Natur- und Katzenfreund*innen, Eine Lügentasse, Fahr-Strom für Alle, Glitsch und 1928, Zuccinikrapfen als Modellprojekt

Längst bevor die Biologen das System “Wald” verstanden haben, baggern die Tagbauer ihn weg – so verschwindet Landschaft, verschwinden Lebensräume.
Sicherlich sind Viele damit nicht einverstanden – nicht alle “Naturfreunde” gehen auf Demonstrationen, das heißt: Es gibt auch Naturfreunde “auf der anderen Seite der Barrikaden”, Beobachter, Naturschützer mit Mitgefühl für die Tiere und solche, die sich von der Natur noch faszinieren lassen.

Überhaupt: Die Katzenfreunde, Katzenfreundinnen… Die sollten, so eine Meldung, beim Umgang mit dem Tierfutter auf mögliche Infektionen achten, so eine Meldung der Mayo-Klinik.

Bei den Wildtieren gehen die Zugvögel bereits auf die Winterreise – und wenn sie zurückkommen, sind die Äcker frisch bestellt:

Nach “natürlicher Wohlfühlumgebung” sieht der Spargelacker nicht aus – aber in den Braunkohlerevieren ist die Landschaft auch nicht naturnäher.
www.vogelwarte.ch – Das Bild einer Uferschnepfe in der Agrarlandschaft ist der Gesamtsieger des Fotowettbewerbs 2018 der Schweizerischen Vogelwarte.
Foto © Karsten Mosebach
 

Ich will hoffen, dass in solchen Landschaften genug “Landschaftsinseln”, die noch untereinander vernetzt sein müssen, entstehen. Es gibt krasse Bilder von ganzen Landschaften, die unter Folien verschwinden, oder mit Gewächshäusern zugebaut werden.

Automatisch müssten wir hier auch an die Landschaften denken, wo das Kraftfutter für unser Futter entsteht – abgeholzte Urwaldflächen mit  giftbehandelten Monokulturen.

Es ist nicht immer drin, was draufsteht. Daher auch der Begriff “Lügentasse”, hier selbst gemachte Kartoffel-Pastinakensuppe mit saurer Sahne und Kefir, getoppt mit Frühlingszwiebel und Deko-Grün.
“Fleischherstellung ermöglicht durch Urwaldrodungen” oder “Mit der Palmölplantage, von der ein wesentlicher Bestandteil dieser Margarine herstammt, wurde der Lebensraum etlicher Tiere vernichtet – einige von ihnen sind sogar eng mit uns verwandt”  – das steht nicht einmal  im Kleingedruckten auf der Verpackung.

 

Energiehunger

Einem wackeren Befürworter der Waldbeseitigung, die ja legal sei, fiel zur Charakterisierung der wackeren Rodungsgegner die Bezeichnung “surreal” ein – wahrscheinlich wegen “Wackersdorf“, das ja zum Synonym für angekette Rebellen geworden ist.
“Gaga” an der Geschichte ist mehr der – sagen wir mal gigantische – Stromverbrauch   hierzulande; der könnte auch ohne Braunkohle-”Verstromung” gedeckt werden.

 

Strom brauchen jetzt auch die Elektro-Autos, an deren Anblick man sich bald gewöhnt. Sie sind angenehm leise, und der Fahrer muss nicht ständig den Motor ein- und ausschalten. 
 

Ober- und Mittelklasse-Elektrogefährte mit “relevantem Status-Wert” sollen an der Ampel mit bester Beschleunigung imponieren – das braucht starke Motoren, die brauchen schwere Akkumulatoren. Pferdestärken braucht dann auch die Autobahnfahrt mit Tempo 180, was Zeit spart, die dann beim Schlangestehen vor der Ladestation wieder verbraucht werden darf.  Elektro-Boliden aus deutscher Konzeption sind jetzt in den USA vorgestellt worden.

Beim Internetmagazin Golem heißt es dazu:

“Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Audi an der Präsentation in San Francisco, USA, teilgenommen. Die Reisekosten wurden zur Gänze von Audi übernommen. …”

“Und der Artikel stellt das Audiauto auch ausgiebig vor – zumindest in Form einer Werbe-Video-Einbindung…”,  könnte man ergänzen.

 

“Wer entdeckt die Granatapfelkerne?” wäre hier die erste Frage, und dann: “Wie passen die mit Tomate zusammen?”

 

Ob wir unsere Küchen vielleicht mit Gasherden ausstatten sollten, um die Stromschaffende Industrie beim Braunkohle-Verzicht zu unterstützen, mag doch eine Energiesparkommission klären. Sonderbeauftragte für Sonderfragen haben wir ja notfalls  bis zum Abwinken.

Derweil fährt die Bahn, die zwar eigentlich umweltfreundlich am Fahrdraht hängt, das aber mit etlichen Verspätungen und Störungen, so vor sich hin, weil Weichen ausgebaut, die Schienen nicht richtig in Ordnung gehalten werden und bei steigenden Fahrgastzahlen Personal abgebaut wird:

“Seit einem Vierteljahrhundert wird das Bahnmanagement immer mehr durchsetzt von Spitzenmanagern, die keinerlei Kenntnisse von Eisenbahn haben, und die nicht bereit und in der Lage sind, sich leidenschaftlich für die Schiene zu engagieren. Es fehlt ihnen schlicht eine …  Identifikation mit der Eisenbahn. Mehr noch: Es standen mit Heinz Dürr (1990-1997), Hartmut Mehdorn (1999-2009) und Rüdiger Grube (2009-2017) Personen an der Bahnspitze, die eng … mit der Autoindustrie … verbandelt waren.”

Um noch mal vom Wetter zu reden: Stuttgart (“Stuttgart 21″ soll wohl nicht bedeuten, dass die Anlage 2021 fertig ist, sondern dass sie fast 21 Milliarden kosten könnte) hat das größte Starkregenrisiko all unserer Großstädte. Wenn dann der Tunnel vollläuft: Können Intercities tauchen?

Also pumpt die Bahn – Geld in ihr eigenes Nadelöhr, mit dem man besser den Service aufwerten und das Netz (ach ja, auch das “rollende Material”) voranbrächte.

 

Doch denken wir lieber an “Gesundheit und Ernährung” – wie unsere Lieblingszeitschrift, die “die westliche Ernährung” kritisiert und als krankmachend entlarvt – wir müssen mehr den

Glitsch-Faktor

berücksichtigen:

Ein Link zum Artikel über “Darmschleimhaut und Glitsch”, was ein ungekanntes Wort ist, und mit dem bekannteren “glitschig”, bekannt von Schmierseife und matschigen Wegen, verwandt ist, wäre ein Link zu einer geschlossenen Zahlschranke – das kann ich garnicht brauchen.

Muss man sagen, es sei symptomatisch, wenn diese Eigenschaft des Darms visuell in einem Zusammenhang mit “braunen” Politiker*innen zu sehen ist?

Nein, das muss man nicht. Der Screenshot wird aus dem Surrealismus stammen, man soll nicht zwischen den Zeilen lesen wollen. Glitschig, aalglatt und Demokratie-verätzend stehen in keinerlei Zusammenhang. Unsere Ahnengalerie, die Galerie der Deutschen Kanzler*in(nen), von Bismarck bis Merkel, ist tadellos.

Oder war da mal was – eine  Tadellosigkeitslücke, eine Schande, die zu spät bemerkt und falsch bekämpft worden war?

“Spätestens 1928 ” – was war denn da?
1924 schon kam Hitlers unsägliches “Mein Kampf” heraus – seine Lösung der “Judenfrage” war bereits angedeutet. Warum “das Volk” ausgerechnet einem hysterischen Psychopathen folgen wollte/musste, gibt noch Rätsel auf.
Das Kästner-Zitat scheint sich auf die Reichstagswahlen vom 20. Mai 1928 zu beziehen. Im Oktober des gleichen Jahres spitzten sich “Arbeitskämpfe” derart zu, dass 230.000 Metaller  ausgesperrt wurden – gewerkschaftliche Vorstellungen von Wirtschaftsdemokratie waren nicht zu verwirklichen.

 

Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst

Wenn heute von staatszersetzendem Verhalten gesprochen wird, muss der Sprecher stets bedenken, ob auch er selbst von dem Virus befallen, oder Überträger des Krankmachers ist.

Zur Abwehr der Infektion helfen natürliche Mittel wie “Wahrheit“, die unbedingte Anerkennung der Menschenwürde und die Forderung, dass alle, die sich im Parlament aufhalten, sich an die Hygienemaßnahmen halten.

Politische Wachsamkeit kann unter Anderem heißen, einen Passus wie

„Wer sich durch rassistische oder ausländerfeindliche Gesinnung innerhalb und außerhalb des Vereins unehrenhaft verhält, kann ausgeschlossen werden.“

auch folgerichtig-konsequent anzuwenden.

“Demokratieförderung” -  das scheint ein Fremdwort  und mit “Wirtschaftsförderung”, Integrationsförderung und Landwirtschaftsförderung verwandt zu sein. Über die Anwendungsweise und nötige therapeutische Dosis ist bisher zu wenig bekannt; die unabhängige Sozialforschung ist abgewürgt, wo wird (noch) eine freie Jugendarbeit betrieben?

Wenn man nicht weiß, wie ein Rezept funktioniert, kann ein “Modellprojekt”, ein Vortest hilfreich sein. So geschehen bei den Zuccinikrapfen, die für “krapfen-mit-bockshornklee-frischkaese-und-tomatenvariationen” gebraucht werden – und sicher ergibt sich auch ohne Bockshornklee-Ziegenfrischkäse etwas Brauchbares.

 

Ausblick:

Es ist überhaupt keine Frage, ob Ihr Kefir selbst machen könnt, die Frage ist eher, ob Ihr es tut.

Vielleicht stehen uns in naher Zukunft Ernährungsräte bei solchen Problemen zur Seite, oder wir beteiligen uns an ihrer Besetzung.

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