Abnehmen einmal anders

Im Polit-Blog “Carta” finden wir eine etwas andere Form des Abnehmens: Der britische Wissenschaftler Richard Collins hat nämlich vorgeschlagen, Gebührengelder von ARD und ZDF abzuziehen, um Zeitungen, Online-Angebote und Blogger zu fördern.

Allerdings könnte ein solches Vorgehen auch nicht die wahre Freude sein: Wenn die Kommission, die gemäß diesem Vorschlag nämlich zu gründen wäre, auch unter den Bloggern gute und schlechte Beiträge zu selektieren hätte.

Sowieso werden zuerst nur die “großen” Blogs bemerkt, die Kleinen lässt man fallen; und das Prädikat “Qualitätsjournalismus” lässt sich nun einmal den wenigsten Blogs zuerkennen: Wozu auch, Bloggen hat eine etwas andere Intention als Journalismus; kein Blogger lässt sich ausbilden, um das Publikum zu unterhalten.

Collins:

Zu klären wäre etwa, welche Inhalte der Gesellschaft zu welcher Zeit dienen und welches Medium dabei das effektivste ist. Das Prinzip der Ausschreibung würde nicht zuletzt auch der Qualitätssicherung dienen: Dann könnte sich keiner auf den Gebühren ausruhen. Er müsste nämlich befürchten, sie bald wieder zu verlieren. Wir kämen zu einem Wettbewerb der besten Inhalte. Die finden sich ja manchmal auch in Weblogs.

Was die Bedingung “Effektivität” besagen soll, bleibt natürlich vollkommen unklar. Die besten Fernsehmagazine mit Millionen-Reichweite haben selten wirklich etwas bewegt, und jeder Redakteur bei einem etablierten Medium ist davon überzeugt, wesentlich sinnvollere Arbeit zu leisten als “irgendwelche Blogger”. Inhaltlich richtig mag dieser Satz

Die Privilegierung von ARD und ZDF und die Höhe ihrer Mittel stehen im Missverhältnis zu den qualitätsjournalistischen und meinungsbildenden Leistungen, die im Netz auch an vielen anderen Orten gemacht werden.

ja sein – aber dass daraus irgendeine merkliche gesellschaftliche Anerkennung der Blogger (Wer stellt mir einen Presseausweis aus, wie komme ich an Bildrechte, außer ich fotographiere selbst) resultierte, ist nur in seltenen Ausnahmefällen zu erkennen.

Die Idee, mal Gelder umzuverteilen, hat natürlich etwas -  dass dabei nur die zum Zuge kämen, die sich am erfolgreichsten nach vorne zu drängen wissen, ist allerdings höchst wahrscheinlich.

Der schöne Gedanke, dass ein Medium der Gesellschaft dienen soll, wird sicherlich auch bei der Bild-Zeitung und bei Schnäppchen-Jadblogs berücksichtigt; subjektiv und zynisch…

Aber, um ausgewiesene Gesundheitsblogs zu fördern (So denn das hier päsentierte auch dabei wäre), könnte man schließlich auch eine Sondersteuer auf zuckerhaltige Getränke verwenden.

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2 Kommentare zu “Abnehmen einmal anders”

  1. na dann lasst uns mal alle bloggen, auf das wir schön groß werden damit wir auch was vom Kuchen abbekommen. Liebe Kaffeegrüße aus Hamburg…

  2. Also, dann mach halt mal einen Beitrag zur
    Kartoffeldiät:
    http://fressnet.de/Kartoffeldiaet_oder_Kartoffel-Rezepte_Kalorienarm.htm
    bzw nimm Teil an der Parade – Link dort

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