Lebenserfahrung und Diät – ein Paradox…

Die Themen abnehmen und Diät interessieren doch hauptsächlich die Jugend, und in jugendlichem Erfolgsdrang stürzen diese Un-Erfahrenen sich auf Artikel wie “2,3 kg in 24 Stunden abnehmen”, egal, wie glaubwürdig so eine Empfehlung sein kann.

Im Artikel

Mit 50 erlahmt das Interesse an Diät, aber die bis 21-Jährigen sind scharf auf Diättipps

jedenfalls ist die Alterszusammensetzung der Leserschaft dokumentiert und auch nach männlich/weiblich aufgeschlüsselt.

Wer heute auf die Versprechungen, wie sie die Diäten machen, hereinfällt, steht in 20 Jahren vermutlich dumm da und kann seine negativ-Erfahrungen nicht mal sachlich auswerten, weil das Selbstbild und Selbstbewusstsein unter den misslungenen Bemühungen, schlank zu werden, arg gelitten hat. 

Die jungen Wilden, die Unerfahrenen fallen also auf die Rattenfänger herein, und die, die Lebenserfahrung haben sollten, kümmern sich weniger um ihre Gesundheit, oder haben es nicht ganz so leicht. Das war mir aufgefallen, als der Artikel

Abnehmen im Alter

- von einer Zeitungsmeldung angeregt – herauskam. Wann sonst wird “die Gesundheit” wirklich lebenswichtig, und wann sonst ist noch mal Gelegenheit, die Weichen zu stellen?

Aber: Ein Thema wie

Abnehmen ab Fünfzig – Jahren, nicht Kilos…

“lebt” nicht ohne die Betroffenen und deren Beteiligung. Diätvorschriften vorkauen ist nicht meine Aufgabe als Blog-Autor, und wäre eine undankbare Aufgabe, wenn es meine Aufgabe wäre.

Dass Jugendliche zu Mitteln wie Almased greifen (was eigentlich – langfristig – immer schief geht), ist noch verständlich, aber dass die Älteren auf  ihren Erfahrungen hocken bleiben, nicht nach korrigierenden Erfahrungen drängen, sondern stumm bleiben – das ist unverzeihlich.

Ich freu’ mich schon auf den ultimativen Artikel zum schlank-werden. Der enthält dann wieder den Hinweis auf die Portionsdiät, und möglicherweise den Tipp, sich nach einem Platz in einer kognitiven Therapie der Adipositas umzusehen, den es vermutlich bloß theoretisch gibt, wie auch den Platz in der Selbsthilfegruppe, für den man ja auch selbst etwas tun müsste – oder wer?

Oder ist diese elendige Passivität Resultat der Lebenserfahrung? Und wenn sie das ist: Wie lange soll das noch so weitergehen?

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