Probiotische Lebensmittel, Joghurt und Darmflora

Den “probiotischen” Joghurts sind Milchsäurebakterienstämme zugesetzt, die die Darmflora unterstützen sollen. Manche dieser Bakterien  können  Magen-Darm-Infektionen und Durchfallerkrankungen mildern, die Verdauung fördern und fäulnisbildende Bakterien im Dickdarm reduzieren.


Eine Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bestätigt, dass probiotische Nahrungsmittel den Magen vor Helicobacter-pylori-Bakterien schützen und das Immunsystem stimulieren. Wichtig ist allerdings, dass die entsprechenden Nahrungsmittel regelmäßig und über einen langen Zeitraum auf dem Speiseplan stehen. (Quelle)

Nach einer Behandlung mit Antibiotika oder nach einer Vergiftung durch Fäulnisbakterien ist die Darmflora “durcheinander”, und wichtige Milchsäurebakterien können durch Joghurt mit lebenden Kulturen wieder zugeführt werden.

Inhaltsstoffe des Joghurts
Joghurt enthält alle Stoffe, die auch in Milch enthalten sind. Hervorzuheben ist das hochwertige Eiweiß sowie der hohe Kalzium-Gehalt. Einziger Unterschied zur Milch: der Milchzucker ist im Sauermilchprodukt zu Milchsäure vergoren. 150 g Vollmilchjoghurt (3,5 % Fett) enthält 106 kcal, bzw. 447 kJ. 150 g fettarmer Joghurt (1,5 % Fett) kommt auf 75 kcal, bzw. 315 kJ. 150 g Magermilchjoghurt (0,3 % Fett) bringt nur noch 54 kcal, bzw. 227 kJ. (Quelle)

Wann wirkt ein probiotisches Milchprodukt überhaupt?

Wirken kann ein probiotisches Milchprodukt allerdings nur, wenn es nahezu täglich gegessen oder getrunken wird und immer den gleichen Bakterienstamm enthält.
Achtung: Es gibt noch keine gesetzliche Regelung zur Kennzeichnung probiotischer Lebensmittel. Auf jedem Joghurt kann daher probiotisch draufstehen. (Quelle)

Stellt sich am Rande die Frage, ob nicht auch ein Kombucha als probiotisches Lebensmittel einzustufen ist – aber das, was es an “Kombucha” auf dem Markt gibt, ist ja sterilisiert.

Es ist mir allerdings nicht ganz nachvollziehbar, warum die tägliche “Einnahme” der “probiotischen Lebensmittel” erforderlich sein soll – für den Verkaufserfolg, das Marketing oder für die Gesundheit? 

Artikelempfehlung:

Die Joghurt-Diät

Related posts:

  1. Die Darmflora, mal wieder
  2. Mehr Grips mit Joghurt?
  3. Mit Joghurt, Sesamöl und Reiskeimöl gegen den hohen Blutdruck
  4. Joghurt als Milliardengeschäft
  5. Probiotische Nahrungsergänzung beschleunigt das Abnehmen – bei Frauen?

3 Kommentare zu “Probiotische Lebensmittel, Joghurt und Darmflora”

  1. Finde es sehr gut, dass ihr schon vor 6 Jahren einen so positiven Artikel über Probiotische Joghurts geschrieben habt. Das Thema muss mehr in den Fokus rücken, da Probiotika wirklich wertvoll für die Gesundheit ist.

    Kurz zu deiner Frage, warum man täglich probiotischen Joghurt trinken bzw. essen sollte:
    Die Bakterien aus probiotischen Joghurts sind zwar solche, die sich im Darm befinden, doch diese verbleiben nur einen gewissen Zeitraum im Darm. Zudem kommt noch, dass im (Dick-) Darm ständiger Krieg herrscht zwischen guten und schlechten Bakterien, um die Ressourcen, heißt Nahrung. Um also einen positiven Effekt zu haben und die bösen Bakterien Paroli zu bieten, sollte man probiotischen Joghurt täglich über einen längeren Zeitraum zu sich nehmen.

    Wobei ich auch ehrlich bin. Ich würde nicht auf die probiotischen Joghurts der Markenhersteller greifen, sondern, wie ich es auch schon mache, probiotischen Joghurt selbst herstellen. Das hat mehrere Vorteile:
    - gesünder, da ich weiß, was ich verwende
    - kein Zucker
    - größere Anzahl an Bakterien, die überleben
    - ganz wichtig: es ist deutlich günstiger!!

    Viele Grüße
    Max

  2. Schön – wobei mir nicht klar ist, wie Deine Anleitung funktioniert – Joghurt selbst machen
    http://portionsdiaet.de/produkte/joghurt-soja-joghurt-selbst-machen
    scheint aber schon eine häufige Praxis zu sein.

  3. Hallo Klaus-Peter,

    im Grunde ganz einfach. Es gibt auf Amazon und in diversen Onlineshop entweder fertige Pulvermischungen oder Kulturen, die man der Milch zuführt. Zudem benötigst man einen Joghurtbereiter (gibt es ebenfalls auf Amazon) und schon kann es losgehen. Alles vermengen, 10-12 Stunden stehen lassen und der Joghurt ist fertig.

    Ich werde auf meiner Seite noch eine genau Anleitung veröffentlichen, wo der ganze Prozess beschrieben wird.

    Viele Grüße
    Max

Hast Du eine Anregung, Frage, Kritik oder ein Lob? Dann
Gib doch einen Kommentar ab!
(Aber keinen Quatsch schreiben!)

Frische Kommentare

  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)
  • Anke A.: Ingwer hilft auch ganz hervorragend bei Bronchialasthma, trinke jeden Morgen aus ca.20gr...
  • Sergej: Hallo, ja leider hast du recht damit, heutzutage werden wir nur noch angelogen von den...
  • Reinhold: Guter Beitrag, und Punkt 7 in der Zusammenfassung bringt es auf den Punkt: eine...

Rubriken

Archive

Motivation