Schlank mit Drogen – krank mit Drogen – süchtige Stars

Ein Tagesspiegel-Artikel, noch aus dem August 2009, wirft Licht auf das Geschehen bei den “Stars und Sternchen”.

Die Drogensucht der High-Society

Wer kennt eigentlich Jamie Lee Curtis? Sie gilt als eine  “der bodenständigsten Schauspielerinnen des Landes”, und in den USA war niemand erstaunt, als sie von ihrer einstigen Sucht berichtete: “Eines wusste man jedoch nicht: Nicht die Schönheitsoperation vor 15 Jahren war schuld – sondern schlechthin das Leben.”

„Es gelang mir, zu erkennen, dass der Schmerz vor langer Zeit und ganz weit weg begonnen hatte, und dass der Weg zu dem Narkotikum nur eine Frage der Zeit war. Der Schmerz musste betäubt werden“

Diese Bemerkungen fielen anlässlich des Todes von Michael Jackson, dessen Gesicht sie als Maske der Verletzung, Gleichgültigkeit, Angst und des Schmerzes interpretiert. (Quelle)

Sodann wird noch ein wenig “aus dem Nähkästchen” geplaudert:

Wachmacher, Abspeck- und Einschlafhilfen, Antidepressiva und Schmerzmittel, Diätpillen und Steroids. „Adderall“ ist derzeit die Pille „du jour“ unter den jungen Dingern, die nicht dünn genug sein können. Nebeneffekt der Pille gegen die Hyperaktivitätsstörung ADD: Sie unterdrückt auch Hunger und erhöht die Aufmerksamkeit. Paris Hilton und ihre magersüchtigen Party- Schwestern schwören darauf.
Clenbuterol, „Clen“ umgangssprachlich, wird normalerweise Pferden bei Atemwegsbeschwerden verordnet. Bei Menschen führt es zu Gewichtsverlust. Britney Spears schluckte sich damit schlank. Amy Winehouse dagegen bevorzugt Crack und Valium. Robbie Williams’ Diät dagegen scheint fast schon bieder: 36 Espressi, 60 Zigaretten und 20 Dosen Red Bull am Tag, plus das eine oder andere Antidepressivum.

All das ist natürlich nicht zur Nachahmung empfohlen, und wenn es vom Arzt verordnet wird, geht es wohl darum, den Arzt zu wechseln.

Die Schmerzen, von denen Jamie Lee Curtis spricht, sind seelischer Natur. Hervorgerufen – so sieht sie es – von den Bedingungen der zerbrechlichen, zerstörten Jugend, die einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen haben; das öffentliche Bild von den “Jackson Five” und das, was hinter den Kulissen an Drill abgelaufen ist, sind zwei verschiedene Welten.

Mit welchen Drogen, “Alltagsdrogen”,  Arzneien, Getränken auch immer: Die High-Society, vorsichtshalber: Teile der High-Society  sind betäubt. Oder narkotisiert.

Und das bewundernde Publikum spielt das Spiel mit, wird unbedingt  für dieses Spiel gebraucht , wozu auch gehört, ein ausnahmsweise auftretendes “Big-Size”-Model ausnahmsweise zu bejubeln.

Es wäre jetzt noch der – altbekannte – Zusammenhang zwischen der Betäubung, unter der diese Leute leben, und dem “Narzissmus” herauszuarbeiten – vielleicht ;-)

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