Der Winterblues, die saisonal abhängige Depression

Herbstnebel, Herbststimmung Das Kürzel “SAD” ist schon lange im Umlauf und steht für “Saisonal abhängige Depression”. Dabei handle es sich um eine “Lichtmangeldepression in den dunklen Monaten”, an der, man höre und staune, ein Viertel der Bevölkerung, je nach Schätzung auch ein Drittel leide.

 

Bei den Leitsymptom: Niedergeschlagenheit. erschöpft, antriebslos, hohes Schlafbedürfnis sei allerdings auch die Neigung, viel zu essen, zu erwähnen, beispielsweise Schokolade.

Der Kreislauf aus dicker-werden und sich noch unwohler fühlen wird dann dadurch erklärt, dass die innere Uhr “verschoben” ist. Man wacht nicht mehr mit dem ersten Sonnenstrahl auf, sondern gezwungenermaßen früher, geht im Dunkeln zur Arbeit und kommt im Dunklen zurück.

Frühere Generationen haben das Problem der “Langen Abende”, der vielen Stunden ohne Sonnenschein, mit sinnvollen Beschäftigungen wie Wolle-Spinnen überwunden, einander vielleicht auch die immer gleichen Geschichten und Märchen erzählt, aber von  Saisonal abhängiger Depression und Lichtmangelsyndrom nur wenig mitbekommen.

Eine neue Jahreszeit verlangt von der Natur, von uns, nun einmal gewisse Anpassungsleistungen, man muss sich damit arrangieren, und findet günstigenfalls ein Arrangement.

Herbst-Arrangement

Was die “!Dunkelheit” betrifft: Regen- und Nieselwetter sind dann gerade am Wochenende verbreitet, aber eigentlich kein Grund, in der Wohnung (=”Höhle”) zu bleiben.
Sonnige Herbsttage können, in netter Gesellschaft, sogar der reinste Genuss sein:

 

Herbstsonne

Bei der “Saisonal abhängigen Depression” wäre, mehr als nach Melantonin- und Serontoninspiegel, doch zunächst einmal zu fragen: “Abhängig – von wem oder was?”


Und schlimmstenfalls wäre es so, dass die Person, von der eine andere abhängig ist, schlicht ihrer Verantwortung nicht gerecht wird.
Klar, dass auch bei solchen Beziehungen, die ambivalent um “Bewunderung” (eine andere Form von “Sonnenschein”) zentriert sind, irgendwann einmal die Luft draußen ist.

Foto (1): cc net_efekt

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Ein Kommentar zu “Der Winterblues, die saisonal abhängige Depression”

  1. [...] Sonne steht zwar niedrig, aber sie ist zu spüren. Kein Grund also für eine Lichtmangeldepression, es sei [...]

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