Rezeptbücher: Traditionspflege & Geprägter Geschmack

Rezepte von Süßspeisen, die nicht gerade zum Abnehmen geeignet sind, werden immer noch verbreitet. Zwar können Sportler sich solche Genüsse erlauben, vor lauter Sport haben sie aber nicht mehr die Zeit, beispielsweise einen saftigen Apfelstrudel zuzubereiten. Im Normalfall sind solche fettigen Süßspeisen ein alter Zopf, den wir gar nicht mehr brauchen.

Es sollte auch nicht unser Anliegen sein, den Geschmack der “klassischen Kaffeetante” zu treffen und ihr Lob einzuheimsen.
Was wir an Rezepten brauchen, finden wir auch im Netz, dazu braucht es, genau genommen, auch keine Rezeptbücher mehr.

Früher hat Muttern ein einziges Kochbuch gehabt, und das hat das ganze Leben gereicht, zusätzlich haben die “Landfrauen” ihre Lieblingsrezepte handschriftlich weitergegeben, und sind ohne eine halbe Koch-Bibliothek ausgekommen.
Heute haben wir eine Inflation an Veröffentlichungen über das Essen, aber gerne bleiben wir bei den alten Traditionsrezpten, selten wird daran gearbeitet, unseren Geschmack zu verändern.

Lotosesser

Lotophagen – Liebhaber des Süßen

Vom süßen Brei – dem aus dem Märchen – ist hier ja schon die Rede gewesen.

Odysseus war auf seiner Irrfahrt bei den Lotophagen, den Lotosessern, und die von seinen Leuten, die dort Wasser holen sollten, wollten gar nicht mehr weg – Lotos, die süße Frucht, war alles, was sie brauchten. Odysseus muss die drei Männer in das Schiff zurückzwingen. Danach reisen sie los und kehren nicht mehr zurück.
Paradiesisch ist auch die nächste Station, eine Insel, auf der die Natur alles bietet, was der Mensch braucht, aber die Gier zwingt Odysseus, die Zyklopen zu besuchen.

Die Themen stammen zwar aus der Vorzeit, aber süßes Essen, süßes Nichtstun, paradiesische Fülle, ungehobelte Riesen und listenreiche Helden, die auch mal einer Versuchung widerstehen, wiederholen sich.

Die Ernährung fällt nicht vom Himmel. Die richtige Ernährung gilt es zu erarbeiten – und einzuüben. Dazu musst Du das Heft in die Hand nehmen, brauchst nicht zu warten, dass das Problem sich von selbst lösen würde.

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2 Kommentare zu “Rezeptbücher: Traditionspflege & Geprägter Geschmack”

  1. [...] der obigen Aufzählung von Leitsätzen haben wir es andererseits mit der Karrikatur von Selbstbeherrschung, der ein gieriges und unkontrolliertes, Bedürfnisse abwehrendes Selbst gegenüber stehen dürfte, [...]

  2. [...] Reiberdatschi: Na ja, Reiberdatschi klingt viieel besser – aber jetzt ists zu spät, da hab ich… [...]

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Frische Kommentare

  • Katrin Schröder: Lieber Klaus-Peter Baumgardt, vielen Dank für diesen wunderbaren Blogbeitrag...
  • Tanja Praske: Hi Klaus aka @fressnet, ein fettes Danke für deine satirische Teilnahme an...
  • Antje: Ich habe nur ein paar Fragen, hab viel gelesen über Mangostantropfen und sehe nichts...
  • HundefreundLukas: Obwohl der Beitrag schon etwas älter ist, finde ich das trotzdem etwas krass
  • christine Bouzrou: Ich fand Ingwer mal ganz schrecklich. Mittlerweile liebe ich ihn :)

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