Nahrungsmittel, die schädlicher als Tabakrauch sind

Eine Studie über Werbung für Nahrungsmittel, die sich an Kinder richtet, hat Marie Cocco von “Truthdig” zum Anlass genommen, einen empörten Artikel zu schreiben, der Amerika wachrütteln will. Eine Zusammenfassung:


LogoDie Hälfte der Werbeeinblendungen während der Fernsehsendungen für Kinder hat Essen zum Inhalt: Süßigkeiten, Cornflakes, Fast-Food-Restaurants, Limonade und andere süße Getränke.
Wie seit Jahren die Tabakindustrie seit Jahren ihre tödliche Saat ausbringt, gibt jetzt die Nahrungsmittelindustrie Billionen für die Werbung für Produkte aus, die der nächsten Generation das Aussehen und den Lebensstil ihrer verfetteten Eltern aufzwingt: übergewichtig, mit hohem Krankheitsrisiko und kurzer Lebenserwartung.
Untersucht wurde die Werbung, wie sie in Cartoons, Sitcoms, Reality-Sows, Filmen und anderem, was Kinder mögen, eingestreut ist.

Die Kinder sind genau dem Gegenteil dessen ausgesetzt, was aus offizieller und ärztlicher Sicht der Gesundheit zuträglich ist:
Im Alter zwischen 2 und 7 Jahren sehen täglich 12 mal täglich Werbung fürs Essen, also über 4000 Spots pro Jahr. In der nächsten Gruppe, bei den 8-12 jährigen, gibt es bis zu 21 Spots täglich, macht über 7000 im Jahr. Bei Teenagern sind es noch 17 Anzeigen täglich.

Bei dem, was beworben wird, geht es nicht um Broccoli oder Brot, sondern Werbung für Süßigkeiten, Snacks nehmen 34 % ein, ein weiteres Drittel die stark gezuckerten “Cerealien”.

Während die “Kleinen” noch ihre Eltern bitten müssen, zu kaufen, was sie eingeblendet bekommen, richtet sich die Werbung auch verstärkt an die Größeren, die schon eigenes Taschengeld haben und selbst aussuchen, was sie essen.

Und während Jugendliche rund 21 Werbespots für süße oder gezuckerte Getränke sehen, bekommen die gleichen Kids nur einen Spot, der fitness und Gesundheit propagiert auf den Bildschirm – alle 2 oder 3 Tage …
Dabei hocken die Kids Stunde um Stunde vor Videospielen oder dem Fernseher, das Fußballspiel im Freundeskreis gehört vergangenen Tagen an.
Die Kombination aus Sättigungs-Werbung für junk food und dem bewegungsarmen Leben der heutigen Kinder hat zu einem Sprung beim kindlichen Übergewicht geführt – ein Drittel der Kinder zwischen 6 und 11 Jahren ist übergewichtig, 15 % fettsüchtig.
Diabetes und Bluthochdruck hat es in früheren Generationen bei Kindern eigentlich nicht gegeben. Heute kostet deren Behandlung die Steuerzahler viele Vermögen.

Bei der Tabakindustrie hat es über 40 Jahre gedauert, bis ihre Werbeaktivitäten in einem Mindestmaß kontrolliert werden konnten.
Die Lebensmittelindustrie sollte nicht diesem Beispiel folgen, sondern die zögerlichen Anfänge, den Inhalt der für Kinder produzierten Werbung zu ändern, ausbauen.
Anderenfalls könnte sie auch vor der Anklage stehen, aus Profitgründen Kinder getötet zu haben.

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