Hummus – Das Muss in der regionalen Lebensmittelmanufaktur

“Wenn Dir heute die Möglichkeit eröffnet wird, eine “Lebensmittelmanufaktur vor Ort” zu eröffnen – wie gestaltest Du die Produktpalette?”

  • Unbedingt gehören Nudeln ins Programm – innerhalb des Sektors “Massenware” gibt es kaum einen geschmacklichen Unterschied, hier kann also die hochwertige Manufakturware Punkte machen.

  • Darüber hinaus geht es um viele weitere, attraktive Produkte, die bei der Vor-Ort-Herstellung einen Vorteil gegenüber zentraler Produktion und aufwändiger Verteilung aufweisen – das kann für Tofu, Tempeh, sogar Sojasauce und vieles mehr gelten. Das ist vor allem eine Frage der fähigen Mitarbeiter*Innen, des Konzepts, der motivierten lokalen Kundschaft und der Rentabilität.
  • Dass Hummus sich in den letzten Jahren eine gute Platzierung in der “Liste der bisher ungewohnten Lebensmittel” gesichert hat, ist ein offenes Geheimnis. Interessanter Weise ist auch die Herstellung von bestem Hummus längst zur Nachahmung freigegeben:

Man muss nur das Buch öffnen und den Inhalt auf sich einwirken lassen.

Wir finden hier - oder bei der Süddeutschen Zeitung – zum Beispiel wertvolle Hinweise zum Verlauf der Hummus-Herstellung, die verhindern, dass man einen zähen Brei erhält; auch, dass das Hummus etwas dünnflüssiger als gewünscht eingestellt wird, weil es im Kühlschrank “nachreift” und dabei fester wird, sagt einem sonst kaum jemand.
Sesampaste braucht man nach Ariel Rosenthal überreichlich – was hier noch vernünftig ist, muss jeder selbst entscheiden.

 

Die Abteilung “frei improvisierte Hummus-Varianten” kann ja jeder selbst verfassen – oder bei mir oder Anderen anschauen.

Hummus – hier aus ungeschältem Sesam, roten Linsen, Walnüssen, Kreuzkümmel, Ol, Salz, Pfeffer. Die Koefte mit Süßkartoffeln, Möhre, getrockneter Aprikose, dazu ein Kefir-Creme-Saure-Sahne-Quark-Kräuter-Gemenge. Schmeckt nicht wie bei Oma, schmeckt nicht wie bei Alfons, schmeckt nicht neuartig oder experimentell, obwohl es ein Experiment war: Schmeckt. Experiment gelungen, kann man sich merken. #Erfolgsrezept!

Die “FFF-Bewegung” (FFF steht nicht für “Frieden, Freundschaft, Fölkerverstämdigung”) – also unser politischer Nachwuchs – kann mit dem Motto “Hummus für Future” allerdings nichts anfangen, selbst wenn sie den Slogan frei Küche serviert bekommt.
Vieleicht muss das Hummus (Foto aus dem Artikel “Geben & Abgrenzen. Toxisch oder Ermutigend. Kulturstreaming, Sozialforschung, Habecks Räte”) selbst noch politischer werden, als es bereits ist.

 

Angenommen, es gäbe die regionale oder auch “nur” nachbarschaftliche Lebensmittelmanufaktur bereits, müsste sie auch Waren einkaufen und ausliefern, bräuchte ein Firmenfahrzeug.

Da hätten wir eine Lösung, die  gleichzeitg ein Abnehmtipp ist: “Rad fahren!”

Die Kapazität des ohnehin nicht schlechten Lastenrads läßt sich mit einem elektro-motorisierten Anhänger deutlich erhöhen:

 

Das ganze Fahrrad- oder auch Lastenrad-Anhänger-Gespann gibt es hier auch zu sehen, und wie ausbaufähig und flexibel  es gestaltbar ist, seht Ihr beim Hersteller. (Gefunden via pedelec-elektro-fahrrad.de)

 

Es geht ja nicht nur um eine Ernährungswende, sondern auch um eine Verkehrswende – und die “Energiewende” kommt schneller bei Null-Emissionen an, wenn weniger Energie gebraucht wird, was auch  beim Spargel gilt.

Man muss ihn ja nicht roh essen, kann ihn aber aromaschonend dämpfen oder dampfgaren (aber irgendwie will niemand diese Methode energisch bewerben). Hier nur ein Vorher- und ein Nachher-Bild:

Der Edelstahleinsatz mit dem Gargut stammt aus einem traditionellen Deutschen Schnellkochtopf, passt zufällig genau in meinen Multicooker – zur Not mit zwei anderen Einsätzen zusammen.

Vielleicht lernt Ihr den Komfort so eines Geräts auch schätzen: Nur mit ein paar Tastendrücken das “Programm” und die Dauer einstellen, einschalten – nach getaner Arbeit kommt ein Signalton, drosselt der Topf die Temperatur auf “Warmhalten” und Du kannst anrichten…

Das ist zwar keine Riesenportion Spargel mit Salzkartoffeln und veganer Sauce, gibt aber die begründete Hoffnung, bis zur nächsten Mahlzeit sich nicht übersättigt zu fühlen – was will man mehr?

“Mehr” – das ist eine Vokabel, zu der so einige Geschichten existieren, neudeutsch; Das Narrativ des “Mehr” hat diverse Versionen…

Vor allem diese: “Weniger ist mehr” – doch bis dahin braucht es viel ;-)

 

Nein, das ist kein Slogan nach dem Motto “Kurz und bündig”.

Die Natur ist ja auch nicht kurz und bündig, sonder kompliziert. Und Schönheit ist komplex, Pflanzen entwickeln Schönheit, beeinfrucken, teils über “nasale Vorgänge”,

und wir können nur hoffen, dass die Vernichtung der Insekten, der Pflanzen-Bestäuber*innen nicht so weit gediehen ist wie unsere Zerstörung der Muttersprache, die wir gegen billige Gendereien hergeben.

 

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