Depression: Vorbeugen mit der richtigen Ernährung

Die Ergebnisse einer spanischen Studie geisterten kürzlich durch die Medien, die besagt, dass die Ernährung auf die Ausbildung von Depressionen einen großen Einfluss hätte.

Depression und Ernährung

Mit der richtigen Ernährung kann vieles leichter fallen – aber die Ernährung kann natürlich auch nicht der alleinige Schlüssel zum “Glück” sein. Und natürlich wurde die “mediterrane Diät” als förderlich erkannt.

So hieß es beim STERN:

30 Prozent geringeres Risiko für eine Depression

(mit der Mittelmeerdiät). Viel mehr als diese eine Zeile scheint die Studie nicht ergeben zu haben: Klar, wenn man zehntausende Personen in einer Statistik auswertet, interessiert das Einzelschicksal nicht mehr.

Allemal interessant ist der Zusammenhang von Depression und Ernährung, weil die Zusammenhänge von Übergewicht und Depression zwar festellbar, aber immer noch rätselhaft sind.

Depression - blue mood

Dass die richtige Ernährung in der Depressionsprävention hilfreich sein kann, gilt mit dieser Studie als bewiesen, nicht jedoch, dass die Ernährung bei der Heilung (ist die überhaupt möglich, wenn es sich um einen “depressiven Charakter” handelt?) einen nennenswerten Einfluss haben kann.

Letzteres ist aber lediglich eine Einschätzung, nicht mehr…

Eine weitere Recherche nach “Depression und Ernährung” ergab, dass viel solides Halb- und Nichtwissen vorhanden ist: So heißt es bei “Depression-Therapie-Forschung.de”:

Eine bewusste Ernährung stellt keine Therapie dar, doch einen unterstützenden Effekt sollte man nutzen.

Allerdings wird hier lediglich auf den Zusammenhang von Zucker und Serotoninproduktion eingegangen.

Kann man durch Ernährung einen Serotoninmangel kompensieren und Depressionen vorbeugen?

Die Antwort ist Ja und Nein! … Es gibt jedoch auch gesunde Nahrungsmittel, die natürlicherweise Serotonin enthalten. So enthalten Bananen, Trauben, Äpfel und Pflaumen Spuren des Neurotransmitters. Allerdings sind die Mengen für eine natürliche medikamentöse Therapie nicht von Bedeutung.

Serotonin … fällt … als Substanz für eine Nahrungsmittelergänzung aus. Die Vorläufersubstanz Tryptophan jedoch steht relativ preiswert in größeren Mengen zur Verfügung, doch man hat bislang keine Erhöhung des Serotoningehaltes im Gehirn durch die erhöhte Einnahme von Tryptophan nachweisen können.

An anderer Stelle wurde – ohne Beleg – der Einfluss von Folsäure auf Depressionen behauptet –  “Blattspinat gegen Depressionen”  empfiehlt sich auf jeden Fall für Personen, deren Lieblingsfarbe ein dunkles Spinatgrün ist ;-)

Die Pflaume als Antidepressivum?

Bei “Ernährung und Depression” ist die allgemeine Auskunft “Mittelmeerdiät” sicherlich für die meisten Betroffenen viel zu abstrakt: Es kommt doch, wie so oft, darauf an, was konkret auf den Teller kommt.

Eine Zwetschgen-Götterspeise mit Safransauce kann – das ist ein Erfahrungswert – gute Laune machen.

Wo es um die Ernährung geht, gilt der Spruch “Das Auge isst mit” allemal.

Rezepte gegen Depressionen

Das Thema “Depression und Ernährung” ist also noch lange nicht ausgeschöpft, wenn es darum geht, es zu konkretisieren und in die Praxis umzusetzen.

Welche Erfahrungen / Meinungen habt Ihr zu “Essen und Laune”?

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5 Kommentare zu “Depression: Vorbeugen mit der richtigen Ernährung”

  1. Ich stelle mir die Frage, ist die Ernährung Ursache der Depression oder die Depression Ursache für das Ernährungsverhalten?

    Könnte es nicht auch so sein, dass depressive Menschen gar nicht den Antrieb haben, sich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen?

  2. @ Helmut:
    Allemal kann schlechtes Essen die Laune verderben, denke ich. Die Hauptursache für Depressionen wird das Essen allein aber ganz, ganz selten sein.

    Dass mit wenig Antrieb, sozusagen mit angezogener Handbremse, es auch schwierig ist, sich etwas Gesundes zu kochen, ist wohl verständlich.
    Andererseits könnte es auch bei “schwermütigen” Zuständen noch möglich sein, eine gewisse Lust auf gutes Essen zu entwickeln, mehr als auf “irgendeinen Fraß”.
    Es schadet jedenfalls nicht, von den Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gefühlsleben etwas zu wissen – nicht den Betroffenen und auch nicht dem Umfeld.

  3. [...] Im Wesentlichen Kommt diese Studie zu den gleichen Ergebnissen wie eine etwas ältere Studie aus Spanien.  [...]

  4. [...] die in gewisser Weise die Stimmung fördern, ist bekannt: Empfohlen wird immer mal wieder die “Mittelmeer-Diät”, die Wirkung einer “Zwetschgen-Götterspeise mit Safransauce” ist belegt – bisher aber nur [...]

  5. [...] Depression und Ernährung [...]

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