Pilze, Linsen, Canelloni-Träume

Mit  einem zunehmenden Umweltbewusstsein kommt es bei vielen von uns zu dem Wunsch, über eine bessere Ernährung Treibhaus-Effekte zu vermindern und “pflanzenbetontes”  Essen auf den Teller zu zaubern, mit dem Gedanken, der Gesundheit zu dienen, wenn wir weniger Cholesterin, weniger Zucker, viel Eiweiß und Ballaststoffe  zu uns nehmen.

Pilze ernähren sich von organischen Nährstoffen, die andere Lebewesen gebildet haben, sind weder Pflanze noch Tier, sondern eine eigene Kategorie; ihr Eiweiß verhält sich “insulionotrop”, das heißt  “die Insulinsekretion stimulierend” – das ist aber nichts schlimmes ;-) .

Bei “Mycoprotein” verweisen Suchmaschinen gleich auf  Glycose-gefütterte Pilzkulturen in Bio-Reaktoren, die – unterschiedlcih aromatisiert und konditioniert – zu dem teuren Fleischersatz “Quorn” verarbeitet werden.

Ich hatte dagegen an Pilze und deren Mycel im Allgemeinen und das Eiweiß in der indonesischen Spezialität “Tempeh” im Besonderen gedacht, und wir sehen einen mittleren Forschungsbedarf, wie so oft.

Unsere Nahrungs- und Ernährungsspezialisten sind da natürlich viel weiter (vermutlich) und betreiben (vielleicht) Doppelblind-Studien zum Sättigungsgefühl mit und ohne Mycel, Tischgemeinschaft, kulinarische Bildung und Praxis, um nun auch diese Faktoren zu untersuchen.

Die Küche: Häufig der Ort des Geschehens

Linsentempeh ist  meines Wissens momentan nicht käuflich zu erwerben, man kann es aber selbst herstellen: Das ist nicht schwieriger als Sauerkraut selbst zu machen. Mit der Biolebensmittelgrundversorgung wäre auch die Bezahlbarkeit in jedem Fall gegeben.

Dass man Tempeh auch heiß marinieren und gleichzeitig konservieren kann, hatte ich vermutet, aber noch nirgends gelesen; der Test fiel positiv aus, doch auch in dieser Form muss es noch irgendwie weiterverarbeitet werden- dabei kommt manchmal der Zufall zu Hilfe:

 

Die Fertig-Canelloni “ohne Vorkochen” lassen sich im Schnellkochtopfeinsatz, der zufällig genau in den Multicooker passt, recht kompakt packen – nachdem sie gefüllt sind, eigentlich:

Etwas größer kommt die Arbeitsathmosphäre etwas besser zur Geltung – es handelt sich ja um keine Wissenschaft, sondern um die Grundzüge experimenteller Rezeptentwicklung.

Dem Bild folgend, kann man mit Champignon, Chili, selbstredend mit mariniertem Tempeh, mit Paprika, Knoblauch und Spinat füllen – in beliebiger Kombination eigentlich, doch empfiehlt es sich, diese Zutaten vorab  auch (leicht) zu salzen,

Interessant ist nun noch das Ergebnis:

Die progressiv-diverse Küche hat damit ein weiteres Rezept in ihrem Repertoire – paxistauglich ;-) und wohlschmeckend.

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