Die Macht der Gewohnheit: Butter

Eines ist klar: Mit 10 Gramm Butter kann man eine Scheibe Brot in ein Butterbrot verwandeln, und mit 20 Gramm allemal. Aber aus Kostengründen kauft man ja privat nicht diese Kleinstportionen.
Und eigentlich verzichte ich ja ganz auf Butter – und Margarine. Rein aus Vernunftgründen.

Aus dem Vorsatz wird aber ganz schnell ein umgekippter Vorsatz, wenn mehrere Dinge zusammenkommen:

  1. Das Gefühl, auf Nichts verzichten zu wollen oder zu sollen
  2. Der Nachhall vom tausendmal gehörten Klang der Worte “Gute Butter”
  3. Die Erinnerung an die abfälligen Blicke und Bemerkungen, wenn malBeste Butter von Frau Antje keine Butter auf dem Tisch war
  4. Die Erleichterung der Kaufentscheidung durch das einmalige Sonderangebot
  5. Die Erinnerung an Antje, von der ich lange nichts mehr gehört habe
  6. Die Kindheitserinnerung, wie Oma noch von Hand gebuttert hat, der Geschmack der überschwappenden Buttermilch, das Bauernbrot mit hausgemachter Butter und Mett
  7. Eine leise, aber bestimmte innere Stimme, die “Man gönnt sich ja sonst nichts” ruft
  8. Die immer noch vorhandene Grundüberzeugung, dass Butter aufs Brot gehört
  9. Die Unlust, mir zu überlegen, was ich ohne Butter mit dem frischen Brot mache
  10. und vielleicht ein innerer Saboteur (“Schweinehund”), der verhindern will, dass ich abnehme

Das sind doch reichlich Gründe. Gute Gründe, dass es mal wieder “dicke” kommt, die den freien Willen aushebeln. Das Ergebnis von Lern- und Identifikationsprozessen. Niemand ist perfekt. Wir sind nicht verwöhnt, haben aber unsere Gewohnheiten.

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Mehr zu den psychischen Ursache des Übergewichts findest Du im Artikel “Übergewicht und Psyche” sowie im Blog unter der Rubrik “Psyche“.

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Ein Kommentar zu “Die Macht der Gewohnheit: Butter”

  1. Also eine Roggenvollkornschnitte mit hauchzart Butter/Margarine drauf und sonst nix ist für mich so lecker wie ein Stück Kuchen. Ich finde so was gehört auch dazu. Als Brotbelag unter dem Brotbelag ist sie allerdings unnütz.

    Grüße vom Leckerschmecker Lutz 8)

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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