Diät-Rezept mit Bild: Bratkartoffeln mit gefüllten Cherrytomaten und Frischkäsesauce

Wenn es bei mir schon (Pell-) Kartoffeln gibt, dann mache ich den Einsatz des Schnellkochtopfs auch voll – was bei der einen Mahlzeit übrig bleibt, wird bei der nächsten oder übernächsten verbraucht; das ist wohl ein übliches Verfahren.

Von daher gab es heute Bratkartoffeln. Dabei pfeife ich auf die Anweisungen aus Bratkartoffeln, FrischkäsesauceKochbüchern oder von Fernsehköchen, die mit (Un-) Mengen Butter „wegen des Geschmacks und der Knusprigkeit“ meinen arbeiten zu müssen.

In der gerade mal mit Rapsöl ausgepinselten Teflonpfanne wird das schon – bei eher geringer Hitze und etwas mehr Zeit; allzuviel Hitze vertragen diese Pfannen überhaupt nicht.

Die Tomaten aushöhlen und wieder zu füllen – das kan man machen oder auch lassen. Etwas mehr Sauce braucht man sowieso, und die wird besser seperat gereicht.

Hier wurden Frischkäse, Magerquark, Knoblauch, Salz, Pfeffer, Olivenöl gemixt, und fertig.

Sollte jetzt die Frage kommen:

„Wie viele Punkte wait-wotchers Bratkartoffeln?“

wäre meine Antwort: „Weiß nicht!“

Das Thema hier ist schließlich nicht Punkte-zählen, sondern „gesund leben“.

Dazu gehört auch genussvoll leben, und dazu gehören manchmal auch Bratkartoffeln – allerdings solche, die man nicht erst mit Küchenpapier entfetten muss.

Ein Nachtisch darf natürlich auch sein – in diesem Fall eine leicht abgeänderte Version des Rezepts für den Käsekuchen ohne Boden.

Weitere Kartoffel-Diät-Rezepte

Bratkartoffeln perfekt – aber wie?

Dieses Rezept ist Bestandteil der Serie „Sattmacher-Rezepte“

Mit 50 erlahmt das Interesse an Diät, aber die bis 21-Jährigen sind scharf auf Diättipps

Fragen wir mal die älteren Semester zu ihrer Einstellung zum Essen (und abnehmen), dann kommt bei einer garantiert nicht repräsentativen Umfrage heraus:

„S’muss schmecke“ und „Es gibt zwei Sorten von Essen: Welches, das schmeckt, und welches, das gesund ist“ oder auch „Fett ist Geschmacksträger – unverzichtbar“!

Eine Umfrage zur Altersstruktur, die auf den weltbesten Diättipp-Seiten im Internet 😉 durchgeführt wurde, ergab das folgende Bild:

Alter und Geschlecht Diät Interesse

Dass sich hier rund zwei Drittel Frauen beteiligen, liegt wohl daran, dass – statistisch – weniger Männer mit Hausarbeit beschäftigt sind, aber diese Dinge sind ja im Wandel.

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Weitere Umfrageergebnisse

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Fettstoffwechsel

Die Vorgänge um die Aufnahme, den Verbrauch und das Speichern von Fetten sind nicht gerade unkompliziertm, und

Basis für Vorbeugung und Behandlung von Übergewicht ist ein besseres Verständnis des menschlichen Fettstoffwechsels.

Übergewichtige speichern mehr Fett und lagern es länger ein als Normalgewichtige.  (Quelle)

Übergewichtige zeigten sowohl eine um ca. 50 Prozent erhöhte Fettaufnahme als auch eine längere Speicherdauer von 2,1 Jahren. Beides trägt dazu bei, dass Übergewichtige ungefähr das doppelte Körperfett mit sich herumtragen. …  Fettzellen, die … besonders lange gespeichert worden waren, ließen sich auch im Reagenzglas schwer zum Abbau stimulieren.

Das ist „hartnäckiges Übergewicht“ auf der zellulären Ebene. Hat sich die Fettzelle im Laufe der Zeit an „ihr“ Fett gewöhnt und will es nicht mehr abgeben?

Abnehmen und Diät – Die Evolution der Anleitungen und optimierte Motivation

Wenn unter der Überschrift
Das “Alles oder Nichts Prinzip”
Ziele realistisch setzen

Fragen der Motivation – so lange die Motivation zum Abnehmen noch sehr hoch ist, kommt einem der Verzicht auf “Begehrtes” noch leicht vor – besprochen werden, ist das immerhin die Revision des gängigen Prinzips, in der “Diät” mit strengen Vorschriften zu arbeiten.
Langfristig würden sinnvolle Einteilung oder bewusster Genuss weiter führen als “harte Maßnahmen”, die nicht durchgehalten werden können.

Selbstzweifel, die sich unter der Frage “Wozu das Ganze? Ich habe mich so wahnsinnig angestrengt, aber ich kann mich ja doch nicht an das Programm halten!” einschleichen, sind so unberechtigt nicht, wenn die “Diät” ohne Sinn konzipiert ist. Wenn der Weg falsch ist, brauche ich auch nicht weiter zu gehen, und es kommt der Rückfall: “Heute ist es mir egal, was ich esse!”

Viel und schnell abzunehmen, ist eine Anforderung, die bald zur Überforderung wird. Wir müssen also das “schnell” wieder aus dem Vorhaben streichen – ungesund wäre es ja auch.
Solche Gedanken sind in einer psychologischen Handreichung bei “e-balance” zu finden; weniger zweckfreie Information, sondern mehr, um LeserInnen an ein Programm zu binden.

Bei Motivation wird nun noch zwischen Funktionsorientierung und Erfolgsorientierung unterschieden, sinngemäß zwischen der Freude am Tun und der Vorfreude auf den Erfolg, der Orientierung am “Endprodukt”.

“Wie oft denken Sie daran, dass Ihnen die Umstellung selbst gefällt und Sie sich damit schon etwas Gutes tun? Schmecken Ihnen die neuen Gerichte? Gefällt es Ihnen, sich zu bewegen? Tut es Ihnen gut, Pausen einzuhalten und einen festen Rhythmus in den Tag zu bringen?”

Jeder Schritt in die Richtung bringt uns dem Ziel näher, oder “der Weg ist das Ziel”. Der Wanderer sollte auf seinem Weg sich in Gelassenheit üben statt in übertriebener Askese oder Vorsätzen wie

“Ich esse keine Schokolade mehr, ich trinke nie wieder Alkohol, ich treibe 7 Mal Sport in der Woche usw., fordern eine enorme Anstrengung und einen hohen Verzicht. Genuss und Wohlergehen bleiben auf der Strecke. Nur die Orientierung am Erfolg wird als Motivation herangezogen, es fehlt eindeutig die Funktionsorientierung.”

Schokolade, dunkel, gemäßigte MengeMan kann sich bis zu einem gewissen Punkt kontrollieren, aber die Kontrolle braucht Kraft. Der Verzicht auf Schokolade wird also lieber nicht per Kontrolle durchgesetzt; der Umstieg auf Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil bringt gegenüber der rigiden Kontrolle den größeren gesundheitlichen Vorteil.

“Geht es … um die Lösung komplexer Aufgaben – wie eine Ernährungsumstellung und langfristige Gewichtsreduktion – dann nimmt die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit ab einem bestimmten Punkt ab. Die Probanden werden durch den Druck gehemmt, ihr Ziel zu ernst zu nehmen.”

Es ist schwierig, sich gleichzeitig auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren, und nicht immer sinnvoll. Ungewohnt ist auch das Radfahren einmal gewesen. Neben der Übung braucht es einen Plan. Ein gutes Programm sorgt schon unterwegs für gesteigertes Wohlbefinden: “Der Weg ist das Ziel”, meint auch die Diplom Psychologin Verena Bergunde.
Ob das e-balance-Programm auch für schwierige Fälle geeignet ist, wage ich zu bezweifeln. Erfahrungsberichte finden sich wenige; meist jedoch nur auf der Seite selbst, und die sind natürlich ausgewählt. Bei “Gesund durch Essen” fand sich eine wohlwollende Rezension:
Das Programm sei den persönlichen Angaben angepasst. In seinem Rahmen erfahre man den Kalorieninhalt und die Zusammensetzung an Eiweiss, Kohlenhydraten, Fetten und Alkohol auch der Speisen, die vom Teilnehmer vorgeschlagen wurden.

“Zum Programm gehört auch eine ähnlich gestaltete ausgezeichnete Bewegungsberatung (Fitness). Man bekommt, wieder persönlichen Angaben entsprechend, nicht nur Vorschläge, wie lange man welche Art der Bewegung ausüben soll, sondern auch … wie lange man intensiven Sex haben muss, um eine Crémeschnitte … abzubauen (2 Stunden und 42 Minuten!) … Im Rahmen des Programmes lernt man sehr viel über Ernährung und Bewegung. Es ist geeignet für gewissenhafte, genaue Personen, die bereit sind, die Nahrungsmittel mindestens am Anfang zu wiegen und der Durchführung genug Zeit zu widmen.”

Auch lesen: Abnehmen, Motivation und Willenskraft

Vergiftetes Verdickungsmittel – aber Dioxin ist überall

Guarkernkultur, TexasEigentlich sollte hier ein Bericht über die tollen Eigenschaften von Guarkernmehl und Johannisbrotbaummehl folgen – aber der muss noch etwas warten – zu irritierend waren Meldungen über Dioxinfunde in Guarkernmehllieferungen aus Indien.

Nach einem Bericht vom Juli d.J. in der NZZ hatte die schweizer Firma Unipektin mit Dioxin „belastetes“ – vergiftetes – Guarkernmehl in Umlauf gebracht.

Die Verunreinigung mit Dioxin wurde von einem deutschen Kunden bei der Qualitätskontrolle festgestellt und liegt weit über dem in Europa geltenden Grenzwert. … EU- Kommission erliess am 25. Juli eine Lebensmittelwarnung. Welche Menge zurückgerufen werden müsse, sei noch nicht bekannt, … . Vermutlich handle es sich um eine Grössenordnung im Bereich von Tonnen. Beliefert wurden Kunden in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Österreich, Grossbritannien, Finnland, Spanien, Ungarn, Tschechien, Polen, Australien, Japan und in der Türkei.

Zwar wurde eine Gefährdung der Verbraucher ausgeschlossen – die Migros nahm jedoch drei Produkte aus ihren Läden zurück; die Creme Quick Vanille, die Creme Quick Schokolade und das Mousse Himbeer.

Der Dioxin-Gehalt dieser Produkte übersteigt den in der EU zulässigen Gehalt. Der Rückzug erfolgte in Absprache mit dem Zürcher Kantonschemiker. Wer die Produkte schon gekauft hat, kann sie in die Migros zurückbringen.

Ruhe ist die erste Bürgerpflicht – getreu diesem Satz durften wir Anfang August lesen, dass keine akute Gefahr vorhanden sei:

3. Risiken für die Gesundheit der Verbraucher?

Da es sich bei der Kontamination um den Rohstoff handelt, welcher im Endprodukt (Lebensmittel) um ein Vielfaches verdünnt wird, gehen die Sachverständigen davon aus, dass für die Verbraucher keine akute Gesundheitsgefährdung besteht. www.bfr.bund.de

Eine akute Gesundheitsgefährdung durch Dioxin besteht nur bei Unfällen mit größeren Dioxinmengen. Bei den Lebensmittelskandalen der letzten Jahre war diese Gefährdung nie gegeben. Bei der Risikobewertung ist die Grundbelastung aus unter-schiedlichen Quellen über lange Zeiträume viel wesentlicher als eine kurzfristig erhöhte Aufnahme.

Wer jetzt beruhigt ist, ist kaum aus der Ruhe zu bringen. Dioxin ist „überall“, (Eigentlich: „Seveso ist überall“ und gar nicht soo lange her) auch ohne Chemieunfälle: In der Ostsee und auf dem Kleinbauernhof:
Hühnerzüchter, die die in ihrem Kleinbetrieb gelegten Eier selbst verzehren, sind gefährdet: Dioxine in Eiern aus Freiland- und Stallhaltung können hier zum Problem werden. Den Hühnerstall mit Altöl anstreichen: Pfui. Wer macht denn so etwas?

Der Auslauf der Hühner wird nicht umgepflügt, wenn der Bauer, um Müllvermeidung besorgt, vor 30 Jahren Plastiktüten verbrannt hat, kann er heute eigentlich zusehen, wie er seinen Boden wieder saniert.

Digitale Tischkultur soll Anorexie und Adipositas heilen: Das Mandometer

zeitlosOb wir ab einem BMI von 25+ künftig von der Gesundheitskasse einen „Mandometer“, einen Taktgeber für die Zufuhr der Häppchen, neben den mit Sensoren ausgestatteten Teller gestellt bekommen oder nicht, ist unter anderem eine Frage der Kultur: Der Tischkultur sowieso, aber auch der fortschreitenden Entfremdung und Fremdbestimmung.

Die Apparatur, die Technik-affiine Ingenieure sich haben einfallen lassen, wäre jedenfalls bei einem funktionierenden sozialen Umfeld über-überflüssig; dass so etwas überhaupt entwickelt wird, wirft ein Licht auf die lieblosen und inkompetenten Zustände in den westlichen Familien.

Es führt wesentlich weiter, nach dem Sinn dieser „fortschrittlichen Technik“ zu fragen, als unter dem Motto „Gesund abnehmen und leben“ sie lediglich vorzustellen.

Das „Mandometer“ selbst weist ja darauf hin, dass es Personen gibt, die noch viel an Hilfestellungen und Kompetenz im Umgang mit sich und Anderen brauchen. Soziale Kompetenz braucht aber die soziale Auseinandersetzung, den Diskurs.

Update vom 06.01.2010:

Laut einer heute veröffentlichten Meldung hat das British Medical Journal eine Studie veröffentlicht, wonach das Mandometer bei Jugendlichen mit einem BMI über 30 akzeptable Erfolge erzielte.

Nach 18 Monaten konnte die Gruppe mit den Geschwindigkeitsmessern ihren BMI im Durchschnitt um 2,1 Punkte senken – etwa dreimal so viel wie die restlichen Teilnehmer.
Zudem hatten die Probanden in der Mandometer-Gruppe ihre Essgeschwindigkeit um elf Prozent gedrosselt, während sie in der Kontrollgruppe um vier Prozent gestiegen war. Gleichzeitig verringerten die Kontroll-Esser die Größe ihrer Portionen.

Die Verfasser des Berichts bezeichneten die Waage als geeignete Begleitmaßnahme bei der Behandlung übergewichtiger Minderjähriger. Sie ersetze allerdings nicht die übliche Therapie aus körperlicher Bewegung und Ernährungserziehung.

Studien zu Denkvermögen, fettarmer Diät und Kohlsuppe

Als Anfang des Monats eine australische Studie mit der Überschrift
Fettarme Diäten steigern das Denkvermögen 
herauskam, zeigte Frau Grillparzer eine verständliche Reaktion:

Schnell einen Keks essen, sonst verstehe ich solche Meldungen künftig nicht mehr.

Und mit routiniertem Geschick legte sie den Finger auf die wunde Stelle der Studie:

die anderen bekamen 60 Prozent Fett. Das ist ne Menge – das verstopft natürlich die Denkkanäle. 35 Prozent Eiweiß. Reichlich. Nichts gegen einzuwenden. Und 4 Prozent Kohlenhydrate. Das ist null Kohlenhydrate. Kein Vollkorn, kein Obst, kein Gemüse. Die stecken schon im Fleisch drin. Da könnte ich auch nicht denken. Heraus kommt das Gerücht: Kohlenhydrate machen gescheit, Fett macht dumm.
Tja, einfach nicht dran glauben.

Warum eigentlich nicht? Das Gehirn braucht schließlich Energie, und wenn der Brennstoff schlecht verfügbar ist, ist es auch mit der “Denkleistung” nicht zu Besten gestellt.

Schön ist es prinzipiell, dass eine “Diätbuch-Autorin” sich im Internet tummelt, in diesem Fall sogar mit Weblog und Forum. So ein Motto wie “Einfach nicht dran glauben” kann man immer wieder mal brauchen. Im Fall von Büchern über die Kohlsuppen-Diät waren die Bücher leider populärer als das Motto, so dass die Kohlsuppen-Diät-Welle einst über Deutschland hinwegschwappte – vielleicht gibt es mal eine exotische Studie zu Kohlsuppen-Diät und Denkvermögen. Die bescheinigt uns dann einen historischen Irrtum.
Das Institut, das sich selbst und unseren Studienwahn hinterfragt, wird es jedoch in nächster Zeit nicht geben.

Gesundheit und Abnehmen im Internet; Widersprüchliches und wenig Diät

Frank hat eine „bezahlte Pulverdiät“ hinter sich und weiß noch nicht, wie es weitergehen soll:

Wie sich das ganze nun weiterentwickelt muss sich zeigen. Ich habe das große Glück, dass sich bereits wenige Tage nach Diätstart und Veröffentlichung der Geschichte ein angehender Ernährungsberater bei mir gemeldet hat, der nun im Anschluss an die Diät eine kostenlose Beratung mit mir durchführt. Das werde ich an anderer Stelle nochmal detaillierter ausführen.

Das ist doch erfreulich.
So langsam verbessert sich das Ernährungsbewusstsein, und ein Gefühl für „echte“ und „unechte“ Nahrungsmittel entsteht. Das Geheimnis, wie aus Holzspänen ein Erdbeeraroma entsteht, werden wir auch noch lüften.

Zu Guarkernmehl werden wir hier bei Fressnet.de demnächst mehr berichten.

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Auf der Suche nach einer Alternative zum Müsli als Frühstück habe ich etwas medterranes gefunden:

Toast mit Kefir.

Wie immer, steckt die Tücke im Detail: Es ist nämlich zu befürchten, dass das nicht satt macht. Vielleicht findet sich irgendwo am Amazonas noch ein Naturvolk, dessen Stammesmitglieder ein hohes Alter bei bester Gesundheit erreichen. Müssen wir dann in Deutschland eine Amazonas-Diät machen?

Die Okinawa-Diät erfüllt die o.g. Voraussetzungen ja bereits – wer hält sich daran? Will sagen: Wieder wird eine Kostform als seligmachend beschrieben, scheinbar gilt noch immer das Motto:

„Erst kommt das Essen, dann kommt die Moral“.

Das Wort Diät basiert auf dem griechischem Wort diaita und bezeichnet im Wortursprung die gesamte Lebensweise.

Durch den berühmten griechischen Arzt des Altertums Hippokrates wurde das Wort Diät auf seine heutige Bedeutung als umschreibung der Ernährungslehre geprägt.

Gleichzeitig wird das Wort Diät insbesondere von Frauenzeitschriften daraufhin beschränkt das es oft nur noch als Bezeichnung für eine Ernährungsreduktion aus Gewichtsgründen gilt.

Das Wort „Diät“ und seine Bedeutung – wieder ein Artikel, der nicht hält, was er verspricht.
Ist es nicht absurd, darauf hinzuweisen, dass es bei „Diät“ nicht nur ums Essen geht, nur um im gleichen Satz wieder auf Kochrezepte zu verweisen? Schreibt man Substantive neuerdings klein?

Wer dem ursprünglichen Diätgedanken wieder zur Geltung verhelfen will, fühlt sich bei diesen Aussagen ver… .

Die Zeitumstellung und der Jo-jo-Effekt

Laut einer Umfage, die letzte Woche veröffentlicht wurde, haben 17 Prozent der Deutschen Probleme mit der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit.

Die Zeit verläuft

Gesundheitliche Beeinträchtigungen wie

Müdigkeit, Schlappheit und Schlafstörungen

durch die Zeitumstellung werden von nur einem runden Sechstel der Bevölkerung zu Protokoll gegeben, die Mehrheit fühlt sich „kaum oder gar nicht beeinträchtigt.“ Zum Vergleich hätte man noch fragen müssen, ob z.B. ein Schnupfen als geringe oder als zu vernachlässigende Beeinträchtigung verstanden wird.
Eine weitere methodische Schwäche der Studie: Offenbar wurden keine Kinder befragt: Die können überhaupt nicht verstehen, warum sie mal früher, mal später ins Bett müssen und warum der Kindergarten auf einmal später aufmacht, und dann wieder früher.

Angeblich finden 32 Prozent den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit „sinnvoll, weil andere Länder dies auch tun“.
Mit anderen Worten: Ein Drittel der Bevölkerung habe sich an die Bürokratenwillkür gewöhnt und findet sie sinnvoll, wenn international stattfindend. Ob es bei diesem Drittel der Bevölkerung noch richtig tickt, hat die Studie unbeantwortet gelassen.
Wie auch immer: Die Stunde, die uns ein halbes Jahr lang gefehlt hat, haben wir – bis auf weiteres – zurück.

Nachtrag:

Dass die innere Uhr bei der Umstellerei durcheinander gebracht wird, dürfte klar sein. Welche Folgen das hat, wissen selbst die Experten, denen wir schwierige Fragen überlassen sollen, nicht, oder sie verraten es nicht.

Aber niemand ändert einstweilen etwas an der Zeitumstellung: „Normaler“ Wahnsinn eben.

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Abnehmen mit Kohlsuppen-Diät und negativen Kalorien aus der Apotheke

Ist die „Kohlsuppen-Diät“ eine Winterdiät?
Zwar gibt es noch frische Erdbeeren zu kaufen, aber die sind grün-rot gescheckt und sowieso nur als Angebot für unverbesserliche Fans von Chemie-Cocktails, nicht für Feinschmecker gedacht.

Es hat nicht viel Sinn, die Saison künstlich zu verlängern; saisonales Obst und Gemüse kaufen, lautet die Devise – und die beste Zeit für Tomaten ist vorbei.

Kohl und Lauch, Feldsalat und … stehen im Herbst auf dem Programm.

Manches Abnehmforum diskutiert zum hundertsten Mal die „Vorteile“ der Kohlsuppendiät, stellt Rezepte für einen zwei-Wochen-Vorrat zur Verfügung; das Spiel „Frage: Soll ich … ?“ – Antwort: „Ja/Nein, wenn, oder Du kannst es ja ausprobieren“ ist aber langsam langweilig geworden.

Das Erfolgs-Geheimnis der magischen Kohlsuppen-Diät

… liegt in der Suggestibilität der Abnehmwilligen, und in ihrer Experimentierfreude. Es wird/wurde mit Versprechungen und quasi-wissenschaftlicher Argumentation gearbeitet:

Kohlsuppe Diät: 7. Tag
Vollkorn-Reis, Gemüse, Obstsaft und Suppe.

Sie sollten bis heute 10 bis 17 Pfund abgenommen haben. Wichtig: Wenn Sie mehr als 17 Pfund abgenommen haben, müssen Sie 7 Tage Pause machen, bevor Sie erneut mit dem Fasten beginnen.

Wenn Sie weitermachen, wird Ihr Körper sauber und Sie werden sich gesund fühlen wie nie zuvor. Dieses Programm von 7 Tagen können Sie so oft wiederholen wie Sie wollen. Sie werden sich immer leichter aber mit viel Energie fühlen.

Diese Diät ist ein System, um schnell Fett zu verbrennen. Das Geheimnis ist, dass dabei mehr Kalorien verbrannt werden, als Sie neu zu sich nehmen. Deshalb dürfen Sie auch keinen Alkohol trinken,
Entscheidend für den Erfolg ist: Nie Brot, Alkohol, Limonade (auch nicht Diätlimonade!). Trinken Sie nur Tee, Kaffee, Obstsaft, fettarme Milch, alles ohne Zucker.

Vergessen Sie nicht: Je mehr Suppe Sie essen, umso mehr Fett wird verbrannt.

Befremdlich und unfreiwillig(?) komisch wird es, wenn eine Homepage die Kohlsuppendiät ausführlich vorstellt, dazu Verkaufsanzeigen für Bücher über die Kohlsuppendiät schaltet, sich gleichzeitig davon distanziert und ein eigenes Programm anbietet, das – dank Stiftung Warentest – natürlich qualifiziert und bei 15 EURO pro Monat auch noch erschwinglich erscheint.

Die Idee mit den „negativen Kalorien“ wurde ja schon 1999 in der Zeit mit wohl hinreichender Kompetenz besprochen, aber nicht allgemein ausgeräumt.

lebendiges RotkrautDie Herkunft der Irrsinnsidee, nur mit Kohl satt werden zu können und um ihn herum eine Diät zu „stricken“, werden wir wohl kaum mehr rekonstruieren können.

Die Kohlfamilie ist groß – Kohlrabi, Blumenkohl, Rotkohl, Weißkohl, Rosenkohl und viele andere Verwandte stehen im Prinzip zur Verfügung, auch wenn die eigentliche Vegetationsperiode vorbei ist.

Als Rohkostsalat oder Gemüse sind sie eine wertvolle Nahrung – wenn sie von anderen Nahrungsmitteln ergänzt werden.

Die Vitalkraft, die im Kraut steckt, wollte mir einmal ein fast vergessener Rotkrautkopf beweisen: Er trieb noch im Kühlschrank aus.

Wenn auch die „Kohlsuppendiät“ im Diäten-Vergleich schlecht abschneidet: Kohl ist gesund, und lasst Euch nicht verkohlen.

Die Idee, einen Kohlsuppen-Extrakt in Kapseln zu verkaufen, ist gar nicht so originell. Kommentieren mag ich sie jetzt nicht mehr.

Frische Kommentare

  • Anja: Hallo, einen sehr schönen Blog hast du da. Ich werde mich mal etwas umschauen, denn auch...
  • N. Lang: Ein sehr schöner Bericht, beim lesen beschleicht einen direkt die Lust es doch selbst...
  • Sabrina: Schön, dass du bei der Bilanz dabei bist! Mit Spirulina und Algen zu experimentieren,...
  • ClaudiaBerlin: Mit all meiner fortgeschrittenen Lebenserfahrung kann ich sagen, dass das mit den...
  • Julia: Da hast du recht, was das Fermentieren angeht, bin ich Spätzünderin 😂

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