Riesenbabies? Pränatale Adipositas?

Babys in Deutschland werden immer dicker

Immer mehr Säuglinge in Deutschland werden mit Übergewicht geboren, berichtet ZEIT WISSEN in seiner neuen Ausgabe.

Nach Daten der Techniker Krankenkasse ist die Anzahl übergewichtiger Neugeborener mit mehr als viereinhalb Kilogramm innerhalb von drei Jahren um mehr als 60 Prozent gestiegen: von 72 auf 117 pro 10.000 Neugeborene zwischen 2004 und 2007.
Das höhere Geburtsgewicht kann schwerwiegende Folgen haben. „Generell gilt: Ab 4000 Gramm nehmen die Geburtsrisiken ein wenig zu, ab 4500 Gramm deutlich“, sagt Franz Kainer, Leiter des Perinatalzentrums der Münchner Universitätsfrauenklinik in ZEIT WISSEN. Auch langfristig kann es zu Konsequenzen kommen. Die betroffenen Kinder erkranken später häufiger an Brust- und Blasenkrebs, Asthma oder auch Depressionen.

gefunden unter Pressemitteilungen

Das war dann doch eine merkwürdige Pressemitteilung. Zu der aktuellen Meldung fand sich kein weiteres Originalmaterial, lieblos aber öfters die Kopie der oben genannten Meldung.

Keine Erklärung des „warum“, aber der Hinweis, dass Journalisten sich gerne den Originalbeitrag schicken lassen können.

Eine 3-sat-Meldung aus 2006 schließlich erklärt den Sachverhalt so:

„Bei übergewichtigen Frauen steigt in der Schwangerschaft das Risiko, Diabetes zu bekommen“, sagte der DGGG-Präsident. Dadurch stünde dem Ungeborenen mehr Glukose zur Verfügung, was wiederum zu einem Insulinschub führe. „Da Insulin aber der wichtigste Wachstumsfaktor ist, wird das Kind größer und nimmt auch mehr zu als im Normalfall“, erläuterte Vetter. Für diese „Wonneproppen“ sind die meisten Geburtskanäle der Frauen jedoch zu eng. „Ein Zentimeter mehr beim Schulterumfang spielt eine große Rolle“, sagte Vetter. Deswegen bleiben viele Kinder im Geburtskanal stecken oder finden ihren Weg erst gar nicht hinein. Sollten sie sich dennoch durchzwängen, können sie das Gewebe im Unterleib der Mutter dauerhaft schädigen.

Auch für die Kinder hat das größere Gewicht bei der Geburt Folgen: „Sie haben ein größeres Risiko, später an Übergewicht und anderen Stoffwechselstörungen zu leiden“, sagte Vetter. Daher sollte jede schwangere Frau auf einen gesunden Lebensstil achten. „Man sollte sich ausreichend bewegen und ausgewogen ernähren“, sagte Vetter.

Vergeblich ist die anschließende Suche nach den entsprechenden Programmen, in denen die betroffenen Frauen und Famillien sich auf die schwierige Suche nach einem „schlankeren Lebensstil“ begeben können, obwohl das Problem doch eigentlich bekannt ist, und die wenigsten Schwangerschaften ganz ohne ärztliche Begleitung bleiben…

Weiterführend:

Pränatale Prägung des Stoffwechsels

Narzissmus und Diät

Alles im Lot?

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Ein Kommentar zu “Riesenbabies? Pränatale Adipositas?”

  1. […] wieder – sollte die Forderung nach “Abspecken für Babies” und der Schlachtruf “Kampf dem Bayspeck” nur laut und häufig genug geäußert […]

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