Viel zu viel Zucker im Müsli

Für Freunde von Zahlenspielen mal ein paar Zahlen:

19,1 g, 21,5 g, 23,3 g, 24,6 g, 25,1 g, 26,1 g, 27,0 g, 27,8 g, 27,9 g, 28,4 g, 29,9 g, 30,3 g, 30,3 g, 30,8 g, 31,5 g, 31,5 g, 32,2 g, 33,3 g, 34,0 g, 34,2 g, 34,6 g, 34,6 g, 36,1 g, 41,4 g, 43,9 g, 47,7 g, 47,9 g, 48,4 g, 48,9 g.

Was die Zahlen bedeuten sollen? Es handelt sich um den Zuckergehalt der gängigen “Müslis” auf dem deutschen Markt.
Um das Produkt, das ein gesundes Frühstück für Kids sein soll, das eine Weile vorhält und Energie für Schulweg und Unterricht liefern soll.

Aber: Ein Zuckergehalt zwischen rund 20 und 50% ist allemal zu viel.

Schoko-Chips, Flakes und Pops eignen sich nicht als Frühstücksgrundlage, um einen langen Schultag gut zu meistern. [Quelle]

 

Die Beteiligten an dem Zucker-Fiasko:

Penny / Granola Choc Blop mit weniger Zucker , Kölln Zauberfleks Schoko, Tip Schoko Spots, Martin Evers Naturkost Choco Balls,  Fit & Activ Schoko Chips,  Penny / Granola Choco Balls,  Wurzener Choco monkeys, Kaufland / K-Classic Choco Rice Perls, Plus / Famili Choco Balls, Aldi (Nord) / Gletscherkrone Choco Chips, Aldi (Süd) / Knusperone Choco Chips, Kellogg’s Chocos, Nestlé Nesquik Knusper Frühstück, Lidl / Crownfield Flakers Choco, Kellogg’s Choco Krispies, Barnhouse Mr. Reen´s Choco Crisps, Kellogg’s Frosties mit weniger Zucker, Hahne Hoopy Honeys, Kaufland / K-Classic Cool Flakies, Lidl / Crownfield Golden Puffs,  Tip Sweet Flakes, Brüggen Swietwiet, Kellogg’s Frosties, Kellogg’s Smacks, Penny / Granola Snow Flakes, Plus / Famili White Flakes, Aldi (Süd) / Knusperone Honey Wheat, Norma / Golden Breakfast Honey Wheat, Aldi (Nord) / Gletscherkrone Honey Balls,  Fit & Activ Honey Wheat

Was die Erfindung von “Fertigmüsli” überhaupt soll, bleibt schleierhaft. Selbst gemachtes Müsli bietet allemal die meiste Abwechslung und Frische, wobei das Bircher-Müsli als der gesunde Klassiker gilt.

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11 Kommentare zu “Viel zu viel Zucker im Müsli”

  1. [...] Zuckermüsli [...]

  2. Ja, dass kann ich auch bezeugen: Zuviel Zucker (und Zuckerarten) in Fertigprodukte!

    Hausgemacht schmeckt wesentlich besser, natürlicher und ist i.d.R. gesunder.

    Beim Produkterkennungsrätsel komme ich auch nicht aus den Staunen heraus: nach den ganzen Oligofruktose, Weizen-Extrudat sowie Mono- Dingsbums etc. steht auf der Packung tatsächlich

    Da es sich bei diesem Müsli um ein Naturprodukt (!) handelt, können Kern-, Stein- und Schalenteile enthalten sein.

    *kopfkratz* Das soll ein “Naturprodukt” sein?

  3. Oops, habe den falschen Link gesetzt!

    Produkterkennungsrästel befindet sich hier

  4. @ Andrea:
    Wenn im Müsli ein Kirschkern ist, und einem Müsli-Esser haut es eine Zahnplombe heraus, könnte der Herstller vielleicht Probleme bekommen.
    Mit dem Aufdruck hat er die Käufer allerdings gewarnt, und ist aus dem Schneider.
    So ist das vielleicht gemeint.
    Dass hausgemacht gesünder, einfacher, frischer und gesünder ist- da sind wir einer Meinung.

  5. Ich versteh, was Du meinst, dieser Versicherungsaspekt. Dennoch könnte es wahrheitsgetreuer gesagt werden:

    Da es sich in diesem Müsli auch natürliche Produkte befinden, können…

    Der momentane “Warnung” suggeriert, dass das ganze Produkt gesund und eben rein natürlich ist, ein Naturprodukt eben.

  6. Tja das ist halt das Marketing von diesen Firmen.
    Man kauft doch lieber ein Produkt wo oben steht , dass es natürlich ist als umgekehrt.
    Und die wenigsten Leute lesen sich leider die Inhaltsstoffe von ihren gekauften Müslis durch und glauben dann auch noch das sie sich was gutes tun

  7. [...] – worum geht es eigentlich? Sind nicht die seit einigen Jahrzehnten immer größeren Mengen an Zucker (sogar im Müsli, oder Fruchtzucker als “gesunde Variante”) das Unverträgliche? Wie sollte die [...]

  8. Unsinnig wie zuviel Zucker ist es jedenfalls hier pauschal Zucker zu verteufeln und Dinge wie einen kompletten Apfel zwangsweise vor allem für die im Bericht erwähnten Kinder zu empfehlen.

    Es ist eine Frage der indivdiuellen Verdauung, wie jemand seinen Apfel ißt. Das soll jeder autonom ohne Einmischung von Aussen entscheiden. Wer ihn mit Stumpf und Stiel mag, solls essen, wer es ohne Schale will, solls essen, wer ihn nur als Mus nach einer Erhitzung mag, soll sich das zu Bauche führen.

    Mit der nahezu zwangsweisen Vereinheitlichung von Ernährungsdiktaten (ja, genau so sind viele als Ernährungstips, -ratschläge oder -empfehlungen gemeinte Vorschläge einzustufen: als Diktat! Wer von DER gesunden Ernährung redet, redet davon das er einen Stein der Weisen hätte, den die Wissenschaft nicht kennt. Jeder muss selbst entscheiden was er verträgt, der Körper kommuniziert gesund und ungesund, zuviel oder zuwenig über das Körperbefinden. Alles andere kann man dem Appetit überlassen. Einzig das Maß halten in einer Überflussgesellschaft kann als allgemeingültiger Tip angeführt werden.
    Damit ist aber nicht das 1200 Kalorien Programm für 1,75m Frauen gemeint.

    MFG

  9. @ Hannzi: So richtig Deine Kritik auch ist – wobei ich noch zwischen Ernährungstipps, Ernährungsratschlägen und Vorschlägen unterscheiden möchte, wird doch das “natürliche Empfinden” für die Bedürfnisse, beispielsweise beim Frühstück, durch die Präsentation des Warenangebots ausgehebelt:
    Mit Comic- und Phantasiewelten auf der Packung und den “Knuspereffekten” beim Inhalt, mit Zuckersüße, die Gewöhnung erzeugt.
    ” Jeder muss selbst entscheiden was er verträgt, der Körper kommuniziert gesund und ungesund, zuviel oder zuwenig über das Körperbefinden” …
    Sicher, auch das. Aber dann muss ich an die kürzlich veröffentlichte Studie zu ADHS und Diät
    http://fressnet.de/blog/?p=3424
    denken…
    Die Werbefachleute arbeiten m.E. mit dem “Markenbewusstsein” der Verbraucher. Die Marken sind heute vielleicht das, was in früheren Zeiten noch Geister und Schutzheilige waren.

  10. Ja, Ihre Einwände sind natürlich richtig. Aromatisierung, Süßung und schrille bunte Farben bzw. bestimmte Formen sollen den Absatz sichern und letztlich steigern, das funktioniert gerade bei Kindern, die dem nicht viel entgegenzusetzen haben sehr gut. Insofern haben stimme ich zu.

    Aber genauso wie ein Markenprodukt an den Bedürfnissen der Kinder vorbei gehen mag, ist ein Vollkornprodukt für diese Kinder vielleicht die Falsche Lösung, weil die Belastung für den Verdauungsapparat immens ist und Kinder nicht deshalb leicht verdauliche Kost bevorzugen, weil die so geil ungesund ist, sondern weil Kinder einen viel sensibleren empfindsameren Verdauungsapparat haben und auf die unterschiedlichsten Stoffe viel empfindlicher reagieren.

    Als Beispiel:
    Pollemer über Kinderernährung, Pommes, Krebsschutz
    http://www.youtube.com/watch?v=yjIVq-_0D-8

    Ausserdem müssen Kinder in der Schule geistig fit sein und können ihren Körper nicht mit schwerster Verdauungsarbeit belasten, hinzu kommt, das süße Nahrungsmittel Brainfood sind und Dopamin ausschütten und dadurch das lernen leichter fällt.

    Aufmerksamkeitsstörungen greifen auch in die Psychosomatik ein, berühren also Hirnstoffwechsel, oder basieren auf Störungen desselben.
    Natürlich wirkt auch das Essen verstärkend oder erleichternd auf die Symptome. Vor allem auch schafft sich das eine oder andere Kind (auch, vermutlich mehr noch als Erwachsene) durch sehr viel Essen eine Entlastung, weil das Essen hier dann auch als Betäubungsmittel wirkt, die Energie wird mehr in die Verdauung geleitet, Müdigkeit macht sich breit, Aufmerksamkeit muss nicht weiter gelenkt werden, reguliert sich in gelassener Mattigkeit. Es bietet dem/der Betroffenen zuverlässige Kontrolle über Unruhezustände.
    Das Gegenteil finden wir bei den überdrehten Magersüchtigen mit fehlender innerer Ruhe, diese sind ständig auf Draht, total Aktiv und fördern diesen Unruhezustand durch möglichst wenig Essen, sie erhalten so auch das Gefühl der Selbstkontrolle, die ihnen ja eigentlich durch ADHS Symptome abhanden kam.
    (lehrreich dazu: http://www.psychoanalyse-aktuell.de/kinder/adhs.html)

    Das ist meine These zu diesem Thema, ich finde es schon extrem banal, mit was Wissenschaftler so ans Tageslicht kommen, aber das mag ja auch an meinem eigenen Blick für die Themen liegen.

  11. [...] gesüßter Früchtetee, Ketchup, Balsamico, Likör, Limonade, Frucht-Nektar, Fertig-Müsli, (Fertigmüsli) Cornflakes, Vollmilchschokolade, Kuchen, Gummibärchen und Lakritze, Schoko- und sonstige Riegel, [...]

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Frische Kommentare

  • Primitivo Schokolade: ich würde ein Roten Primitivo Wein nehmen für Schokolade ;-)
  • Ernst: Dieser Brotaufstrich klingt auf den ersten Blick sehr lecker. Doch Leider fehlen für mich...
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