Ernährungs-Coaching, -Beratung, Lebensstile: Alles Wird Anders

Viele Wege führen nach Rom – noch mehr Wege führen in die Irre.

Wenn es “nur” um die Grundsätze einer gesunden Ernährung geht: Hier hat mal das eine, mal das andere Prinzip Konjunktur, ob “Low-carb”, “Low-Fat” oder “Clean Eating” beziehungsweise “Vollwertkost“.

Ob du für die Erkenntnis, dass Vollwertkost machbar ist, wie sie funktioniert, dass man sie möglicherweise üben muss, dass Ernährung auch nicht immer der wichtigste Bezugspunkt für Lebensqualität, Glück oder Genuss ist, gleich einen Ernährungscoach brauchst?

Wobei ja “Diättreue” gern so ein Balanceakt ist, wie bei diesem improvisierten Süppchen, das weder sauber vegan (wegen ein paar Stückchen Fisch) noch richtigig vollköstlich ist (denn Glasdnudeln sind ballaststoffrei). Das Beispiel zeigt: Die Orientierung am Ideal erzeugt eine Im-Perfektion des Gegenstandes, die nicht vom Objekt, sondern von den hohen Anforderungen verschuldet ist. Das ist so ähnlich wie einen Apfelbrei, dem wenig Zucker zugefügt wird, um den Geschmack zu “heben”, als “gepanscht” zu disqualifizieren, während der Ware, die auf dem Markt vertrieben wird, pro 100 Gramm Brei mehr Zucker zugesetzt ist, als bei Dir in einem Halbliterglas. 

 

Geschenkt bekommsst du dein Coaching nicht, aber wenn du das Qualifikations-Zeugnis des Coaches als Wirksamkeitsnachweis verstehen willst – probieren geht über studieren! Oder bist Du zu nur geizig, oder nur mittellos?

Definitionsgemäß und mit Blick auf die Gebührenordnung wird die Kommunikation zwischen Euch kein “Gespräch auf gleicher Augenhöhe” sein, und eine Langzeitbeziehung wird sich aus der Zusammen-Arbeits-Situation auch nicht entwickeln – bleibende Veränderungen sollten jedoch stattfinden. Wahrscheinlich war der Einfluss deines ersten Klassenlehrers prägender, als  die Ernährungsberatung heute sein kann.

 

Zu den Dingen, die, wollte man sie besprechen, eine Ernährungsberatung ausufern ließen, gehören zweifellos Brotaufstriche – aber in der Schule sind sie präsent und, ob und wo und wann sie Unterrichtsthema sein sollten, kann man diskutieren.

Solche Produkte könnten unsere Waren-Welt verändern; immerhin wird hier bewiesen, dass auch ein Leben ohne Palmöl möglich ist – und wie sich zeigt, honorieren die Kunden das auch. Den Hinweis auf die Nuss-Creme hatte ich beim Stöbern in einem neuen “Nachrichtenaggregator” gefunden.
Früher oder später interessiert das Publikum sich dann für veganen Käse, weil das alle interessiert , oder wegen Tierleid und Gewissen.
Am Besten würde mir regionaler Vegan-Käse-Direktvertrieb gefallen, weil es um Nachhaltigkeit geht.

Die Beschäftigung mit Neuigkeiten oder Nova (das ist der Plural von “Novum”)  hält das Gehirn jung – Monotonie macht schneller alt. Diesen Unterschied kann man auch im Ratten-Experiment (hier: weiße vs. braune Ratte) demonstrieren:

Es ist die Freude des Gehirn über “neue” Eindrücke, die manche während des Einkaufs euphorisch, ja sogar ekstatisch werden lässt – laut noch so einer wissenschaftlichen Theorie. Die könnten wir auch als Märchen lesen, das einige unserer Verhaltensweisen, Konflikte und Hoffnungen während der Krise schildert und vor allem einen guten Ausgang annimmt. Ich bin übrigens nicht sicher, ob hier Mäuse oder Ratten abgebildet sind…

Mit Humor vom Problem ablenken und Weitermachen mit dem – tja, das kann es sein, so schön es sein mag – Fehlverhalten.

“Iss Kuchen” – bei dieser Aufforderung muss noch oft nachgefragt werden, bis eine vernünftige Regelung gefunden ist. So mancher Kuchen, die meisten klassischen Torten haben ihre heimliche Magie, sind aufs Feinste auf menschliche Bedürfnisse abgestimmt. Doch beim “Frankfurter Kranz” reicht es eigentlich, ihn einmal gesehen zu haben, um ihn zu kennen. Genau genommen, sind diese Kalorienbomben reinste Energieverschwendung; die Entführung mit der Verführung zu bekämpfen, heißt, den Deibel mit dem Beelzebub zu vertreiben.

Unsere  “ernährungskranke” Gesellschaft mit der Pandemie in der Pandemie und dem Motto “KEINER merkt was” verdrängt und verleugnet das Problem Fettsucht, das kaschierend, wenn überhaupt als “Adipositas” deklariert wird.

Bei all den Krisen bleibt festzuhalten, dass die Krise in der Krise von einer weiteren Krise umfasst wird – wie immer lokal und global:

Das Statement “Globaler Klimastreik” auf dem Asphalt einer “dörflichen Siedlung”, für die ein hochwertiges Biotop und etliche rund 40-jährige Eichen weichen mussten; die Siedlungsform “Auto-optimiertes Eigenheim in Reihenbauweise” ist die Unart der Bauherren-Generation, aus der “Fridays for Future” hervorgeht – da müssste sich  noch ein Generationen-Konflikt anbahnen.

Die Ressource “Boden” wird auf diese Weise versiegelt, abgeschafft, der Aufwand für “ein Dach über dem Kopf” ist enorm, per Kauf- oder Mietpreis wird das Milieu selektiert. Dachgärten, Gemeinschaftseinrichtungen – Fehlanzeige, eine  Chance für nachhaltiges Wohnen ist vertan.

 

Der angestrebte Lebensstil ist “jung-dynamisch-leistungsfähig”, deshalb gibt es im Allgemeinen auch keine kooperativen Formen der Nahrungszubereitung, insofern auch keine ressourcenschonenden Maultaschen:

Was diesen “Maultaschen mit Petersilie und Ingwer in hausgemachter Brühe mit Glasnudeln”  nicht anzusehen ist, ist, dass sie ökolorrekt vegan sind. Dafür schmecken sie auch nicht nach Hühnchen, obwohl neben Sennelbröseln, Gemüsebrühe, Knoblauch und gekochtem Gemüse ein Hühnchenfleischersatz auf Erbsenproteinbasis in der Füllung verarbeitet war.

Ob Veganer und Vegetarier länger leben, ist Gegenstand teurer wissenschaftlicher Studien mit viel  Statistik. Der Chancengleichheit halber tilgt man mögliche “Verfälschungen” durch “Tabakkonsum oder Alkohol”.  Wobei ja eigentlich die Dosis erst das Gift macht, und wenn der Schnaps zum Braten und nicht zum Salat gereicht wird, soll man ihn auch nicht rechnerisch herausretouschieren. Ein edles Kirschwasser gehört – reichlich – in die Schwarzwälder Kirschtorte. Verkürzt die das Leben, und was haben wir davon, wenn wir es wissen?

 

“TRUSTED BY HEALTH LEADERS”

Was im Covid-Geschehen die Quer- und Leerdenker sind, sind in den Wirren der Ernährungs-Ideologien die Carvinisten, die eingefleischten Fleischesser, bei denen Müdigkeit und vernebelte Gehirne, Missgestimmtheit, Unfruchtbarkeit und Autoimmukrankheiten bekämpbar sind, wenn wir nicht nur die Filetstücke der Tiere, sondern auch Innereien, Schnauze und Schwänzchen verzehren.

Auch Lunge und Leber, vielleicht auch die selten verspeiste Bauchspeicheldrüse und natürlich die Sexualorgane dürften/sollten in den wie auch immer gewonnen “Nahrungsergänzungsmitteln” enthalten sein- Kauf auf eigenes Risiko:

“Wenn wir Tiere von Nase bis Schwanz ehren und konsumieren, erhalten wir alle Nährstoffe, die zum Gedeihen benötigt werden, in den bioverfügbarsten Formen.”

Man kann es mit der Angst bekommen, dass diese Haltung zum Fleischverzehr direkt zum Kannibalismus führt – Vegetarismus wäre dann eine Abwehr der Gefahr, wobei sowieso die hochgelobte Bioverfügbarkeit  von den Bakterien und Pilzen bereitgestellt wird, und ohnehin ein schwieriger Begriff ist.

“Aus traditioneller handwerklicher Fertigung” waren ja die Maultaschen in der Brühe, vielleicht in anderer Form serviert ein neues Street-Food, noch nicht an jeder Straßenecke erhältlich – nett präsentiert, mit einer Serviette, wären sie am Rande eines Open-Air-Konzertchens zu wünschen – gerne auch mit einer Tempeh-haltigen Füllung.

Die “Maultasche to go” wäre immerhin ein eigenes “Narrativ”, also eigentlich eine eigentümliche Geschichte; mehr zu diesem Thema (aber mit Geigen und nicht Maultaschen) in einem Vortrag von Philipp Blom: “Let Me Tell You a Story“.

 

An anderer Stelle meinte Blom, die Idee, die Menschen sollten sich die Erde unterwerfenb,  sei überholt.

Als Beispiel nannte er die Abholzung des Regenwaldes zugunsten der Landwirtschaft. Diese werde das Klima verändern und für mehr Migration sorgen als es die westliche Gesellschaft verkraften könne.

Solche kapitalistischen Verhaltensweisen würden zwangsläufig zu einem „Selbstmord-Trip“. Daher müsse die Menschheit nun lernen, dass sie nur kleines Rädchen in der Natur sei und versuchen, intelligent in der Natur zu leben.

Vermutlich müssen wir mit dem Ende des “eisernen Zeitalters” auch wieder unsere eigentlichen Bedürfnisse neu kennenlernen. Verhältnisse wie – bezogen auf den Nahrungsmittelsektor – im Schlaraffenland sind nicht paradiesisch, sind vernünftigerweise mit Begrenzung verbunden, machen es der Vernunftsteuerung nicht leichter.

Wenn es dann rund ums Essen eher “verkopft” zugeht, oder orthorektisch, begehen wir den Holzweg ins Ungewisse. Das könnte an traumatischen Erfahrungen früherer Generationen, die “narrativ” weitergegeben werden, liegen. Erfahrungen, wo und wie auch immer gespeichert und vervielfältigt, sprechen für die Wirkkraft der Mythen, doch ist auch die Epigenetik (- 1 -,- 2 – )  in Betracht zu ziehen.

Aber auch die Einflüsse der “Zeitumstellung”, die fast zeitgleich die Spargelsaison eröffnet, sollten wir nicht unterschätzen ;-) .

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