Empathie

Im Utopia-Newsletter wurde ich heute auf einen Hinweis auf einen Blog-Artikel zu Empathie aufmerksam.

Mit empathischen Fähigkeiten gleichwertig neben logischen, rationalen Fähigkeiten und Macht-Fähigkeiten können wir die gegenwärtigen Probleme angehen. Ja, von der Zukunft her geschaut, kann man die gegenwärtigen Probleme als Probleme der menschlichen Konstellation: viel Macht, viel Rationalität, wenig Empathie beschreiben, als "Kälte-Probleme".

Dem bin ich einmal nachgegangen.

Einen Klick weiter fand sich der Link zu einem Video von bzw. über  Jeremy Rifkin- Die empathische Zivilisation: (Kulturzeit)

Thesen:

  • Wir werden so, wie wir es uns einbilden
  • und bräuchten das Modell einer Zivilisation, die auf Empathie gründet
  • Unter Empathie kann man die geschärfte Wahrnehmung für das Unperfekte, sterbliche des Menschen verstehen
  • Mitgefühl entsteht aus der Erfahrung heraus: Das Leben ist wertvoll
  • Wichtig ist die Entwicklungsgeschichte des empathischen Bewusstseins.
  • Dass das empathische Bewusstsein wenig gefördert wird, daran haben die Historiker, die die Geschichte als Geschichte des Schlechten schildern, ein "unempathisches Menschenbild” zeichen, eine Mitschuld
  • historisch gesehen treten große Bewusstseinsveränderungen ein, wenn Energie und Kommunikation sich entwickeln – heute: erneuerbare Energien und Internet…
  • stehen wir am Beginn des "empathischen Zeitalters"?
  • Die Alternativen sind: Altmodisches, patriarchales und hierarchisches    Denken, oder vernetztes Denken ohne Machtpolitik, bereit zu einem neuen Bewusstsein für unseren Planeten.

Im Zusammenhang von Empathie und Gewaltfreiheit dann noch dieser Artikel: Gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg

Liebst Du mich?

Bei aller Empathie – “Man sieht nur mit dem Herzen gut” und dass unempathische Beziehungen krank machen, ist doch eigentlich bekannt (oder nicht?) – diesen Sketch von Rosenberg müsst Ihr einfach gesehen haben:

Siehe auch:

Die Yogi-Tee-Zeremonie, Folge zwei: Teetrinken am Beginn eines neuen Zeitalters

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16 Kommentare zu “Empathie”

  1. ^^ Ich musste diesen genialen Sketch heute Nachmittag für meinen Mann übersetzen, und der meinte “Wo das Wolferl Recht hat”… (mit seiner letzten Forderung)

    Tja, streichelt bitte mal wer die Giraffe für mich?

  2. :-)

    “Aber Du musst doch wissen, was ich will, längst bevor ich es weiß” ist aber auch der Klassiker.

    Wenn Wolf mal bei “need for xy” schaut, kann er seine Bedürfnisse genauer einkreisen; das gibt es sogar “Bedürfniskategorien”.

    “Guess” ist außerdem mehrdeutig: Schätzen, vermuten, drauf kommen, erraten”.

    Das Schöne bei den Handpuppen: Da fällt der Rollentausch leicht ;-)

    Arme Giraffe ;-)

    - Und immerhin vertragen die zwei sich noch recht gut; bei Hase und Igel, Fuchs und Storch usw. hat es ja schon ganz andere Sachen gegeben ;-)

     

  3. Bei Empathie ist Arno Gruen ein guter Ratgeber, der die weitreichenden Folgen des fehlens der Empathie schon lange bekannt macht.

    Seine Bücher sind sowieso Highlights^^

  4. „Viele von uns haben als Kinder nicht genug einfühlsame Liebe erlebt oder zu viel besitzergreifende Liebe oder ‚Liebe für Leistung‘ und mussten sich dennoch mit den ‚mächtigen‘ Eltern identifizieren, um zu überleben.“

    - ist ein Zitat aus
    http://www.zeit.de/2003/35/SM-Gruen

    - erinnert mich an das Dilemma des Narziss, ein Kind, das schon seit der Geburt “Liebe verdiente”.

    Danke für Deinen Hinweis!

  5. http://www.irwish.de/Site/MainFrame.htm

    Da sind noch seine Bücher aufgeführt, ja die kennen Google und Amazone auch, aber dafür ist dort noch eine Linksammlung zu einem Interview, das einige seiner Standpunkte gut herausarbeitet.

    MFG

  6. Jetzt habt ihr mir richtig Lust auf seine Bücher gemacht! Finde ihn recht interessant….. Er hat etwas besonderes an sich!

  7. @ Hannzi: Faszinierender Link! Wirklich gut! Danke!

    @ Kira: So soll’s sein ;-)

  8. Je nach dem was Sie genau meinen. Der Link zum Interview ist ziemlich gut, die Seite an und für sich auch :-)

    Bei dem Herren kann man einiges lernen^^

  9. @Kp…Na, das Girafferl hat den Wolf ganz gut im “Griff” *lach*

    Manchmal “mutiere” auch ich zum “Wolf” doch eher selten.
    Es ist nur sehr hilfreich wenn einem das Verhalten manchmal wie ein Spiegel vorgehalten wird, denn sonst wären ja auch Satieriker und Kabarettisten arbeitslos.

    Von den Psychologen red ich gar nicht :-)

    @ Hannzi ich habe mir gerade den Irwisch link in die Fav. gefügt, denn ich “fürchte” ich werde dort viel Zeit verbringen um mich durchzulesen.
    Dankeschön…

  10. @ Lexi: “Fluktuieren” – geht das auch?

    Und dann gibt es ja noch das ganze Brehm’s Tierleben zum Durchspielen ;-)

    und die Fabelwesen: Schwimmende, junge Drachen zum Beispiel:

    Hier – eher eine Vorübung und

    hier – ganz besonders anmutig ;-)   , und

    das muss man wohl länger einüben…

  11. @ Kp…Ich denke, ohne “Fluktuation” kann´s nicht gehn.

    Denn, wer nie wie ein Wolf dachte kann net zum Girafferl werden :-)

    Mal davon abgesehn, dass das ganze als Sketch aufgebaut ist, sieht man ja die enorme “Weisheit” die dahinter steht.
    Wenn man die Menschen zum nach und umdenken bringen will, ist Humor sicher die “beste Waffe”
    Ausserdem kann man sich daran besonders erfreuen, wenn man sich selbst darin erkennt, und weiß wo man noch “Verbesserungsbedarf” hat.

    Es gibt weder DEN perfekten Menschen noch DIE perfekte Beziehung.Doch für sich selbt und den Partner kann man es ja so “schaffe” das man es so empfindet.Das ist das schöne daran.

    Was die schwimmenden Drachen angeht, das sind tolle Links, denn Addy sieht so richtig “eins mit sich” aus, wobei ich beim letzten Link die enorme Körperspannung des “Soldiers” :-) echt beeindruckend fand!

    Und solltze sich tatsächlich jemand über Brehms Tierleben wagen, er möge doch bitte Tipps zu den “Vielfüsslern” geben.

    Ich dachte an sowas
    http://www.youtube.com/watch?v=djuQIEbbqR8&feature=related

    Doch ich denke, bis zu den indischen Gottheiten reicht das Tierreich nicht? *lach*

  12. Hi, Lexi,

    jetzt hat’s ein bisschen gedauert, bis ich mich auch mit einem Video “revanchieren” kann:
    http://www.youtube.com/watch?v=msvsdBqTCCA

    Addy macht das wirklich toll, und der Soldier: Das ist 2-fache Geschiwindigkeit, also ist er in echt doppelt so langsam ;-)

  13. Hi, Kp!

    Das unser Soldier in Wirklichkeit langsamer ist, war aus dem Vid eh zu sehen, daher ist es ja NOCH faszinierender ihm zuzusehn.

    Denn was “so leicht” anmutet, verlangt viel ab.
    Das ist bei yoga und pilates ähnlich.

    Was das Tierreich angeht, ich hab ja selbst 3 Waus und 6 Mietzen, kann ich dir diesen Link ans Herz legen, denn auch unsere Fellträger sind manchmal echt menschlich.

    Chaotisch, neugierig, mitunter etwas “dumm” doch ohne sie wäre mein Leben wesentlich langweiliger.
    Oft möcht ich mit meinen Katern tauschen ….

    lg

    http://www.youtube.com/watch?v=IytNBm8WA1c

    Der hätte sich das Mäuschen schon geholt, ob er den Käse allerdings geteilt hätte, oder das Mausi damit “gefüllt” wird sein Geheimniss bleiben…;-)

  14. [...] die Karten offen auf den Tisch legen. Weil es zu sehr um Äußerlichkeiten geht, bleibt die Empathie auf der [...]

  15. Hallo

    Interessanter Blog und interessanter Artikelbeitrag.

    Empathie ist Eines, wenn nicht das Wichtigste, was einen Menschen auszeichnen sollte.
    Leider ist jedoch genau dieses, bei den meisten Menschen nicht sonderlich stark ausgeprägt, wobei durchaus grundsätzlich vorhanden.

    Bereits, und vorallem, in der Kindheit, wird dies nicht sonderlich positiv gefördert bzw, unterstützt. Genau das Gegenteil ist meist der Fall, obwohl dies, wie bereits erwähnt, grundsätzlich bei jedem Menschen vorhanden ist.

    Tragischerweise existiert gerade durch jene Menschen die kaum Empathie besitzen ein negativer Kreislauf der es nicht erlaubt, dass sich die Menschheit sonderlich weiterentwickelt.

    Die oben genannten Thesen, insbesondere diese, kann ich somit unterstreichen:

    - und bräuchten das Modell einer Zivilisation, die auf Empathie gründet
    - Unter Empathie kann man die geschärfte Wahrnehmung für das Unperfekte, sterbliche des Menschen verstehen
    - Mitgefühl entsteht aus der Erfahrung heraus: Das Leben ist wertvoll
    - Wichtig ist die Entwicklungsgeschichte des empathischen Bewusstseins.

    MfG

    D. Hoffmann

  16. “…durchaus grundsätzlich vorhanden”…

    Ja, eigentlich schon. Machtverhältnisse sind auch grundsätzlich vorhanden, die Milgram-Experimente haben ja gezeigt, dass Menschen, weil sie sich vertraglich gebunden fühlten, ihren Gefühlen entgegengestzt verhalten können.

    Vielleicht hilft “Aufklärung”, aber meist hat Empathie ihre Grenzen, wenn man sich gekränkt fühlt.

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