungstechnischen“ und die Bewegung betreffenden Aspekte in einem Programm gemeinsam berücksichtigt.

Herr Berg – wie kam es zur Gründung von M.O.B.I.L.I.S., wer hatte die Idee dazu?

A. Berg: M.O.B.I.L.I.S. ist eine Initiative der sportmedizinischen Einrichtungen des Universitätsklinikums Freiburg und der Deutschen Sporthochschule Köln.
Nachdem sich beide Institute über Jahrzehnte einen erbitterten wissenschaftlichen Wettstreit geliefert hatten, beschlossen deren Entscheidungsträger im Jahr 2001 zukünftig gemeinsame Sache zu machen und ein neuartiges interdisziplinäres Abnehmprogramm auf den Weg zu bringen. Das war gewissermaßen die Geburtsstunde von M.O.B.I.L.I.S.

Renommierte Experten aus den Bereichen Bewegung, Psychologie/Pädagogik und Ernährung konnten schließlich von Freiburg und Köln für das nationale Gesundheitsprojekt gewonnen werden. Diese erarbeiteten ein umfangreiches Konzept, das während der Modellphase im Jahr 2004 erstmals in drei Gruppen getestet wurde.

Nach dem äußerst erfolgreichen Probelauf bildeten unsere Experten in speziellen Schulungen Fachkräfte aus, die die standardisierten M.O.B.I.L.I.S.-Inhalte anschließend an verschiedensten Standorten in Deutschland umzusetzen begannen.
Zwischenzeitlich gibt es über 100 dieser Teams, die jeweils aus Sportwissenschaftlern, Psychologen oder Pädagogen, Ernährungsfachkräften und Ärzten bestehen. Organisiert und überwacht wird das Gesamtprojekt von einem gemeinnützigen Verein bzw. dessen zentraler Geschäftsstelle in Freiburg – sprich M.O.B.I.L.I.S. verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen und erzielt auch keinen Gewinn.

FN: Bei M.O.B.I.L.I.S. wird eine Änderung des Lebensstils angestrebt. Bedeutet das nicht auch eine Änderung der Einstellung zum Leben, vielleicht noch über ein „Die Sohle meines Laufschuhs ist wichtiger als das Logo auf meinem Kühlergrill“ hinaus?

A. Berg: Ja, ganz bestimmt! Um seinen Lebensstil verändern zu können, muss man beweglich sein – nicht nur körperlich, sondern auch geistig.
Ganz zentral ist dabei die Einsicht: „Ich bin für mich selbstverantwortlich, ich habe es in der Hand, wie ich meinen Alltag gestalte – eben auch wie viel ich mich bewege und wie gesund ich mich ernähre!“ Wer dies begreift und konsequent an sich arbeitet, bekommt fast unweigerlich eine andere Einstellung zu seinem Leben.

Im Extremfall kann eine Lebensstiländerung sogar dazu führen, dass plötzlich langjährige zwischenmenschliche Beziehungen in Frage gestellt oder neu definiert werden müssen.
Wenn man erst einmal richtig damit anfängt, zieht eine Veränderung des Lebensstils nicht selten eine ganze Spirale weit reichender Veränderungen nach sich.

FN: Was die Einbeziehung von Pädagogen in den Ablauf betrifft, nimmt Ihr Programm offenbar eine Sonderstellung ein. Inwieweit könnte man es als ein „pädagogisches Programm“ definieren?

A. Berg: M.O.B.I.L.I.S. ist in erster Linie ein interdisziplinäres Programm mit einem bewegungsorientierten Schwerpunkt (35 praktische Bewegungseinheiten).
In 11 Gruppensitzungen wird das Thema Verhaltensänderung mit einem Dipl. Psychologen oder Dipl. Pädagogen besprochen. Jede Sitzung ist einem speziellen Thema gewidmet; die Teilnehmer erhalten während der Sitzungen theoretische Informationen und werden zu schriftlichen sowie mündlichen Aufgaben angeleitet.

Zwischen den Gruppensitzungen sind sie dazu aufgefordert, konkrete Aufgaben zur Verhaltensänderung in ihrem Alltag fortzuführen und den Fortschritt zu dokumentieren. In den Sitzungen kommen verhaltenstherapeutische Elemente zum Einsatz.
Eine Psychotherapie wird dagegen nicht angeboten, und es wird auch keine Ursachenforschung („Warum bin ich übergewichtig?“) betrieben.

Insofern könnte man M.O.B.I.L.I.S. natürlich auch als pädagogisches Programm bezeichnen; letztlich haben wir uns jedoch bewusst für die Adjektive ‚interdisziplinär’ und ‚bewegungsorientiert’ entschieden, weil diese die Ausrichtung von M.O.B.I.L.I.S. am besten beschreiben.

FN: Gibt es Ihrer Meinung nach einen „adipösen Charakter“, und wo sehen Sie die Grenzen oder den Übergang zur Therapieresistenz?

A. Berg: Das ist schwer zu beantworten, zu unterschiedlich sind die Gründe, warum Menschen übergewichtig werden. Die Wissenschaft steckt, was die Ursachenforschung betrifft, zudem noch in den „Kinderschuhen“.

Die Adipositas ist ein sehr komplexes Phänomen, bei dem der Charakter oder besser: bestimmte Charaktermerkmale sicher eine wichtige Rolle spielen, vermutlich aber nie allein verantwortlich sind.

Besonders spannend finde ich in diesem Zusammenhang die Frage: Warum schaffen es manche Menschen abzunehmen und ihr Gewicht dauerhaft zu halten, andere aber (mit derselben Methode oder Maßnahme, wie z.B. M.O.B.I.L.I.S.) nicht?
Allein dies spricht aus meiner Sicht eher gegen die These des „adipösen Charakters“.
Letztlich muss man auch berücksichtigen, dass nicht jede Maßnahme für jeden Adipösen gleichermaßen geeignet ist. Vielleicht gibt es ja eines Tages die Möglichkeit vorherzusagen, wer mit welcher Abnehmmethode den voraussichtlich besten Erfolg erzielen wird. In jedem Fall würde dies die Therapieresistenz deutlich senken.

FN: Vereinzelt werden ja auch ADS/ADHS oder Depression als auslösende Faktoren genannt …

A. Berg: Unser M.O.B.I.L.I.S.-Programm behandelt ausschließlich (starkes) Übergewicht, das auf einer gestörten bzw. falschen Energiebilanz beruht.
Übergewicht bzw. Adipositas kann aber natürlich auch andere Ursachen haben wie ADS/ADHS und Depressionen oder aber in Folge einer Essstörung auftreten.

In all diesen Fällen funktioniert das M.O.B.I.L.I.S.-Konzept nicht, sondern ist zunächst eine individuelle Einzeltherapie zur Behandlung der eigentlichen Erkrankung angesagt.

FN: Einige Programmen, etwa LLID, scheinen an die „Grenzen des Wachstums“ zu kommen. Internetgestützte – sagen wir mal, vom Umfang der Betreuung her – „Schmalspurprogramme“ sind möglicherweise auf dem Vormarsch, während die Mehrzahl der von Adipositas Betroffenen offenbar ganz wenig unternimmt.
Wie beurteilen Sie diese Entwicklung, und welche Expansionschancen sehen Sie für M.O.B.I.L.I.S.?

A. Berg: Grundsätzlich sind Über-gewicht und Adipositas weiter auf dem Vormarsch. Das unterstreichen nicht zuletzt die von der Bundesregierung zum Jahresbeginn veröffentlichten Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II.

Mit dem Thema Abnehmen lässt sich gutes Geld verdienen, das haben kommerzielle Anbieter seit geraumer Zeit erkannt. Aktuell wird Deutschland mit Programmen zur Gewichtsreduktion ja nahezu überschwemmt.
Allerdings gibt es nur sehr wenig seriöse Angebote, die z.B. die Kriterien eines kontinuierlichen Qualitätsmanagements erfüllen. In diesem Zusammenhang bin ich überzeugt, dass wissenschaftlich fundierte Programme wie M.O.B.I.L.I.S. eine Zukunft haben und sich langfristig auf dem Markt halten werden – vorausgesetzt sie investieren ständig in die Weiterentwicklung ihrer Inhalte und bleiben innovativ.

FN: Herr Berg, ich danke Ihnen für das Gespräch!

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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