Depression

Den Todestag von Robert Enke hat der Stern als Anlass für die Titelgeschichte genommen; 20 Männer und Frauen haben sich als ehemals Depressive geoutet “und wollen so Betroffenen Mut machen”.

Unter Anderem Bruce Darnell:

Gibt es so etwas wie eine positive Lehre, die Sie aus der Krankheit gezogen haben?

Ich muss mir treu bleiben und muss nicht perfekt sein. Ich muss nicht die Gesellschaft glücklich machen, ich muss mich glücklich machen. Ich muss nicht jeden Tag aufstehen und versuchen, unter einem wahnsinnigen Druck andere Menschen zu beeindrucken. Ich bin kein Heiliger und nicht perfekt, aber andere zu respektieren, darauf lege ich viel Wert. Mehr Toleranz und mehr Menschlichkeit – das war immer meine Botschaft … . Aber viele haben mich nicht verstanden, weil ich so emotional bin und man das nicht einordnen oder damit umgehen kann. Aber ich bin so, ich bleibe so und ich werde so sterben.

Ein wenig hilflos wirken hingegen die redaktionellen “Tipps für Angehörige” (“Staut sich die Hausarbeit, dann stellen Sie eine Putzfrau ein. Schenken Sie sich Freizeit, damit Ihr Leben auch Momente enthält, die Spaß machen. Pflegen Sie Ihren Freundeskreis, sorgen Sie für Begegnungen mit fröhlichen, unbeschwerten Menschen.”).

Unter Umständen hilfreich: Das Verzeichnis der Depressionsstationen in Deutschland.

Eher verwirrend der Artikel zur väterlichen postnatalen Depression:

Nach Ansicht der Wissenschaftler gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen einer mütterlichen depressiven Erkrankung und einer väterlichen.

Um welchen Zusammenhang es sich da handeln soll, dürfen die Leser sich selbst überlegen, wobei sie aufpassen müssen, nicht (wieder) depressive Gedanken zu entwickeln.
Also: Wenn die Erkrankung des Vaters Folge der Erkrankung der Mutter sein sollte, könnte eine psychosomatische Geburtshilfe die mögliche, teils begründete Angst [der Männer] ihre Partnerin an das Kind zu verlieren, berücksichtigen. Und das möglichst noch im Vorfeld.

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