Übungen in Diätetik

Eine kurze Definition von “Diätetik” vorab:

Di|ä|te|tik [f. -; nur Sg.] Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Krankheitsvorbeugung und -heilung durch natürliche Ernährungs- und Lebensweise befasst

Wir können vielleicht auch “Ernährungs- und Lebensweise” umdrehen, und “Lebens- und Ernährungsweise” sagen, das klingt zwar etwas ungewohnt, macht aber eher deutlich, dass es bei der Diätetik  auch, aber nicht hauptsächlich ums Essen geht.

“Leben” spielt sich auf unterschiedlichen Ebenen, Grundlagen ab.
“Gut leben” heißt, in den unterschiedlichen Bereichen des Lebens gut zu leben.

Also, noch mal als Wiederholung, der ursprüngliche Diätgedanke in der graphischen Darstellung:

Wir haben, so gesehen, sechs Achsen mit einem gemeinsamen Drehpunkt, mit jeweiligen Gegensätzen und Ergänzungen versehen.

Für die Beurteilung der Qualität jedes “Items” können wir es in der Beziehung zu den anderen Modi setzen, etwa fragen, “Wie sieht es mit Deiner Arbeit aus; isst Du bei der Arbeit, oder hungerst Du, Wie geht es Dir dabei/wie fühlst Du Dich, sind die sanitären Verhältnisse zufriedenstellend, ist der Arbeitsplatz gut belüftet, kommst Du auch einmal an die Frischluft, usw.

Es ergibt sich schließlich eine Vielzahl von Beziehungen, die in der Gesamtheit eine Aussage über die Lebensqualität ermöglichen – wobei, systematisch gesehen, zuerst jedoch die Bedeutung der einzelnen Achsen darzustellen wäre.

Da die Anordnung ein wenig an das Ziffernblatt einer Uhr erinnert, könnte man zu dem Modell auch assoziieren, dass es für die gesunde Lebensweise darauf ankommt, die verschiedenen Bereiche ins richtige Verhältnis zueinander zu setzen, harmonische Proportionen herzustellen, was auch eine Frage der Geometrie und damit verwandter Lehren ist.

Da Vinci hat natürlich gekannt, was von Pythagoras noch überliefert war, und vieles von der “Geheimlehre” kann auch heute noch geborgen werden, gerade vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen, eine Lehre , die Hinweise gibt, wie  eigene Erfahrungen zu interpretieren sind, ist auch kommunizierbar.

Dass die aktuell empfohlenen “Übungen” letztlich auch auf den antiken Gedanken der Diätetik zurückgehen, ist natürlich Spekulation.

“Übung” war natürlich auch die obige Diät-Graphik; eigentlich sollte man so etwas Fachleuten überlassen, aber wer kann die schon bezahlen? Im Prinzip müssten die Achsen drehbar ausgeführt sein, und mit der Maus manipuliert werden können, so dass man die wechselnden Bezüge der Achsen darstellen kann…

Tipp:

Nach dem Schließen dieses Artikels noch einmal wiederholen, um welche sechs Achsen mit welchen Begriffe es gegangen ist, aufschreiben, und nachprüfen. Wer alles richtig hat, trägt sich bitte im Kommentarfeld ein.
Wer noch mehr tun will, kann ja diesen Artikel (notfalls auch als als Gehirn-jogging oder ähnliches) weiterverlinken, oder twittern – Danke!

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6 Kommentare zu “Übungen in Diätetik”

  1. [...] der Rückgriff auf die “eigentliche Diät” einschließlich der Übungen in Diätetik wird als mögliche Lösung des Dilemmas ausgelotet [...]

  2. [...] Übungen in Diätetik [...]

  3. [...] an ein Ziffernblatt erinnerten und ich an die Symmetrie bei der Graphik zum Zusammenspiel der Elemente der klassischen Diät denken [...]

  4. [...] Fragen waren sogar der Ausgangspunkt), aber mittlerweile sollte sich der Schwerpunkt auf die “Diätetik” verschieben und somit müssen neben Essen und Trinken weitere Bereiche einbezogen [...]

  5. [...] Das heißt: Üben, üben, üben. [...]

  6. [...] gilt also, Diätetik zu lernen und [...]

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Frische Kommentare

  • Ernst: Dieser Brotaufstrich klingt auf den ersten Blick sehr lecker. Doch Leider fehlen für mich...
  • ClaudiaBerlin: Guter Rant! Vor allem die Idee, die Zielgruppe des Textes ganz klar zu...
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