Meerrettich-Praxis-Test, Ernährungskontrollen, Komorbiditäten

Wenn das Abnehmen faktisch und letztlich so häufig scheitert, obwohl gefühlt die halbe Welt mit kostenlosen Tipps z. B. zum schnellen Gewichtsverlust um sich wirft, könnte es doch sein, dass die Tipps am wirklichen Problem, vielleicht nur haarscharf, vorbeischießen und somit nicht so wirklich tauglich sind, denn „annehmbar“ müssen sie ja auch noch sein.

Wenn eine Seite mit der Überschrift „Geheime Schlank-Tricks: 20 Tipps, die beim Abnehmen helfen“ daherkommt, weckt das Erwartungen, wozu auch ein Foto-Model, das beim Aufstehen gleich schon mit einem Fuß auf der Waage steht beitragen soll. Klar: Man arbeitet mit Vorbildern, nicht mit real-problembehafteten Menschen.

Dass öffentlich ausgebreitete „Geheimnisse“ keine mehr sind, hatte ich schon neulich dargestellt, dazu etwas später, dass man geheime Botschaften auch sehr diskret weiterreichen kann. Im Hintergrund haben wir oft ein „Sprachproblem„, nämlich offen und ehrlich an- und auszusprechen oder zu zeigen, worum es letztlich geht, was aber auch nicht heißen muss,   dass alles geht.

Aus einer Serie von „Tipps für den Alltag“ stammen diese zwei Ratschläge:

  • Essen Sie nicht aus Langeweile, überlegen Sie sich eine andere Beschäftigung.
  •  Verzichten Sie auf Streichfett. Verwenden Sie alternativ Quark, Frischkäse, Senf,
    Tomatenmark oder Meerrrettich.

Man kann aber auf Butter oder Margarine und auf Meerrettich als Ersatz verzichten, bei Croissants empfiehlt sich das. Gut zu wissen, dass Meerrettich „… als bewährtes Hausmittel bei Erkältungen, Muskelverspannungen und Gelenkbeschwerden“ gilt.
Frischen Meerrettich bekommt man für ca. 14€/Kg, oder auch weniger; im Gläschen wird es meist teurer.
Alternativ bietet es sich an, die Wurzel selbst zuzubereiten und gleichzeitig zu konservieren. Hierzu finden sich im Netz zahlreiche Rezepte, auch in Kombination mit roter Beete.

Den Meerettich von Hand zu reiben, empfiehlt sich nicht, diese Arbeit ist mit Tränen und jeckender Nase verbunden; dafür nimmt man einen „Food-Prozessor“.

Hier hatte ich den Meerrettich mit roh fermentierter Roter Beete, einer Karotte und einem Stück Sellerie kombiniert – natürlich gesalzen; nach Geschmack kann man z. B. frische Chilies einarbeiten.

 

Mit einem passenden Stein wird das Ganze noch mehr komprimiert; die austretende Brühe schützt die Meerettich-Zubereitung vor Sauerstoff. Verschlossen kann sie nun in Ruhe reifen, nach ca. vier Wochen im Kühlschrank.

Speziell fermentierte Lebensmittel hätten es verdient, in die „neuen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen“ der „halbstaatlichen“ DGE  aufgenommen zu werden  – woran auch die Möglichkeit, Meerrettich äußerlich anzuwenden, nichts ändert.
Es wurde auch schon behauptet, einige Änderungen bei den Ernährungsempfehlungen für Deutsche seien „wirklich schwer zu verdauen„, es schlägt wahrscheinlich der Anschein von Bevormundung auf den sensiblen Magen. Stadt die Konsumenten mit einer „Ein-Ei-pro-Woche-Grenze“ zu verunsichern, sollte man die Zusammenarbeit mit Leuten pflegen, die klar formulieren, was Sache ist:

Zum Klimaschutz gehört auch eine Umstellung der Ernährung. Die Entscheidung, welches Essen auf unseren Tellern landet, hat erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft unseres Planeten. Das heißt: Mehr Gemüse und Getreide essen, dafür weniger Fleisch und Milch.

Was „mehr Gemüse“ im Einzelnen, Allgemeinen und Besonderen bedeutet, wäre dann in einem zweiten Schritt zu veranschaulichen. Und natürlich wollen wir den Hülsenfrüchten eine Chance geben, damit auch dem Tempeh.

Dass ein Kartoffelsalat mit gemeinsam fermentierter Roter Beete und Chinakohl anders aussieht, als gewohnt, sollte niemanden schrecken. Den Balsamico-Essig über das Eigelb zu träufeln, war allerdings ein „ästetischer Missgriff“, der nicht wiederholt werden sollte.

 

Unser Landwirtschafts- und Ernährungsminister meint es gut mit der Bevölkerung, besonders wenn der Bundestag (oder ein Bruchteil dessen) über „Ernährung“ debattiert. Doch

Kanzler Scholz sollte Vorschlag der Zukunftskommission #Landwirtschaft durchsetzen, die #Mehrwertsteuer auf #Fleisch zu erhöhen. So könnte mehr #Tierschutz finanziert und der Treibhausgasausstoß für tierische Lebensmittel gesenkt werden.
Seit Jahrzehnten wird kritisiert, dass die meisten Tiere unter ethisch nicht akzeptablen Bedingungen gehalten werden. Die Mehrheit der Schweine oder Hühner etwa hat keinen Auslauf ins Freie, Ferkeln werden die Ringelschwänze abgeschnitten, die Eckzähne abgeschliffen.

Die meisten Menschen in Deutschland essen auch mehr Fleisch, als für die Gesundheit gut wäre. Die Tierhaltung ist hauptverantwortlich dafür, dass die Landwirtschaft 14 Prozent der deutschen Treib­hausgase verursacht. Zudem trägt sie maßgeblich zum Artensterben bei. Damit der Verzehr dieser Lebensmittel sinkt, müssen Fleisch und Milch teurer werden.

Wir sitzen hier ganz gehörig in einer Zwickmühle. Neue Richtlinien werden als Kontrolle und Bevormundung empfunden, manche Lebensmittelpreise lassen an Betrug denken, etwa wenn der Packungsinhalt „unauffällig“ schrumpft, und oftmals funktioniert auch die Selbstkontrolle nicht, wie sie sollte.

In other words, for all of your efforts to be in control, it is not control you are gaining, it is only stress and anxiety.

Anders (etwas gewagt… ) gesagt: Wer Kontrolle sät, erntet Stress und Ängstlichkeiten. Werbeverbote für Kinder-Süßigkeiten lehnt die FDP ab, bei den Worten ihres Sprechers Ullmann „ … ich wehre mich gegen ein­fache Lösungen“ lese ich unwillkürlich „ … ich wehre mich einfach gegen Lösungen“.
Die Psychologie liefert Erklärungen zur gewollten Vermeidung von „freiheitswidriger/freiheitswiderlicher Reglementierung“ und dem chaotischen Ergebnis, wobei auch die „Erklärung aus der Fahrschule“, nämlich „verfahrene Situation, wenn die Karre im Dreck steckt“ ausreicht.
Die Chemie (der Geschlechter) verlangt nun, mindestens, der „toxischen Männlichkeit“ eine „giftige Weiblichkeit“ an die Seite zu stellen -nach der Analyse von Sophia Fritz stehen diverse „Fremdzuschreibungen“, etwa

  • Das gute Mädchen,
  • die Powerfrau,
  • die Mutti,
  • das Opfer und
  • die Bitch.

zur Verfügung. Das Toxische dabei sind z. B. Beleidigungen, Missachtung, überzogene Selbstbezogenheit oder „einfach“ krankhafter Narzissmus. Im Kapitel „weiblicher Narzissmus“ findet sich im Unterkapitel „Essstörungen, Sportsucht, Burnout: Komorbiditäten [eine oder mehrere Störungen oder Erkrankungen, die zu einer Grunderkrankung hinzukommen] bei weiblichem Narzissmus“ eine erläuternde Graphik, die hier nachgestellt ist:

Im Original war es ein Massband im Teller, kein Zollstock. Man könnte auch sagen: „Manche leben von den Klischees, die sie reproduzieren.“

Vieleicht ist „die Orthorexie“, die als wenig dichter Nebel durchs Narzissmusland wabert, nur eine Erfundung, um Jene  zu schmähen, die gute Gründe kennen, Milch durch Hafermilch auszutauschen – während die Politik verlangt, dass Hafermilch höher besteuert wird. Diese Politik ist rostig, spröde, ewiggestrig und unbeweglich.

Tomatensauce zu Nudeln wird ein Thema sein, das uns alle lebenslang begleitet. Hier mit angebratenem Gemüse und schwarzen Makroalgen; nicht schön, aber lecker.

Und so schnell ergeben einfache Reste eine komplette Mahlzeit:

Motto: Ein Esslöffel Meerrettich geht immer 😉 .

 

 

 

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