Volumetrics-Salat-Rezept, gewidmet dem ZDF und Dr. Schusdzierra, als eine kleine Fett-weg-Kritik

Salat, sättigend und kalorienarmWer die Kunst beherrscht, auf großem Raum wenige Kalorien unterzubringen, hat gute Chancen, schlank zu werden, denn ein voller Magen fühlt sich satt. 
So, oder so ähnlich lautet die Philosophie der ZDF-Serie “Fett weg!”, und nach diesem Rezept ist dieser “griechische Salat” (vieleicht ist es auch ein türkischer?) gestaltet:

Viel Gemüse (Paprika in allen Farben, Tomate, Gurke) und ein wenig Schafskäse mit einer simplen Salatsauce kann nicht viele Kalorien mitbringen, ein paar Linsen zusätzlich bewirken den Sattmacher-Effekt:

Salat, sättigend und kalorienarm

Wer mag, kann damit einen Salattag einlegen und halbwegs glücklich mit dieser Diät werden…

Nun entspricht dieses Rezept nicht nur dem Volumetrics-Prinzip, sondern passt auch (bedingt) zum “Slow-Carb”-Prinzip, aber das Eine schließt das Andere ja nicht aus. 

Die Kritik an der Fett-weg-Sendung

Im Zeitraffer der Fernsehreportage werden die langweiligen Phasen schlicht ausgespart, im Zeitraffer erscheinen die Abnehmerfolge noch wesentlich schneller, als sie sich tatsächlich einstellen.
Auf die Gründe des zu-viel-Essens wurde – der Einfachheit halber – erst gar nicht allzu genau eingegangen. Wie viele “Genussesser” hat es wohl in der Sendereihe gegeben?
Es kann ja sinnvoll sein, kompliziertes vereinfacht zu sagen. “Komplexitätsreduktion” ist vor allem bei Kindern, die Manches noch gar nicht verstehen können, angebracht.

Hier wurden die doch komplizierten Zusammenhänge beim zunehmen und abnehmen auf einen gemeinsamen Nenner gebracht: Es kommt auf die Sättigung mit wenigen Kalorien, die verringerte Nährstoffdichte, an. Der Beweis, dass die These stimmt, wird auch scheinbar im gleichen Atemzug erbracht. Die Zuschauer müssten sich “ganz einfach” an dem, was ihnen gezeigt wird, orientieren.

Also:

  • Mit einem erfahrenen Personal Trainer zusammenarbeiten
  • den Grundumsatz vom Facharzt akribisch genau ermitteln lassen
  • den ermittelten Gesamt-Kalorienbedarf unterschreiten
  • zusammen mit einem netten Starkoch neue, persönliche Lieblingsrezepte erproben
  • sich der Motivation, die ein zu erwartendes Millionenpublikum darstellt, aussetzen.

Der gleiche Salat (ohne Linsen) auf dem Büffet (Mitte rechts)

Abnehmen mit dem Zweiten – “Fett weg!” stellt das Abnehmen letztlich wesentlich einfacher dar, als es ist. Die ausgewählten Kandidaten mit weit überdurchschnittlicher Motivation und mehr Unterstützung, als allein Abnehmende jemals erfahren können, sind für Durchschnitts-Dicke vielleicht Vorbild, aber nicht unbedingt Maßstab.

Das triumphierende “Na, siehst Du, geht doch” des Dr. Schusdzierra als Kommentar zur Sendung werden wir so natürlich nicht hören, aber man kann es sich ja denken.

Bravo, Herr Doktor!

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