Flüssigbrei und Überfütterung

Die Beikost bekommen Babys besser mit dem Löffel statt im Fläschchen

Mit diese Empfehlung hat sich der aid infodienst (aid) an die Öffentlichkeit gewandt. Dünnflüssiger Brei aus dem Fläschchen, “Trinkbrei” aus dem Supermarktregal wird abgeboten, den Hunger unserer Jüngsten zu stillen. Die lernen so erst spät, vom Löffel zu essen, und bleiben länger Flaschenkinder oder werden zu welchen. Maria Flothkötter, Wissenschaftsredakteurin für Kinderernährung beim aid infodienst:

“Das Essen von festem Brei erfordert ganz andere Bewegungsabläufe als das Saugen. Und das Lernen solcher Bewegungen ist wichtig für die altersgerechte Entwicklung eines Babys.”
Problematisch sei auch, dass über das Trinken von Nahrung in kürzerer Zeit größere Mengen in den Körper der Kleinen gelangen. Das Sättigungsgefühl setzt dann zu spät ein und die Kinder werden leicht überfüttert.

Auf bis zu 110 Kilokalorien pro 100 Milliliter

kommen die Breigetränke, wobei ein ein empfehlenswerter “Abendbrei zwischen 60 und 70 Kilokalorien pro 100 Gramm enthält.
Als “Gute-Nacht-Fläschchen zum Einschlafen” sind die flüssigen Trinkbreie ungeeignet, da ein hoher Zuckergehalt zur so genannten “Nuckelflaschenkaries” führen kann.
Mag die Flasche am Abend für alle am stressfreiesten sein, wird dabei doch zu wenig Amylase produziert, die für die Kohlehydratverdauung zuständig ist und u.a. von den Mundspeicheldrüsen ausgeschüttet wird.

Wenn ich Brei fütter, landen zuwenig der Enzyme im Bauch und der Brei wird nicht optimal verdaut?! Wieso wird dann überall der Flüssigbrei empfohlen? Das ist dann ja der totale Quatsch??!!!

Unter dem schönen Titel “Schlaflos im Seat” fand sich das Beispiel der lieben Kleinen, die sich, beim abendlichen Füttern bereits ordentlich müde, die Äuglein reibt – wobei die Fäustchen schon mit Brei, der sich in den Mindwinkeln fand, in Kontakt gekommen waren…

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4 Kommentare zu “Flüssigbrei und Überfütterung”

  1. [...] Vor dreißig Jahren waren Hard-Core-Bilder und Filmchen, belästigende mails, die heute massenhaft im  Spam-Ordner landen, kommerzieller Telefon-Sex und Dauerpornosendungen noch gänzlich unbekannt. Wir haben heute eine Phantasie-tötende mediale Überfütterung. [...]

  2. [...] von Säuglingsnahrung geeignet ist, und wählen anhand der Angaben auf dem Etikett aus. Wird Flüssigbrei verkauft, steht auch auf dem Etikett, wie gesund er doch sei, meldet die Kinderkommission sich [...]

  3. [...] zu verstehen ist, ändert sich ohnehin im Lauf des Lebens, von der Muttermilch über den Kinder-Brei zu “richtigem Essen” und, wenn es schlecht läuft, wieder zum Brei oder gar zur Ernährung mit [...]

  4. Wenn moderne Diätprodukte, wie das in Apotheken angebotene Almased, Nahrung auch nur in flüssiger Form darbieten – wie für Babies – dann läuft das auch auf “Regression” hinaus.

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