Frankensteins Ernährung
Geschrieben am 10. August 2010 von KPBaumgardt
Was Frankenstein essen würde, nennt sich “Frankenfood”, eine Zusammensetzung aus “Frankenstein” und “food”.
“Frankenfood” – diese Wortschöpfung stammt aus
dem zusammenfassenden Bericht zu einer Studie, die die Entwicklung des Lebensmittelmarkts, Trends bei der Ernährung ermitteln wollte.
Demnach gibt es widersprüchliche Entwicklungen: Einerseits die Sehnsucht nach der guten alten Zeit, nicht aber nach deren Hausmannskost, und das Essen in “Zwangssituationen”, also Kantine oder Fertigfutter, weil es schnell gehen muss.
“Geschäftspotential” wird sowohl für “Zwangskonsum” als auch für “Sehnsuchtskonsum” gesehen. Und: Die
“… Zwangssituationen werden bei der Ernährung auch in Zukunft dominieren.”
Den Bericht über die Studie fand ich im “Jetzt ess ich! –Blog”; von hier noch ein Zitat:
„Solange weder Gesellschaft noch Wirtschaft sich bewusst sind, dass es massenrelevante Werte gibt, die noch nicht bedient werden, kann kein neuer Hoffnungsmarkt entstehen, weil die einen nicht einfordern, was sie eigentlich wollen und die anderen die neuen Geschäftspotenziale nicht erkennen, die zu den entsprechenden Angeboten führen würden. Der erste Schritt von der Sehnsucht zur Konsumrealität ist darum, dass die Themen in der Öffentlichkeit platziert werden.“
Mit anderen Worten: Eigentlich wollen die Verbraucher sich ja gesund ernähren, aber sie müssten mehr dafür tun, dass ihren Werten entsprechende Lebensmittel angeboten werden. Na ja, zu teuer soll es auch nicht sein. Und die Quadratur des Kreises funktioniert immer noch nicht…
Aus welcher Zwangssituation heraus die bequeme Pizza-ins-Haus-Lieferung zustande kommt, hab’ ich noch nicht so ganz verstanden. Aber auch das wird seine Gründe haben…
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