Buchweizen-Keimlinge im Kartoffelpfannkuchen – die Vitamin-Anreicherung ohne Nahrungsergänzungsmittel

Buchweizenkeimlinge - DetailansichtBisher nur ein Beispiel für die wundersame Wirkung gekeimter Saaten ist hier berichtet worden – dass die Pflanze zum Beginn ihres Wachstums, also in der Keimphase, die meisten Vitamine mobilisiert, dürfte aber als gesichert anzunehmen sein.
Und die Chinesen machen es uns ja vor, nämlich mit den Sojasprossen, an die wir  uns schließlich klaglos gewöhnt haben. Die frische Kresse, die sich inzwischen fast immer auf den Gemüse-Verkaufsflächen findet – ein weiteres Beispiel für frische Keimlinge, in diesem Fall auch schon mit erstem Blattgrün.

Was den Buchweizen, dieses alte Pseudo-Getreide, auszeichnet, ist die gute Verträglichkeit, er ist glutenfrei und dabei von gutem Geschmack.
Das gekeimte Korn wird recht weich und wird angebraten sogar noch nussig-knusprig im Geschmack, sollte aber für diesen Zweck verwendet werden, bevor der Keim allzu lang wird.

Kunterbunt und fast schon surrealistisch sieht das gekeimte Korn aus;

Buchweizenkeimlinge in der Keimschale

und in der Detailansicht erkennen wir die feinen Würzelchen, die man bei oberflächlichem Hinschauen für Schimmel halten könnte, aber es ist alles in Ordnung:

skurrile Buchweizenkeimlinge

Erstes Chlorophyll hat sich gebildet – und kein Korn sieht aus wie das Andere, kein Keim sieht aus wie der Andere.
Wer da noch für das Klonen für Lebensmittel ist, befürwortet insgeheim wohl auch die geistige Gleichschaltung, der ist ein einfältiger Feind der natürlichen Vielfalt.

Und wie kommen die Buchweizenkeime in die Kartoffelpfannkuchen?

Hier ist das Wiegemesser zum Einsatz gekommen. Bei Buchweizenkeim-Frikadellen ist das natürlich nicht nötig, doch davon ein anderes Mal.

Ein-zweimal mit dem Wiegemesser über die ausgebreiteten Keimlinge geangen, und sie sind fit für die Verwendung im Pfannkuchenteig.

Rezept: Kartoffel-Buchweizenkeim-Pfannkuchen für eine Person

  • Ein Ei
  • 5 El. gehackte Buchweizenkeimlinge
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 1 TL Vollkornmehl
  • Salz
  • Öl zum Anbraten
  • Apfelbrei als Beilage

Die Zutaten vermengen und in der gut heißen Panne esslöffelweise in Öl ausbraten, mit Apfelbrei servieren.

Man kann hier nicht wirklich mit Öl sparen, sonst werden die Pfannkuchen lasch statt knusprig, aber schwimmen müssen sie auch nicht. Die Menge bleibt immerhin im Rahmen, wenn man an dem Tag, an dem es diese Keimling-Kartoffelpfannkuchen gibt, ansonsten auf weiteres Fett verzichtet, was ja möglich ist.

Für die Portionsdiät ergibt sich der folgende Eintrag:

  • Öl – 3 Portionen
  • Eiweiß – 1 Portion (das Ei)
  • Kohlenhydrate – 1 Portion (die Kartoffel)
  • Obst – 1 Portion (der Apfelbrei)
  • Süßigkeiten – 1 Portion (Es wird schon mindestens ein Teelöffel Zucker im Apfelbrei gewesen sein)
  • Gemüse – 1 Portion (wenn wir den gekeimten Buchweizen nicht mehr als Kohlenhydratlieferant, sondern als Gemüse verstehen)

Kartoffelpfannkuchen einmal ohne Zwiebel hab’ ich ganz interessant gefunden – eigentlich waren sie so etwas bekömmlicher. Den “Trick”, die Pfannkuchen nach dem braten mit Küchenpapier abzutupfen, könnte man natürlich auch noch anwenden – aber bringt das wirklich viel?

Serviert wurde hier übrigens testweise auf einem kleinen Teller, der ist immerhin randvoll, bei einer Gesamt-Portion, die eigentlich etwas klein erscheinen könnte. Aber so wird wenigstens der Teller leer, und es gibt wieder gutes Wetter ;-)

Rezepttipp, wenn es ein einfacherer Pfannkuchen mit Buchweizenmehrl sein soll:

Buchweizenpfannkuchen

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2 Kommentare zu “Buchweizen-Keimlinge im Kartoffelpfannkuchen – die Vitamin-Anreicherung ohne Nahrungsergänzungsmittel”

  1. [...] Buchweizenkeim-Pfannkuchen [...]

  2. [...] Kartoffelpfannkuchen mit Buchweizenkeimlingen [...]

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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