Advent, Advent und wie wichtig das Nein-Sagen ist

An Beiträgen zum Advent ist hier ja kein Mangel,  und wie die Zeit vergeht, braucht es wieder mal einen.
Gisela hatte noch nach ihrer Erkrankung einen Zeichenkurs besucht, und in dem Wissen, dass sie nicht mehr lange zu leben hatte, noch viele ausdruckstarke Bilder produziert, und das Bild mit der vorweihnachtlichen Stimmung

darf ich hier im Andenken an sie wiedergeben:

Gisela hatte ihre Diplomarbeit über die Rolle des “Nein” in der psychischen Entwicklung des Kindes geschrieben. Ich finde das bemerkenswert, weil die von René Spitz postulierten psychischen Organisatoren soziales Lächeln (2./3. Monat), Fremdenangst (7./8. Monat) und die  Geste des Nein (15./18. Monat) tatsächlich eine eingehende Betrachtung verdienen.
Worum es dabei geht, ansatzweise in den Worten einer ehemaligen Freundin:
Das Verlangen des Kindes, seinen Lebensraum zu beherrschen,

… wird in einem Wechselprozess unterstützt und verursacht durch die motorische Entwicklung, die das Laufenlernen begünstigt. Das Kind kann sich von der Mutter entfernen und sich der Außenwelt aus eigener Kraft zuwenden. Ebenso wird dieses Verlangen unterstützt durch den Spracherwerb, denn jetzt kann das Kind der Mutter das erste “Nein” entgegensetzen und seine Autonomie erproben.

Es war natürlich legitim, dass Gisela sich in ihrer “letzten Zeit” sich um die Weiterentwicklungen dieser Wissenschaft nicht mehr viel kümmern mochte. Zu gern würde ich sie heute – einfach so – einmal fragen, warum manche Leute “nie” nein sagen können ;-)

Wenn das möglich ist, hätt’ ich noch eine Bitte: Einen Gruß an Herrn Spitz auszurichten…

Danke!

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