Die Naschlust, Der Naschanfall, Naschereien, Naschsucht, Naschkatzen, Binge-Eating

Dass Abnehmen eine Kunst ist, haben wir hier schon behauptet, und damit sicherlich manchem schon Angst und Schrecken eingejagt:

“Wie, ein Künstler bin ich doch wirklich nicht, also ist diese “Fressnet-Methode” (und was ist das überhaupt für ein widerliches Wort, so lasse ich doch nicht mit mir reden) nichts für mich – solide Handwerksarbeit, das kann ich ja noch leisten, aber KUNST?”

Na gut, der Anspruch hört sich doch allzu hoch an. Sagen wir mal, Abnehmen kann eine Kunst sein, aber solide, gekonnte Arbeit reicht auch. Ich bin da vielleicht auch etwas blauäugig – wenn man mal anfängt, auf “Kunst” zu assoziieren, kommt man schon mal auf solche Ausdrücke wie “Die Kunst der Assoziation”. Da ist es doch schon wieder weniger das Beherrschen der Materie – Assoziationen, zumindest “freie”, lassen sich nicht willkürlich herbeizwingen.

Womit wir endlich beim Thema wären: “Naschanfall” – darauf bin ich eben “einfach nur so” gekommen, also durch eine Assoziation. Und Naschanfall ist ein seltenes Wort – wird bei Google heute nur 122 mal gelistet, im Gegensatz zu Fressanfall (14.000) oder Binge eating (119000). Naschsucht ist mit 500 Vorkommen eher ein Tabuthema, im Gegensatz zu “Stefan Raab” mit 834000 Vorkommen – nach diesem Entertainer scheint die Nation süchtig zu sein, solche Darbietungen werden als Leckerbissen der Unterhaltungskunst wahrgenommen.

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Nadja_Sabrina warnt übrigens recht sympathisch vor einem Naschanfall, den die Bilder, die sie zeigt, auslösen könnten. Sie hat ja soo recht! Einen “Tee im Palais” hatte ich auch noch nie, man gönnt sich einfach zu wenig.

Naschkatzen

sind genau genommen Katzen im Ausnahmezustand. Naschkatzen habenNaschkatze sogar ihr Forum mit Gequassel, Polen-Witzen, Diät-Witzen (Eine Capri-Hose ist nichts für Dich: Capri ist eine Insel, kein Erdteil) – kurz:

Hier wird nicht nur über die Ernährung während einer Diät, Nahrungsergänzungen oder Sport diskutiert,”

sondern gibt es auch Austauschmöglichkeiten über das gefährliche Naschen, offensichtlich. Die Gefahren ihres Lebensstils dikutiert man dort weniger.
Gewarnt seien auch die Mampfiosis, die gerade Pause haben, vor der Gefahr des Harribolismus. Dazu meint unsere Suchmaschine:

“Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage – Harribolismus – übereinstimmenden Dokumente gefunden. Meinten Sie Kannibalismus?”

Da hat das Suchmaschinchen noch nicht bei Lutz vorbeigeschaut, dort ist das Wort gestern aufgetaucht, und es war auch “nur” eine freie Assoziation. Also habe ich zu danken, ohne seinen Beitrag hätten wir das neue Wort nicht.

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Harribolismus ist so ähnlich, wie “Fressnet” eine Reaktion auf das leidige “FDH” war, entstanden.
Nein, ich bestehe nicht darauf, hier von Kunst zu reden. Nein. Ich wollte ja nur zitieren, dass die Kunst zu lenken hätte.

Warum allerdings Naschkatzen öfters auch mal einen Bärenhunger haben, kann hier nicht geklärt werden. Bären haben ihren Größten Hunger wahrscheinlich nach dem Winterschlaf.

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  5. Naschsucht? Heute naschen wir uns schlank…

4 Kommentare zu “Die Naschlust, Der Naschanfall, Naschereien, Naschsucht, Naschkatzen, Binge-Eating”

  1. Ganz nett stimmig…

    verwendete ich doch den exakten Begriff “Haribo-Depressionen”, welche also eine Folge des Haribolismus ist.

  2. Au weia – mir fällt gerade ein, dass der Kinderarzt routinemäßig an seine kleinen Patienten Gummibärchen verschenkt – und in Apotheken habe ich auch schon kostenlose Mini-Packungen gesehen – und nirgends ein Warnhinweis.
    Aber der Werbespruch wäre demnach Irreführung; “H. macht Kinder froh, und Erwachsne ebenso”. Wahrscheinlich haben die noch eine Sorte mit Johanniskrautextrakten, wegen der Depressionen – dann hält sich das die Waage; aber Gummibärchen und Waage, das wäre schon wieder ein Thema für sich.

  3. [...] Man tut etwas, was man nicht sollte, nascht hier etwas, da etwas; beim Belegen der Pizza machen die Oliven Lust und wollen probiert werden, der Käse auch – und schon ist es geschehen. [...]

  4. [...] gehört das Naschen, das seine angenehmen und seine unangenehmen Seiten hat,  dazu. Der Sog einer angebrochenen [...]

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