Rezept: SEO-Creme mit Linkbaiting an Diät-Fisch, frisch zu angeln, heiß zu räuchern – Der Anfang

Als jemand, der im “Ratten-Schwanz” einen Blog betreibt und nicht ganz einsieht, dass diese liebevoll und mühsam erstellte Internetpublikation nur von einer winzigen Randgruppe zur Kenntnis genommen wird, greift man schon mal zum letzten Strohhalm: “Suchmaschinenoptimierung” heißt das Zauberwort, und daran, dass Viele damit ihr Geld verdienen, können wir ablesen, dass die Nachfrage nach diesem Strohhalm groß ist. Die “Serch-Engine-Optimizers” (SEOs) haben ja auch ihre Existenzberechtigung, wenn man sieht, welche Fehler dazu führen, dass eine Website nicht gefunden wird, wie bei der “Agentur für Arbeit“.

Wenn man einmal angefangen hat, sich für das Thema zu interessieren, finden sich auch gleich massenhaft kostenlose Ratschläge zum Thema, die man gar nicht alle beherzigen kann. Manchmal sind sie ernst gemeint, manchmal will jemand einen Artikel zur Suchmaschinenoptimierung anbieten, um selbst eine gierige Leserschaft zu finden, die ihrerseits Durst nach LeserInnen hat. Ultimative Ratschläge, und ultimative Ratschläge für Fortgeschrittene.
Bild-YOUPORN-Google-Zensur und dann noch etliche schmutzige Worte ziehen Voyeure auf die Seite, die den gesuchten Begriff nicht ins Browserfenster schreiben – wenn der Zug nicht schon abgefahren ist.

Erlaubt ist, was nützt.

Geduld haben, unablässlich gute Artikel schreiben, sich nicht um die Suchmaschinen scheren und darauf vertrauen, dass interessierte Besucher wiederkommen – das hat man auch schon gehört, und ein paar Besucher pro Woche sind ja auch nicht zu verachten.

“entscheiden in erster Linie der Inhalt und die Geduld” – das findet Google gleich doppelt;
einmal, und noch einmal .

Ausblick

Oder in Foren schreiben. Aua. Das heißt ja auch, in der Masse untergehen. Oder doch? Die Registrier-Hemmschwelle überschreiten, klugen Senf von sich geben?

Gib Deinen Senf ab“, steht in manchem Blog, statt “Leave your reply”. Hm – das ist ja wie eine Aufforderung zum Senf kochen. Also zunächst einmal eine Seite mit einem Senfrezept erstellen, und dann fröhlich kommentieren?
Das könnte funktionieren. Pingback von der Senfseite aus. Da musste sogar der Webmaster Verständnis zeigen.

Wahnsinn, monströs – Monstropolis antwortet: Engelchen und Teufelchen sind neu auf dem Markt, und wer beim nächsten Grillfest selbstgemachten Senf dabei haben möchte, findet ihn bei Fressnet.de. D a n k e ! !

Hey, das bringt ja glatt fünf Besucher. Und bei Monstropolis gibt’s neue Surftipps:
http://antistaat.freehostia.com/
Wer sich hier einträgt, outet sich als staatssubversiv. Na ja, zunächst muss man einen Linkeintragantrag stellen: “Hättet Ihr noch Platz für etwas gesundheitspolitische-s, das mit Eigenverantwortung und Diät zu tun hat?” Hauptsache, ein Link mehr – und wenn er auf einer linken Seite ist; da darf man nicht so konservativ sein. In der shoutbox ist auch wenig später zu lesen: “klaus – ..habs mir kurz angeschaut, und yap, kein ding.. bau ich die nächsten tage ein..”
Staatskritisch zu sein, das ist ja ein alter neuer Trend. “Unter dem Pflaster,da liegt der Strand” schreiben und am besten gleich den Computer vom Netz trennen, für immer. Sarah Schons’ Doc-Blog weist im Schnellverfahren auf Risiken und Nebenwirkungen der “Krankheitskarte” hin, das Staatvertrauen nimmt ab, und Schäuble wird zum Rückzug ins Privatleben aufgefordert.

Das Senfthema wird zum Selbstläufer: Plötzlich ist fressnet bei “Senf rezept” unter den ersten zehn bei Google, und dann fällt mir noch ein Schmalspur-Diätwitz (so war die Ausdrucksweise meiner größten Kritikerin …) ein. Da sag’ ich nur: Gute Laune mit Backlinks.

Wenn der Browser eine “Zeitüberschreitung” meldet, sich einfach nichts rührt, könnte man trotz aller Euphorie ja depressiv werden. Beim Depressionsblog fand ich wenig, was mir in meiner Hoffnungslosigkeit geholfen hätte, aber die

“Ansicht … daß die Psychotherapie … nicht die Ursache, sondern die Folgen der Sozialphobie behandelt. Dem Betroffenen werden kognitive Mittel an die Hand gegeben, … entsprechend rational gegenzusteuern. Mir kommt das einer Verdrängung oder Unterdrückung der Phobie gleich. Antidepressiva dagegen gehen die Phobie auf biochemische Weise an.”

Dann könnte ich meine Wohlfühlarbeit und Diätarbeit gleich vergessen, und nach dem Motto: Ich möchte “Erfolgreich abnehmen mit der Wunderpille” beim Psychiater vorstellig werden, mir weitere Überlegungen zum Thema Übergewicht und Psyche sparen?

Wenn schon das Autogene Training zu den verdeckenden Verfahren gerechnet wird – was ist dann mit Psychopharmaka? Eine Art Schmerzmittel, das Geschwür bleibt, aber die Schmerzen sind narkotisiert.
Aber, zu meinem Glück fehlt ja nur der

Trafficschub .

Das war also Teil eins der kleinen Serie zum Fressnet-

Linkbaiting

Da der Seo meines Vertrauens gerade unpässlich scheint, kann ich jetzt noch keine konkreten Maßmahmen ankündigen. Aber es wird noch spannend, auch was die sagenumworbene Ggenleistung betrifft.

Das wird vor allem für Projekte und Einzelpersonen, die mit Gesundheit, Gesundheitspolitik, Diät, Psychologie usw. zu tun haben, interssant.

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3 Kommentare zu “Rezept: SEO-Creme mit Linkbaiting an Diät-Fisch, frisch zu angeln, heiß zu räuchern – Der Anfang”

  1. Noch’n Leitfaden zum populären Blog

    Jo … allerorten liest der Blog-Liebhaber und Eigen-Blogger derzeit Hinweise, Tipps und Tricks, wie man das eigene Blog unglaublich bekannt machen kann … schliesslich sind google-hits, Technorati-Ranking und Top of all Blog-Charts das was ei…

  2. [...] Linkbaiting als letzter Strohhalm, bevor die Seite im Nirwana verschwindet – das kann doch nicht alles sein. Die Empfehlung, den Artikel vielleicht zweimal zu lesen, fand ich nicht ganz zufällig aber interessant. So, dass ich noch etwas Weiterbildung zum Linkbaiting betrieben habe. Rettungsringe sind vollkommen unpopulär, und seien sie auch noch so neorealistisch (?) dargestellt; mit Rettungsringen in der Diät ist kein Blumentopf zu gewinnen, dazu kommen NULL Suchanfragen. [...]

  3. [...] dem Artikel Deutsche Blogger wollte die FAZ vielleicht vor allem Aufmerksamkeit ziehen; eich echter linkbaiting-Artikel ist wohl nicht daraus [...]

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Frische Kommentare

  • Marco: Hallo, anscheinend bin ich eine der wenigen Ausnahmen, aber bei uns zu Hause koche ich,...
  • Evelin: Hallo Klaus-Peter, …..ich hatte Zeit, Deinen wunderbaren Artikel zu lesen. Er macht...
  • C. Schulze: Auch, wenn diese Kommentare schon recht lange her sind, möchte ich doch etwas dazu...
  • Robert: Was für ein einzigartiger Blog! Diese fast schon skurrile Kombination aus...
  • DerJens: Ich verstehe. Vielen Dank für deine adäquate Antwort :)

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