Die lieben Dickmacher

Da werde ich doch polemisch, wenn bei der WELT unter der Überschrift “Böse, Böse Dickmacher” gegen foodwatch geschossen wird und unterschwellig der Eindruck entsteht, gewisse Skandale würde nicht aufgedeckt, sondern aufgerührt.

Immerhin erfahren wir von den Unterstützern der Nahrungsindustrie-Kritiker:

“… Schokoladen-Produzent Alfred Ritter  … spendete der NGO in den Anfangsjahren Geld, insgesamt 250.000 Euro. Das Engagement gehe auf eine persönliche Bekanntschaft von Foodwatch-Gründer Bode mit Ritter zurück, heißt es bei der Organisation. Inzwischen lehnt Foodwatch nach eigenem Bekunden alle Spenden aus der Lebensmittelbranche ab. Spender, die mehr als 5000 Euro in einem Jahr gezahlt haben, werden namentlich auf der Internetseite genannt. 2011 zählten dazu die Gregor Louisoder Umweltstiftung oder die Moderatorin Charlotte Roche.”

danach liest sich der Abschnitt “Finanzen” im Wikipedia-Beitrag zu “foodwatch” doch etwas anders:

Nach eigenen Angaben finanziert sich foodwatch „aus den Beiträgen der Fördermitglieder und aus Spenden“. Auf staatliche Zuschüsse werde verzichtet; Spenden der Wirtschaft würden nur angenommen, wenn dadurch keine Interessenkonflikte entstünden. Zum Aufbau der Organisation hätten 2002 bis 2005 rund 1,5 Millionen Euro, hauptsächlich durch langfristige Darlehen von der GLS Gemeinschaftsbank und von Privatpersonen, zur Verfügung gestanden

2007 verfügte der Verein über ein laufendes Budget von rund 1 Mio. Euro, das zu 78 Prozent aus Förderbeiträgen und Kleinspenden unter 5.000 Euro und zu 20 Prozent aus Großspenden und von Stiftungen stammte. Dies wurde verwendet für Kampagnen (39 Prozent), Mitgliederbetreuung und -werbung (27 Prozent), Medien- und Öffentlichkeitsarbeit (18 Prozent) und Verwaltung (16 Prozent).

2009 teilte foodwatch mit, die laufenden Ausgaben vollständig durch Beiträge von Fördermitgliedern und Kleinspenden decken zu können.

Zurück zum Kampf gegen die Dickmacher: Das sind nicht nur Nahrungs- und Genussmittel, sondern auch Stress und Langeweile. Wobei Stress und Langeweile nur Symptome eines verkehrten Lebensstils sind…

Falls Langeweile angesichts Foodwatch aufkommt, ist es vorbei mit der Essens-Beobachtung. Alleine vom Namen her kommt foodwatch den Weight-watchers schon verdächtig nahe…

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