Das Essen der Zukunft – vegetarisch!

Engagierter als manch andere Zeitung ist beim Thema Ernährung und Diät der Kölner Stadtanzeiger. Heute mit einer ausführlichen Story zum “Vegetarismus”.


Das Bundesverbraucherministerium rechnete für das Jahr 2008 den deutschen Fleischverbrauch von 7,27 Milliarden Tonnen auf einen Pro-Kopf-Konsum von 88,5 Kilo um: …  Als Massenprodukt ist es zum Symbol für Klimabelastung, Umweltzerstörung und Tierquälerei geworden, und mindestens zehn gute Gründe sprechen dafür, deutlich weniger oder gar keins mehr zu verzehren.

Über den tatsächlichen Fleischkonsum sagen diese Zahlen aber wenig aus: Was an Lebensmitteln weggeworfen wird, müsste man noch herausrechnen; der Fleisch-Verzicht allein würde unter Umweltschutzaspekten gar nicht mal so ausschlaggebend sein.

Deutlich wurde aber auch, dass die Küchenpraxis, um zur vegetarischen zu werden, noch Einiges an Umstellung nötig hätte: Neue Rezepte braucht das Land ;-)

Siehe auch:

Rezept: Gemüse-Lasagne

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3 Kommentare zu “Das Essen der Zukunft – vegetarisch!”

  1. Wenn (vermehrt) auf Fleisch verzichtet würde, würde auch keines (bzw. weniger) weggeschmissen. Denn die Nachfrage würde zurück gehen, es würde also weniger “produziert”. Bei nur einmal pro Woche Fleisch würde sich Massentierhaltung nicht mehr lohnen – und was die zunehmende Fleischproduktion für den Planeten bedeutet, kann man vielerorts nachlesen.

    Z. B. hier:

    * Klimawandel als tierisches Produkt
    http://vebu.de/umwelt/probleme-der-viehwirtschaft/608-klimawandel-als-tierisches-produkt

    Zitat:

    “Die FAO, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, kam 2006 in einer sehr umfangreichen und fundierten Studie zu dem Ergebnis, dass die Produktion von Fleisch, Milchprodukten und Eiern 18 Prozent aller weltweiten Treibhausgase verursacht. Damit belastet die Produktion tierischer Lebensmittel das Klima deutlich mehr als der gesamte Verkehrssektor mit 13,5 Prozent. Derzeit wird an einer Aktualisierung des FAO-Berichts gearbeitet, denn die Auswirkungen der Tierproduktion auf das Klima dürften sogar noch höher sein als bisher angenommen. ”

    und:

    “Der Tierhaltungssektor verursacht weltweit neun Prozent aller anthropogenen Kohlendioxidemissionen. Beim Methan beträgt der Anteil sogar ein Drittel und beim Lachgas fast zwei Drittel. Innerhalb des Tierhaltungssektors gibt es drei Hauptquellen für diese Treibhausgase: Über ein Drittel entsteht durch Landnutzungsänderungen, vor allem durch die Entwaldung für Futtermittel und Weideland (CO2); ein Drittel durch die Erzeugung und Aufbringung von synthetischen und organischen Düngern (CO2, Lachgas, Methan) und der Großteil des Restes geht auf die mikrobielle Verdauung von Wiederkäuern zurück (Methan).”

    Und das alles ist “gar nicht mal ausschlaggebend”? Ja was wäre denn dann für dich eine RELEVANTE Schadensgröße?

  2. @ Claudia: Durchaus schlagende Argumente. Und: Wenn weniger Fleisch weggeworfen würde, ergäben sich doch schon einmal ganz positive Auswirkungen.

    Mit den weggeworfenen (pflanzlichen) Lebensmitteln könnte man bestimmt auch noch ein paar Hühner füttern – was die an Methan produzieren, weiß ich jetzt nicht.

    So kenne ich das noch von früher: Wenn da mittags Kartoffeln übrig blieben, die nicht noch am Abend zu Bratkartoffeln werden sollten, habe ich die als Kind in den Hühnerhof gebracht. Ansonsten waren die Hühner sehr “sparsam im Verbrauch”, weil freilaufend: Die haben sich viel Futter selbst gesucht, außer im Winter. Komischerweise hatten damals die “Bio-Eier” noch die gelberen Dotter, und die “Fabrikeier” haben meist nach Fisch geschmeckt.

    Tierischer Kot wird wieder als Dünger gebraucht, und irgendwie ist das Ganze mehr oder weniger ein Kreislauf.

    Seit einiger Zeit ist die private Nutztierhaltung ein Auslaufmodell, stattdessen werden vermehrt Stubentiger und andere vierbeinige Fleischfresser gehalten…

    Eigentlich sind pflanzenfressende Tiere klimaneutral, weil ihr Futter, die Pflanze, vorher ja schon Sauerstoff produziert hat.

    Der Irrsinn ist nicht unbedingt die Viehhaltung, sondern eher die Massen-Viehhaltung, und dass in diesem Zusammenhang artfremdes Futter verwendet wird und so weiter.

    “… der Fleisch-Verzicht allein würde unter Umweltschutzaspekten gar nicht mal so ausschlaggebend sein.”

    Der Satz ist doch gar nicht so falsch ;-)

    vgl.:

    Vegetarisch und Vegan und das Gefühl, etwas Besser zu sein

    Nachhaltigkeit und Diät: Nachhaltige Ernährung

    Fisch ist auch nicht mehr so ideal…

    Die Pythagoras-Diät – Fleischlos Schlank, Gesund und Glücklich?

  3. [...] kommen noch Fragen [...]

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