Die Pythagoras-Diät – Fleischlos Schlank, Gesund und Glücklich?

Der schönste Buchdruck nutzt nichts, wenn der Text, um den es geht, nicht schriftlich vorliegt – und das ist bei einer Geheimlehre, die von der breiten Masse sowieso nicht verstanden werden kann, nun einmal der Fall.
Insofern können wir zum Stichwort “Pythagoras-Diät” (Bild cc Sphinx the greek)

auch nicht einfach aus Unmengen von Büchern, wie bei einer “Doktor-Pape-Diät”, einfach ein paar Zufallszitate abschreiben und als gültige Zusammenfassung “verkaufen” ;-) 

Dass ein Teil der Lehre gar nicht geheim, und, einen guten Lehrer vorausgesetzt, durchaus nachvollziehbar ist, macht die Sache nicht einfacher.

Da ein zentrales Moment der “Geheimlehre” der Glaube an die Seelenwanderung sein muss, und von daher der Fleischverzehr möglicherweise als ethisch bedenklich angesehen wurde, haben wir es auch mit keiner der heute üblichen, rein auf “Bedarf” und “Deckung des Bedarfs” ausgerichteten  Ernährungsempfehlungen zu tun, sondern mit einer philosophischen Handlungsweise. Man tötet kein Tier, in dem die Seele eines Verwandten leben dürfte.

Die Überlieferung ist herrlich widersprüchlich: In der einen Quelle wird der Verzehr von Bohnen empfohlen, in der anderen Quelle strikt untersagt. In der Interpretation wird immerhin auch schon einmal mit den  Fürzen, die auf den Bohnengenuss erfolgen, argumentiert, und, wenn wir uns die Pythagoräer als Ästheten vorstellen, würden sie auch nie und nimmer eine Kohlsuppen-Diät auch nur in Erwägung gezogen haben – es sei denn, für ihre schlimmsten Feinde ;-)

Der Verzehr von Schweinefleisch, in einigen Gemeinschaften ein pures Tabu, kann als verpönt betrachtet werden, wenn man sich mit diesen Tieren, die keine Perle zu würdigen wissen, nicht identifizieren mag. Daraus kann dann eine Verzehrempfehlung für Brot und Honig folgern.

Maße und Proportionen sind der Geometrie auch nicht fremd.

Insofern können wir uns, was das Bild der Pythagoras-Diät betrifft, immerhin schon eine gewisse Vorstellung machen. Die Geheimnisse der “Pythagoras-Diät” einfach so zu verraten, wäre natürlich kontraproduktiv, oder “Perlen vor die Säue”, die gar nicht merken, was sie da bekommen und immer weiter “Hunger” haben,  geworfen.

Was die “Bohnenfrage” – Verbot oder Empfehlung – betrifft, können wir mit etwas Phantasie: An ein ordentliches Bohnengericht gehört auch Bohnenkraut!  schon selbst die Lösung finden ;-)

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