Abnehmen, Diät, positive Grundeinstellung und innere Haltung

mehr BewegungUm den Zusammenhang zwischen Grundeinstellung und Haltung  am Beispiel eines Fahrrads zu erläutern:
Alleine schon die Einstellung von Sattel- und Lenkerhöhe ergibt bei der Haltung, die man einnimmt, recht große Unterschiede; von “bequem” über “unpassend”, von “gelassen” zu “leistungsbetont”.
Eine passende oder unpassende innere Haltung ist also, wenn man das Fahrrad-Beispiel überträgt, auch fürs Allgemeinbefinden und Vorankommen entscheidend.

Man kann also in aufrechter Haltung oder “gebuckelt” durchs Leben gehen (oder fahren, sportlich ambitionierte Radler mögen mir den Vergleich bitte verzeihen), oder auch mit einer positiven oder einer negativen Grundeinstellung und Haltung.

Auch Zuneigung und Abneigung, also auch Neutralität sind der Haltung, Grundhaltung zuzuordnen. Es gibt eine abwartende Haltung, eine Erwartungshaltung (die auch “positiv getönt” sein kann, also vom Eintritt positiver Entwicklungen ausgeht), mithin eine förderliche Haltung und logischerweise auch eine destruktive, boykottierende Haltung.

Und, um im Bilde zu bleiben, lässt sich an der Grundeinstellung nicht so einfach herumschrauben.

Beispiele für negative Einstellungen (hier: Gegenüber Diät) sind häufig:

  • “Das ist schon einmal schief gegangen, das geht wieder schief”
  • “Ich kann das einfach nicht”
  • “Alle gucken mich immer so komisch an, daran hab’ ich mich jetzt gewöhnt”
  • “Selbst wenn ich mich anstrenge, kommt wieder der innere Schweinehund dazwischen”
  • “Ich kann doch gar kein Wunschgewichts-Ziel formulieren, weil nach der Set-Point-Theorie ist doch alles schon längst vorgegeben”
  • “Nach meinen Diäterfahrungen hab’ ich einfach keinen Bock, etwas erfolgversprechendes auszuprobieren”

Diese Aufstellung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit 😉
Nun ist “Abnehmen bis zum Wunschgewicht” sicher kein Spaziergang ohne Hindernisse und Hürden. Einige der Hürden (Widerstände) sind ja bereits genannt. Damit wird auch der Einfluss der inneren Haltung deutlich: Mit einem “Uhh, ich muss Diät halten” ist wohl der Misserfolg vorprogrammiert (und vom “ich müsste eigentlich…” haben wir auch schon gesprochen).
Mit einer Diät, die auf Schinderei und sich abplacken hinausläuft und deshalb auch keinen Langzeiterfolg haben wird, sind negative Erwartungen so ungerechtfertigt nicht; wenn das Abnehmen  auf eine Sisyphos-Arbeit hinausläuft, winkt der Jo-Jo-Effekt.

Die Aufmerksamkeit auf das positiv Machbare lenken

Konzentriert man sich auf die positiven Aspekte, die sich aus Veränderungen des Lebensstils ableiten und deren Auswirkungen auf das Körpergewicht, sind die Gedanken wieder auf der anderen, der positiven Seite.
Das bessere Körpergefühl, das bei mehr Bewegung entsteht, motiviert dann ganz automatisch, mit dem “mehr Bewegung” weiterzumachen.

mehr Bewegung

(Die Graphik stammt aus 2001; Danke an David!)

Sicherlich kann es etwas mühsam und scheinbar zeit-“raubend” sein, wenn man gerade erst anfängt, aber das ist es wert, denn es geht ja ums leichtere Gewicht, die Gesundheit, das sich-selbst-erleben.

Wer das als etwas Positives verstehen kann, hat oder entwickelt auch die positive Einstellung.
Wenn dann noch das richtige “Programm”, also ein vernünftiges, (bewährtes)  Konzept angewandt wird, steigern sich die Erfolgschancen nochmals – was soll dann schon schief gehen?

Sich also bei der Ernährungsumstellung lieber auf neue Möglichkeiten stürzen, als lange dem nachzutrauern, was man besser vermeidet.
Schließlich gibt es eine reiche Auswahl an Lebensmitteln und interessante Rezepte zum nachkochen – oder selbst entwickeln.
Bei aller Gewohnheit und Prägung ist es möglich, sich mit einer neuen Ernährungsweise, und auch mit “neuen” Lebensmitteln anzufreunden.

Petersilie (hier als Dekoration verwendet) war mir als Kind zuwider; heute weiß ich sie zu schätzen.

Auch die “Deutsche Hausmannskost” stellt längst nicht mehr alle unsere Lieblingsgerichte;  es entwickelt sich eine “internationale Küche”, die viel Abwechslung bietet, und es kommt darauf an, sich das Beste und Gesündeste “herauszupicken”. Was ja nicht heißt, dass man jeden Trend mitmachen muss – Sushi hab’ ich selbst bis heute noch nicht gegessen – aber das kann ja noch kommen.

Die Portionsdiät stellt sich somit als “Diät in Bewegung und Diät, die bewegt” heraus – nicht nur beim Essen und Trinken, nicht nur bei der Nahrungsaufnahme. “Diät” wird zum Element des Lebenswegs, mit einer positiver Einstellung und positiven Gefühlen, so ähnlich wie bei einer interessanten Reise, bei der es immer wieder etwas zu entdecken gibt.

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2 Kommentare zu “Abnehmen, Diät, positive Grundeinstellung und innere Haltung”

  1. […] empfehlenswertes bestes Mittel wäre zum Beispiel eine neue Sichtweise, die es mit sich bringt, dass man ein ganzes Bündel von Maßnahmen, Verhaltensänderungen […]

  2. […] P.S.: “Das ist alles Einstellungssache” hat viele Facetten; so gibt es hier auch den Artikel “Positive Grundeinstellung und innere Haltung“… […]

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