Das Windbeutelchen und die mächtigen Foodwatcher

Dass der Kampf Foodwatch gegen die Lebensmittelindustrie ähnlich wie der Kampf David-Goliath ausgeht, glaubt niemand. Es wird auch nur ein Pseudo-Kampf, ein Krampf sein. Die Krönung war die Foodwatch-Idee, Blogger vor ihren Karren zu spannen: Mit einem Widget auf dem Blog Foodwatch Leser zuführen, Stimmvieh für den Goldenen Windbeutel.

Da geht es gern und ungefähr um Zucker in Kinderschokolade, Zucker in Bonbons, in Limonade, um irreführende Werbung, nie aber um gesunde Alternativen. Also nur punktuelle Verbraucheraufklärung.

Auf deren Facebook-Seite hatte ich geschrieben:

Definieren wir mal Food-Blogger als Personen, die sich für gutes, bewusstes, gesundes Essen einsetzen, und in diesem Sinne auch praktische Beispiele zeigen und entwickeln, ist recht bald klar, dass hier nicht auf der “!Anti-Schiene” gefahren wird, sondern dass Food-Blogger die Arbeit leisten, ohne die es unmöglich ist, gutes Essen auf den Tisch zu bringen.

Ihr könnt also so viele Windbeutel abschießen, wie Ihr wollt -in der Praxis ist nicht viel gewonnen. Stattdessen unaufgefordert die zu unterstützen, die praktisch etwas für die Verbesserung der Ernährungssituation tun, stünde Euch besser an, als Euch von Bloggern linktechnisch unterstützen zu lassen und dann 3 Blogger auf ein Siegertreppchen zu stellen.

Diese Kritik am “Blogger-Contest” bleibt unbeantwortet, Kommunikation der unorganisierten Organisation = 0; das mag jeder selbst bewerten.

Dabei ist Milchschnitte, selbst gemacht gar kein Problem, aber, was die Schulen im Pausenverkauf anbieten, ist mangelhaft – die Industrie liefert nur, fein abgepackt.

Vieleicht wäre das Geld, das bei foodwatch in fragwürdige Propaganda investiert wird, bei den altehrwürdigen Verbraucherzentralen besser wirksam?

Eigentlich viel zu viel Echo für eine Kampagne, die in den Wind schießt.

 

 

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Ein Kommentar zu “Das Windbeutelchen und die mächtigen Foodwatcher”

  1. Guten Tag,
    es ist unfair, foodwatch abstrafen zu wollen.
    Ohne foodwatch hätte ich z.B. nicht gewusst, dass die Lebensmittelindustrie mitgeschrieben hat an der Ernährung der Kita-Kinder.
    Natürlich sind auch die Alternativen wichtig, aber es muss doch erst einmal jemand die Miss-Stände thematisieren, damit sich etwas ändert.
    Jetzt ist feessnet.de gefordert
    Wer austeilt, muss einstecken können.

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