Das Kohlmuseum mit der lebendigen Kultur

“Kohlmuseum” sagt man nicht, Da könnte man ja auf die Idee kommen, hier würde uralter Kohl ausgestellt – und das wär’ wohl wirklich eine Zumutung. KOHLOSSEUM nennt sie sich selbst, die – neutral formuliert – Einrichtung, die in einer ehemaligen Sauerkrautfabrik residiert und alles über Kohl und Sauerkraut vermittelt.

In 25764 Wesselburen jedenfalls

finden Sie eine einmalige Ausstellung über die Anpflanzung und Verarbeitung von Kohl sowie die Herstellung von Sauerkraut!

Wir laden Sie ein im Kohlosseum die geschichtlichen Hintergründe des Kohls im Museum zu entdecken und die Sauerkrautherstellung in unserer Krautwerkstatt live mitzuerleben. Auf unserem Bauernmarkt erwartet Sie außerdem eine große Auswahl an biologischen Kohlprodukten sowie weitere regionale und überregionale Angebote.

Klingt doch ganz vielversprechend. Die Internet-Adresse: http://www.kohlosseum.de/

symbolisches Foto zu "Kimchi" - hier die Hauptgestandteile

Was mich jetzt noch wirklich sehr interessieren würde, ist, wie das Wesselburener Bio-Kimchi schmeckt. Rein interessehalber. Ich brauch ja gar keinen Karton mit 6 Gläsern – Eine Kostprobe würde mir schon reichen. Nur mal zum Vergleich mit meinem selbst gemachten Kimchi. Die Produktbeschreibung aus dem Kohlosseum:

Bio-Buntes Gemüsemix; es wird aus sorgfälltig ausgesuchtem, frisch geerntetem Bio-Weißkohl, Möhren, Sellerie, Porree, Rettich, Blumenkohl, Paprika und Mais hergestellt, mit Tiefensalz mild gesalzen und in ein 450 g Glas gefüllt. Dieses bioaktive frische Gemüsemix nach Kimchi-Art wird im Glas milchsauer vergoren und ohne Hitzebehandlung haltbar gemacht.

Ist das jetzt koreanisch-scharf oder bloß sauer, heißt das “nach Kimchi-Art”, weil Frankfurter Würstchen ja auch nur Frankfurter sind, wenn sie in Frankfurt hergestellt sind und alles andere “Frankfurter Art” ist, wie viel Salz enthält es genau und welche Bakterien? Wie funktioniert Haltbarmachen ohne Hitzebehandlung? Und vor allem natürlich: Wie schmeckt es?

Eine nette Hintergrundfrage wär’ natürlich noch: “Wie schaffen wir es, einen Sauerkraut- und Kimchi-Boom auszulösen?” Es könnte natürlich passieren, dass damit ein paar Ärzte arbeitslos würden – aber das ist auch kein Grund zur Sorge. Die bekommen dann einfach Zeit genug für die wichtigen Gespräche mit ihren Patienten, um in Ruhe und Sorgfalt die ganzen Zivilisationskrankheiten zu behandeln, oder unbekannte Krankheiten zu erforschen, oder für Fortbildungen: Eigentlich müssten die Ärzte Sauerkraut in allen Variationen verschreiben…

Related posts:

  1. Kimchi-Krise: Süd-Korea in der Patsche
  2. Fermentation – das volle Programm
  3. Sauerkraut, 550 Gramm für 6,60 Euro?
  4. Kultur am Sonntag – Männer sind auch anders
  5. Sauerkrautsalat: Süß, tot oder lebendig…

Hast Du eine Anregung, Frage, Kritik oder ein Lob? Dann
Gib doch einen Kommentar ab!
(Aber keinen Quatsch schreiben!)

Frische Kommentare

  • Marco: Hallo, anscheinend bin ich eine der wenigen Ausnahmen, aber bei uns zu Hause koche ich,...
  • Evelin: Hallo Klaus-Peter, …..ich hatte Zeit, Deinen wunderbaren Artikel zu lesen. Er macht...
  • C. Schulze: Auch, wenn diese Kommentare schon recht lange her sind, möchte ich doch etwas dazu...
  • Robert: Was für ein einzigartiger Blog! Diese fast schon skurrile Kombination aus...
  • DerJens: Ich verstehe. Vielen Dank für deine adäquate Antwort :)

Rubriken

Archive

Motivation