Gesund mit Rotwein, Lachs und Schokolade

Rotwein, Lachs, Schokolade sind einige der “Gesundmacher” oder Gesunderhalter, die die kanadischen Ärzte Dr. med. Richard Béliveau und Dr. med. Denis Gingras in ihrem als Bestseller angelegten Buch “Gesund mit Rotwein, Lachs, Schokolade & Co.” empfehlen.


Alter ist keine Frage des Todes,
es ist eine Frage der Gesundheit,
denn der Tod ist gewiss.

Francois Mitterand (1916-1996)

Mit diesem etwas schwierigen Zitat beginnen Béliveau und Gingras ihren Gesundheits- und Präventionsratgeber, umformuliert: Ob und wie wir alt werden, ist eine Frage der Gesundheit. Es gibt natürlich auch Köpfe, die diesen Gedanken nicht aufnehmen wollen, und die eigentlich bekannten vorbeugenden Gegenmaßnahmen zu chronischen Krankheiten:

  • nicht rauchen
  • sein Normalgewicht halten (BMI zwischen 19 und 24)
  • reichlich pflanzliche Produkte wie Obst und Gemüse und Vollkornerzeugnisse essen
  • mindestens 30 Minuten täglich körperlich aktiv sein und schließlich
  • den Konsum von zucker- und fettreichen Produkten, besonders von industriellen Fertigprodukten und Fast-Food-Erzeugnissen einschränken.

einhalten zu sollen, weckt des Öfteren Widerstände oder auch die Hoffnung, dass das schon irgendwie gutgehen wird: Weiter zu rauchen, ein leichtes, gesundes Übergewicht zu halten, lieber mit Weißmehl den Darm zu entlasten, den Körper in liegender Haltung vor Verschleiß zu schonen und der Nahrungsmittelindustrie zu vertrauen.

Nun ja, seien wir, was den BMI betrifft, nicht so dogmatisch wie die Autoren und schnallen lieber den Gürtel etwas enger, in Vertrauen auf die Richtigkeit der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Taillenumfang und WHTR.

Schwere und chronische Krankheiten nehmen mit zunehmendem Alter zu und sind “keine unvermeidliche Folge des Alterns, sondern vielmehr das Ergebnis schlechter Lebensgewohnheiten, insbesondere im Bereich der Ernährung…”.

Schlechte Ernährung begünstigt chronische Krankheiten – wer sich mit dieser Kernthese anfreunden kann, wird das Buch mögen.

“Zu viel Zucker hinterlässt einen bitteren Beigeschmack” ist der gut formulierte Titel eines Kapitels, “Essen, um zu leben: Kochen als Ausdruck menschlicher Kultur” ist das letzte Kapitel überschrieben.

Dass es auch um die Prävention von Krebs und Alzheimer geht, sei nicht verschwiegen. Beweisen kann man in dem Bereich m.E. nicht viel, und der Ernährung die prominenteste Rolle bei der Prävention zuzuweisen, ist vielleicht etwas engstirnig gedacht.

“In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist” zitieren auch Béliveau und Gingras, um zu sagen, was zu sagen ist – das ist so wahr wie “Ich denke, also bin ich” und das daraus abgeleitete “Ich fühle, also bin ich”. Doch dazu ein anderes mal mehr.

 

 

Die neue Diät: Portionsdiät

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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